SID-Hamburg Rundbrief Dezember 2005

Ausgewählte Kurzmeldungen des Monats zur internationalen Entwicklungs- zusammenarbeit mit Schwerpunkt Norddeutschland, herausgegeben von SID Hamburg.


Inhalt
  1. Bewertung des Koalitionsvertrags von CDU, CSU und SPD
  2. Abschlussbericht zur globalen Migration 2005
  3. DSW: Mehr Investitionen in Prävention für Frauen notwendig
  4. Vorstellung des UNESCO-Weltbildungsberichts 2006 in London
  5. Nuscheler: ''Afrika wurde aufgegeben''
  6. Jahrestagung der DeGEval - Gesellschaft für Evaluation 2005 in Essen
  7. Transparency International Deutschland hat neuen Vorstand
  8. BMZ zieht ins ehemalige Kanzleramt in Bonn
  9. Fortbildung
  10. Publikationen
  11. Veranstaltungen
  12. Webseiten des Monats

1. Bewertung des Koalitionsvertrags von CDU, CSU und SPD

''Gemeinsam für Deutschland - Mit Mut und Menschlichkeit'' vom 11. November 2005

Deutschland wird seine Entwicklungspolitik weiter ausbauen, um seiner gewachsenen internationalen Rolle und Verantwortung im Sinne der Partnerschaft gerecht zu werden'', erklärte Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul in ihrer ersten Rede vor dem Deutschen Bundestag in der 16. Legislaturperiode. Als zentrale Aufgabe der kommenden Jahre nannte die Ministerin die Umsetzung des europäischen Aktionsplanes zur Entwicklungspolitik. In diesem Aktionsplan ist festgeschrieben, dass die Ausgaben für öffentliche Entwicklungs- zusammenarbeit bis zum Jahr 2010 auf mindestens 0,51% des Bruttonationaleinkommens steigen, um dann im Jahr 2015 das international vereinbarte Ziel von 0,7% zu erreichen.

''Der Koalitionsvertrag bietet eine gute Grundlage, die erfolgreiche Entwicklungspolitik der vergangenen Jahre fortzusetzen'', erklärte die erneut ernannt Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul. ''Von zentraler Bedeutung ist, dass wir uns darauf verpflichtet haben, den Stufenplan zur Erhöhung der Mittel für Entwicklungs- zusammenarbeit einzuhalten. Damit werden wir die im Frühjahr festgelegte Zusage erfüllen, um 2015 dann 0,7% zu erreichen.'' Die Ministerin betonte weiter, dass der eingeschlagene Weg der besseren Verzahnung und Kohärenz fortgesetzt werde. ''Entwicklungspolitische Belange werden weiterhin auch in Fragen der Landwirtschafts-, Wirtschafts-, Außen- und Sicherheitspolitik berücksichtigt werden. So haben wir uns darauf verpflichtet, die laufende WTO-Runde zu einem auch für die Entwicklungsländer guten Abschluss zu bringen. Beispielsweise ist festgeschrieben, die Agrarexportsubventionen abzubauen und Zölle für Produkte aus Entwicklungsländern zu senken.''

Die entwicklungspolitischen Aussagen im neuen Koalitionsvertrag sind nach der Bewertung durch VENRO weitgehend unspektakulär und enthalten einen wenig konkreten Katalog von Absichtserklärungen. Insgesamt steht der Koalitionsvertrag in relativ großer Kontinuität zur Entwicklungspolitik der 15. Legislaturperiode und ist damit auch eine gute Grundlage für die Zusammenarbeit zwischen dem Entwicklungsministerium und den entwicklungspolitischen NRO. Gleichwohl sind in dem Koalitionsvertrag einige Akzentverschiebungen erkennbar, z.B. Verbesserung des transatlantischen Verhältnisses oder eine aggressivere Marktöffnungsstrategie im Rahmen der EU, die erst im Zuge der politischen Umsetzung bewertet werden können. Ein Politikwechsel lässt sich aus diesen neuen Schwerpunkten allerdings noch nicht ablesen. VENRO äußerte sich im Einzelnen zu den Aussagen über MDGs als Referenzrahmen, 0,7 Prozent-Ziel / Innovative Finanzierungsinstrumente, Welthandelsfragen, Afrikapolitik, Verbindung von Sicherheits- und Entwicklungspolitik, Zivil-militärische Zusammenarbeit / Krisenprävention, Bilaterale EZ, Zusammenarbeit mit NRO.

BMZ: http://www.bmz.de/de/presse/aktuelleMeldungen/20051123_Ernennung/index.html
VENRO: http://www.venro.org/publikationen/archiv/Bewertung%20Koalitionsvertrag.pdf
Koalitionsvertrag: http://www.cducsu.de/upload/koalitionsvertrag/

2. Abschlussbericht zur globalen Migration 2005

Eine unabhängige Kommission, eingesetzt von der UN, hat den Bericht zur internationalen Migration vorgelegt (''Migration in an interconnected world: New directions for action''). Nur eine abgestimmte Außen-, Innen-, Handels- und Entwicklungspolitik ist eine geeignete Antwort auf die internationalen Migrationsströme. Das ist das Fazit, das Bundesentwicklungsministerin Wieczorek-Zeul aus dem Abschlussbericht zur globalen Migration 2005 zieht. Die Ministerin betonte die Bedeutung der wirtschaftlichen Perspektiven für die Menschen in den unterentwickelten Ländern: ''Wenn wir dazu beitragen, weltweit Armut zu bekämpfen, dann können viele Menschen sich in ihrer Heimat eine verlässliche Lebensgrundlage aufbauen und müssen nicht erzwungenermaßen in anderen Ländern nach Perspektiven suchen.'' Sie kündigte an, sich beim nächsten Kongress der Welthandelsorganisation (WTO) für den Abbau von Exportsubventionen für Agrarprodukte einzusetzen. ''Denn diese Exportsubventionen verhindern, dass viele Menschen in Entwicklungsländern eigene Einkommen erwirtschaften'', sagte Wieczorek-Zeul. Finanztransfers der Migranten tragen zur Entwicklung bei Nach Schätzungen internationaler Finanzinstitutionen geben Migranten weltweit eine Summe von 150 bis 200 Milliarden Dollar an ihre Familien weiter, wobei es eine hohe Dunkelziffer gibt. Diese Transfers tragen erheblich zur Unterstützung der Bevölkerung in den Entwicklungsländern bei. Die Ministerin unterstützt den Vorschlag der spanischen Regierung, diese Finanztransfers zu erleichtern. Den Bericht der Globalen Kommission zu Fragen der Internationalen Migration finden Sie unter http://www.gcim.org/en/


3. DSW: Mehr Investitionen in Prävention für Frauen und die Entwicklung neuer Technologien wie Mikrobizide notwendig

Auch im Jahr 2005 hat sich Aids weiter ausgebreitet. Weltweit gibt es heute 40,3 Millionen HIV-Infizierte. Fast die Hälfte von ihnen sind Frauen, während sich ihr Anteil im Jahr 1995 noch auf nur 12 Prozent belief. Vor allem in Afrika südlich der Sahara ist die Feminisierung von Aids weit fortgeschritten: ''Zwei Drittel aller HIV-Infizierten leben in dieser Region und 57 Prozent von ihnen sind Frauen'', so Renate Bähr, stellvertretende Geschäftsführerin der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW). Junge Frauen in Afrika haben ein doppelt hohes Infektionsrisiko. ''Besonders gefährdet sind junge Frauen und Mädchen zwischen 15 und 24 Jahren. In Afrika südlich der Sahara kommen auf einen HIV-positiven jungen Mann durchschnittlich 2,7 HIV-infizierte Frauen derselben Altersgruppe'', hebt Bähr hervor. So sind in Swasiland, dem Land mit der weltweit höchsten HIV/Aids-Rate 45,9 Prozent der Frauen und Mädchen im Alter von 15 bis 24 Jahren HIV-positiv und ''nur'' 17,7 Prozent der jungen Männer. Auch in vielen anderen Ländern südlich der Sahara sind weit mehr junge Frauen als Männer mit der Immunschwächekrankheit infiziert, wie z. B. in Kenia (6,0 zu 1,3 Prozent), Mosambik (13,8 zu 5,7 Prozent), Tansania (9,1 zu 4,0 Prozent), Sambia (11,2 zu 3,0 Prozent), Simbabwe (24,1 zu 9,1 Prozent) oder Südafrika (27,4 zu 11,4 Prozent).
http://www.weltbevoelkerung.de


4. Vorstellung des UNESCO-Weltbildungsberichts 2006 in London

Anlässlich der Vorstellung des UNESCO Weltberichts 2006 ''Bildung für Alle'', erklärte Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul: ''Ohne Bildung gibt es keine Entwicklung. Nur wer lesen, schreiben und rechnen kann, kann am wirtschaftlichen und politischen Prozess teilhaben.'' Damit sei Bildung ein wichtiger Beitrag zur Bekämpfung der weltweiten Armut. Die Ministerin unterstrich auch den Bezug von Bildung und Gesundheit: ''Der Kampf gegen HIV/AIDS und die Vermeidung von ungewollten Schwangerschaften hängt auch ganz entscheidend von Bildung ab. Je mehr Schulbildung Frauen genossen haben, desto besser können sie über die Zahl ihrer Kinder selbst entscheiden.'' Der jährlich erscheinende Weltbericht ''Bildung für alle'' wird im Auftrag der UNESCO von einem unabhängigen internationalen Expertenteam angefertigt, das unter anderem vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unterstützt wird. Im Mittelpunkt des diesjährigen Berichts steht das Thema Alphabetisierung. Ungefähr 771 Millionen Erwachsene sind Analphabeten, etwa 18 Prozent der erwachsenen Bevölkerung weltweit. Noch immer gehen weltweit ungefähr 100 Millionen Kinder im Grundschulalter nicht zur Schule. Bildungshindernisse liegen insbesondere in der HIV/AIDS-Pandemie, in Kriegen und Naturkatastrophen. In sehr vielen Ländern sind aber auch Schulgebühren das Haupthindernis für den Schulbesuch. http://www.unesco.de/pdf/ua49-05.pdf


5. Nuscheler: ''Afrika wurde aufgegeben''

Der deutsche Entwicklungspolitik-Experte Franz Nuscheler spricht sich im OÖN-Interview für einen Schuldenerlass für die ärmsten Staaten aus: ''Man darf ihnen das Geld aber nicht einfach so geben - sondern nur zweckgebunden.'' OÖ-Nachrichten, 10.11.2005, Interview von Clemens Schuhmann. http://www.nachrichten.at/wirtschaft/399520?PHPSESSID=161a0feb8e179a747b794aa93bb974d5


6. Jahrestagung der DeGEval - Gesellschaft für Evaluation 2005 in Essen

Die diesjährige Jahrestagung der DeGEval mit mehr als 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern hat den hohen Bedarf an Fragen der Konsequenzen von Evaluationen und ihrer Funktion als Instrument der Wirkungsforschung bestätigt. Der Anspruch der DeGEval, im Rahmen der Jahrestagung die unterschiedlichen Perspektiven von Auftraggebern und Evaluatorinnen und Evaluatoren sowie von wissenschaftlichem Zugang und Anwendung unter einer übergreifenden Themenstellung zusammenzuführen, bestätigte sich auch im Rahmen der diesjährigen Tagung als ein adäquates Modell. Die DeGEval hat im Rahmen ihrer Mitgliederversammlung 2005 einen neuen Vorstand unter Vorsitz von Univ.-Prof. Dr. Dr. Christiane Spiel gewählt. Ab 2006 wird die Geschäftsstelle in der Universität Mainz sein: Tel. 06131 39-26869, Fax. 06131 39-26868, info @ degeval.de, http://www.degeval.de


7. Transparency International Deutschland hat neuen Vorstand

Huguette Labelle, eine bekannte Persönlichkeit aus Kanada mit einem beruflichen Hintergrund im Entwicklungshilfe-Bereich, wurde von der Mitgliederversammlung der internationalen TI-Bewegung als neue Vorstandsvorsitzende von Transparency International gewählt. Sie ersetzt Peter Eigen, den Gründer von Transparency International, der in den letzten 12 Jahren Vorsitzender der internationalen Organisation war. Akere T. Muna wurde als Vize- Vorstandsvorsitzender gewählt. Der Jurist ist Gründer und Vorsitzender von Transparency International Kamerun. Peter Eigen wird zukünftig den Beirat von Transparency International leiten. http://www.transparency.de


8. BMZ zieht ins ehemalige Kanzleramt in Bonn

Der Bonner Dienstsitz des Bundesentwicklungsministeriums zieht in den nächsten Tagen von der Friedrich-Ebert-Allee in das frühere Kanzleramt. Durch den Umzug wird das Bundesentwicklungsministerium jährliche Mietkosten von rund 3,6 Mio. Euro einsparen. Die ganze Liegenschaft steht unter Denkmalschutz und ist in den Park des Palais Schaumburg eingebettet. Das ehemalige Bundeskanzleramt ist vor dem Einzug umfangreich saniert worden. Die offizielle Schlüsselübergabe an die Ministerin findet am 6. Dezember 2005 statt. Die neue Anschrift ist BMZ, Adenauerallee 139 - 141, 53113 Bonn, Telefon (Zentrale): 0228 535-0, Fax: 0228 535-3500. http://www.bmz.de/de/service/kontakt/bonn/


9. Fortbildung

Alles muss raus! Freier Markt - und wo bleiben die Menschenrechte?
http://www.kobra.wdss.de/rundertisch2005/index.html
Fr-So, 2.-4.12.05, Gelnhausen, Tagung Runder Tisch Brasilien
Die 50jährige Wiederkehr der Verabschiedung der Menschenrechts-Charta der Vereinten Nationen hat in Brasilien die Diskussion über ein zeitgemäßes Verständnis der Menschenrechte belebt. Auf der Tagung möchte Kooperation Brasilien - KoBra e.V. wir mit fachkundigen und engagierten Akteuren die Menschenrechtssituation in Brasilien diskutieren.

Zukunftsfähige Energieversorgung. Experten-Forum in Hannover
http://www.agenda-transfer.de
Di, 6. 12. 2005, Hannover
Infos: Agenda-Transfer Agentur für Nachhaltigkeit GmbH, Bundesweite Servicestelle Lokale Agenda 21, Budapester Str. 11, 53111 Bonn, Anke Werner, Tel.: 0228/6046114, werner @ agenda-transfer.de

Fundamentalismus. Veranstaltung in Hamburg
http://www.die-neue-gesellschaft.de/veranstalt/veranstalt.php
Mi, 07.12.05: Hamburg, Rothenbaumchaussee 19
Christoph Türcke bricht radikal mit Klischees. Er zeigt, dass der Fundamentalismus seine Wiege im christlichen Westen hat, wie die Macht des Westens wirksam ist, wo immer die großen monotheistischen Religionen ihre eigenen Fundamentalismen hervorbringen, wie sie sich gegen den Strudel des Nihilismus wehren, in den sie hineingerissen werden - und wie dieser Nihilismus seinerseits fundamentalistische Züge anzunehmen beginnt. Infos: Die Neue Gesellschaft eV, Rothenbaumchaussee 19, 20148 Hamburg, Tel.: 040/447525, Fax 040/453594, web:

Afrika in der deutschen Presse - ein schwarzer Fleck?
http://www.haus-am-schueberg.org
Fr-So, 9.-11.12.05: Ammersbeck/ Hamburg
Wochenendseminar zur Qualität, Entstehung und den Verwertungsbedingungen der Berichterstattung über afrikanische Themen in deutschen Medien. Infos: Haus am Schüberg, Wulfsdorfer Weg 33, 22949 Ammersbek, Tel.: 040/6050020, fritzgleiss @ yahoo.com

Millennium Development Goals und Global Marshall Plan. Internationale Konferenz in Lüneburg
http://www.wegoglobal.de
Sa, 10.12.05: Lüneburg
Infos.: AIESEC Lokalkomitee Lueneburg Scharnhorststr.1, Sven Ernstson, e-mail: s.ernstson @ wegoglobal.de, Tel.: 0163/8674074 und 04131/6772025, wegoglobal @ aiesec.de

Fragile Staatlichkeit, Internationales Seminar in Loccum
http://www.loccum.de
Fr-So, 16.-18.12.05, Ev. Akademie Loccum
In vielen Regionen der Erde haben wir es heute mit Staaten zu tun, die unter schweren internen Fehlfunktionen leiden. Welche Probleme erwachsen daraus? Welchen Sinn und Nutzen hat es, die Länder mit fragiler Staatlichkeit als eigene Gruppe der Entwicklungsländer zu sehen und zu behandeln? Können Stabilität und Frieden von außen gefördert werden?

Afrika-Lehre am OSI, FU Berlin
http://www.osi-club.de -> Afrika-Lehre
Der Ehemaligenverein OSI-Club versucht, das Thema Afrika wieder in der Lehre am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin zu etablieren. Dazu finden regelmäßig öffentliche Vorlesungen statt.

Sonderstipendien des DAAD für die Tsunami-Region
http://www.internationale-kooperation.de/index.php?fm=4775
Mit Sondermitteln des Auswärtigen Amtes fördert der Deutsche Akademische Austausch Dienst (DAAD) die Ausbildung von Spezialisten auf dem Gebiet der Krisen- und Konfliktvorbeugung aus Indien, Indonesien, Thailand und Sri Lanka.


10. Publikationen

Das Ende des Kapitalismus, wie wir ihn kennen, von Elmar Altvater
http://empreende.1afm.com/altvater.html
Eine radikale Kapitalismuskritik,
Elmar Altvater analysiert in seinem neuen Buch, wie und warum der Kapitalismus, so wie wir ihn kennen, an sein Ende gelangt. Gleichzeitig zeigt er Alternativen auf, die im Innern der Gesellschaft heranwachsen. Stichworte sind die solidarische Ökonomie und die ökologisch nachhaltige Gesellschaft. ISBN 3-89691-627-0

Abwanderung von Medizinern - Ursachen und Folgen
http://www.der-ueberblick.de
Gut ausgebildete Krankenschwestern und Ärzte sind in Entwicklungsländern rar. Aber die wenigen qualifizierten werden oft noch von Industrieländern abgeworben, die bei der Ausbildung ihrer eigenen Mediziner sparen. Nichtregierungsorganisationen der Industrieländer schicken dann wieder Ärzte in die Dritte Welt, um die Abgewanderten zu ersetzen. Diese und andere interessante Themen - etwa, warum Christen in Nahost Despoten lieben - finden Sie in der neuen Ausgabe von ''der überblick'' (Euro 5,50 + Versandkosten), herausgegeben i.A. vom Evangelischen Entwicklungsdienst und von Brot für die Welt).

bpb Dossier: Migration und Integration: Europa und die Welt
http://www.bpb.de/migration
Migration überschreitet per Definition alle Grenzen dieser Welt. Das gleiche gilt für die neuen Kapitel unseres Online-Dossiers; sie widmen sich den zentralen Problemen, Trends, Akteuren und Politikfeldern der Migration in Europa und der Welt.

Lateinamerikanisches Spiegelfechten? von Günther Maihold / Claudia Zilla
http://www.swp-berlin.org/common/get_document.php?id=1482
Die Vertagung des kontinentalen Freihandelsabkommens als Herausforderung für Europa SWP-Aktuell 2005/51, November 2005, 8 Seiten

bpb Schriftenreihe: Die Geschichte Afrikas
http://www.bpb.de/publikationen/H6I57C
Vom Islam im Norden zu den christlichen und traditionellen Religionen im Süden, von den Nomaden in der Steppe zum pulsierenden Leben der Großstädte: Lutz von Dijk beschreibt ein Afrika, das bunt und vielfältig ist, uralt und gleichzeitig modern.

Die Afrikapolitik der Volksrepublik China, von Denis M. Tull
http://www.swp-berlin.org/common/get_document.php?id=1355
SWP-Studie 2005/S 20, August 2005, 28 Seiten

Demokratieförderung und ihre Evaluierung
http://www.uni-saarland.de/fak5/stockmann/akepol/
Arbeitspapier Nr. 3 des AK der DeGEVal mit Grundsätzen zur Evaluierung von Demokratieförderung

Dokumentation: Eschborner Fachtage 2005
http://www.gtz.de/de/top-themen/5548.htm
Bei den Eschborner Fachtagen 2005 der GTZ wurde zwei Tage lang in Plenarrunden und in Workshops mit Entwicklungsfachleuten intensiv über das Jahresthema und alle Aspekte der Stadtentwicklung diskutiert. Die Ergebnisse wurden als Broschüre unter dem Titel ''Brennpunkt - Faszination - Chance. Die Stadt von Morgen'' veröffentlicht. Die Themen der Workshops lauteten: Einfluss durch Vernetzung, Kultur als Motor der Stadtentwicklung, Zwischen Wirtschaftswachstum und Finanzkrise, Sicherheit und Rechte für alle Bürger, Wie bleiben Städte regierbar?, Stadt und Land, EcoCities, Bürgernahe Stadt. Diese und weitere Broschüren wie ''Leistungsangebot Stadtentwicklung'' und ''Armutsbekämpfung in Städten'' können in der GTZ-Abteilung Staat und Demokratie kostenlos per E-mail (i-punkt @ gtz.de) bestellt werden.

Indien in der deutschen Außenpolitik, von Christian Wagner
http://www.swp-berlin.org/common/get_document.php?id=1347
SWP-Studie 2005/S 17, August 2005, 21 Seiten

Innovative Entwicklungsfinanzierung der KfW
http://newsletter.kfw.de/inxmail2/url?vld40c0hjzu00b5uj3a25
Wie kann die Finanzierung der dringend benötigten Ressourcenflüsse an weniger entwickelte Länder sichergestellt werden? Welche Möglichkeiten gibt es, den Privatsektor stärker in die Entwicklungsfinanzierung einzubinden? Auf einem von der KfW Entwicklungsbank und internationalen Partnern ausgerichteten Sideevent zur Weltbank-Jahrestagung im September in Washington wurden diese Fragen diskutiert.

Letzte Chance in Hongkong? von Heribert Dieter
http://www.swp-berlin.org/common/get_document.php?id=1488
Überwindbare Hindernisse auf dem Weg zum Abschluß der Doha-Runde
SWP-Aktuell 2005/52, November 2005, 8 Seiten

Germanwatch-Zeitung Nr. 4/2005
http://www.germanwatch.org/zeitung
Germanwatch widmet sich hier den Themen Weltagrarhandel, WTO und Milchmarkt.

Newsletter für Internationales und Interkulturelles des Landesinstituts für Lehrerbildung HH
http://www.li-hamburg.de/interkulturelle-erziehung
Der monatliche Newsletter mit den neuesten Informationen zu Veranstaltungen und Materialien kann bezogen werden per Mail von Regine.Hartung @ li-hamburg.de oder beim Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung, - Interkulturelle Erziehung -, Felix-Dahn-Str.3, D-20357 Hamburg, Tel.: 040-42801-2129, Fax: 040-42801-2799, Sprechzeit: dienstags 14-15 Uhr und n.V.

Rundbrief des Zukunftsrats Hamburg
http://www.zukunftsrat.de
Der Zukunftsrat Hamburg gibt einen monatlichen Rundbrief heraus, der zu Themen, Terminen, Literatur etc. zu Nachhaltigkeitsfragen informiert. Der Rundbrief kann angefordert / abonniert werden unter Tel. 040-391 097 31, info @ zukunftsrat.de


11. Veranstaltungen

Befreit und selbstbewusst: Brasiliens 'Modernismo' im frühen 20. Jahrhundert
http://www.voelkerkundemuseum.com/web/brasiliensmoderne.htm
noch bis 26. Februar 2006, Museum für Völkerkunde Hamburg
Die Ausstellung zeigt über achtzig der wichtigsten Kunstwerke der Epoche des brasilianischen Modernismus. Viele dieser Werke sind erstmals außerhalb Brasiliens zu sehen, eine kleine Sensation. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht Mario de Andrade, begnadeter und berühmter Musiklehrer, Schriftsteller und Volkskundler in Sao Paulo. Mit seinen Originalmöbeln, Volkskunstobjekten und Fotos wird ein Teil seines Arbeitszimmers rekonstruiert

Internationale Konferenz: Globalisierung von Finanzdienstleistungen
http://www.financeconference.org/anmeldung
Fr-So, 02.-04.12.2005, Gustav-Stresemann-Institut in Bonn
Im Vorfeld der WTO-Ministerkonferenz organisiert Weed eine internationale Konferenz, die sich mit der globalen Expansion von Banken, Versicherungen und Investmentfonds auseinandersetzt. Die Teilnahmegebühr beträgt 40 Euro (mit Übernachtung) bzw. 10 Euro (ohne Übernachtung). Anmeldung bei Bodo Ellmers, bodo.ellmers @ weed-online.org, Fax: 030/275 96 928

Engagement Weltweit - Forum zur personellen Entwicklungs- zusammenarbeit
http://www.engagement-weltweit.de
Sa, 03.12.05, 10 bis 16 Uhr Bonn, Beethovenhalle
Der Arbeitskreis ''Lernen und Helfen in Übersee (AK LHÜ) veranstaltet unter dem Titel ''Engagement Weltweit'' in Bonn ein Forum zur perso­nellen Entwicklungs- zusammenarbeit. Auf einer Fachmesse stellen sich deutsche und internationale Ent­sendeorganisationen vor. In Fachvorträgen werden Berufs- und Zukunftsperspektiven thematisiert. Fachkräfte berichten über ihren Weg zur Auslandstätigkeit im Rahmen der Entwicklungs- zusammenarbeit.

Fachmesse ''Engagement Weltweit'' für Nachwuchstalente in der Entwicklungs- zusammenarbeit
http://www.engagement-weltweit.de
Sa, 03.12.05, Beethovenhalle Bonn
Um Berufsperspektiven im Tätigkeitsfeld der Entwicklungs- zusammenarbeit geht es bei der Veranstaltung ''Engagement Weltweit - Forum zur personellen Entwicklungs- zusammenarbeit''. In der Beethovenhalle Bonn informieren die wichtigsten deutschen Trägerorganisationen und einige ausländische Entsender über ihre entwicklungspolitischen Auslandstätigkeiten. Fachvorträge thematisieren die Perspektiven der personellen Entwicklungs- zusammenarbeit.

Diplomatisches Quartett: ''Failing States - Pflicht zur Einmischung''
http://www.fnst.org/webcom/show_all_seminare.php/_c-1273/_nr-214/i.html
Do, 08.12.05, 19h30, Bucerius Kunst Forum am Hamburger Rathausmarkt
Die Gesprächsrunde ''Diplomatische Quartett' der Friedrich-Naumann-Stiftung besteht aus: Duane C. Butcher, Generalkonsul der USA in Hamburg, Timothy Collard, Generalkonsul von Großbritannien in Hamburg, Claude Crouail, Generalkonsul von Frankreich in Hamburg, Frank Werner, Experte für internationale Politik. Anmeldung erforderlich.

Tag der Offenen Tür bei REFUGIO
http://www.refugio-bremen.de
Fr, 9.12.05, 11-17 Uhr, REFUGIO Parkstrasse 2-4, Bremen
Informationen über die Arbeit von REFUGIO Bremen und Erinnerung an den Internationalen Tag der Menschenrechte. Neben einem musikalischen Begleitprogramm erwartet Sie eine Tombola. Hauptgewinn ist ein Fußball mit den Unterschriften der Spieler von Werder Bremen.

Kongress: We go global - but fair? in Lüneburg
http://www.wegoglobal.de
Sa, 10.12.05, Universität Lüneburg
Organisationen, Initiativen und Unternehmen informieren über Strategien nachhaltiger Entwicklung. Weitere Informationen: Tel. 0431-604674, valentina.seidel @ wegoglobal.de

Konferenz ''East Asian Monetary and Financial Integration''
http://www.hwwa.de/Forschung/Handel_&_Entwicklung/Veranstaltungen/Asia_Conference_2005.htm
Do-Fr, 15.-16.12.05, HWWA Hamburg
This two-day conference brings together experts in the field of monetary and financial integration in order to discuss current developments in East Asian financial markets and the prospects of regional financial and exchange rate co-operation. Sessions will be held on ''Exchange Rate Policies in East Asia'', ''Developing Bond Markets in East Asia'', and the ''Political Economy of Regional Integration''. Researchers and policy-makers interested in attending the conference are encouraged to contact the organisers for further information. Information: Heike Kern, heike.kern @ hwwa.de, Tel. 040 42834-337

8. Deutsches Weltbankforum Nah- und Mittelost in Hamburg
1.-2. Juni 2006, Handelskammer Hamburg
Die Fachtagung behandelt Fragen der wirtschaftlichen Entwicklung und Zusammenarbeit auf den Gebieten der Rechtspolitik, des Handels, der Gesundheit, der Bildung und Arbeit, der Wasserversorgung, der Infrastruktur sowie der Stellung von Unternehmerinnen. Anmeldung erforderlich: Handelskammer Hamburg, Alexander Neunzig, alexander.neunzig @ hk24.de, tel. 040 36138285.


12. Webseiten des Monats

Fans for Football
http://www.fansforfootball.org
Diese FES-Initiative für Fußballfans will helfen, das Fußball-Weltmeisterschaftsmotto ''Die Welt zu Gast bei Freunden'' mit praktischem Leben zu füllen. Regionale Hearings mit Fans, eine internationale Fachkonferenz mit VertreterInnen unterschiedlicher (Fan)Kulturen und vieles andere mehr werden hier von und für Fan(club)s und alle Fufball-Begeisterte entwickelt.

Rettet den Regenwald e.V.
http://www.regenwald.org
Rettet den Regenwald informiert die Öffentlichkeit über die deutsche Beteiligung an der Regenwaldzerstörung, zeigt die Ursachen auf, nennt die Täter beim Namen und versucht direkt in Deutschland Einfluss auf so genannte Entwicklungspolitik und die Geschäfte von Banken und Konzernen zu nehmen. Die Website richtet sich auch an Verbraucher/innen in Deutschland, die mit bewusstem Kaufverhalten, Protestaktionen und privatem Engagement zum Regenwaldschutz beitragen können.

Fair Trade bei fluter.de
http://www.fluter.de
Ethisch einwandfreies Einkaufen - das geht. Wie, erklärt Jugendlichen der neue fluter zum Thema ''Fair Trade''. Die relevanten Begriffe, Spielregeln und Hintergründe über fair gehandelte Fußbälle, Blumen und Schokolade auf fluter.de.

Berufsziel Ausland
http://www.diplo.de/jobs-io
Deutschland ist in vielen internationalen Organisationen personell nicht so stark vertreten wie es wünschenswert wäre. Das Interesse von Arbeitssuchenden an einer Tätigkeit im internationalen Bereich ist immer noch nicht ausreichend ausgeprägt. Zu wenig ist über Aufgaben und Arbeitsweise bekannt, der Zugang erscheint schwierig und wenig transparent. Das Auswärtige Amt gibt auf der Website Einblick in das Arbeitsgebiet ''Internationale Organisationen'' und erläutert die notwendigen Schritte für eine aussichtsreiche Bewerbung.

Open School 21
http://www.openschool21.de
Die Open School 21 in Hamburg bietet für Schulklassen ein vielseitiges Programm zum Globalen Lernen. Themen sind Migration, fairer Handel, Globalisierung, Kinder-arbeit, Ökologie und Kulturen anderer Länder. Kontakt: Lisa Brockmeyer, Tel.: 040 / 39 80 76 - 90, info @ openschool21.de

BUKO - Bundeskoordination Internationalismus
http://www.buko.info
Nach wie vor ist die Finanzsituation der BUKO nach der Mittelstreichung durch den ABP prekär. Mit einer erneuten Spendenkampagne will die Geschäftsstelle versuchen, Gelder zu ihrem Erhalt und zur Weiterarbeit zu bekommen. Informationen, wie am besten geholfen werden kann, gibt es bei den Mitarabeitern der Geschäftsstelle, Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg, Tel. 040/393 156, Fax 040/280 55 122, mail @ buko.info, und im Internet: www.buko.info allgemein, zur Stellenfinanzierung http://www.buko.info/buko/stelle.html, der BUKO-Newsletter kann bestellt werden über die Mailingliste: http://listi.jpberlin.de/mailman/listinfo/buko-news


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