SID-Hamburg Rundbrief November 2005

Ausgewählte Kurzmeldungen des Monats zur internationalen Entwicklungs- zusammenarbeit mit Schwerpunkt Norddeutschland, herausgegeben von SID Hamburg.


Inhalt
  1. VENRO-Forderungen anlässlich der Koalitionsverhandlungen
  2. Dreizehnter Berichtes zur Wirklichkeit der Entwicklungshilfe
  3. Strategie der Europäischen Union für Afrika
  4. Weltbevölkerungsbericht 2005
  5. Bleistift statt Rotstift - bundesweite Aktion für das Recht aller Kinder auf Bildung
  6. Fortbildung
  7. Veranstaltungen
  8. Publikationen
  9. Websites

1. VENRO-Forderungen anlässlich der Koalitionsverhandlungen

Bekämpfung weltweiter Armut nicht unter Verhandlungstisch fallen lassen

Der Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) fordert klare entwicklungspolitische Vereinbarungen bei den Koalitionsvereinbarungen und eine Steigerung des Bundeshaushalts für Entwicklungs- zusammenarbeit. ''Die Interessen der Menschen, die weltweit in extremer Armut leben, dürfen bei den Koalitionsverhandlungen nicht unter den Tisch fallen und auf dem Altar der Haushaltssanierung geopfert werden. Dies sind wir diesen Menschen und uns selbst schuldig'', fordert VENRO-Vorsitzender Reinhard Hermle. Die Bewältigung der innenpolitischen Herausforderungen werde der neuen Bundesregierung nur gelingen, wenn sie dabei auch globale Probleme mit berücksichtige und ihre Anstrengungen zur Schaffung lebenswerter Verhältnisse in den ärmsten Ländern der Welt verstärke. Dies sei gut investiertes Geld, da es zu mehr Gerechtigkeit und damit zu mehr Frieden und Sicherheit für alle führe.

''VENRO erwartet von der neuen Bundesregierung, an der im Aktionsprogramm 2015 festgeschriebenen Zielsetzung festzuhalten und die weltweite Armutsbekämpfung zu einem Ziel des Regierungshandelns insgesamt zu machen'', so Hermle. ''Wir fordern ein klares Bekenntnis zu den UN-Millenniums-Entwicklungszielen und zur Erfüllung der auf europäischer und G8-Ebene gemachten Zusagen zur Steigerung der finanziellen Mittel für Entwicklungs- zusammenarbeit.'' Mit dem bisherigen entwicklungspolitischen Engagement ließen sich die Millenniumsziele bis 2015 nicht flächendeckend erreichen. Daher müssten nun alle Kräfte mobilisiert werden, um die Vereinbarungen der diesjährigen Gipfeltreffen der G8 und der Vereinten Nationen in die Tat umzusetzen.

''Konkret bedeutet das, bei den Koalitionsvereinbarungen die zugesagte Erreichung des 0,7 Prozent-Ziels als Entwicklungshilfe bis zum Jahr 2015 zu gewährleisten.'' Dies solle durch kontinuierliche Steigerungen der entsprechenden Haushaltstitel unter Berücksichtigung des Zwischenziels von 0,51 Prozent bis zum Jahr 2010 erreicht werden. Entsprechende Schritte erwarte VENRO bereits beim Bundesetat für 2006, so Hermle. Dafür sollten Steuervergünstigungen und Subventionen, insbesondere die marktverzerrenden Agrarexportsubventionen, abgebaut werden. Auch müsse es um die Entwicklung innovativer Finanzierungsinstrumente gehen: ''Wegen der engen haushaltspolitischen Spielräume werden wir wahrscheinlich nicht ohne neue Instrumente zur Entwicklungsfinanzierung auskommen.'' Hier solle die Bundesregierung eine klare Position beziehen und sich mindestens für eine Abgabe auf Flugtickets einsetzen. Darüber hinaus solle sie sich aktiv an der Prüfung und Realisierung weitergehender Maßnahmen beteiligen, wie z.B. einer Kerosin- oder einer Devisentransaktionssteuer. Da die nichtstaatlichen Träger der Entwicklungs- zusammenarbeit wesentlich zur Qualität der deutschen Entwicklungspolitik beitrügen, müsse ihre Förderung weiter ausgebaut werden.

VENRO hat seine ausführlichen entwicklungspolitische Forderungen in einem Brief an die Leiter der Koalitionsverhandlungen Angela Merkel (CDU), Franz Müntefering (SPD) und Edmund Stoiber (CSU) gerichtet, der auf der VENRO-Homepage abrufbar ist http://www.venro.org/publikationen/archiv/brief-koalitionaere.pdf


2. Dreizehnter Berichtes zur Wirklichkeit der Entwicklungshilfe

Die neue Bundesregierung ist gefordert, entschlossen Zeichen gegen Armut und Ausbeutung zu setzen und der Entwicklungspolitik im nächsten Kabinett einen höheren Stellenwert zu verschaffen. Dies betonten die Hilfsorganisationen terre des hommes und Deutsche Welthungerhilfe anlässlich der Vorstellung ihres 13. Berichtes zur Wirklichkeit der Entwicklungshilfe.

''Die Glaubwürdigkeit der Bundesregierung wird auch daran zu messen sein, ob sie zu ihren internationalen Zusagen steht und die Mittel für die Entwicklungspolitik aus den Sparpaket-Debatten heraushält'', erklärte Wolf-Christian Ramm, Pressesprecher von terre des hommes. Er begrüßte, dass Deutschland dem verbindlichen Zeitplan der Vereinten Nationen zugestimmt habe, bis 2015 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens für Entwicklungs- zusammenarbeit aufzuwenden. Der Weg dorthin sei allerdings nicht leicht: ''2004 lagen die Ausgaben für die Entwicklungshilfe bei gerade einmal 0,28 Prozent und beliefen sich damit auf nicht einmal 1,5 Prozent des Bundeshaushaltes'', so Ramm. Die leichte Erhöhung der Ausgaben auf knapp 7,5 Milliarden US-Dollar sei nur auf den Anstieg des Euro-Kurses gegenüber dem Dollar zurückzuführen. Wechselkursbereinigt seien die deutschen Leistungen 2004 sogar leicht rückläufig. In diesem Stil werde die Einhaltung der feierlich formulierten internationalen Verpflichtungen nicht gelingen. Ramm appellierte an die neue Bundesregierung, die Entwicklungspolitik auch inhaltlich aufzuwerten. Dazu gehöre das Eintreten für gerechte Welthandelsbedingungen, der Abbau von Agrarsubventionen und ein weitergehender Schuldenerlass für die am höchsten verschuldeten Entwicklungsländer.

Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul wertete die Forderung der Nichtregierungsorganisationen, die zukünftige Bundesregierung müsse die Mittel für Entwicklungs- zusammenarbeit deutlich ausweiten als Unterstützung für ihre Arbeit und die Entwicklungspolitik insgesamt. ''Wir als Bundesregierung haben in diesem Frühjahr zugesagt, bis zum Jahr 2010 die Mittel für Entwicklungs- zusammenarbeit auf 0,51% und bis zum Jahr 2015 auf 0,7% zu erhöhen. In den bisher vorliegenden Vereinbarungen über eine Große Koalition wird dieses auch international verankerte Ziel bekräftigt. Ich werde mich mit aller Kraft dafür einsetzen, dass Deutschland zu seinen internationalen Verpflichtungen steht und dieses Ziel auch umgesetzt wird'', erklärte Wieczorek-Zeul. Download des Berichtes: http://www.tdh.de/content/materialien/download/index.htm?&action=details&id=198


3. Strategie der Europäischen Union für Afrika

Die Europäische Kommission hat am 12. Oktober ihren Vorschlag für eine neue Afrika- Strategie der Europäischen Union angenommen. Die Strategie ist eine Art Handlungsrahmen für die Maßnahmen der EU-Mitgliedstaaten und der Europäischen Kommission zur Unterstützung Afrikas auf seinem Weg zur Verwirklichung der Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen. Im Anschluss an die Verabschiedung der Strategie fand eine außeror

dentliche Sitzung der Europäischen Kommission und der Kommission der Afrikanischen Union (AU) statt.

Kommissionspräsident José Manuel Barroso unterstrich in diesem Zusammenhang, dass ''das Einwanderungsproblem, dessen dramatische Folgen wir heute beobachten, langfristig nur durch eine ehrgeizige und koordinierte Entwicklungs- zusammenarbeit wirksam bewältigt werden kann, wenn die tatsächlichen Ursachen behoben werden sollen.'' Gleichzeitig verwies er auf ''die neuen und starken Organisationen auf regionaler und kontinentaler Ebene und die heranwachsenden afrikanischen Führungseliten, die sich alle mit Überzeugung für eine verantwortungsvolle Staatsführung und regionale Integration einsetzen''. http://europa.eu.int/comm/development/index_en.htm


4. Weltbevölkerungsbericht 2005

Die Gleichberechtigung der Geschlechter senkt die Armut, rettet Leben und verbessert die Gesundheit - nicht nur von Frauen.
Mangelnde Gleichberechtigung und Armut haben für die reproduktive Gesundheit von Frauen fatale Folgen: Jede Minute stirbt eine Frau an vermeidbaren Komplikationen während der Schwangerschaft oder bei der Geburt - zu 99 Prozent in Entwicklungsländern. Armut, Diskriminierung und Gewalt haben dazu geführt, dass in Afrika südlich der Sahara bereits 57 Prozent aller HIV-Infizierten Frauen sind. Die Gleichberechtigung der Geschlechter senkt die Armut, rettet Leben und verbessert die Gesundheit - nicht nur von Frauen, so lautet das Fazit des Weltbevölkerungsberichts 2005. Gezielte Investitionen in Bildung, reproduktive Gesundheit und wirtschaftliche Rechte von Frauen fördern eine nachhaltige Entwicklung. Dabei spielt der Zugang zu Aufklärung und Familienplanung eine entscheidende Rolle. Rund 1,5 Millionen Menschenleben könnten so jährlich gerettet werden. Den vollständigen Weltbevölkerungsbericht können Sie über den Buchhandel oder direkt beim Balance Verlag bestellen unter vertrieb @ hamppmedia.de oder Telefon: 07 11/ 78 29 21 40. Weltbevölkerungsbericht 2005, Hrsg.: DSW, Broschüre, Format DIN A4, Umfang 140 Seiten, Balance Verlag, Stuttgart (2005), ISBN 3-930723-44-1, Preis: 10,90 EUR. Quelle: DSW, http://www.dsw-online.de


5. Bleistift statt Rotstift - bundesweite Aktion für das Recht aller Kinder auf Bildung

3000 km -Staffel quer durch Deutschland startet am Dienstag in Stuttgart - Ziel ist Berlin Sieben Startpunkte, 17 Lauftage und über 3000 km Wegstrecke - WORLD VISION und der Deutsche Kinderschutzbund rufen zu einem Staffel-Marathon quer durch Deutschland auf. Mit der Aktion ''3000 km - Laufen für Bildung'' wollen die Organisationen gemeinsam für mehr Einsatz für die Bildung von Kindern demonstrieren und hoffen auf zahlreiche Läufer. Dabei zählt nicht die sportliche Höchstleistung, sondern die persönliche Teilnahme jedes einzelnen Läufers. Zentrale Aktionshotlines: 06172 - 763 106 oder 0221 - 4545 432. Weitere Informationen und Anmeldung für die Laufstrecken unter http://www.3000km.de


6. Fortbildung

Qualifizierungsangebote für NROs
Die Qualifizierungsangebote für NROs 2005 sind jetzt auch auf der Website des Eine-Welt-Netzwerkes hamburg zu finden: http://www.ewnw.de/service/weiterbildungs_angebote

22. TRIALOG Tagung zum Thema URBAN COALITIONS
http://www.habitat-unit.de
Samstag, 05.11.2005, 10.00 - 18.30 Uhr, Architekturfakultät der Technischen Universität Berlin, Ernst-Reuter Platz/ Ecke Straße des 17.Juni, Eintritt frei

Fachtagung: 10. Fundraiserinnentag
http://fundraisingverband.de
Sa, 5.11.2005, 10-18h, Wiesbaden, Roncalli-Haus
Seit zehn Jahren steht der Fundraiserinnentag als Plattform für den Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Fundraiserinnen aus ganz Deutschland zur Verfügung. Auch dieses Jahr werden wieder kompetente Referentinnen und Mentorinnen aus der Praxis ihr Wissen an die Teilnehmerinnen weitergeben. Als Festrednerin wird Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul begrüßt. Das Workshop-Angebot erstreckt sich über Themen wie Spenderbindung, Telefonmarketing, Großspenden, eMail-Fundraising als wichtiger Baustein des Online-Fundraising und Coaching. Infos: juengling @ fundraisingverband.de

Einwanderungstadt Hamburg. MigrantInnen und Flüchtlinge in der Hansestadt
http://www.hamburgarbeitundleben.de
7. - 11. November, Hamburg
Bildungsurlaub unter dem Thema: MigrantInnen und Flüchtlinge in der Hansestadt , Kosten: 75 Euro, Information und Anmeldung über Arbeit und Leben, Tel.: 284016-11, Fax: 284016-16, office @ hamburg.arbeitundleben.de

Mit der Genderbrille ökumenische Entwicklungsarbeit untersuchen
http://www.haus-am-schueberg.org/seminare.htm
Fr+Sa 11.+12. 11. 2005 fr 18.30h bis sa 18h im Haus am Schüberg, Wulfsdorfer Weg 29, Ammersbek (U Hoisbüttel) Euro 80,- (40,-) inkl. Übernachtung und Verpflegung. Veranstalter: KED/NMZ Info: Bärbel Fünfsinn Tel 040-88 18 12 31, Anmeldung: Tel 040-605 26 03.

Interkulturelle Kompetenz - Grundlagen und Methoden für die Bildungsarbeit
http://www.haus-am-schueberg.org/seminare.htm
11. - 16. November, 22949 Ammersbek,
Seminar für MultiplikatorInnen, die ihre interkulturelle Kompetenz erweitern möchten, Kosten gestaffelt 40/80/160 Euro, Veranstalter: EED-Bildungsstelle Nord, Ort: UmweltHaus am Schüberg, Wulfsdorfer Weg 29, 22949 Ammersbek, Anmeldung und Information über: Tel.: 6052559, Fax: 6052538, eed @ haus-am-schueberg.org

Das Filmschaffen in Afrika und die jungen afrikanischen (Film)kulturen
http://www.inisa.de
11.11.2005 bis 13.11.05, Akademie Frankenwarte, Würzburg
Die Gesellschaft für Politische Bildung e.V. veranstaltet in Kooperation mit AfricAvenir International e.V. und der Initiative Südliches Afrika e.V. (INISA). Der Teilnahmebeitrag in Höhe von 80,00 € schließt Programm, Unterkunft im Zweibettzimmer und Verpflegung (ohne Getränke) ein. Anmeldung: Frau Margarete Grzegorczyk per Fax an 0931 / 80464-77 oder per Margarete.Grzegorczyk @ frankenwarte.de

Südasien-Tage der Universität Hamburg
http://www.aai.uni-hamburg.de
19. 11.2005 10-21 Uhr, Edmund-Siemers-Allee 1, Flügel Ost 3. Ganztägige Präsentation der Gesellschaft, Wissenschaft und Kultur der Länder Südasiens: Bangladesch, Indien, Nepal, Pakistan und Sri Lanka.

Fachtagung: Spenden in Deutschland
http://www.wz-berlin.de/aktuell/veranstaltungen.de.htm
Fr, 18.11.2005, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)
Ziel der Fachtagung ''Spenden in Deutschland - Analysen und Projekte'' ist es, die Entwicklung einer Spendenstatistik für Deutschland in Form einer Dauerbeobachtung voranzutreiben. Vorgestellt werden Forschungsergebnisse aus dem im WZB durchgeführten Projekt ''Spenden und ihre Erfassung in Deutschland''. Außerdem präsentieren weitere Institutionen wie das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI), das Statistische Bundesamt oder die Gesellschaft für Konsumforschung und TNS-Emnid Analysen, Ergebnisse und Erfahrungen, die für den Aufbau einer nationalen Spendenberichterstattung besonders bedeutsam sind.

Globalisierung von Finanzdienstleistungen: Politische Kämpfe, Erfahrungen und Alternativen
http://www.financeconference.org/anmeldung
Internationale Konferenz vom 2. bis 4. Dezember 2005 im Gustav Stresemann Institut in Bonn Finanzdienstleistungen sind das Nervensystem der Wirtschaft. Ihrer weiteren Liberalisierung kommt eine Schlüsselstellung in der neoliberalen Globalisierung zu. Es wird geschätzt, dass die jährlichen Erträge aus dem Handel mit Finanzdienstleistungen von aktuell 2 Bio. US-Dollar auf 6 Bio. US-Dollar im Jahr 2020 steigen. Die höchsten Wachstumsraten werden in Schwellenländern wie China, Indien, Brasilien, Mexiko oder Russland erwartet. Vor allem die USA und die EU haben ein großes Interesse daran, neue Märkte für ihre Banken, Versicherungen und Investmentgesellschaften zu erschließen. Im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) wird daher auf die weitere Liberalisierung des Handels mit Finanzdienstleistungen gedrängt. Doch profitieren auch Entwicklungs- und Schwellenländer von dem Handel mit Finanzdienstleistungen? Welche Auswirkungen hat eine Liberalisierung für Beschäftigte, Konsumenten und die lokale Wirtschaft? Wem nützt eine Privatisierung der Alterversorgung und welche Erfahrungen wurden mit Rentenreformen in anderen Ländern gemacht? Wie müssen Finanzmärkte gestaltet sein, um wirksam Armut bekämpfen und einen nachhaltigen Entwicklungsprozess unterstützen zu können? Diese Fragen sind Gegenstand der von WEED organisierten dreitägigen internationalen Konferenz. Die Teilnahmegebühr beträgt 40 Euro (mit Übernachtung) bzw. 10 Euro (ohne Übernachtung). Bitte melden Sie sich so bald wie möglich, spätestens jedoch bis 24.11.05 an. Entweder per Fax oder E-mail an: Bodo Ellmers, bodo.ellmers @ weed-online.org, Fax. 030/275 96 928

Afrika in der deutschen Presse - ein schwarzer Fleck?
http://ourworld.compuserve.com/homepages/Duenbostel_J/afrsemin.htm
Fr 9. 12. 2005 - So 11. 12. 2005 fr 18.30h - so 15h, Haus am Schüberg, Wulfsdorfer Weg 29, Ammersbek (U Hoisbüttel). Kosten inkl. Unterkunft (EZ/VP) für ver.di-Mitglieder 50 €, für Nicht-Mitglieder 100 €. Anmeldungen ab sofort an: Fritz Gleiß, dju-Hamburg, fritzgleiss @ yahoo.com

HWWA Konferenz: East Asian Monetary and Financial Integration
http://www.hwwa.de/Forschung/Handel_&_Entwicklung/Veranstaltungen/Asia_Conference_2005.htm
15. - 16. Dezember, HWWA Hamburg, Information: Heike Kern mailto:heike.kern @ hwwa.de

Weiterbildung: Master of Non-Profit-Management and Governance
http://www.npm-studium.de
Mit dem Weiterbildungsstudiengang ''Master of Nonprofit-Management and Governance'' des Zentrums für Non-Profit-Management wird nun erstmals in Deutschland an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster ein universitärer Hochschulabschluss angeboten, der gezielt Führungspersonal für das Management von Non-Profit-Organisationen ausbildet. Der Studiengang dauert vier Semester plus Abschlussprüfung. Die Gesamtkosten betragen 8.460 Euro.

Vorlesungsreihe: ''Das Ende der Armut oder doch das Ende des Wohlstands?''
http://www.uni-lueneburg.de/infu und www.uni-lueneburg.de/sustuni
18. Januar 2006, Hörsaal 4, Campus Scharnhorstraße der Universität Lüneburg
18.30 - 20.00 Uhr Das Institut für Umweltkommunikation und das Projekt ''Sustainable University'' hält die Veranstaltung vom 20.10. 05- 18. 1. 06 an der Universität in Lüneburg ab, unter verschiedenen Schwerpunktthemen. Diesmal wird die Vorlesung unter dem Thema: ''Armutsbekämpfung und menschliche Sicherheit im Rahmen des Welthandelssystems'' abgehalten.


7. Veranstaltungen

Tagung: 5. Hamburger Stiftungstage
http://www.stiftungsrechtstage.de
Am 4. und 5. November finden in der Bucerius Law School die 5. Hamburger Tage des Stiftungs- und Non-Profit-Rechts 2005 statt. Themen sind Vereinsreform, Europarechtliche Rahmenbedingungen, Vermögensanlage und Spendenverwendung, sowie Strukturelle Optimierung des Spendenrechts, welche in Vorträgen von namhaften Referenten behandelt werden. Infos/Anmeldung bei Carl Heymanns Verlag KG, Frau Stefanie Szillat, szillat @ heymanns.com.

Afrika-Kolloquium: Erdöl, Protest und Gewalt in Nigeria
http://www.duei.de/iak http://www.initiative-pro-afrika.de
Sa., 5.11.2005, 9-22 Uhr, -Afrika-Institut der Uni Hamburg, Edmund-Siemers-Allee 1, Ostflügel, Hamburg
Zum 10. Jahrestag des Mordes an dem nigerianischen Schriftsteller und Bürgerrechtler Ken Saro-Wiwa und acht seiner Mitstreiter lädt die Initative Pro Afrika zu Gedenkveranstaltungen und zu einem Symposium ein. Vor zehn Jahren ließ Militärdikator Sani Abacha in Nigeria einer Gruppe von Bürgerrechtlern aus dem Volk der Ogoni den Prozess machen, weil sie es gewagt hatten, lautstark und effektiv gegen die Zerstörung ihrer Heimat durch die Ölindustrie zu protestieren. Die herausragende Figur des Widerstands und Hauptangeklagter war der Schriftsteller Ken Saro-Wiwa. Allen Protesten zum Trotz wurden Saro-Wiwa und acht seiner Mitstreiter wegen angeblichen Mordes an mehreren traditionellen Ogoni-Führern zum Tode verurteilt. In aller Welt wurde der Prozess als Justiz-Farce angeprangert. Doch Abacha ließ die neun Ogoni-Bürgerrechtler am 10. November 1995 aufhängen. Der Justizmord im Niger-Delta führte der ganzen Welt die Zustände vor Augen, unter denen internationale Konzerne, allen voran Shell, in Nigeria Öl förderten: Gewässer, Luft und Äcker waren - und sind - verseucht. Vom Reichtum, den das ''schwarze Gold'' bedeutet, war - und ist - nichts zu sehen. In Europa und Nordamerika formierten sich Protestbewegungen gegen Shell. Es war auch die Geburtsstunde der späteren Hamburger Gruppe der Initiative Pro Afrika - damals als ''Arbeitskreis Nigeria/Aktion Ogoni''. Organisationen wie die Gesellschaft für bedrohte Völker, die das Schicksal der Ogoni schon lange angeprangert hatten, fanden endlich Gehör.

Import Shop
http://www.importshop-berlin.de
9. bis 13. 11. 2005 Berlin, Messehallen Veranstaltung mit Infos für Aussteller und Besucher, auf der kunsthandwerkliche Produkte aus der ganzen Welt direkt an die Besucher verkauft werden können.

Politikkongress
http://www.politikkongress.de
9. und 30. November im Hotel Adlon und im Konzerthaus am Gendarmenmarkt, Berlin Rund 100 Top-Referenten diskutieren, was die politische Kommunikationsbranche in den nächsten Jahren bewegen wird.

Tanzania- Woche in Hamburg 16.- 23. November
http://ourworld.compuserve.com/homepages/Duenbostel_J/Tanzania-Woche.pdf
Die erste Tanzaniawoche könnte unter der Überschrift '' Tanzania- Hamburg , Vom Kolonialismus zur Kooperation?'' stehen. Auch eigene Ideen zur Tanzaniawoche sind willkommen, bei Interesse bitte melden unter c/o Kurt Hirschler, Heckscherstr. 34, 20253 Hamburg Tel.: 43281860, E-Mail: Kurt_Hirschler @ web.de

Jenseits der Wahl - Die nächsten Schritte sozialer Bewegung
http://www.versammlungsozialerbewegungen.de
Aktions- und Strategiekonferenz am 19./20.11.05 in Frankfurt am Main.
Infos: Friedens- und Zukunftswerkstatt e. V. (im Frankfurter Gewerkschaftshaus, Wilhelm-Leuschner-Str. 69 - 77, 60329 Frankfurt am Main, Tel.: 069 - 24249950, Fax: 069 - 242499.51, Frieden-und-Zukunft @ t-online.de

Norddeutsche Partnerschaft zur UN-Dekade
http://www.dekade.org
23./24.11.05, Lübeck
Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen - in Kürze will auch Mecklenburg-Vorpommern beitreten - haben ein Rahmenabkommen zur Unterstützung der UN-Dekade ''Bildung für nachhaltige Entwicklung'' abgeschlossen. Die Auftaktkonferenz in Lübeck soll ein erstes sichtbares Zeichen der Partnerschaft sein. Neben konkreten inhaltlichen Schwerpunkten wie Wasser, Energie, Landwirtschaft und Ernährung werden auch Best-Practice-Beispiele zum Thema ''nachhaltiger Konsum'' aus schulischen und außerschulischen Bildungsbereiche präsentiert.

Arbeitstagung: Corporate Accountability. Zwischenbilanz und Zukunftsperspektiven
http://www.globalpolicy.org
28.-29. 11. 2005, Berlin
Versuche, verbindliche Regeln für die gesellschaftliche Verantwortung Transnationaler Konzerne zu etablieren, haben Rückschläge erlitten. Regierungen und internationale Organisationen konzentrieren sich statt dessen eher darauf, den positiven Beitrag der Wirtschaft bei der Lösung globaler Probleme zu betonen, egal ob es um die Lösung gewalttätiger Konflikte oder die Verwirklichung der Millenniums-Entwicklungsziele geht. Angesichts dieser Entwicklungen wollen terre des hommes, das DGB-Bildungswerk, das Global Policy Forum Europe und WEED eine Zwischenbilanz der corporate accountability-Debatte ziehen.

Entwicklungspolitischen Tage in Mecklenburg-Vorpommern
http://www.eine-welt-mv.de/download/EPT_FlyerProgramm.pdf
Noch bis 30. 11.2005 finden erneut die landesweiten Entwicklungspolitischen Tage statt. Schirmherr: Wirtschaftsminister Dr. Otto Ebnet.

Frieden, Krieg und Kommunikation: Die Arbeit des Deutschen Entwicklungsdienstes in Bethlehem
http://www.pr-club-hamburg.de/index.php?id=0201
Do, 1. 12.2005, 19h, Galerie der Gegenwart der Hamburger Kunsthalle, Glockengießerwall Im Rahmen einer Vortragsreihe des PR Clubs Hamburg berichtet Matthias Wittrock, von 2003 bis 2005 Entwicklungshelfer des DED, über die Arbeit des DED in den palästinensischen Gebieten. Für Nicht-Mitglieder des PR Clubs kostet die Teilnahme an der Veranstaltung 25,- Euro. Anmeldung erforderlich.


8. Publikationen

Glossar zur EU Entwicklungs- zusammenarbeit verstehen
http://www.eu-plattform.at (Online-Version)
Auf nur 26 Seiten (DIN A 5 - Format) bietet das Glossar ''EU Entwicklungs- zusammenarbeit verstehen'' kurze und prägnante Einstiegsinformationen zu aktuellen und wichtigen entwicklungspolitischen Abkürzungen und Schlagworten, mit denen sich EU-Institutionen sowie NRO derzeit befassen. Zu weitergehenden Informationen sind Internet Links angegeben. Herausgeberin des Glossars ist die Österreichische EU-Plattform entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen, Laudongasse 40, A-1080 Wien, Tel. 0043/1/405 55 15-311, Fax: 0043/1/405 55 19, E-mail: eu-plattform @ oneworld.at.

Expansion ohne Grenzen? Der Handel mit Finanzdienstleistungen
http://www.weed-online.org
Die neue WEED-Broschüre stellt die Akteure, Geschäfte und wichtige aktuelle Trends der Finanzbranche anschaulich und umfassend vor. Ursachen und Folgen des expandierenden Handels mit Finanzdiensten werden erläutert und Alternativen abgeleitet. Was heißt es für Beschäftigte und Konsumenten in Industrie- wie Entwicklungsländern, wenn Finanzkonzerne in immer mehr Bereiche vordringen? Und wie sollten Finanzsysteme gestaltet sein, um ihre volkswirtschaftlich so wichtigen Aufgaben zu erfüllen? Autorinnen: Lydia Krüger & Suleika Reiners. Herausgeber: WEED, 70 Seiten, Schutzgebühr (zzgl. Versand): EUR 5,00 (Mitglieder EUR 4,00), Bonn/ Berlin 2005. Bestellung: per Email an weed @ weed-online.org auch mit dem nachfolgenden Bestellcoupon oder online unter: http://www.weed-online.org/publikationen/bestellung/index.html#s_expansion

Dick im Geschäft - Handelspolitik im Dienste des Agrobusiness
http://www.weed-online.org
Obwohl statistisch gesehen genug Nahrungsmittel vorhanden sind, um alle Menschen zu ernähren, leiden weltweit über 850 Millionen Menschen an Hunger und Unterernährung. Den Ausweg aus dieser Katastrophe suchen Politik und Medien zumeist in der Liberalisierung des Agrarhandels unter dem Dach der WTO. Das vorliegende WEED-Arbeitspapier von Pia Eberhardt stellt diese Freihandels-Euphorie in Frage und macht deutlich, wie sie dazu beiträgt die bestehenden Ungleichheiten zu verschärfen. Dazu wird eine Bilanz der weltweiten Politik der Agrarliberalisierung gezogen. Außerdem werden Aspekte beleuchtet, die in der öffentlichen Debatte um die agrarpolitische Rolle der WTO bislang vernachlässigt wurden: Die Bedeutung des Dienstleitungsabkommen GATS und des TRIPS-Abkommens zum Schutz geistiger Eigentumsrechte, die Rolle der Agrarkonzerne sowie das Zusammenspiel von regionalen, bilateralen und multilateralen Agrarhandelspolitiken. Es wird deutlich, dass agrarpolitische Auseinandersetzungen nicht allein entlang von Nord-Süd-Konfliktlinien verlaufen, sondern auch auf den widerstreitenden Interessen von BäuerInnen und Agrarkonzernen basieren. Darüber hinaus werden mögliche Alternativen zur herrschenden Politik vorgestellt. Bonn, Berlin, Oktober 2005, 46 Seiten, ISBN 3-937383-30-1, Schutzgebühr: EUR 5,00 (WEED-Mitglieder EUR 4,00) zzgl. Versandkosten. Zu bestellen per email an weed @ weed-online.org oder online unter: http://www.weed-online.org/publikationen/bestellung/index.html#s_dick_im_geschaeft

Doha-Runde: Stillstand vor dem Finale
http://www.hwwi.org/publikationen/hwwi-update/HWWI_Update_06.05.pdf
In der Doha-Runde der World Trade Organisation (WTO) ist in diesem Sommer der Sprung nach vorn nicht geglückt. Nach der gescheiterten WTO-Konferenz in Cancun waren im Juli vergangenen Jahres die Weichen für einen Neuanfang gestellt worden. Ein Jahr später ist von der geplanten ''ersten Annäherung'' an einen erfolgreichen Abschluss der neunten Welthandelsrunde - und ersten WTO-Runde - jedoch wenig zu erkennen. Jetzt soll der ehemalige EU-Außenhandelskommissar Pascal Lamy, der am ersten September das Amt des WTO-Generaldirektors angetreten hat, die Verhandlungen in die Zielgerade führen. Angesichts von 148 WTO-Mitgliedern unterschiedlichster Provenienz ist dies kein leichtes Unterfangen. (Quelle: HWWI)

Die Friedensmacher
http://www.ifa.de/zivik
Peace Counts wird durch ifa Projekt zivik mit Mitteln des Auswärtigen Amtes unterstützt. Nun liegt das Buch zum Projekt vor. Das Buch ''Die Friedensmacher'' präsentiert Reportagen aus Peace Counts. Sie erzählen faszinierende und beispielhafte Geschichten von Menschen in Krisengebieten, die sich mit Mut und starkem Willen für friedliche Lösungen einsetzen - und dabei Erfolg haben! Es ist ein umfassendes Werk entstanden, mit großformatigen, durchgehend farbigen Fotos. Zusätzlich liegt jedem Buch eine multimedia cd-rom mit Videos, Hörfunkreportagen, Bildmeditationen, Musik und Landkarten bei. Das Buch und die CD-ROM eignen sich auch für Jugendliche, den Schulbereich und die Bildungsarbeit. Die Reportagen werden von der zdf-Moderatorin Petra Gerster präsentiert. Alle Autoren und Fotografen verzichten auf Tantiemen: Diese Erlöse fließen komplett in Friedensprojekte in Kolumbien.

GPF Europe zum ''Human Development Report 2005''
http://www.globalpolicy.org/ http://www.fes.de/globalization
Im September 2005 veröffentlichte das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) seinen diesjährigen Bericht über die menschliche Entwicklung. Die Friedrich-Ebert-Stiftung und das Global Policy Forum Europe veröffentlichen mit dem beigefügten Briefing Paper eine Analyse der Kernaussagen und wichtigsten Schlussfolgerungen des Reports. Das Papier kann in deutsch und englisch auf den Websites von FES und GPF abgerufen werden.

FriEnt legt Jahresbericht 2004/2005 vor
http://www.frient.de
Der Jahresbericht 2004/2005 stellt die wichtigsten Aktivitäten der Gruppe Friedensentwicklung (FriEnt) von September 2004 bis August 2005 vor, wertet Erfahrungen aus und gibt einen Ausblick auf die Planung für das kommende Jahr.


9. Websites

Initiative Partnerschaft mit Afrika
http://www.partnerschaft-mit-afrika.de
Gemeinsam mit der ZEIT-Stiftung hat Bundespräsident Köhler unter Beteiligung der Bundesregierung die Initiative PARTNERSCHAFT MIT AFRIKA ins Leben gerufen. Eine Gruppe reformorientierter afrikanischer Staats- und Regierungschefs hat die Einladung angenommen, mit rund 35 unabhängigen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft aus Afrika und Deutschland über das Verhältnis zwischen den Ländern Afrikas und den Industriestaaten zu diskutieren.

DARE- Democracy and Human Rights Education in Europe
http://www.dare-network.org
DARE ist ein europäisches Bildungsnetzwerk für Demokratie und Menschenrechte. DARE ist vorrangig ein Netzwerk von NROs, kleinen und größeren Bildungsträgern, die Basisarbeit für Demokratie und Menschenrechte leisten. DARE gehören aber auch andere Bildungs- und Forschungseinrichtungen an sowie einige (wenige) Ämter und Behörden, die ihre Aufgabe in der Erziehung zu Menschenrechten und demokratischer Bürgerschaft sehen.

UNICEF-Nothilfe im Erdbebengebiet in Asien
http://news.unicef.de/re?l=o0xmoI1v0zzsIe
UNICEF bittet Sie dringend um Hilfe, um die überlebenden Kinder schnell versorgen zu können. Zwei Nächte haben die Kinder mit ihren Familien schon unter härtesten Bedingungen im Freien übernachtet. Sie leiden unter Kälte und Regenfällen, stehen unter Schock.


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