Hamburg, Montag, 28. Juni 2004, 17 Uhr, Raum 550 Ort: HWWA , Neuer Jungfernstieg 21, 20347 Hamburg, Referent: Dr. Dieter Orlowski
Vor allem für die Europäische Union sind Formen der programmatischen Unterstützung dabei, die traditionelle Projekthilfe zu ersetzen. Auf der Grundlage von gemeinsamen Zielen von Gebern und Regierungen der Entwicklungsländer wird versucht, die Verantwortung von Regierungen in Empfängerländern zu stärken und ihnen das "Micro-Management" zu überlassen. Die EU konzentriert sich auf Ergebnisse und hofft, mit diesem Hebel einen Anreiz zur Verbesserung des Management der öffentlichen Finanzen zu geben und effektiver zur Armutsbekämpfung beizutragen, als es mit Projekten möglich wäre.
Auf dem Diskussionsabend wird dargestellt, wie die EU-Kommission
Budgethilfe begründet, plant und für einen intensiven Politikdialog
einsetzt. Risiken und Chancen dieses neuen Instruments werden Gegenstand
der Diskussion sein. Der Referent, Dr. Dieter Orlowski, freier Gutachter
mit volkswirtschaftlichem Hintergrund und Mitglied des SID Hamburg,
befasst sich vor allem mit der Frage befasst, wie politische Ziele im
allgemeinen und Armutsbekämpfungsstrategien in besonderen in die
Struktur der öffentlichen Ausgaben umgesetzt koennen. Er hat sechs Jahre
in Mosambik im Finanz- und Planministerium zu dieser Frage gearbeitet
und gibt Kurse für EU-Beamte über die Modalitäten der Budgethilfe im
EU-Kontext.
http://www.sid-hamburg.de
Umfassende Informationen zum Vortrag von Dr. Klemens van de Sand (BMZ) über die Umsetzung des Aktionsprogramms 2015 in den verschiedenen Politikbereichen finden Sie unter http://www.aktionsprogramm2015.de Unser Tipp: Abonnieren Sie doch gleich unseren E-Mail-Newsletter und Sie sind immer informiert über neue Publikationen zum Aktionsprogramm. http://www.bmz.de/themen/Handlungsfelder/armutsbekaempfung/index.html
Das Berliner Chapter von SID widmet sich mit der Ringvorlesung dem Thema
Migration und Entwicklung. Die nächsten öffentlichen Vorlesungen:
10. Juni 2004, Erfahrungen mit dem neuen Staatsangehörigkeitsrecht in
Deutschland / Türkisches Staatsangehörigkeitsrecht, Kenan Kolat -
Türkischer Bund Berlin
17. Juni 2004, Migration und Entwicklungspolitik (brain drain - brain
gain) Bernd Hemingway - IOM
24. Juni 2004, Die Folgen von Migration für die wissenschaftliche
/wirtschaftliche Entwicklung, Podiumsdiskussion
1. Juli 2004, Einwanderungsstadt Berlin: Neue Aufgaben für die
Entwicklungs- und Migrationspolitik, Dr. Robin Schneider - Senat Berlin
8. Juli 2004, Konfliktbearbeitung mit der Diaspora, Wolfram Zunzer -
Berghof Forschungszentrum
Die Vorlesung findet wöchentlich statt, und zwar donnerstags von 18 Uhr
c.t. - 20 Uhr in der TU Berlin, im Physikgebäude, Hörsaal P-N 203
(Hardenbergstr. 36, 10623 Berlin). Kontakt: PD Dr. B. Fahrenhorst, Tel:
861 30 91, BrigitteFahrenhorst @ t-online.de
Mangelnde konstruktive Zusammenarbeit und ein Regierungsprogramm, das
internationale Gerechtigkeit nicht mehr im Munde führt, haben vier
Mitglieder des Entwicklungspolitischen Beirats zu ihrem Rücktritt
veranlasst. Dies ist ein deutliches Zeichen für die schwierige bis
unwegsame Kommunikation in Bezug auf entwicklungspolitische Belange in
dieser Stadt. Das Eine Welt Netzwerk, Initiator des
Entwicklungspolitischen Beirats, wirft dem Senat schwere Versäumnisse in
der Entwicklungspolitik vor. Entwicklungspolitik wird im aktuellen
Regierungsdenken immer mehr gegen die Ostseekooperation ausgespielt und
mutiert in diesen Zeiten zur Außenwirtschaftsförderungspolitik. Es liegt
die Vermutung nahe, dass Entwicklungspolitik, verstanden als
Querschnittspolitik, hier unerwünscht ist. Staatsrat Reinhard Stuth hat
mit Verwunderung auf die Ankündigung von Senator a. D. Horst Gobrecht
reagiert, den Vorsitz des Beirats niederzulegen und aus dem Gremium
auszuscheiden. Der Senat werde nun so bald wie möglich neue Mitglieder
berufen, damit die wichtige Arbeit fortgeführt werden könne.
http://www.ewnw-hamburg.de
Zum Abschluss der Internationalen Konferenz für erneuerbare Energien in
Bonn haben Bundesumweltminister Jürgen Trittin und
Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul eine positive
Bilanz gezogen. "Die Konferenz war ein voller Erfolg", erklärten beide
am Freitagmittag." Die Delegierten haben gemeinsam ein Zeichen gesetzt
für eine globale Energiewende und für einen immensen Ausbau der
Erneuerbaren Energien, um so die weltweite Armut zu bekämpfen und das
Klima zu schützen." Bundeskanzler Gerhard Schröder hat bei der Konferenz
zu einer Umorientierung der globalen Energiepolitik aufgerufen. Dabei
hat er die deutschen Zusagen im Bereich erneuerbare Energien und
Energieeffizienz erhöht. Fragen der Finanzierung gehörten zu den
zentralen Themen der Konferenz. Der Finanzierungsfonds ''Globale
Umweltfazilität'' (Global Environment Facility, GEF) sagte zu, jährlich
100 Millionen US-Dollar einzusetzen, um anspruchsvolle
Erneuerbare-Energien-Projekte in Entwicklungsländern zu unterstützen.
Dadurch sollen Gesamtinvestitionen von ca. 500
Millionen US-Dollar pro Jahr ausgelöst werden.
http://www.renewables2004.de
Die Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd des World University
Service (WUS) hat eine umfangreiche, kommentierte Linkliste zu
"Erneuerbaren Energien und Entwicklungs- zusammenarbeit" zusammengestellt.
Die Liste bietet zahlreiche Links zu Hintergrundinformationen, wichtigen
Dokumenten, internationalen Organisationen, Forschungseinrichtungen,
Umweltinitiativen und Veranstaltungen. Darüber hinaus sind auch Links zu
Unterrichtsmaterialien und Seiten, die für Lehrer/innen und
Multiplikator/innen besonders interessant sind, aufgelistet. Zu finden
ist das Informationsangebot unter
http://www.wusgermany.de/infostelle/aktuelles/energien.htm
Für die zweite Stufe auf dem Weg zum Volksentscheid gegen die Privatisierung der Hamburger Wasserwerke, das Volksbegehren, das vom 23. August bis 5. September 2004 durchgeführt wird, müssen weit über 60.000 Unterschriften gesammelt werden. Die Website informiert über den aktuellen Stand der Kampagne: http://www.unser-wasser-hamburg.de
Die aktualisierte Ausgabe des Handbuchs "Hamburg Nord-Süd" kann bei der Geschäftsstelle des Eine-Welt-Netzwerk Hamburg für EUR 5,- (zuzügl. Porto) erstanden werden. Mitgliedsgruppen des Eine Welt Netzwerks erhalten ein Exemplar kostenlos. http://www.ewnw-hamburg.de
Am Dienstag, den 22.6., 19.30 Uhr, diskutieren in der Werkstatt 3 die
jeweiligen Fachsprecherinnen der Parteien Nebahat Güclü (GAL), Aydan
Özuguz (SPD) und Bettina Machaczek (CDU, angefragt), sowie Roman Lewicki
vom Integrationsbeirat über die Arbeit des Integrationsbeirats während
der letzten zwei Jahre, nach der Abschaffung des Amtes der
Ausländerbeauftragten: Was wurde erreicht? Welchen Integrationsansatz
verfolgt der Rat und wie sehen die Modelle der in der Bürgerschaft
vertretenen Parteien aus? Moderiert wird die Veranstaltung von Navina
Sundaram, NDR.
http://www.werkstatt3.de
Die AGEG, Arbeitsgemeinschaft Entwicklungspolitischer Gutachter e.G., bietet am 2. und 3. Juli 2004 in Kirchheim/Teck eine weitere Fortbildungsveranstaltung dazu an. Nach dem Genozid in Ruanda setzte sich in der EZ zunehmend die Überzeugung durch, dass Konfliktsensibilität und gezielte Maßnahmen zur Krisenprävention, Konfliktbearbeitung und Friedensförderung notwendige Bestandteile einer internationalen Zusammenarbeit sein müssen. Seither sind in Deutschland und international eine Reihe von Instrumenten geschaffen worden, die dieser Erkenntnis Rechnung tragen. Das Seminar klärt Begriffe, die mit diesem neuen Förderungsbereich von BMZ und AA zusammenhängen, stellt Konzepte, Methoden und Instrumente vor und gibt einen Überblick über die verschiedenen Anwendungsbereiche. Nähere Informationen sowie das Anmeldeformular zum Seminar können Sie unter folgender Adresse downloaden: http://www.ageg.de/downloads/AGEG-Konliktbearb_07-04.zip
Die Deutsche Gesellschaft für Evaluation (DeGEval) hat ''Empfehlungen
für die Aus- und Weiterbildung in der Evaluation'' vorgelegt. Hiermit
sollen zwei Ziele erreicht werden: Zum einen sollen die Empfehlungen
Auftraggebern von Evaluationen eine bessere Orientierung bieten, was von
EvaluatorInnen zu erwarten ist und über welche Kompetenzen sie verfügen
sollten. Zum anderen sollen sie einen Rahmen für den Aufbau von Aus- und
Weiterbildungsprogrammen bilden und somit auch für bereits tätige und
künftige EvaluatorInnen Anhaltspunkt sein. Die Empfehlungen sind über
die Homepage der DeGEval einzusehen und zu bestellen.
http://www.degeval.de/ausbildung
Neu erschienen ist die Broschüre ''Der Welt den Rücken?'' zur Entwicklungspolitik der Bundesländer, herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft der Landesnetzwerke (AGL) und dem Verband Entwicklungspolitik Deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO). Die Publikation soll eine kritische Bestandsaufnahme der Entwicklungspolitik auf Länderebene aus Sicht der NRO liefern und zivilgesellschaftlichen Akteuren als Argumentationsgrundlage und -hilfe für die Forderung nach mehr entwicklungspolitischem Engagement der Bundesländer dienen. Ein Schwerpunkt bildet dabei die Inlandsarbeit. Bestellungen bitte an: sekretariat @ venro.org, http://www.venro.org
Der SID-Hamburg Newsletter wird monatlich kostenlos per E-Mail versendet. Bestellungen an: abonnieren @ SID-Hamburg.de. Abbestellungen an abbestellen @ SID-Hamburg.de. Abo-Verwaltung: http://de.groups.yahoo.com/group/SID-HH/. Redaktion: Karsten Weitzenegger (). Archiv unter http://www.sid-hamburg.de
Die Society for International Development (SID) ist die älteste, politisch unabhängige und private entwicklungspolitische Vereinigung der Welt. In Deutschland sind insgesamt rund 500 Mitglieder vertreten. Das SID-Chapter in Hamburg (Gesellschaft für Internationale Entwicklung Hamburg e.V.) arbeitet in den Bundesländern Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Das Chapter dient dem entwicklungspolitischen Erfahrungs- und Informationsaustausch, der Zusammenarbeit zwischen Forschung und Praxis, der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit und der Vertretung der Interessen der Entwicklungsländer im norddeutschen Raum. Informationen unter http://www.sid-hamburg.de/