SID-Hamburg Newsletter April 2005


Ausgewählte Kurzmeldungen des Monats zur internationalen Entwicklungs- zusammenarbeit mit Schwerpunkt Norddeutschland, herausgegeben von SID Hamburg.


Inhalt SID-Hamburg Rundbrief April 2005 Ausgewählte Kurzmeldungen des Monats zur internationalen Entwicklungs- zusammenarbeit mit Schwerpunkt Norddeutschland, herausgegeben von SID Hamburg.
Inhalt
  1. Entwicklungshilfe für Afrikas Arme: Nur leere Versprechungen?
  2. Weltbank-Chef Wolfowitz startet unter Kritik
  3. Workshop: Europa und die Zukunft der Internationalen Entwicklungsbeziehungen
  4. Verbindlicher Zeitplan für das 0,7 Prozent-Ziel ist überfällig
  5. Wieczorek-Zeul fordert Weltsteuer für Uno
  6. HWWA-Studie: Budget- oder Projekthilfe?
  7. Senat errichtet ''Hamburger Stiftung Asien-Brücke''
  8. Fortbildung
  9. Veranstaltungen
  10. Publikationen

1. Entwicklungshilfe für Afrikas Arme: Nur leere Versprechungen?

SID-Veranstaltung mit den Institut für Afrika-Kunde
Hamburg, Mittwoch, 6. April 2005, 17 Uhr
HWWA, Vortragssaal 550, 5. Stock, Neuer Jungfernstieg 21, 20347 Hamburg
Referent: Dr. Peter Nunnenkamp, Leiter der Forschungsgruppe Internationale Kapitalbewegungen, Institut für Weltwirtschaft, Kiel
Moderation: Prof. Dr. Friedrich Mühlenberg, SID-Hamburg, Uni Hamburg (emer.) Glaubt man der Rhetorik der Geberländer, steht Afrika im Zentrum ihrer Bemühungen, Armutsfallen durch zielgerichtete Entwicklungshilfe zu überwinden. Es wäre allerdings nicht das erste Mal, dass zwischen Worten und Taten große Lücken klaffen. Fraglich ist insbesondere, ob die Einsicht, wonach die Entwicklungshilfe auf besonders bedürftige Empfänger zu konzentrieren wäre, die zudem gute lokale Voraussetzungen für eine produktive Verwendung bieten, bei der Vergabe der Hilfe an Afrika hinreichend berücksichtigt wird. Anmeldung online unter http://www.sid-hamburg.de


2. Weltbank-Chef Wolfowitz startet unter Kritik

Der stellvertretende US-Verteidigungsminister Paul Wolfowitz ist neuer Präsident der Weltbank. Er kündigte unmittelbar nach seiner Bestätigung eine umfangreiche Überprüfung der Arbeit der Institution an. Dabei gehe es etwa um die richtige Balance zwischen Krediten und Beihilfen, die nicht zurückgezahlt werden müssen, sagte Wolfowitz. Zudem wolle er prüfen, ob die Weltbank eher Kreditgeber oder technischer Berater sein soll und ob die Bank Ländern mit mittleren Einkommen noch Kredite geben soll.

Der Verband Entwicklungspolitik (VENRO) ist schockiert über die Nominierung von Wolfowitz zum künftigen Präsidenten der Weltbank. Als einer der Architekten des Irak-Kriegs belastet Wolfowitz die Weltbank mit einer schweren Glaubwürdigkeitshypothek. ''In seiner bisherigen Karriere ist Wolfowitz nirgendwo aufgrund seines Interesses an Menschenrechten, Armutsbekämpfung und Umweltschutz hervorgetreten, sehr wohl aber aufgrund seiner Geringschätzung multilateraler Politik'', betonte Peter Lanzet, Evangelischer Entwicklungsdienst und VENRO-Experte für internationale Finanzinstitutionen. Unabhängig von der Person des aktuellen Kandidaten sollte auch die undemokratische und untransparente Ernennungspraxis der Chefs von Weltbank und Internationalem Währungsfonds endlich ein Ende haben, fordert VENRO. VENRO tritt seit Jahren für eine Reform der Strukturen von Weltbank und Internationalem Währungsfonds ein. http://www.venro.org

''Wolfowitz genügt in keiner Weise den Anforderungen an dieses Amt'' so Daniela Setton, Sprecherin der Nichtregierungsorganisation WEED. ''Die Weltbank braucht einen Präsidenten, der entwicklungspolitische Erfahrung aufweist, internationale Glaubwürdigkeit bei der Armutsbekämpfung und die Fähigkeit besitzt, internationale Konsense zu schmieden. An die Spitze der Weltbank gehört endlich ein Vertreter oder eine Vertreterin der Entwicklungsländer'' fordert Setton. ''Die Bank braucht ein neues demokratisches Leitbild und die Abkehr vom marktradikalen Dogmatismus.'' http://www.weed-online.org


3. Workshop: Europa und die Zukunft der Internationalen Entwicklungsbeziehungen

Hamburg, 11. April 2005, DÜI-Workshop mit Buchpräsentation
Das Machtgefüge der internationalen Beziehungen wird sich in den kommenden Jahrzehnten zugunsten der heutigen Entwicklungs- und Schwellenländer verändern. Mit der Frage, wie ein vereinigtes Europa, das weltpolitische Geltung beansprucht, sich auf diese Entwicklungen einstellen kann, beschäftigt sich ein Workshop des Deutschen Übersee-Institutes mit dem Titel ''Europa und der Süden: Die Zukunft der internationalen Entwicklungsbeziehungen''.

Der Eröffnungsvortrag von Stefan Brüne (DÜI) geht der Frage nach, wie die Außen- und Entwicklungspolitiken der EU und ihrer Mitgliedstaaten angesichts der kommenden Herausforderungen integriert werden können. Es schließen sich Ausführungen zu den Beziehungen Europas zu Lateinamerika (Klaas Dykmann, DÜI), Afrika (Matthias Busse, HWWA) und der Karibik (Evita Schmieg, BMZ) an. Die Veranstaltung endet mit der Vorstellung des jüngst im Verlag für Sozialwissenschaften erschienenen Buches ''Europas Außenbeziehungen und die Zukunft der Entwicklungsbeziehungen'' (Autor: Stefan Brüne) durch Renate Wilke-Launer von der Redaktion der Zeitschrift ''der überblick''. Die um 16.00 Uhr beginnende Buchpräsentation ist öffentlich und findet im Institut für Iberoamerika-Kunde, Alsterglacis 8, statt.

Weitere Informationen: Tagungsprogramm (www.duei.de/aktuell) und Nord-Süd aktuell - Schwerpunktheft: ''Europäische Außen- und Entwicklungsbeziehungen'' (www.duei.de/nsa). Kontakt: Prof. Dr. Stefan Brüne (Organisator des Workshops), bruene @ duei.de - Tel.: +49 (0)40 42825-5449/593, http://www.duei.de/de/content/aktuelles/pdf/050322_tagungsprogramm_europa_sueden.pdf


4. Verbindlicher Zeitplan für das 0,7 Prozent-Ziel ist überfällig

VENRO begrüßt den Beschluss der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, die Mittel für Entwicklungs- zusammenarbeit zu erhöhen. Es sei eine ermutigende Initiative, dass der grüne Koalitionspartner die Regierung auf eine verbindliche Anhebung der deutschen ODA-Quote (Official Development Assistance) auf 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens bis zum Jahr 2014 verpflichten wolle. Mit dem Aufruf ''Deine Stimme gegen Armut'' drängten heute der Verband Entwicklungspolitik (VENRO) und Herbert Grönemeyer als Vertreter einer Gruppe prominenter Unterstützer die Bundesregierung, ihren Verpflichtungen aus der Millenniumserklärung der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2000 verstärkt nachzukommen. Weitere Informationen zur ''Weltweiten Aktion gegen Artmut'': http://www.deine-stimme-gegen-armut.de


5. Wieczorek-Zeul fordert Weltsteuer für Uno

Nach einem Bericht der Financial Times Deutschland möchte Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul den Vereinten Nationen von den bisherigen Länderbeiträgen unabhängige Einnahmen verschaffen. Die SPD-Politikerin erweitert damit einen Vorschlag mehrerer EU-Staaten, durch neue Einnahmequellen Geld für die Entwicklungspolitik zu erhalten. ''Zukünftig wird es auch globale Steuerquellen geben müssen'', heißt es in einem Vorschlag der Ministerin für das neue SPD-Grundsatzprogramm.
http://www.ftd.de/pw/de/1111217813320.html?nv=cpm


6. HWWA-Studie: Budget- oder Projekthilfe?

Macht- und Einkommensverteilungen verhindern eine effiziente Finanzhilfe Diese neue HWWA-Studie von Carsten Hefeker entwickelt einen formalen Rahmen, in dem die Frage analysiert wird, welche der beiden Arten finanzieller Hilfe eine größere Aussicht auf Erfolg verspricht, wenn das Ziel die Unterstützung einer unterprivilegierten Gruppe im Empfängerland ist. Leider zeigt sich, dass keine der beiden Alternativen ohne Probleme ist und keineswegs sichergestellt werden kann, dass vor allem die ''Armen'' in den Empfängerländern profitieren. Die Vergabe von Projekthilfe wird in der Regel dazu führen, dass eine Regierung die externe Hilfe für eine Gruppe kompensiert, indem sie ihrerseits deren Unterstützung entsprechend kürzt. Von daher kommt die externe Hilfe indirekt auch den nicht von den Gebern gewünschten Gruppen zugute. Der Grund ist, dass eine Regierung welche die Interessen von verschiedenen Gruppen im Land gegeneinander aufwiegt, die Bevorzugung einer Gruppe kompensieren wird, um damit sicherzustellen, dass das politische Gleichgewicht im Land nicht gestört wird. Gerade in politisch instabilen Ländern kann dies für das politische Überleben der Regierung notwendig sein. Die direkte Unterstützung einer Gruppe kann also nicht sicherstellen, dass die zuvor von der Regierung an diese Gruppe ausgeschütteten Mittel ihr auch weiterhin zur Verfügung stehen. Die Gefahr, dass ein Großteil der Mittel die Falschen erreicht, ist sowohl bei der Budgethilfe als auch bei der Projekthilfe nach wie vor hoch. Ohne den wirklichen Reformwillen auf Seiten der Empfänger und eine gesicherte demokratisch legitimierte Verteilung finanzieller Mittel kann man nicht davon ausgehen, dass sich die relative Macht- und Einkommensverteilung in vielen Ländern ändern wird.
http://www.hwwa.de/Publikationen/Discussion_Paper/2005/309.pdf


7. Senat errichtet ''Hamburger Stiftung Asien-Brücke''

Der Hamburger Senat hat - einem Ersuchen der Bürgerschaft vom Dezember 2004 folgend - die Errichtung einer Stiftung des bürgerlichen Rechts zur Förderung entwicklungspolitischer Projekte in Asien beschlossen. Die ''Hamburger Stiftung Asien-Brücke'' soll die mit eigenen Haushaltsmitteln des Senats geförderte Entwicklungs- zusammenarbeit ergänzen und dem Hamburger Engagement für Entwicklungsländer Süd- und Südostasiens eine langfristig stabile finanzielle Grundlage geben. Senat und Bürgerschaft werden das Vermögen der Stiftung bis 2009 mit einem Zuschuss von insgesamt 500.000 Euro ausstatten. Heiko Möhle vom Eine-Welt-Netzwerk Hamburg kritisierte, dass die ersten 100.000 Euro für das Gründungskapital der neuen Stiftung aus den bestehenden Haushaltstöpfen für Entwicklungs- zusammenarbeit und Städtepartnerschaften abgezogen werden. Das beträfe vor allem die ohnehin schon unterfinanzierten Töpfe für die Projektförderung von Nichtregierungsorganisationen - dort wird in Zukunft vermutlich nichts mehr zu holen sein. ''Mit der Gründung einer exklusiven Stiftung für Asienprojekte setzt der Senat eine Richtung in der Hamburger Entwicklungs- zusammenarbeit fort, die sich seit dem Regierungswechsel abzeichnet: die Konzentration auf wenige Kernbereiche und Regionen. Zu Tansania und Nicaragua, den traditionellen Schwerpunkten Hamburger EZ in Afrika und Mittelamerika, tritt nun Asien als dritter Kontinent'', so Möhle. http://www.ewnw-hamburg.de
http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/pressemeldungen/2005/maerz/15/2005-03-15-pr-asienstiftung.html


8. Fortbildung

''Die neo-totalitäre Gefahr des Islamismus''
http://www.fnst.org/webcom/show_all_seminare.php/_c-473/_nr-115/i.html
Hamburg, Mittwoch, 06.04.2005, 19.00 Uhr, Staatliche Jugendmusikschule, Vortrag und Diskussion der Friedrich-Naumann-Stiftung mit Prof. Dr. Tilman Mayer, Seminar für Politische Wissenschaft, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.

Moderat steuern - Umgang mit Stoerungen in der Moderation
http://www.eed/bildungsstaette-nord/index.html
Seminar 8. - 10. April 2005 in Hoisbuettel bei Hamburg.
Veranst./ Info: Haus am Schueberg, Wulfsdorfer Weg 29, 22949 Ammersbek, Tel.: 040/ 6052559, e-mail: eed @ haus-am-schueberg.org.

Armutsbekämpfung und Umweltpolitik:
http://www.loccum.de/program/program.html
Loccum, 8. bis 10. April 2005
Scheitern die Millennium-Entwicklungsziele an der mangelnden Berücksichtigung der Umwelt? Zur Diskussion stehen die politischen Schlussfolgerungen und Empfehlungen, zu denen der Wissenschaftliche Beirat Globale Umweltveränderungen der Bundesregierung (WBGU) in seinem neuesten Gutachten ''Welt im Wandel: Armutsbekämpfung und Umweltpolitik'' gelangt. Angestrebt wird ein konstruktiver Dialog zwischen Exponenten der Entwicklungs-, der Umwelt- und der Forschungspolitik. In Kooperation mit dem Wissenschaftlichen Beirat Globale Umweltveränderungen der Bundesregierung (WBGU).

Interkulturelles Sensibilisierungstraining - Umgang mit Vielfalt und Differenz
http://www.umdenken-boell.de
Seminar 16. April 2005 in Hamburg
Veranst./ Info: Heinrich-Boell-Stiftung HH e.V., Max-Brauer-Allee 116 , 22765 Hamburg, Tel.: 040/ 3895270, e-mail: info @ umdenken-boell.de

Globalisierung: Dreck am Stecken. Zusammenhänge verstehen ... und handeln.
http://www.haus-am-schueberg.de
Einführungseminar 22. - 24. April 2005 in Hoisbüttel bei Hamburg
Veranst./ Info: Umwelthaus, KED, attac Hamburg, Tel.: 040/ 605 26 03, Haus am Schueberg, Wulfsdorfer Weg 33, 22949 Ammersbeck, Tel.: 040/ 6050020, info @ haus-am-schueberg.de

Interkulturelle Begegnung - gewusst wie! Eine Reisevorbereitung besonderer Art
http://www.haus-am-schueberg.de
Seminar, 22. - 24. April 2005, in Hoisbüttel bei Hamburg.
Veranst./ Info: Haus am Schueberg, Hoisbuettel b. Hamburg, Evangelischer Entwicklungsdienst - Bildungsstelle Nord, Wulfsdorfer Weg 29, 22949 Ammersbek, Tel.: 040/ 6052559, e-mail: eed @ haus-am-schueberg.org

Reform der Vereinten Nationen
http://www.dgvn.de/veranstaltungen/dgvn-aktuell.htm#veranstalt
Gummersbach, 22. bis 24. April 2005, Theodor-Heuss-Akademie, Theodor-Heuss-Straße 26
Hauptimpuls der Gründung der Vereinten Nationen war die Verhinderung zwischenstaatlicher Konflikte. Spätestens mit dem Kosovo-Konflikt und dem Völkermord in Ruanda ist aber deutlich geworden, dass die Weltgemeinschaft auch bezogen auf innerstaatliche Gewalt effektive Antworten finden muss. Jetzt besteht historisch die einmalige Gelegenheit zur umfassenden Reform der UN. Im Rahmen des Seminars sollen gemeinsam mit Referenten aus Wissenschaft und Praxis die Bereiche notwendiger Strukturveränderungen identifiziert und unterschiedliche Handlungspositionen diskutiert werden. Zu den Referenten gehören u.a. Dr. Beate Wagner (Generalsekretärin der DGVN), Andreas Zumach (UN-Korrespondent, Genf, New York) sowie Vertreter des Instituts für Entwicklung und Frieden und des Global Policy Forums. Das Seminar wird in Kooperation mit der Theodor-Heuss-Akademie durchgeführt.

''Konfliktmanagement - zivile Konfliktbearbeitung und Umgang mit Konflikten in Teams + Organisationen''
http://www.denkmodell.de/konfliktmanagement (Demoversion)
Online-Kurs ab 25. April 2005, denkmodell®
Wo Menschen sind, sind auch Konflikte - jeder von uns ist mit ihnen konfrontiert, privat, im Arbeitsteam, bei beruflichen Aufgaben oder in der abendlichen Tagesschau. Konflikte sind allgegenwärtig - fast nichts bewegt oder blockiert uns jedoch mehr als sie - lernen Sie deshalb mit denkmodell®, Konflikte konstruktiv zu bearbeiten! In sieben Modulen erarbeiten Sie interaktiv und in engem Austausch mit Ihrer Tutorin und den anderen KursteilnehmerInnen praxisnahe Grundlagen zu Konflikten, Techniken zur Konfliktanalyse und Methoden der Konfliktbearbeitung.

Seminar: Stadt und Land in Südafrika
http://www.inisa.de/veranstaltungen%20reisen.htm
Würzburg, 27. - 29. Mai 2005, Akademie Frankenwarte
Die Initiative Südliches Afrika (INISA) lädt in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Politische Bildung vom zu einem Seminar über ''Stadt und Land in Südafrika'' ein. Das Wochenendseminar beschäftigt sich mit dem zunehmenden sozialen, politischen und wirtschaftlichen Spannungsverhältnis zwischen dem städtischen und ländlichen Raum in Südafrika. Das Seminar findet parallel zum Afrikafestival in Würzburg statt. Teilnahmebeitrag 73,- Euro (inkl. Übernachtungen und Verpflegung). Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung erhalten Sie bei: Thea Kühne, Akademie Frankenwarte, Seminarsekretariat, Postfach 55 80, 97005 Würzburg, E-Mail: Thea.Kuehne @ fes.de

Eschborner Fachtage: Die Stadt von morgen
http://www.gtz.de/eschborner-fachtage/anmeldung
Eschborn, 14.-15. Juni 2005
Auf den diesjährigen EFTA diskutieren Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft mit Entwicklungsfachleuten über Konzepte für die Stadt von morgen. Teilnahmebeitrag 100 Euro, Anmeldung erforderlich.

Planning for Effective Public Participation
http://iap2.org/training/june13-2005gremany.pdf
Steyerberg, 12-14 June 2005 with Beatrice Briggs, a 2-day workshop in Lebensgarten Steyerberg, Germany. Ab 555,- Euro. International Association of Public Participation Practitioners IAP2

ModulareAusbildung Mediation 2005 - 2006 in der Schweiz
http://www.deza.admin.ch/ausbildung
Das Training vermittelt den Teilnehmenden umfassendes Know-how - angefangen von der Einführung in den Prozess der Mediation, über die Anwendungsfelder der Mediation in Gesellschaft und Institutionen, bis hin zur Konfliktbearbeitung im interkulturellen Bereich (Migration) und in der internationalen Zusammenarbeit. Lietung: inmedio http://www.inmedio.de


9. Veranstaltungen

Film: Hotel Ruanda, ''Afrika - der vergessene Kontinent?''
Filmvorführung und Podiumsdiskussion anlässlich des Filmstarts von ''Hotel Ruanda''
http://www.fnst.org/webcom/show_all_seminare.php/_c-473/_nr-124/i.html
Hamburg, Donnerstag, 7. April 2005, 19Uhr, zeise kinos, Friedensallee 7-9
Am 7. April vor 11 Jahren begann in Ruanda ein Völkermord, dessen Grausamkeit die Welt schockierte. Hundertausende wurden ermordet, Millionen Menschen flüchteten. Die in Ruanda stationierten UNO-Truppen und die restliche Welt sahen hilflos zu. Der Film ''Hotel Ruanda'', der kürzlich im Wettbewerb der Berlinale lief, startet in Deutschland am 7. April 2005 und hat schon im Vorfeld international hervorragende Kritiken geerntet. Eine Kooperationsveranstaltung der Friedrich-Naumann-Stiftung, Büro Hamburg mit den Zeise Kinos.

Bonner Impulse ''Anders und besser? Neue Grundsätze für die EU-Entwicklungspolitik''
http://www.bonnerimpulse.de
Bonn, 7. April 2005, 15 bis 17 Uhr
Die ''Bonner Impulse'' bringen Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen und laden zu einer öffentlichen Debatte zu Brennpunkten der EU Entwicklungspolitik ein. Die ''Bonner Impulse 2005'' werden von VENRO in Zusammenarbeit mit EADI, DIE und CIC veranstaltet. Die ''Bonner Impulse'' haben 2004 zum ersten Mal stattgefunden und stießen auf großes öffentliches Interesse. Daher wird die Reihe auch in diesem Jahr mit vier Podiumsdiskussionen und zwei Publikationen fortgesetzt. Weitere Termine:
31. Mai 2005, 16 bis 18 Uhr
''Ein ewiger Widerspruch? Die Entwicklungs- und Agrarpolitik der EU''
13. Oktober 2005, 16 bis 18 Uhr
''Countdown 2015: Was tut Europa gegen extreme Armut?''
30.November 2005, 16 bis 18 Uhr
''Die EU und ihre südlichen Nachbarn: Wie fördert Europa Stabilität und Entwicklung im nahen Osten?''

8-16. April 2005: Aktiv werden unter dem Motto ''Gerechtigkeit ist keine Ansichtsache!''
http://www.gerechtigkeit-jetzt.de
Gerechtigkeit im Welthandel ist in weiter Ferne. Noch immer bestimmen die Interessen der reichen und mächtigen Staaten die Welthandelspolitik und lassen vor allem den wirtschaftlich schwachen Ländern wenig Spielraum. Menschenrechte und Umwelt finden kaum Beachtung. Das muss sich ändern! Gerechtigkeit jetzt! - Die Welthandelskampagne ist ein Zusammenschluss aus 34 Organisationen aus den Bereichen Entwicklung, Kirche, Umwelt, Menschenrechte und Gewerkschaften. Gerechtigkeit jetzt! will die laufende Doha-Verhandlungsrunde (''Entwicklungsrunde'') der Welthandelsorganisation (WTO) kritisch begleiten und dabei durch Öffentlichkeitsarbeit informieren und zugleich wir durch Lobbyarbeit Druck auf politische Entscheidungsträger ausüben.

Strengthening Human Rights and Women´s Rights - a Key to Achieving the Millenium Development Goals (MDGs)
http://berlin.gtz.de
Berlin, 14.-15. April, GTZ Haus, Reichpietschufer 20
Um die Millenniums-Entwicklungsziele (MDG) bis 2015 erreichen zu können, muss auch der Frage nach Menschen- und Frauenrechten stärkere Bedeutung beigemessen werden. Ein international besetztes Forum, das sich aus staatlichen und zivilen Vertreterinnen und Vertretern aus verschiedenen Partnerländern sowie aus multilateralen und bilateralen Entwicklungsorganisationen, Politik und Wissenschaft zusammen setzt, wird erfolgreiche Ansätze und Strategien diskutieren, um daraus Empfehlungen für die Umsetzung der MDGs abzuleiten. Die von InWEnt und der GTZ gemeinsam mit dem BMZ organisierte Veranstaltung wird von Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul, der Direktorin von UNIFEM, Noeleen Heyzer, und der Präsidentin des Panafrikanischen Parlaments, Gertrude Mongella, eröffnet.

Global Marshall Plan Initiative
http://www.globalmarshallplan.org/index_ger.html
Fr 15. 4. 2005 19h bis So 17. 4. 11h im Katharinenkirchhof 1, Hamburg, Global Marshall Plan Initiative: Globalisierung nachhaltig gestalten. (Veranstalt.: Hauptkirche St. Katharinen, Kirchlicher DIenst in der Arbeitswelt, Stiftung Weltvertrag, Zukunftsrat, The United World Philharmonic Youth Orchestra. Infos: Tel 040-3037 4730 und katharinen @ hauptkirchen.de

Bilder verkehren'' - Postkarten in der visuellen Kultur des deutschen Kolonialismus
http://www.phototriennale.de und http://www.phototriennale.dewww.postnuke.imir.de
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe ''Hamburg postkolonial'' zeigt das Institut für Migrations- und Rassismusforschung [i][mi][r] Bildpostkarten des deutschen Kolonialismus im Kunsthaus Hamburg, Klosterwall 15. Die Ausstellung wird am 18. April um 19.00 Uhr eröffnet und ist vom 19. April bis zum 5. Juni 2005 jeweils Dienstag bis Sonntag, 11 - 18 Uhr, zu sehen. Welche Bilder haben sich im visuellen Archiv des deutschen Kolonialismus abgelagert? Dieser Frage geht die Ausstellung anhand von Postkartenmotiven nach, die während des deutschen Kaiserreichs und der Weimarer Republik in großen Mengen zirkulierten.

Zehn Jahre nach der Weltfrauenkonferenz in Peking: Frauen in der Globalisierungsfalle?
http://www.julius-leber-forum.de
Hamburg, Samstag, 23.04.2005, 11:00 bis 15:30 Uhr
Julius-Leber-Forum, Rathausmarkt 5, D-20095 Hamburg
Tagesseminar zu Frauenprojekten in Afrika , Asien und Lateinamerika in Kooperation mit dem Marie-Schlei-Verein e.V.. Mit Sabine Gürtner, WOMNET Frauennetzwerkstelle, Bonn und Dr. hc. Christa Randzio-Plath, Hamburg. Anmeldung: Gaby Wittpohl Tel. 040-325874-0, Fax 040-325874-30.

BUKO 28: Von innerer und äußerer Landnahme
http://www.buko.info
Hamburg, 5. - 8. Mai 2005
Internationalismuskongress zum Thema innere und äußere Landnahme. Landnahme heißt auf dem BUKO 28: Freiräume eröffnen. Für die Entwicklung wirksamer und radikaler Gegenstrategien. Für Austausch, Diskussion und Vernetzung. Für kreative Pausen und kreative Aktion, für ausgiebiges Kennenlernen und Wiedertreffen, für einen antikolonialen Stadtrundgang durch Hamburg.

''Unsere Opfer zählen nicht - Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg''
http://www.hamburg-postkolonial.de/
Samstag, 7. Mai., Kleines Audimax der Uni Hamburg
Millionen Soldaten aus Afrika, Asien, Südamerika und Ozeanien kämpften und starben in dem Krieg, den der deutsche und der italienische Faschismus sowie der japanische Großmachtwahn verursacht hatten. Doch Geschichtsbücher erwähnen diese Kriegsteilnehmer nicht, die Gefallenen sind nirgends aufgelistet. Ein Großteil der ZwangsarbeiterInnen aus den ehemaligen Kolonien erhält keine Entschädigung und die meisten Veteranen bekommen keine Kriegsrente. Der hohe Preis, den die ''Dritte Welt'' im Zweiten Weltkrieg zahlte, wurde vergessen und verleugnet. Zum 60. Jahrestag des Kriegsendes stellt das Rheinische JournalistInnenbüro sein neues Buch vor.

Frühjahrstagung AK Evaluation von Entwicklungspolitik
http://www.degeval.de
Die nächste Frühjahrstagung des AK wird am 2./3. Juni 2005 bei InWEnt in Bonn stattfinden. Oberthema: Wirkungsevaluationen.

Stadtrundgang (Neu) ''Zwischen Völkerschau und Tropeninstitut''.
http://www.st-pauli-archiv.de/Webcard/rundg.html
Hamburgs Kolonialgeschichte II: Hafenrand zwischen St. Pauli und Neustadt Leitung: Heiko Möhle. Sa., 11. Juni 2005, 14:30 Uhr. Sa., 1. Oktober 2005, 14:30 Uhr. Treff: Landungsbrücken, Uhrturm. Veranstalter: St. Pauli Archiv, Werkstatt 3, Hafengruppe, Eine Welt Netzwerk Hamburg. Teilnahme: 6 € / erm. 4 €, keine Voranmeldung erforderlich. Info: Tel. 040-3589386

Internationales Mikrofinanzsymposium
http://newsletter.kfw.de/inxmail2/url?vp5b0c0hjzu00bez33a25
Frankfurt am Main, 23. und 24. Juni 2005
Die KfW Entwicklungsbank veranstaltet als Gastgeber zusammen mit BMZ, AFD, CGAP und DFID ein internationales Mikrofinanzsymposium. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen neue Partnerschaften - ''New Partnerships for Innovation in Microfinance''. Mehr dazu (in englischer Sprache): KfW Bankengruppe, microfinance_conference_2005 @ kfw.de

11. internationale EADI General Konferenz
http://eadi.org/gc2005/
Bonn, 21.09.-24.09.2005
Thema: ''Insecurity and development''. Weitere Informationen, Programm und Anmeldung finden Sie auf der Konferenz-Homepage.


10. Publikationen

Strategien und Dilemmata externer Akteure in fragilen Staaten
http://www.sef-bonn.org/inc/sef.txt.inhalt.php?op=show&id=103&lang=de&rf=1
Im aktuellen SEF-Policy Paper 23 rücken vier namhafte Autoren das Feld externer Eingriffe in schwachen und zerfallenden Staaten in den Blickpunkt. Unter dem Titel ''Zwischen Ignorieren und Intervenieren - Strategien und Dilemmata externer Akteure in fragilen Staaten'' zeigen Tobias Debiel (INEF), Stephan Klingebiel (DIE), Andreas Mehler (IAK/DÜI) und Ulrich Schneckener (SWP) zunächst die Realität von Staatsschwäche vor Ort auf. Sie bewerten den bisherigen Umgang mit betroffenen Ländern und stellen grundlegende Dilemmata externer Akteure in fragilen Staaten sowie mögliche Antworten darauf in den Mittelpunkt des Papiers. So fordern die Autoren unter anderem von Bundestag und Bundesregierung die Entwicklung von klaren Kriterien für ein je nach Einzelfall abgestuftes deutsches Engagement sowie die Einrichtung ressortübergreifender Sonderstäbe für einzelne Krisenländer oder -regionen.

Katastrophen - ihre soziale & politische Dimension
http://www.gesis.org/Information/SowiNet/sowiOnline/katastrophen/katastrophen_cov.pdf
bearbeitet von Helmut M. Artus IZ Sozialwissenschaften: Bonn 2005, 111 Seiten
Die Dokumentation versucht, einen Überblick über die menschliche und gesellschaftliche Seite von Katastrophen zu geben: wie Menschen Katastrophen wahrnehmen und wie sie mit Katastrophen umgehen, wie sie betroffen sind, wie sie leiden, wie sie helfen usw. Die Spannweite des Begriffs Katastrophe reicht dabei von Flüchtlingskatastrophen über das Chemie-Unglück in Seveso bis zu Überschwemmungen. Krieg und Terror wurden nicht einbezogen, um die Menge der Nachweise überschaubar zu halten. Die Dokumentation enthält 144 Beschreibungen von Veröffentlichungen und Forschungsprojekten der letzten Jahre.

Neues DSW- Factsheet ''Weltbevölkerung - Entwicklung und Projektionen''
http://www.weltbevoelkerung.de/publikationen/factsheets.shtml
Im Februar 2005 sind die aktuellen UN-Projektionen zur Entwicklung der Weltbevölkerung erschienen. Aus diesem Anlass haben wir unser Infoblatt ''Weltbevölkerung - Entwicklung und Projektionen'' komplett überarbeitet. In nur 45 Jahren werden etwa neun Milliarden Menschen auf der Erde leben. Eine Zunahme von drei Milliarden innerhalb der nächsten Generation. Das Bevölkerungswachstum findet zu 95 Prozent in den Entwicklungsländern statt. In den ärmsten Ländern liegen die Kinderzahlen pro Frau bei weit mehr als fünf Kindern pro Frau. Aufklärung und Familienplanung können das Wachstum der Weltbevölkerung entscheidend beeinflussen.

INTERACOES Lokale Entwicklung
http://www.desenvolvimentolocal.ucdb.br/
INTERACOES ist eine wissenschaftliche Zeitschrift für ''Lokale Entwicklung'' der Katholischen Universität Dom Bosco, Campo Grande, Brasilien (www.desenvolvimentolocal.ucdb.br). Sie erscheint zweimal im Jahr in Portugiesisch und Spanisch. Die Redaktion lädt Autoren/innen ein, um Artikel für die nächste Ausgabe (Redaktionsschluß 15. April 2005, in Englisch, Spanisch oder Portugiesisch) zu schreiben. Im Rahmen der Lokalen Entwicklung gibt es eine breite Themenpalette, die in den Artikel behandeln werden können. Kontakt: Dr. Alicia Rivero, Loestrasse 19 - 53113 Bonn, Tel.: 0049-228-26 20 90, arivero @ gmx.de


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