SID-Hamburg Newsletter Juli 2005


SID-Hamburg Rundbrief Juli 2005

Ausgewählte Kurzmeldungen des Monats zur internationalen Entwicklungs- zusammenarbeit mit Schwerpunkt Norddeutschland, herausgegeben von SID Hamburg.


Inhalt
  1. G 8 Gipfel: Wichtige Erfolge oder verpasste Chance?
  2. Den Parteien den entwicklungspolitischen Spiegel vorhalten
  3. MDGs in Europa kaum bekannt
  4. Development Watch! überwacht Entwicklungspolitik
  5. Jahresbericht 2004 von KfW Entwicklungsbank und DEG
  6. Fortbildung
  7. Publikationen
  8. Veranstaltungen
  9. Websites

1. G 8 Gipfel: Wichtige Erfolge oder verpasste Chance?

Der G 8-Gipfel in Gleneagles ist beendet. Seine Ergebnisse werden sehr unterschiedlich gewertet. Für UN-Generalsekretär Kofi Annan war der Gipfel ein gelungener Anfang im Kampf gegen die Armut in den ärmsten Ländern der Welt. Auch Tony Blair, George Bush und Bundeskanzler Schröder werteten das von den Terroranschlägen überschattete Treffen in der Sache als Erfolg.

Eine kurzfristige Erhöhung der Entwicklungshilfe, wie sie von Vereinten Nationen, Weltbank und der weltweiten zivilgesellschaftlichen Kampagne für die Erreichung der Millenniumsziele als notwendig erachtet wird, werde es nicht geben. Und selbst bei den zugesagten zusätzlichen 50 Milliarden sei noch offen, wie sie aufgebracht werden sollen. Denn auch über die vorab viel diskutierten neuen Instrumente für die Entwicklungsfinanzierung konnten die Staats- und Regierungschefs der G8 keine Einigkeit erzielen. Gleiches gilt auch für das Kyoto-Protokoll zum Klimaschutz, das durch den Widerstand der USA weiter aufgeweicht wurde.

Der deutsche Verband für Entwicklungspolitik (VENRO) zog ein kritischeres Fazit. ''Dieser G8-Gipfel hätte Geschichte schreiben können. Aber für den erhofften historischen Durchbruch zur Überwindung der weltweiten Armut hatten die Führer der mächtigsten Wirtschaftsmächte offenbar nicht das Einsehen und nicht die Entschlusskraft'', kommentierte Reinhard Hermle, Vorsitzender des VENRO die Schlusserklärung des G8-Gipfels in Großbritannien. ''Zwar werden die grundsätzlich zu begrüßenden Beschlüsse zum Schuldenerlass und zur Erhöhung der Mittel für Entwicklungspolitik viele Leben retten. Doch die zusätzlichen 50 Milliarden US-Dollar Entwicklungshilfe kommen nicht gleich, sondern erst bis 2010 und sind daher letztlich Krümel vom Tisch der Reichen - angesichts der Summe von einer Billion US-Dollar, die jährlich für Rüstungszwecke verschwendet wird, und den weit mehr als 300 Milliarden US-Dollar, die noch immer Jahr für Jahr für die Subventionierung der Landwirtschaft in den Industriestaaten zur Verfügung stehen'', unterstrich Hermle.

Das internationale Ringen um die Überwindung der Armut als einen Nährboden für terroristische Gewalt, wie sie in besonders grausamer Weise erneut in London zu Tage getreten sei, müsse und werde weitergehen. Nächste Stationen seien die UN-Konferenz ''Millennium+5'' im September und die Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) im Dezember in Hongkong. ''Spätestens in Hongkong muss das in Gleneagles Versäumte nachgeholt werden. Die Welthandelsrunde sollte Bedingungen schaffen, die eine selbst bestimmte Gestaltung der Wirtschaftspolitik der armen Länder und ihre faire Beteiligung am Welthandel ermöglichen'', sagte Reinhard Hermle.

In den sofortigen Genuss des Schuldenerlasses sollen lediglich 18 kleinere Staaten kommen, die sich hierfür im Rahmen der Initiative für hoch verschuldete arme Länder (HIPC) qualifiziert haben. Die Qualifizierung für eine Entschuldung entsprechend der HIPC-Initiative beinhalte jedoch die Umsetzung der viel kritisierten wirtschaftspolitischen Bedingungen von Internationalen Währungsfonds (IWF) und Weltbank. Problematisch seien vor allem die strikten Vorgaben hinsichtlich Privatisierung und Liberalisierung. Auch sei bedauerlich, dass der Erlass von Schulden bei weiteren regionalen Entwicklungsbanken, wie der Interamerikanischen und der Asiatischen Entwicklungsbank, nicht vorgesehen ist.

Der Beschluss der G8-Finanzminister sieht vor, zunächst 18, später bis zu 37 Staaten ihre Schulden bei internationalen Finanzinstitutionen zu erlassen. Diese belaufen sich auf rund 45 Mrd. Euro, wovon etwa 34 Mrd. Euro auf Forderungen der Weltbank, sechs Mrd. Euro auf den IWF und fünf Mrd. Euro auf die Afrikanische Entwicklungsbank entfallen. Da sich Zins und Tilgung der entsprechenden Forderungen, die nun von den G8-Staaten übernommen werden, auf einen Zeitraum von 40 Jahren erstrecken, ist der sofort spürbare Finanzvorteil für Entwicklungsländer allerdings deutlich geringer. Dieser Vorteil wird sich in den nächsten zehn Jahren auf durchschnittlich ca. 1,3 Mrd. Euro pro Jahr erstrecken. ''Angesichts der Forderung der Vereinten Nationen, so schnell wie möglich etwa 70 Mrd. Euro mehr für Entwicklungs- zusammenarbeit pro Jahr bereitzustellen, um die Millenniums-Entwicklungsziele noch erreichen zu können, eine bescheidene Zahl'', kommentierte Reinhard Hermle. ''Für konsequente Armutsbekämpfung ist ein umfassenderer Schuldenerlass notwendig. Dabei muss sichergestellt werden, dass das im Schuldendienst eingesparte Geld vor allem für soziale Grunddienste wie Gesundheitsversorgung und Bildung zur Verfügung steht.''

VENRO begrüßte die Einigung der G8-Finanzminister auf einen Schuldenerlass für arme Länder. ''Dieser Beschluss ist ein wichtiger nächster Schritt und ein Erfolg der internationalen Kampagne zur Durchsetzung der Millenniums-Entwicklungsziele, aber auch ein zwiespältiger Durchbruch. Die Beschränkung des Schuldenerlasses auf eine nach wie vor begrenzte Gruppe von begünstigten Staaten lässt andere Länder, wie zum Beispiel Ekuador und Peru, oder auch arme bevölkerungsreiche Staaten wie Nigeria, Indonesien und Bangladesch mit drängenden Schuldenproblemen außen vor'', sagte Hermle.

''Die Behauptung, der G 8 habe die Afrikahilfe verdoppelt, ist schlicht falsch, wenn auch typisch für einen Politikstil, der immer mehr von PR-Schaumschlägerei geprägt ist'' war die Nachlese zu Gleneagles von Peter Wahl von Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung (WEED) e.V. WEED zitiert dabei frühere Beschlüsse der Geber, die hinterher in die angebliche Verdopplung der Afrikahilfe auf dem G8 hineingerechnet wurden.


http://www.venro.org
http://www.weed-online.org
http://www.eu2005.gov.uk
http://www.live8live.com/de/
G8: Von Großzügigkeit keine Spur. Die Reichen und ihre Hilfe in Zahlen (von Rainer Falk).
http://www.weltwirtschaft-und-entwicklung.org/cms/wearchiv/500188968b0cc8401.html. On the Eve of Millennium+5: The State of ODA.
http://www.weltwirtschaft-und-entwicklung.org/cms/materialien/50018895921002501.html
Gleneagles: Das Ergebnis - Die Perspektiven. Die Herausforderungen des 2. Halbjahrs 2005. http://www.weltwirtschaft-und-entwicklung.org/cms/wearchiv/500188968f0e31701.html

2. Den Parteien den entwicklungspolitischen Spiegel vorhalten

Interaktive EED-Aktion zur Bundestagswahl 2005

Sollten die Wähler am 18. September zu den Urnen gerufen werden, stimmen sie nicht nur über die Politik im Kampf gegen Arbeitslosigkeit und die Sicherung der Sozialsysteme ab. Sie entscheiden gleichzeitig auch über die künftige Ausrichtung deutscher Entwicklungspolitik und die deutsche Position in Fragen der Globalisierung.

Darauf will eine Aktion des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED) aufmerksam machen. ''Wir wollen keine Wahlempfehlung geben. Aber wir wollen den Parteien einen entwicklungspolitischen Spiegel vorhalten. Wir wollen, dass deutlich wird, wie die Wählerinnen und Wähler die Parteien unter entwicklungspolitischen Gesichtspunkten einschätzen'', erläuterte der EED-Vorstandsvorsitzende Konrad von Bonin das Ziel der Aktion.

Der EED hat eine Internetseite geschaltet, wo Bürgerinnen und Bürger sich über die Wahlprogramme der im Bundestag vertretenen Parteien und deren Positionen zu Entwicklungspolitik und Globalisierung informieren können. Aber es bleibt nicht bei Information: die Besucher der Seite werden aufgefordert, ihre Einschätzung darüber abzugeben, wie wichtig die einzelnen Parteien entwicklungspolitische und globale Probleme nehmen. ''Wir mischen uns ein'', sagte von Bonin. ''Zum einen, weil es uns um die Bekämpfung der Armut und eine gerechte Gestaltung der Globalisierung geht. Zum anderen, weil wir, nicht zuletzt aus unserer Arbeit mit Partnerorganisationen im Süden, wissen, dass Demokratie davon lebt, dass Menschen und Organisationen ihre Rechte tatsächlich wahrnehmen.''

Die Seite http://www.globalisierung-gerecht-gestalten.de soll bis zu den Bundestagswahlen geschaltet bleiben. Danach werden die Voten der Bürgerinnen und Bürger zum Thema Entwicklungspolitik und Globalisierung mit der Aufforderung um Stellungnahme an die politischen Parteien übergeben. Begleitend zu der Internetaktion hat der EED einen Flyer herausgegeben, der kostenlos bestellt werden kann (info @ eed.de, Tel 0228-8101-2101).

http://www.globalisierung-gerecht-gestalten.de

3. MDGs in Europa kaum bekannt

Die entwicklungspolitischen Millenniumsziele sind 5 Jahre nach ihrer Verabschiedung in der EU weitgehend unbekannt. In Deutschland hatten 13% vor der Befragung von den MDGs gehört, das ist etwas EU25-Durchschnitt (12%). Das aktuelle Eurobarometer zeigt zugleich, dass die Bürgen kaum etwas von der Tätigkeit der EU-Kommission in diesem Bereich wissen. 53 Prozent bezweifeln beispielsweise, dass eine Wende in der AIDS-Bekämpfung erreicht werden kann. Die Bürger der EU erwarten mehrheitlich von der Europäischen Union, dass sie in der Entwicklungs- zusammenarbeit eine führende Rolle übernimmt. Viele Bürger sind allerdings skeptisch, ob die Millenniumsziele bis 2015 zu verwirklichen sind.

http://europa.eu.int/comm/public_opinion/index_en.htm

4. Development Watch! überwacht Entwicklungspolitik

DEVELOPMENT WATCH wurde gestartet, um als unabhängiger Wächter verlässlich und kritisch aktuelle Informationen zur internationalen Entwicklungs- zusammenarbeit auszuwerten. GLOBAL COOPERATION COUNCIL and IPS EUROPE in Bonn suchen derzeit weitere Partner für dieses Projekt. In einer ersten Selbstdarstellung heißt es: ''We are of the view that tax payers in the OECD countries have the right to know what is happening with their hard-earned money. Also peoples in the countries of the South receiving funds must be enabled and empowered to know what their governments are doing with the money they get for them from the North. This objective can be achieved if individuals, institutions and organizations around the world - in North and South - provide DEVELOPMENT WATCH reliable and critical information.'' Infos: Ramesh Jaura, alliance @ developmentwatch.net

http://www.developmentwatch.net

5. Jahresbericht 2004 von KfW Entwicklungsbank und DEG

Im vergangenen Jahr haben die KfW Entwicklungsbank und die DEG rund 2,5 Mrd. EUR zur Förderung der Entwicklungs- und Transformationsländer zugesagt. Dieses gute Ergebnis entspricht einem Anstieg von rund 20 Prozent zum Vorjahr. Die Steigerung ist im Wesentlichen auf den zunehmenden Einsatz von fW-Entwicklungskrediten zurückzuführen. Dies gaben Wolfgang Kroh, Mitglied des Vorstands der KfW, und Dr. Winfried Polte, Sprecher der Geschäftsführung der DEG, anlässlich der Präsentation des Jahresberichts 2004 über die Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern in Frankfurt bekannt. Der Titel des nun vorliegenden Jahresberichts lautet: ''Investieren trägt Früchte.''

http://newsletter.kfw.de/inxmail2/url?vvf70c0hjzu000csz3a25

6. Fortbildung

Attac-SOMMERAKADEMIE
http://www.attac.de/sommerakademie2005
9.-14. August 2005, Göttingen
Die Attac-SOMMERAKADEMIE bietet ein breites und vielschichtiges Themenspektrum aus der Globalisierungskritik sowie die Möglichkeit, neue und bewährte Ideen für das ''politische Handwerk'' in sozialen Bewegungen kennen zu lernen und zu erarbeiten. Neben den Veranstaltungen für Fortgeschrittene wird es auch Seminare und Workshops für Einsteiger geben, bei denen sich auch neue und ''alte'' Interessierte umfassend informieren können.

Konstruktive Konfliktbearbeitung im multikulturellen Kontext
http://www.kurvewustrow.org
15.-19. August 2005, Berlin
Weiterbildung für Multiplikatoren/innen, die in interkulturellen Kontexten arbeiten. Es geht darum, wie Konflikte in unterschiedlichen Kulturen verstanden, benannt und bearbeitet werden und wie dies die Arbeit v.a. mit Jugendlichen mit einem migrantischen/arabischen Hintergrund beeinflusst. Wie können Jugendliche (und Erwachsene) für einen konstruktiven Umgang mit Konflikten sensibilisiert werden? Welche Methoden stehen mir hierfür zur Verfügung? Welche Fähigkeiten setzt das bei mir und bei anderen voraus? Veranstalter: Bildungs- und Begegnungsstätte für gewaltfreie Aktion (KURVE Wustrow). Das Seminar ist eine deutsch-palästinensische Weiterbildung. Es besteht die Möglichkeit für eine Folgebegegnung in Palästina. Teilnahmebeitrag: EUR 250,-. Info: Tel.: 05843 - 98 71 0.

BPB Sommerakademie Asien - Politik, Gesellschaft
http://www.bpb.de/veranstaltungen/55RG4P
02.-04. September 2005, Tutzing/Starnberger See
Wirtschaft in Japan, China und Indien
Asien ist ein vielfältig geprägter Kontinent. Oftmals stehen allerdings Konflikt- und Katastrophenregionen oder die ökonomisch aufstrebenden Staaten im Blickpunkt. Letztere stellen aus Sicht der etablierten Industrieländer sowohl wichtige Handelspartner als auch ein Bedrohungspotenzial dar.

Verbandarbeit im Internet. Neue E-Learning-Seminare der FNS
http://neue-seminare.virtuelle-akademie.fnst.de
Die Virtuelle Akademie der Friedrich-Naumann-Stiftung bietet ab September 2005 neue E-Learning-Seminare zum Politischen Management an. Die Seminare vermitteln praktisches Internet-Know-How. Sie richten sich an alle, die das Internet-Angebot ihres Verbandes oder Vereines professionalisieren wollen.

DeGEval-Jahrestagung 2005: Wirkungen auf der Spur
http://www.degeval.de
Essen, 12.-14.10.2005 Viele interessante Workshops von der Evaluation an Schulen über Entwicklungspolitik bis zur Evaluation in der Wirtschaft und im Gesundheitswesen warten auf Sie. Zusätzlich werden im Vorfeld Fortbildungsveranstaltungen in ausgewählten Bereichen angeboten. Programm und Anmeldung online möglich.

Lernspiel Internetrallye Menschenrechte
http://www.bpb.de/methodik/BY1T6U
Auf die Frage ''Was heißt frei sein'', antwortete der französische Philosoph Voltaire einmal: ''Es heißt die Menschenrechte kennen''. Doch die meisten Menschen wissen darüber viel zu wenig. Die Internetrallye möchte Ihnen helfen, Basiswissen zum Thema ''Menschenrechte'' zu erwerben.


7. Publikationen

Jürgen H. Wolff: Entwicklungshilfe: Ein hilfreiches Gewerbe? Versuch einer Bilanz
http://www.lit-verlag.de/isbn/3-8258-8162-8
Reihe: Politik: Forschung und Wissenschaft
Bd. 18, 2005, 320 S., 19.90 EUR, br., ISBN 3-8258-8162-8
Die Lebensbedingungen auf der Welt, insbesondere in den Entwicklungsländern, sollen sich, so hört man es oft, laufend verschlechtern. Insbesondere Institutionen, die von und für die Entwicklungshilfe leben, vertreten diese These. Mit reichem Datenmaterial belegt der Verfasser, dass fast überall auf der Welt die Lebenserwartung steigt, sich Bildungsstand und Ernährungslage verbessern, kurz, der Wohlstand zunimmt. Mit einer Ausnahme: Schwarzafrika. Wolff geht weiter, er warnt vor dem Trugschluss, dies sei auf Entwicklungshilfe zurückzuführen und erfolgreiche Entwicklungsprojekte seien mit erfolgreicher Entwicklung gleichzusetzen. Reformvorschläge für die Entwicklungshilfe schließen den Band ab. LIT Verlag Münster-Hamburg.

Reihe Afrika im Blickpunkt (AiB)
http://www.duei.de/iak/show.php/de/content/aktuelles/aktuelles.html
Susan Steiner: Schuldenerlass für die ärmsten Länder: Spielt Good Governance wirklich eine Rolle? Im Lichte des gerade stattgefundenen G8-Gipfels setzt sich die Autorin mit dem Beschluss zum Schuldenerlass auseinander und problematisiert die Rolle guter Regierungsführung als Qualifizierungkriterium.
Dirk Kohnert: Togo: Ein Lehrstück fehlgeleiteter Demokratisierung. Der Autor analysiert die aktuelle politische Entwicklung in Togo und setzt sie in Beziehung zu internationalen Initiativen zur Förderung von Rechtsstaatlichkeit und Entwicklung in afrikanischen Staaten.

Neue DIÜ Reihe Working Papers Global and Area Studies
http://www.duei.de/workingpapers
Um in der internationalen Forschung noch stärker als bisher präsent zu sein, hat das Deutsche Übersee-Institut in Hamburg die neue Reihe Working Papers Global and Area Studies lanciert. In ihr werden aktuelle Ergebnisse der Forschung des DÜI noch vor ihrer Veröffentlichung präsentiert und international zur Diskussion gestellt. In vielen Fällen handelt es sich um Aufsätze, die später in renommierten Fachzeitschriften veröffentlicht werden. Die Working Papers, die kostenlos als download zur Verfügung gestellt werden, erreichen Wissenschaftler und führende wissenschaftliche Einrichtungen in allen Regionen der Welt. ontakt: Dr. Bert Hoffmann, hoffmann @ iik.duei.de - Tel.: +49 (0)40 414782-52

Aus Politik und Zeitgeschichte: Entwicklung durch Migration
http://www.bpb.de/publikationen/JFIUKD
Migration wird in der Öffentlichkeit häufig mit Einwanderunggleichgesetzt, ein möglicher ökonomischer Nutzen nahezu gänzlich aus der Diskussion ausgeklammert. Interessante Beispiele belegen jedoch: Kluge Migrationspolitik kann wirkungsvoller sein als traditionelle Entwicklungs- zusammenarbeit.

SEF NEWS zu Russland und EU
http://www.sef-bonn.org/inc/sef.txt.inhalt.php?op=show&id=107&lang=de&rf=1
Im bewährten Format der SEF NEWS erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Diskussionsergebnisse der internationalen Konferenz, die im April zum Thema '''Nahes Ausland' vs. 'Neue Nachbarn' - Integrationswettstreit zwischen Russland und der EU?'' stattfand. Im Zentrum stand die Frage, wo die Staaten zwischen der EU und Russland, insbesondere die Ukraine und die Moldau künftig stehen werden und ob ein Integrationswettstreit der beiden Regionalmächte um diese Länder zu erwarten ist. ''Grundsätzlich besitzt Russland ein enormes Selbstwertgefühl und überschätzt seine Macht und Attraktivität.''

Globalisierung und Steuergerechtigkeit
http://www.weed-online.org/publikationen/bestellung/index.html
Schritte gegen Steuerflucht und Steuerwettlauf nach unten
Diese Publikation dokumentiert die gemeinsame Konferenz ''Globalisierung und Steuergerechtigkeit. Schritte gegen Steuerflucht und Steuerwettbewerb nach unten.'' des DGB-Bildungswerk, terre des hommes, Share, Global Policy Forum und WEED im Dezember 2004. Dort diskutierten Wissenschaftler/innen, Vertreter/innen von Gewerkschaften, NGOs und der Bundesregierung das Ausmaß und die Folgen von Steuerflucht und Steuerwettbewerb auf Industrie- und Entwicklungsländer und suchten gemeinsam nach Handlungsstrategien gegen den Steuersenkungswettlauf. Schutzgebühr: EUR 4,00 zuzüglich Versandkosten. Zu bestellen bei weed @ weed-online.org

BPB Dossier Afrika
http://www.bpb.de/afrika
Rund 885 Millionen Afrikanerinnen und Afrikaner leben in 53 Staaten; die meisten davon in Nigeria, Ägypten und Äthiopien. Auf dem Kontinent existieren über 3.000 Bevölkerungsgruppen und mehr als 2.000 Sprachen. Das Dossier betrachtet den gesellschaftlichen Wandel, ökonomische und politische Brennpunkte aus verschiedenen Blickwinkeln. Es geht auf Beziehungen zwischen Afrika und Europa ein und wirft Perspektiven zukünftiger Entwicklungen auf.

BPB Schriftenreihe: NGOs im Prozess der Globalisierung
http://www.bpb.de/publikationen/NYZIRM
Ob mächtig oder klein, etabliert oder voller Dynamik: NGOs verfechten mit unkonventionellen, oft überraschend erfolgreichen Strategien ihre Anliegen. Dabei hinterfragen sie zunehmend die Dominanz staatlicher internationaler Politik.

ORIENT - Deutsche Zeitschrift für Politik und Wirtschaft des Orients
http://www.nomos.de
Die Zeitschrift hat den Verlag gewechselt und erscheint 2005 in neuem Gewand im Nomos Verlag, Baden-Baden. Bestellungen bitte an den Verlag: NOMOS-Verlag, Frau Hohmann, Tel.: 07221-2104-39, Fax: 07221-2104-43, mailto:hohmann @ nomos.de


8. Veranstaltungen

Dag Hammarskjöld Ausstellung
http://www.voelkerkundemuseum.com
Hamburg, 26.-31. Juli 2005, Museum für Völkerkunde
In diesem Jahr wäre Dag Hammarskjöld 100 Jahre alt geworden. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen kam während seiner zweiten Amtszeit unter mysteriösen und noch immer ungeklärten Umständen bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Er befand sich damals auf einer Friedensmission in Zaire, heute Demokratische Republik Kongo. Wegen seines unermüdlichen Einsatzes während der Kongokrise, aber auch beim Ungarnaufstand und der Suezkrise, wurde Dag Hammarskjöld 1961 posthum der Friedensnobelpreis verliehen.

Hamburger Afghanistanwoche
http://www.haus-am-schueberg.de
16.-22. Juli 2005, Ammersbek bei Hamburg
Veranst./ Infos: Verein fuer politische Bildung e.V., Auf dem Pfahlt 4, 22359 Hamburg, Tel.: 040/ 6095930, Haus am Schueberg, Wulfsdorfer Weg 33, 22949 Ammersbek Tel.: 040/ 6050020 e-mail: info @ haus-am-schueberg.de

Lateinamerika Festival in Hamburg
http://www.voelkerkundemuseum.com
13.-14. August, Museum für Völkerkunde
Die extra Portion lateinamerikanischer Lebenslust und Kultur mit Vorträgen, Tanz, Filmen, Kulinarischem und viel Live-Musik. Samstag, 13.8.: Programm ab 18.00 Uhr, Party bis ca. 2.00 Uhr (Eintritt 6,- € / ohne Ermäßigungen) Sonntag, 14.8.: Programm ab 14.15 Uhr, Party bis ca. 20.30 Uhr (Normaler Museumseintritt). In Zusammenarbeit mit dem Internationalen Jugendverband Europa-Lateinamerika e.V.

Femme Globale -Geschlechterperspektiven im 21. Jahrhundert
http://www.glow-boell.de/de/rubrik_2/5_1178.htm
8.-10. September 2005, Berlin
Internationale Konferenz ''Femme Globale'' - ''Geschlechterperspektiven im 21. Jahrhundert'', organisiert von der Heinrich-Böll-Stiftung. Im Rahmen dieser Veranstaltung wird ein Workshop mit dem Thema ''World Conference on Women Beijing + 10: Education as a key qualification for girls and women'' stattfinden. Dieser Workshop wird anlässlich des World Development Information Days vom Projekt Globales Lernen im Dialog organisiert.

EADI General Conference
http://www.eadi.org/gc2005
21.- 24. September 2005, Bonn, Internationales Kongresszentrum
''Insecurity and Development'' lautet der Titel der 11. EADI-Konferenz, die die Implikationen von Sicherheitsfragen auf den Entwicklungsprozess diskutiert. Das Konzept der menschlichen Sicherheit ist der Rahmen unter dem Aspekte von direkter Gewalt (Krieg, Rüstung, Terrorismus) und andere strukturelle Bedrohungen der menschlichen Entwicklung analysiert werden.

Konferenz ''Wir, die Völker ...'' - Strukturwandel in der Weltorganisation
http://www.dgvn.de/pdf/Veranstaltungen/Prog051027-K1.pdf
27. - 29. Oktober 2005, Dresden, Sächsischen Landes-, Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB)
Die mehrtägige Dresdener Konferenz der DGVN findet aus Anlass des 60-jährigen Bestehens der Vereinten Nationen statt und wird sich dem Thema Strukturwandel in der Weltorganisation in mehreren Festvorträgen und Diskussionsrunden in vier Themenblöcken widmen. Anmeldebogen: http://www.dgvn.de/pdf/Veranstaltungen/Anmeldebogen_Dresden%20.pdf


9. Websites

Terror und Sicherheit
http://www.bpb.de/themen/38L6XK
New York, Istanbul, Madrid, London: Seit dem 11. September 2001 hält ein neuer, globaler Terrorismus die Welt in Atem. Mit jedem Attentat entflammt auch eine neue Sicherheitsdebatte. Das bpb Spezial informiert über die Formen und Hintergründe des Terrors.

2005 Eine Chance für Afrika?
http://www.die-gdi.de/
Unter diesem Titel hat das DIE auf seiner Homepage ein Internetportal eröffnet. Afrika v.a. Subsahara Afrika steht in diesem Jahr in ungewöhnlich prominenter Weise auf den Agenden von wichtigen internationalen Ereignissen: Die im September 2005 stattfindende Zwischenbilanz zur Erreichung der Millenium Development Goals (MDGs), der unter der Leitung von Jeffrey Sachs veröffentlichte Bericht Investing in Development, der Bericht der von Premierminister Tony Blair ins Leben gerufenen Commission for Afrikca und der G8-Gipfel im Juli 2005 sind die wichtigsten Eckpfeiler für die laufende Debatte. Das neue Internetportal des DIE bietet dazu Beiträge, Hintergrundinformationen und Analysen.

Stellenmarkt Global
http://www.oneworld-jobs.org
Die Stellendatenbank des AK LHÜ enthält zur Zeit mehr als 1.800 Angebote. Es sind einerseits berufliche Angebote in der Entwicklungs- zusammenarbeit, im Entwicklungsdienst, im Zivilen Friedensdienst. Andererseits enthält sie zahlreiche Angebote für Wege ins Ausland über internationale Freiwilligendienste, Workcamps, Praktika. Etwa 130 Anbieter sind aktuell in der Datenbank registriert. Die Angebote sind überwiegend soziale und entwicklungspolitische Tätigkeiten in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa

Europäische Online Datenbank Globales Lernen ENGLOB
http://www.wusgermany.de
ENGLOB ist eine viersprachige Online-Datenbank mit Adressen zum Globalen Lernen in Europa. Sie umfasst über tausend private, intermediäre und staatliche Organisationen/Institutionen. In der Datenbank kann kostenlos gesucht werden nach Themen wie Nord-Süd-Beziehungen, Frieden, Konfliktprävention, Umwelt, Nachhaltigkeit, Menschenrechte, Gender oder Globalisierung. Für die Recherche ist keine Registrierung erforderlich. Organisationen, die zum Globalen Lernen arbeiten und in der Datenbank gelistet werden wollen, können sich kostenfrei registrieren lassen. Wichtig ist, wenn möglich, eine mehrsprachige Angabe zur Selbstdarstellung. (LHÜ). Infos: Projekt Globales Lernen im Dialog, datenbank @ wusgermany.de

SKEW Finanzierungsdatenbank
http://www.service-eine-welt.de/foerderdb.php
Sortiert nach Bundesländern und Förderschwerpunkten finden sich Hinweise zu Förderquellen und zur Projektfinanzierung auf der Website der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW). Die Datenbank wurden in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftsladen Bonn erstellt.

Forum Grenzenlos
http://www.grenzenlos.org
Forum Grenzenlos heißt das Internet-Forum, ein Gemeinschaftsprojekt von Netzwerk Grenzenlos und Grenzenlos e.V, für Auslandsfreiwillige und Webseitenbesucher. Es lädt ein zu Fragen, Austausch, Diskussion. Grenzenlos e.V. ist eine Vereinigung ehemaliger und aktiver Auslandsdienstleistender, die trägerübergreifend arbeitet, sowie politisch und konfessionell neutral ist. Netzwerk Grenzenlos ist eine Art Dachverband der Ehemaligeninitiativen. Die Website von Grenzenlos e.V. bietet Neuigkeiten rund um internationale Freiwilligendienste, zeigt Erfahrungsberichte und unterstützt mit einem Mailpool die Vernetzung von derzeit aktiven Freiwilligen im Ausland. (LHÜ)


Sind Sie an einer SID-Mitgliedschaft interessiert?

Dann senden Sie uns bitte den vorbereiteten Antrag auf der Website von SID-Hamburg (http://www.sid-hamburg.de/form_Aufnahmeantrag.htm). Als internationale Gesellschaft bietet SID Ihnen Diskussionsforen und Informationen mit andere in der internationalen Zusammenarbeit erfahrenen Menschen. Dabei verfügt SID über internationale Verbindungen zu Partnerorganisationen auf allen fünf Kontinenten. Das Fachinteresse der Mitglieder ermöglicht neue Einblicke, Kontaktaufnahme und gegenseitige Hilfestellung vor Ort bei der Vorbereitung eigener Vorhaben. Zudem können Sie sich als Mitglied in Nordeutschland am SID-Chapter Hamburg teilnehmen. Über Veranstaltungen, Aktionen und Neuerscheinungen informiert der deutsche Monatsrundbrief und das englischsprachige Mitgliederjournal ''Bridges''. Darüber hinaus offeriert SID die Möglichkeit, die international renommierten Fachzeitschriften ''Development'' und ''World Development'' vergünstigt zu beziehen. Der Jahresbeitrag bim SID-Chapter Hamburg beträgt für Einzelmitglieder € 36, für Studenten und Studentinnen, Auszubildende und Arbeitslose € 18 und für Institutionen € 102,30.


Abonnements-Bedingungen

Der SID-Hamburg Newsletter wird monatlich per E-Mail versendet. Bestellungen an: abonnieren @ SID-Hamburg.de. Abbestellungen an abbestellen @ SID-Hamburg.de. Abo-Verwaltung: http://de.groups.yahoo.com/group/SID-HH/. Redaktion: Karsten Weitzenegger (Karsten.Weitzenegger @ SID-Hamburg.de). Archiv unter http://www.sid-hamburg.de

Die Society for International Development (SID) ist die älteste, politisch unabhängige und private entwicklungspolitische Vereinigung der Welt. In Deutschland sind insgesamt rund 500 Mitglieder vertreten. Das SID-Chapter in Hamburg (Gesellschaft für Internationale Entwicklung Hamburg e.V.) arbeitet in den Bundesländern Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Das Chapter dient dem entwicklungspolitischen Erfahrungs- und Informationsaustausch, der Zusammenarbeit zwischen Forschung und Praxis, der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit und der Vertretung der Interessen der Entwicklungsländer im norddeutschen Raum. Informationen unter http://www.sid-hamburg.de