Ausgewählte Kurzmeldungen des Monats zur internationalen Entwicklungs- zusammenarbeit mit Schwerpunkt Norddeutschland, herausgegeben von SID Hamburg.
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Vom 10. bis 14. September wird im mexikanischen Cancún die 5. Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) stattfinden. In diesem höchsten Entscheidungsgremium der WTO werden Abkommen zum internationalen Handel getroffen - mit weitreichenden Konsequenzen auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen weltweit. Besonders wichtig ist der Abbau der Agrarexportsubventionen. Bundesentwicklungsministerin Wieczorek-Zeul: "Ich würde es sehr begrüßen, wenn sich die Industrieländer ein Herz fassen und für den Zeitraum der laufenden Verhandlungen die Agrarexportsubventionen aussetzen würden. Ein solches Moratorium wäre ein überzeugendes Signal an die Entwicklungsländer." Die WTO hat grundlegende Reformen nötig. Barbara Unmüßig vom Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung: "Globalisierung ist kein Monopol der Marktradikalen. In Cancún wird sich erneut eine globale Bewegung treffen, die dies beweist! Ihr grundlegendes Ziel ist es, menschliche Entwicklung und Naturerhalt ins Zentrum politischen und wirtschaftlichen Handelns zu stellen. Über die Wege dahin gibt es unterschiedliche Ansichten. "Die Mitglieder werden als Statisten der WTO-Verhandlungen degradiert.", kritisiert Marita Wiggerthale, Kampagnenleiterin des Handelsbereichs bei Germanwatch. Dies treffe insbesondere für die Entwicklungsländer zu. Ihre Einwände inhaltlicher sowie prozeduraler Art würden von den Verhandlungsleitern, dem Generaldirektor Supachai und den Industrieländern häufig ignoriert.
Unter http://www.germanwatch.org/tw/cancun03.htm finden Sie unsere Sonderseite zu Cancún mit hilfreichen Hintergrundinformationen, offiziellen Dokumenten und Links. Dort gibt es während der Konferenz außerdem täglich einen Online-Pressespiegel.
Literatur: Auf dem Weg nach Cancun. Keine Spur von Entwicklungsrunde bei den Welthandelsgesprächen. WEED-Arbeitspapier von Pia Eberhardt. Bezug: WEED, Tel. 030-27582163, weed @ weed-online.org; http://www.weed-online.org, 1,50 Euro plus Versandkosten. Der Nord-Süd Info-Dienst "Auf dem Weg nach Cancún" ist erschienen und abrufbar unter: http://www.forumeinewelt.de/servlet/PB/show/1374874/Nord-S%FCd%20Info-Dienst%2086-2003.pdf. Die Heinrich-Böll-Stiftung hat soeben ihre Website http://www.cancun2003.org gestartet.
Kongress FATAL GLOBAL?! Die 5. WTO-Ministerkonferenz in Cancún: Fakten, Folgen, Alternativen, 5.- 6. September 2003, TU-Berlin, Teilnahme kostenlos. E-mail: info @ cancun-konferenz.de, Tel.: 030 280418 - 12 /-11. Informationen über den breiten Trägerkreis, das umfangreiche Programm, etc. bitte auf der Website einsehen: http://www.cancun-konferenz.de
Konferenz zu Internationalem Handel, Umweltschutz und Nachhaltiger Entwicklung: Moving forward from Cancún. 30.-31. Oktober 2003, Berlin. Weitere Informationen unter: http://www.ecologic-events.de
Die deutsche Afrikapolitik braucht einen neuen Schub. Was ihr fehlt,
sind abgestimmte und aufgeklärten Interessen dienende Ziele. Mit
verantwortlich für die aktuelle Orientierungslosigkeit ist, dass
wesentliche Forschungsergebnisse ignoriert werden und dass konstruktive
Vorschläge maßgeblicher Experten in den Schubladen verschwinden.
Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen wie das zur
Leibniz-Gemeinschaft gehörende Institut für Afrika-Kunde (IAK) in
Hamburg versuchen standhaft, die Fahne einer breiter verstandenen
Afrikanistik in Deutschland hochzuhalten und wollen damit einen Beitrag
zur Verbesserung der deutschen Afrikapolitik leisten. Der deutschen
Afrikapolitik fehle in erster Linie ein klares Profil, so Dr. Andreas
Mehler, Leiter des IAK. Auswärtiges Amt (AA), Bundesministerium für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und
Bundesministerium für Verteidigung (BMVg) müssten sich an einen Tisch
setzen und gemeinsam dem politischen Handeln eine eindeutige Richtung
geben anstatt sich auf einen Minimalkonsens zu einigen. Die zunehmend
geforderte und auch gewollte internationale Zusammenarbeit, insbesondere
im Rahmen der Europäischen Union, verlangt nach einer gemeinsamen
Zielsetzung. Der erste Schritt dazu müsse aber zunächst auf nationaler
Ebene getan werden. Die laufenden Programme und Grundsätze von BMZ und
AA, wie z. B. bei der Selektion von Partnerländern, bei der
sicherheitspolitischen Frühwarnung, beim Umgang mit zerfallenden Staaten
und bei der Teilnahme an multilateralen Initiativen,müssten aufeinander
abgestimmt werden; ähnlich wie dies jüngst bei der Ausarbeitung des
deutschen Beitrags zum G8-Aktionsplan für Afrika gelaufen ist. Mehler
ermutigt dazu, die eigenen Interessen in Afrika wahrzunehmen und auch
deutlich zu formulieren. Die Berücksichtigung ökologischer Aspekte, wie
die Abholzung des tropischen Regenwaldes ist genauso im deutschen
Interessewie die Terrorismusprävention; im Einzelfall bestehen aber auch
konkrete wirtschaftliche Interessen, die es zu fördern gilt. Kontakt:
Dr. Andreas Mehler Institut für Afrika-Kunde im Deutschen
Übersee-Institut, Neuer Jungfernstieg 21, 20354 Hamburg, Telefon: 0 40/4
28 25-523, Fax: 0 40/4 28 25-511, E-Mail: mehler @ iak.duei.de
http://www.duei.de/iak/
Die 6. Jahrestagung steht unter dem Thema 'Evaluation und
Organisationsenwticklung' und befasst sich so mit einem wichtigen
Einsatzfeld von Evaluationen. Sie wird in Zusammenarbeit mit dem Verbund
Norddeutscher Universitäten veranstaltet und findet vom 8. bis 10.
Oktober 2003 an der Universität Hamburg statt.
http://www.degeval.de/hamburg2003
Ein Leitartikeln von Michael Dauderstädt in epd-Entwicklungspolitik
untersucht die entwicklungspolitische Relevanz der EU-Erweiterung Wie
Teile der ehemaligen Zweiten Welt zur Ersten Welt werden und was das für
die Dritte Welt bedeutet.
http://www.epd.de/entwicklungspolitik/entwicklungspolitik_index_16679.htm
Das Bündnis Entwicklungspolitischer Initiativen in Schleswig-Holstein
(BEI), der Kirchliche Entwick-lungsdienst der Nordelbischen ev.-luth.
Kirche, das Eine-Welt-Netzwerk Hamburg und viele mehr betreiben nun
gemeinsam ein Eine-Welt-Portal für Norddeutschland.
Eine-Welt-Initiativen können dort ihre Daten ins Netz stellen und
bekommen dann die Möglichkeit, eigene Daten selber zu bearbeiten.
Außerdem bietet das Portal verschiedene Recherchen und Information zu
diversen Themen, wie Armut, Bildung, Migration und Welthandel, zu
Ländern, Kampagnen, Organisationen und Jobs sowie die Möglichkeit zur
Interaktion an.
http://www.eine-welt.de
Mit dem GATS (General Agreement of Trade in Services) wurde 1995 das
erste Abkommen über die Liberalisierung der Dienstleistungsmärkte in das
Vertragswerk der Welthandelsorganisation übernommen und wird im
September 2003 abschließend verhandelt. Geregelt wird Marktzugang und
Marktbeschränkungen für grenzüberschreitende Dienstleistungen. Diese
umfassen Post und Telekommunikation, Energie- und Wasserversorgung,
Umwelt- und Transportdienstleistungen, Banken und Versicherungen,
medizinische und soziale Dienste, Bildung und Kultur, Handel und
Bauwesen: Kein Sektor ist grundsätzlich von den Regelungen des GATS
ausgenommen. Öffentliche Leistungen und möglicherweise erst junge, wenig
etablierte Sektoren der Länder des Südens müssen mit der Konkurrenz
ausländischer Privatinvestoren zurechtkommen. Die Auswirkungen die eine
solch weitreichende Marktöffnung besonders für viele ärmere Länder zur
Folge hätte sind noch in keiner Weise untersucht worden. Die
Auswirkungen und Folgenabschätzung im sozialen, ökologischen und
entwicklungspolitischen Bereich und Optionen für einen Kurswechsel des
internationalen Handels mit Dienstleistungen werden am Dienstag,
26.8.2003 in Hamburg diskutiert. Gäste: Ortrun Gauper, Verdi; Prof. Dr.
Christoph Schwerrer, Uni Kassel. Moderation: Jens Kerstan (MdHB, GAL),
info @ ewnw-hamburg.de
http://www.ewnw-hamburg.de
Der Trainingsleitfaden Interkulturelle Managementkompetenz des
Landesamtes für Entwicklungs- zusammenarbeit (Lafez) Bremen kann ab sofort
von der Homepage des Lafez heruntergeladen werden. Auf dieser Homepage sind zudem Informationen über Aufbau und Inhalt des Leitfadens erhältlich. Info: Freie Hansestadt Bremen, Landesamt für Entwicklungs- zusammenarbeit, Ansgaritorstr. 22, D-28195 Bremen, Fon: 0421/361-2987, Fax: 0421/496-2987, katja.eichler @ lafez.bremen.de
http://www.lafez.bremen.de
Die Hansestadt hat in einer Broschüre ihre wirtschaftsorientierten
Qualifizierungsprogramme zur nachhaltigen Entwicklung im
mittelamerikanischen Raum anschaulich zusammengetragen. Potenziale
gerade der Küstenzonen kommen besonders zum Tragen. Info: Manfred Bolle,
Hansestadt Bremen, Landesamt für Entwicklungs- zusammenarbeit,
Ansgaritorstr. 22, D-22195 Bremen, Fon: 0421/361-2878, Fax:
0421/361-2648, Manfred.Bolle @ lafez.bremen.de
http://www.lafez.bremen.de
In einer aktuellen Broschüre sind alle Informationen rund um Evaluation
und entwicklungspolitische Bildungsarbeit zusammengetragen und
aufgearbeitet, die der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) und das
Diakonische Werk der Evangelischen Kirche herausgegeben haben. Info:
Diakonisches Werk/Zentraler Vertrieb, Karlsruher Str. 11, D-70771
Leinfelden-Echterdingen, Fon: 0711/902165-0, Fax. 0711/ 7977502.
NRO-Position zur Bildungsarbeit: Alle in der agl zusammengeschlossenen
Landesnetzwerke haben ein Positionspapier zur entwicklungspolitischen
Inlandsarbeit verabschiedet und in einen gemeinsamen Kontext der eigenen
Arbeit Rund um Inhalte der Einen Welt gestellt. Die einzelnen
Handlungsfelder geben Anregungen für die Arbeit vor Ort. Info:
Arbeitsgemeinschaft der Eine-Welt-Landesnetzwerke (agl), Düstere Str.
16/17, D-37073 Göttingen, Fon: 0551/487141, Fax. 0551/ 487143,
agl @ comlink.org
http://www.service-eine-welt.de/news.php#materialien
Mit HEINZ, den Hamburger Entwicklungs-Indikatoren Zukunftsfähigkeit,
will der Zukunftsrat die Stadt an die internationale und nationale
Debatte um Nachhaltigkeits-Indikatoren heranführen. Mit 32
Nachhaltigkeitszielen, 48 Indikatoren und statistischen Zeitreihen hat
der Zukunftsrat Hamburg die 10-Jahres-Entwicklung der Stadt in den
Bereichen Wirtschaft, Umwelt, Soziales und Bürgerbeteiligung gemessen.
Eine 'Nachhaltigkeitsampel' zeigt für viele Sozial-Indikatoren auf rot
und für die meisten Wirtschafts-Indikatoren auf grün. Das ganze System
HEINZ steht der Homepage:
http://www.zukunftsrat.de/heinz_einleitung.html
Durch die Herausgabe der Dialog Global Nr 6: "Faires Miteinander -
Leitfaden für die interkulturell kompetente Kommune 2012" wird die
Servicestelle Eine Welt einen konkreten Beitrag für die Praxis vor Ort
anbieten. Er erscheint im August und kann vorbestellt werden:
info @ service-eine-welt.de, Fon: 0228/2434-630.
http://www.service-eine-welt.de/news.php#ueber
FernWeh realisiert die beste Idee für einen tourismuskritischen Kurzfilm
Gesucht wird eine Filmidee in Form eines Exposés oder Drehbuchs für
einen Kurzfilm. Denkbar ist jedes Genre. In Zusammenarbeit mit einer
ehrenamtlichen Kommission aus Tourismus- und Medienfachleuten werden
drei Vorschläge prämiert. Infos unter: FernWeh - Forum Tourismus &
Kritik, iz3w - Informationszentrum 3. Welt Tel +49 (0)761 70 75 125,
fernweh @ iz3w.org
http://www.iz3w.org/fernweh
Informationen zum Achten Kassler Symposium, Thema Energie und
Kommunikation, des Instituts für Solare Energieversorgungstechnik der
Universität Kassel unter
http://www.iset.uni-kassel.de
Das internationale Zentrum der UNESCO für die berufliche Bildung, UNEVOC
International Centre for Technical and Vocational Education and
Training, wird in Bonn fest etabliert. Das Bundeskabinett beschloss eine
entsprechende nationale Verordnung. Das Zentrum wird jährlich mit
200.000 Euro aus dem Etat des Bundesministeriums für Bildung und
Forschung (BMBF) finanziert. Es soll damit ein weltweites Netzwerk in
der Berufsbildung aufbauen.
http://www.unevoc.unesco.org
Vortrag von Ulrich Krause am Mittwoch, 17. September, Werkstatt 3,
Nerstweg 32. Information: PBI Deutscher Zweig e.V., Hohenesch 72, 22765
Hamburg, Tel.: 040 - 380 69 03, Fax: 040 - 386 94 17,
info @ pbi-deutschland.de
http://www.pbi-deutschland.de
Am Samstag, 30. August, 14 bis 20 Uhr, findet das 5. Afrikafest in
Hamburg statt. Zahlreiche Initiativen und Organisationen haben zum
fünften Mal seit 1996 eine bunte Mischung aus Unterhaltung und
Information zusammengestellt. Für Stimmung sorgen die Percussion-Gruppe
"Hand to Hand" sowie - als musikalischer Höhepunkt des Nachmittags -
Laye Diop & Karamala. Politisch steht das Fest unter dem Motto "Afrikas
Schulden - Europas Schuld". Kontakt: Thomas Mösch, Tel.: 040 / 85 87 00,
eMail: AfrikafestHH @ aol.com
http://www.afrikafest-stadtpark.de
Ein Workshop für in der Entwicklungs-zusammenarbeit Aktive aus Nord und
Süd 19.- 21. 09. 2003. Von der Theorie zur Praxis beim Einsatz
erneuerbarer Energien. artefact gGmbH, Teilnahmegebühr: 45 €, Anmeldung
bis 10.09.03 bei artefact gGmbH, Bremsbergallee 35, 24960 Glücksburg,
Tel.04631-6116-0, Fax 04631-611628, e-mail: info @ artefact.de
http://www.artefact.de
Jetzt gibt es bei Oekoprinz zwei aktuelle Top-Handys für Null Euro: Das Nokia 3650 oder ein Siemens S 55! Das S 55 kommt dabei inkl. Digicam und 50 EUR Cash-Gutschrift! Wo finden Sie sonst so ein Angebot?
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Die Society for International Development (SID) ist die älteste, politisch unabhängige und private entwicklungspolitische Vereinigung der Welt. In Deutschland sind insgesamt rund 500 Mitglieder vertreten. Das SID-Chapter in Hamburg (Gesellschaft für Internationale Entwicklung Hamburg e.V.) arbeitet in den Bundesländern Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Das Chapter dient dem entwicklungspolitischen Erfahrungs- und Informationsaustausch, der Zusammenarbeit zwischen Forschung und Praxis, der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit und der Vertretung der Interessen der Entwicklungsländer im norddeutschen Raum. Informationen unter http://www.sid-hamburg.de/