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SID Hamburg

SID-Hamburg Newsletter Juni 2004

Ausgewählte Kurzmeldungen des Monats zur internationalen Entwicklungs- zusammenarbeit mit Schwerpunkt Norddeutschland, herausgegeben von SID Hamburg. Abonnements-Bedingungen am Ende des Textes

Inhalt

SID-Hamburg Newsletter Juni 2004 Ausgewählte Kurzmeldungen des Monats zur internationalen Entwicklungs- zusammenarbeit mit Schwerpunkt Norddeutschland, herausgegeben von SID Hamburg. Abonnements-Bedingungen am Ende des Textes
    Inhalt
  1. SID-Vortrag: Budgethilfe in der Entwicklungs- zusammenarbeit
  2. Dokumentation: Die Milleniums-Entwicklungsziele
  3. Berliner Ringvorlesung Entwicklungspolitik VI
  4. Hamburg: Rücktritte im entwicklungspolitischen Beirat
  5. Konferenz renewables 2004 ein voller Erfolg
  6. Kommentierte Linkliste Erneuerbaren Energien und EZ
  7. Unser-Wasser-Hamburg braucht aktive Unterstützung
  8. Aktuelles Handbuch Hamburg Nord-Süd
  9. Integrationspolitik in Hamburg. Modelle, Ansätze, Konzepte
  10. Fortbildung Krisenprävention und zivile Konfliktbearbeitung
  11. Wie wird man EvaluatorIn?
  12. Broschüre zur Entwicklungspolitik der Bundesländer

1. SID-Vortrag: Budgethilfe in der Entwicklungs- zusammenarbeit: Neue Chancen, neue Risiken?

Hamburg, Montag, 28. Juni 2004, 17 Uhr, Raum 550 Ort: HWWA , Neuer Jungfernstieg 21, 20347 Hamburg, Referent: Dr. Dieter Orlowski

Vor allem für die Europäische Union sind Formen der programmatischen Unterstützung dabei, die traditionelle Projekthilfe zu ersetzen. Auf der Grundlage von gemeinsamen Zielen von Gebern und Regierungen der Entwicklungsländer wird versucht, die Verantwortung von Regierungen in Empfängerländern zu stärken und ihnen das "Micro-Management" zu überlassen. Die EU konzentriert sich auf Ergebnisse und hofft, mit diesem Hebel einen Anreiz zur Verbesserung des Management der öffentlichen Finanzen zu geben und effektiver zur Armutsbekämpfung beizutragen, als es mit Projekten möglich wäre.

Auf dem Diskussionsabend wird dargestellt, wie die EU-Kommission Budgethilfe begründet, plant und für einen intensiven Politikdialog einsetzt. Risiken und Chancen dieses neuen Instruments werden Gegenstand der Diskussion sein. Der Referent, Dr. Dieter Orlowski, freier Gutachter mit volkswirtschaftlichem Hintergrund und Mitglied des SID Hamburg, befasst sich vor allem mit der Frage befasst, wie politische Ziele im allgemeinen und Armutsbekämpfungsstrategien in besonderen in die Struktur der öffentlichen Ausgaben umgesetzt koennen. Er hat sechs Jahre in Mosambik im Finanz- und Planministerium zu dieser Frage gearbeitet und gibt Kurse für EU-Beamte über die Modalitäten der Budgethilfe im EU-Kontext.
http://www.sid-hamburg.de


2. Dokumentation: Die Milleniums-Entwicklungsziele

Umfassende Informationen zum Vortrag von Dr. Klemens van de Sand (BMZ) über die Umsetzung des Aktionsprogramms 2015 in den verschiedenen Politikbereichen finden Sie unter http://www.aktionsprogramm2015.de Unser Tipp: Abonnieren Sie doch gleich unseren E-Mail-Newsletter und Sie sind immer informiert über neue Publikationen zum Aktionsprogramm. http://www.bmz.de/themen/Handlungsfelder/armutsbekaempfung/index.html


3. Berliner Ringvorlesung Entwicklungspolitik VI

Das Berliner Chapter von SID widmet sich mit der Ringvorlesung dem Thema Migration und Entwicklung. Die nächsten öffentlichen Vorlesungen: 10. Juni 2004, Erfahrungen mit dem neuen Staatsangehörigkeitsrecht in Deutschland / Türkisches Staatsangehörigkeitsrecht, Kenan Kolat - Türkischer Bund Berlin
17. Juni 2004, Migration und Entwicklungspolitik (brain drain - brain gain) Bernd Hemingway - IOM
24. Juni 2004, Die Folgen von Migration für die wissenschaftliche /wirtschaftliche Entwicklung, Podiumsdiskussion
1. Juli 2004, Einwanderungsstadt Berlin: Neue Aufgaben für die Entwicklungs- und Migrationspolitik, Dr. Robin Schneider - Senat Berlin
8. Juli 2004, Konfliktbearbeitung mit der Diaspora, Wolfram Zunzer - Berghof Forschungszentrum
Die Vorlesung findet wöchentlich statt, und zwar donnerstags von 18 Uhr c.t. - 20 Uhr in der TU Berlin, im Physikgebäude, Hörsaal P-N 203 (Hardenbergstr. 36, 10623 Berlin). Kontakt: PD Dr. B. Fahrenhorst, Tel: 861 30 91, BrigitteFahrenhorst @ t-online.de


4. Hamburg: Rücktritte im entwicklungspolitischen Beirat

Mangelnde konstruktive Zusammenarbeit und ein Regierungsprogramm, das internationale Gerechtigkeit nicht mehr im Munde führt, haben vier Mitglieder des Entwicklungspolitischen Beirats zu ihrem Rücktritt veranlasst. Dies ist ein deutliches Zeichen für die schwierige bis unwegsame Kommunikation in Bezug auf entwicklungspolitische Belange in dieser Stadt. Das Eine Welt Netzwerk, Initiator des Entwicklungspolitischen Beirats, wirft dem Senat schwere Versäumnisse in der Entwicklungspolitik vor. Entwicklungspolitik wird im aktuellen Regierungsdenken immer mehr gegen die Ostseekooperation ausgespielt und mutiert in diesen Zeiten zur Außenwirtschaftsförderungspolitik. Es liegt die Vermutung nahe, dass Entwicklungspolitik, verstanden als Querschnittspolitik, hier unerwünscht ist. Staatsrat Reinhard Stuth hat mit Verwunderung auf die Ankündigung von Senator a. D. Horst Gobrecht reagiert, den Vorsitz des Beirats niederzulegen und aus dem Gremium auszuscheiden. Der Senat werde nun so bald wie möglich neue Mitglieder berufen, damit die wichtige Arbeit fortgeführt werden könne.
http://www.ewnw-hamburg.de


5. Konferenz renewables 2004 ein voller Erfolg

Zum Abschluss der Internationalen Konferenz für erneuerbare Energien in Bonn haben Bundesumweltminister Jürgen Trittin und Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul eine positive Bilanz gezogen. "Die Konferenz war ein voller Erfolg", erklärten beide am Freitagmittag." Die Delegierten haben gemeinsam ein Zeichen gesetzt für eine globale Energiewende und für einen immensen Ausbau der Erneuerbaren Energien, um so die weltweite Armut zu bekämpfen und das Klima zu schützen." Bundeskanzler Gerhard Schröder hat bei der Konferenz zu einer Umorientierung der globalen Energiepolitik aufgerufen. Dabei hat er die deutschen Zusagen im Bereich erneuerbare Energien und Energieeffizienz erhöht. Fragen der Finanzierung gehörten zu den zentralen Themen der Konferenz. Der Finanzierungsfonds ''Globale Umweltfazilität'' (Global Environment Facility, GEF) sagte zu, jährlich 100 Millionen US-Dollar einzusetzen, um anspruchsvolle Erneuerbare-Energien-Projekte in Entwicklungsländern zu unterstützen. Dadurch sollen Gesamtinvestitionen von ca. 500 Millionen US-Dollar pro Jahr ausgelöst werden.
http://www.renewables2004.de


6. Kommentierte Linkliste Erneuerbaren Energien und Entwicklungs- zusammenarbeit

Die Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd des World University Service (WUS) hat eine umfangreiche, kommentierte Linkliste zu "Erneuerbaren Energien und Entwicklungs- zusammenarbeit" zusammengestellt. Die Liste bietet zahlreiche Links zu Hintergrundinformationen, wichtigen Dokumenten, internationalen Organisationen, Forschungseinrichtungen, Umweltinitiativen und Veranstaltungen. Darüber hinaus sind auch Links zu Unterrichtsmaterialien und Seiten, die für Lehrer/innen und Multiplikator/innen besonders interessant sind, aufgelistet. Zu finden ist das Informationsangebot unter
http://www.wusgermany.de/infostelle/aktuelles/energien.htm


7. Unser-Wasser-Hamburg braucht aktive Unterstützung

Für die zweite Stufe auf dem Weg zum Volksentscheid gegen die Privatisierung der Hamburger Wasserwerke, das Volksbegehren, das vom 23. August bis 5. September 2004 durchgeführt wird, müssen weit über 60.000 Unterschriften gesammelt werden. Die Website informiert über den aktuellen Stand der Kampagne: http://www.unser-wasser-hamburg.de


8. Aktuelles Handbuch Hamburg Nord-Süd

Die aktualisierte Ausgabe des Handbuchs "Hamburg Nord-Süd" kann bei der Geschäftsstelle des Eine-Welt-Netzwerk Hamburg für EUR 5,- (zuzügl. Porto) erstanden werden. Mitgliedsgruppen des Eine Welt Netzwerks erhalten ein Exemplar kostenlos. http://www.ewnw-hamburg.de


9. Von schwarz bis grün: Integrationspolitik in Hamburg. Modelle, Ansätze, Konzepte

Am Dienstag, den 22.6., 19.30 Uhr, diskutieren in der Werkstatt 3 die jeweiligen Fachsprecherinnen der Parteien Nebahat Güclü (GAL), Aydan Özuguz (SPD) und Bettina Machaczek (CDU, angefragt), sowie Roman Lewicki vom Integrationsbeirat über die Arbeit des Integrationsbeirats während der letzten zwei Jahre, nach der Abschaffung des Amtes der Ausländerbeauftragten: Was wurde erreicht? Welchen Integrationsansatz verfolgt der Rat und wie sehen die Modelle der in der Bürgerschaft vertretenen Parteien aus? Moderiert wird die Veranstaltung von Navina Sundaram, NDR.
http://www.werkstatt3.de


10. Fortbildung Krisenprävention, zivile Konfliktbearbeitung und Friedensförderung

Einführung in Begriffe, Konzepte, Methoden und relevante Anwendungsgebiete

Die AGEG, Arbeitsgemeinschaft Entwicklungspolitischer Gutachter e.G., bietet am 2. und 3. Juli 2004 in Kirchheim/Teck eine weitere Fortbildungsveranstaltung dazu an. Nach dem Genozid in Ruanda setzte sich in der EZ zunehmend die Überzeugung durch, dass Konfliktsensibilität und gezielte Maßnahmen zur Krisenprävention, Konfliktbearbeitung und Friedensförderung notwendige Bestandteile einer internationalen Zusammenarbeit sein müssen. Seither sind in Deutschland und international eine Reihe von Instrumenten geschaffen worden, die dieser Erkenntnis Rechnung tragen. Das Seminar klärt Begriffe, die mit diesem neuen Förderungsbereich von BMZ und AA zusammenhängen, stellt Konzepte, Methoden und Instrumente vor und gibt einen Überblick über die verschiedenen Anwendungsbereiche. Nähere Informationen sowie das Anmeldeformular zum Seminar können Sie unter folgender Adresse downloaden: http://www.ageg.de/downloads/AGEG-Konliktbearb_07-04.zip


11. Wie wird man EvaluatorIn?

Die Deutsche Gesellschaft für Evaluation (DeGEval) hat ''Empfehlungen für die Aus- und Weiterbildung in der Evaluation'' vorgelegt. Hiermit sollen zwei Ziele erreicht werden: Zum einen sollen die Empfehlungen Auftraggebern von Evaluationen eine bessere Orientierung bieten, was von EvaluatorInnen zu erwarten ist und über welche Kompetenzen sie verfügen sollten. Zum anderen sollen sie einen Rahmen für den Aufbau von Aus- und Weiterbildungsprogrammen bilden und somit auch für bereits tätige und künftige EvaluatorInnen Anhaltspunkt sein. Die Empfehlungen sind über die Homepage der DeGEval einzusehen und zu bestellen.
http://www.degeval.de/ausbildung


12. Broschüre zur Entwicklungspolitik der Bundesländer

Neu erschienen ist die Broschüre ''Der Welt den Rücken?'' zur Entwicklungspolitik der Bundesländer, herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft der Landesnetzwerke (AGL) und dem Verband Entwicklungspolitik Deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO). Die Publikation soll eine kritische Bestandsaufnahme der Entwicklungspolitik auf Länderebene aus Sicht der NRO liefern und zivilgesellschaftlichen Akteuren als Argumentationsgrundlage und -hilfe für die Forderung nach mehr entwicklungspolitischem Engagement der Bundesländer dienen. Ein Schwerpunkt bildet dabei die Inlandsarbeit. Bestellungen bitte an: sekretariat @ venro.org, http://www.venro.org


Abonnements-Bedingungen

Der SID-Hamburg Newsletter wird monatlich kostenlos per E-Mail versendet. Bestellungen an: abonnieren @ SID-Hamburg.de. Abbestellungen an abbestellen @ SID-Hamburg.de. Abo-Verwaltung: http://de.groups.yahoo.com/group/SID-HH/. Redaktion: Karsten Weitzenegger (). Archiv unter http://www.sid-hamburg.de


Die Society for International Development (SID) ist die älteste, politisch unabhängige und private entwicklungspolitische Vereinigung der Welt. In Deutschland sind insgesamt rund 500 Mitglieder vertreten. Das SID-Chapter in Hamburg (Gesellschaft für Internationale Entwicklung Hamburg e.V.) arbeitet in den Bundesländern Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Das Chapter dient dem entwicklungspolitischen Erfahrungs- und Informationsaustausch, der Zusammenarbeit zwischen Forschung und Praxis, der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit und der Vertretung der Interessen der Entwicklungsländer im norddeutschen Raum. Informationen unter http://www.sid-hamburg.de/


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