SID-Hamburg Rundbrief Juni 2006

SID Hamburg

SID-Hamburg Rundbrief Juni 2006

Ausgewählte Kurzmeldungen des Monats zur internationalen
Entwicklungszusammenarbeit, herausgegeben von SID Hamburg.


Inhalt

  1. BMZ: Mehr Geld für Entwicklungshilfe
  2. Wieczorek-Zeul betätigt Ankerländerkonzept
  3. Oxfam fordert Politiker auf, die WTO-Entwicklungsrunde zu retten
  4. eed: Entwicklungsengagement im Kongo wichtiger als kurze Militäreinsätze
  5. Oxfam-Bericht kritisiert mangelnde Arbeitsrechte in der Sportbekleidungs-Industrie
  6. Wieczorek-Zeul: Ohne menschenwürdige Beschäftigung keine Armutsbekämpfung
  7. Preis des Auswärtigen Amtes für PIASTA
  8. Fortbildung
  9. Publikationen
  10. Veranstaltungen
  11. Webseiten des Monats

 

1. BMZ: Mehr Geld für Entwicklungshilfe

Nach Ansicht des BMZ hat Deutschland im vergangenen Jahr einen deutlichen Schritt vorwärts gemacht. Das weisen die neuesten Zahlen der OECD aus. Danach ist die sogenannte ODA-Quote (ODA - Official Development Assistance)- das ist der Anteil am Bruttonationaleinkommen, der in Deutschland für öffentliche Entwicklungsleistungen aufgewendet wird - im vergangenen Jahr von 0,28 Prozent auf 0,35 Prozent gestiegen.

Deutschland hat damit seine Zusage, bis zum Jahr 2006 eine ODA-Quote von 0,33 Prozent zu erreichen, bereits jetzt erfüllt. Zu diesem Erfolg beigetragen haben steigende Haushaltsmittel ebenso wie die weitere Entschuldung der ärmsten hochverschuldeten Entwicklungsländer sowie Nigerias und des Irak. So können Mittel, die sonst für Tilgung und Zinsen aufgewendet werden müssten, zur Armutsbekämpfung genutzt werden. "Dieser Anstieg belegt, dass wir unsere internationalen Verpflichtungen im Kampf gegen Armut, Hunger und Kindersterblichkeit sehr ernst nehmen und erfüllen. Deutschland hatte sich verpflichtet, die Quote bis 2006 auf mindestens 0,33 % zu erhöhen. Dieses Ziel haben wir 2005 bereits erreicht", so Ministerin Wieczorek-Zeul.

Doch dieses Ergebnis ist nur ein Zwischenschritt. Ein im vergangenen Jahr beschlossener Stufenplan der EU sieht vor, bis zum Jahr 2010 die ODA-Leistungen auf 0,51 und bis zum Jahr 2015 auf 0,7 Prozent anzuheben - und Letzteres ist zugleich die Zielmarke der Vereinten Nationen. "Diese Ziele", so Bundesentwicklungsministerin Wieczorek-Zeul, "werden wir erreichen." Einmal durch weitere Steigerung der Haushaltsmittel und durch weitere Entschuldungen. Zum anderen durch neue Finanzierungsinstrumente.

Mit einer ODA-Leistung von insgesamt 9,915 Milliarden US-Dollar war Deutschland im Jahr 2005 der fünftgrößte bilaterale Geber. Mit 0,35 Prozent ODA-Quote nimmt Deutschland unter den insgesamt 22 OECD-Ländern einen Mittelplatz ein. Die ODA-Leistungen sämtlicher OECD-Länder betrugen im vergangenen Jahr rund 106 Milliarden US-Dollar - "ein neuer Rekordwert, der beweist, dass die internationale Gemeinschaft den Kampf gegen die Armut angenommen hat", so Ministerin Wieczorek-Zeul. Der Haushalt 2006 für das BMZ sieht eine Steigerung um weitere 300 Millionen Euro vor. (Quelle: BMZ)

http://www.bmz.de/de/presse/
http://www.bmz.de/de/presse/pm/presse_20060404.html
http://www.bmz.de/de/zahlen/imDetail/index.html
http://www.bmz.de/de/presse/pm/presse_200603291.html


 

2. Wieczorek-Zeul betätigt Ankerländerkonzept

Bei der Vorstellung der deutschen Fassung des Berichtes „Zur Lage der Welt 2006: China, Indien und unsere gemeinsame Zukunft“ durch das Worldwatch Institute, Germanwatch und die Heinrich-Böll Stiftung in Berlin sagte Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul: „Mit der gewachsenen Rolle Chinas und Indiens verbinden sich für die Welt Chancen, aber auch Bedrohungen. Wir wollen die Chancen mehren helfen. Damit sich diese Chancen auf eine ökologisch und sozial verträgliche Entwicklung realisieren können, leisten wir als Bundesregierung einen Beitrag zur Anwendung von erneuerbaren Energien und einer nachhaltigen Nutzung der vorhandenen Ressourcen in China und Indien.“ Wieczorek-Zeul unterstrich, dass ein nachhaltiger Entwicklungspfad in diesen beiden Ländern zwingend sei, damit die Welt in Zukunft nicht zunehmender ökologischer und politischer Instabilität ausgesetzt sei. Die Ministerin sagte weiter: „Der Bericht macht deutlich, dass wir in der internationalen Staatengemeinschaft gemeinsame Lösungen für globale Herausforderungen wie den Klimawandel, den wachsenden Energiebedarf und Bekämpfung der Armut finden müssen. Dazu gehört es auch, mit China und Indien zusammenzuarbeiten, denn sie haben eine Schlüsselrolle für die Lösung globaler Probleme.“ Die Zusammenarbeit mit den so genannten Ankerländern China und Indien ist Teil der globalen Struktur-, Ressourcen- und Klimapolitik der Bundesregierung.

Ankerländerkonzept des Bundesentwicklungsministeriums:
http://www.bmz.de/de/service/infothek/fach/spezial/spezial116


 

3. Oxfam fordert Politiker auf, die WTO-Entwicklungsrunde zu retten

Superhelden können auf Hochhäuser klettern und ganze Städte retten, aber können Spitzenpolitiker auch das Ruder bei der derzeitigen Welthandelsrunde der WTO herumreißen und sie wirklich zu einer Entwicklungsrunde machen? Fordern Sie Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, genau dies zu tun und sich dafür stark zu machen, dass bei der Welthandelsorganisation in Genf Vorschläge auf den Tisch kommen, die Entwicklung fördern und zur Armutsminderung beitragen. Noch ist es nicht zu spät, das Versprechen einer "Entwicklungsrunde" einzulösen. Werden die Spitzenpolitiker fair oder foul spielen, werden sie Helden sein oder versagen? Probieren Sie es aus: http://www.maketradefair.com/hero


 

4. eed: Entwicklungsengagement im Kongo wichtiger als kurze Militäreinsätze

Der Evangelische Entwicklungsdienst plädiert für eine dauerhafte Zusammenarbeit mit dem Kongo und ruft die Politik auf, sich an langfristigen entwicklungspolitischen Zielen zu orientieren. „Es ist nicht zu erwarten, dass eine kurzfristige Militärpräsenz der Europäer über die Wahlen hinaus zu einer langfristigen Befriedung des Landes führt“, sagt Konrad von Bonin, Vorstandsvorsitzender des EED. „Die gesellschaftlichen Konflikte und die Entwicklungsprobleme im Kongo lassen sich nur mit langem Atem, erheblichem Einsatz der Menschen vor Ort und dem staatlichen und zivilgesellschaftlichen Engagement des Nordens überwinden“. Anders als andere Hilfswerke fordert der EED die Entsendung deutscher Truppen nicht.
http://www.eed.de/de/de.eed/de.eed.press/de.eed.press.newest/de.presse.141/


 

5. Oxfam-Bericht kritisiert mangelnde Arbeitsrechte in der Sportbekleidungs-Industrie

Viele Arbeiterinnen und Arbeiter in der Sportbekleidungs-Industrie müssen mit Einschüchterungen, Gewalt und Entlassung rechnen, wenn sie versuchen, gewerkschaftlich tätig zu werden. Darauf weist Oxfam International in einem neuen Bericht hin, der heute in Jakarta vorgestellt wurde. Oxfam hatte über ein Jahr lang zwölf große Markenfirmen untersucht. Laut Oxfam unternimmt keine dieser Firmen genug, um in ihren Lieferketten die grundlegenden Rechte auf Vereinigungsfreiheit und Kollektivverhandlungen durchzusetzen.
http://www.epo.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1622&Itemid=35


 

6. Wieczorek-Zeul: Ohne menschenwürdige Beschäftigung keine Armutsbekämpfung

Die deutsche Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) hat zur Eröffnung der Konferenz "Employment and Development" in Berlin einen Zugang der Menschen in Entwicklungsländern zu produktiver Arbeit gefordert. "Die Menschen in den Entwicklungsländern brauchen Zugang zu produktiver A rbeit und sie brauchen vor allem menschenwürdige Beschäftigungsmöglichkeiten", sagte die Ministerin auf der von der Weltbank und dem Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) ausgerichten Konferenz.
http://www.epo.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1626&Itemid=34


 

7. Preis des Auswärtigen Amtes für PIASTA

Das Auswärtige Amt hat das „Programm zur Integration ausländischer StudienanfängerInnen“ (PIASTA) der Universität Hamburg mit dem „Preis für exzellente Betreuung ausländischer Studierender an deutschen Hochschulen“ ausgezeichnet. PIASTA ist im Kern ein Selbsthilfe-Projekt ausländischer Studierender. Ausländische Tutorinnen und Tutoren im Hauptstudium, die aufgrund ihrer fachlichen und interkulturellen Kompetenzen sorgfältig ausgewählt und gezielt weitergebildet werden, unterstützen ihre ausländischen Kommilitonen insbesondere bei der Integration in das Hochschulleben, der Bewältigung des Alltags und der interkulturellen Verständigung auf dem Campus. Wir gratulieren!
http://www.verwaltung.uni-hamburg.de/vp-2/5/piasta/index.html


 

8. Fortbildung

SID- Ringvorlesung Entwicklungspolitik - Die Millenniumsentwicklungsziele, Berlin
http://www.2015.venro.org/termine/SID%20Ringvorlesung%20Sommer%202006%20Programm.pdf
April bis Juli 2006, Society for International Development (SID)
Donnerstags 18.15- 20.00 Uhr im Hauptgebäude der TU Berlin, Hörsaal H 1058
(Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin, U-Bahn Ernst-Reuter-Platz)
8. Juni 2006: MDG 4-5: Verbesserung der Gesundheit
von Kindern und Frauen, Dr. Ingar Brüggemann (SID - Berlin Chapter), Annette Riesberg MPH (TU-Berlin)
15. Juni 2006: MDG 6: Reducing the burden of HIV/AIDS, Dr. Fareed Abdullah (International AIDS Alliance), Tobias Luppe (Aktionsbündnis gegen AIDS)
11. Mai 2006: Realizing Millennium Development Goals in countries of Sub-Sahara Africa, Fernando João Conselho (Embassy of the Republic Mozambique)
22. Juni 2006: MDG 7: Ökologische Nachhaltigkeit und Armutsbekämpfung, N.N. (GTZ), Dr. Bernhard Walter (Brot für die Welt, angefragt),
29. Juni 2006: MDG 8: Entwicklung durch verbesserten Marktzugang: Die Doha Entwicklungsrunde, Dr. Martin Dihm (EU-Generaldirektion Handel), Dr. Rudolf Buntzel (Evangelischer Entwicklungsdienst)
6. Juli 2006: MDG 8: Schuldenerleichterung und alternative Entwicklungsfinanzierung, Dr. Detlev Hammann (Bundesministerium der Finanzen), Peter Wahl (WEED), Kumi Naidoo (Global Call to Action Against Poverty)
13. Juli 2006: MDG 8: Wege zu einer globalen Partnerschaft für Entwicklung, Karin Gardes-Koutny (EU-Commission Development and Humanitarian Aid, angefragt) oder
Stephan-Klaus Ohme (BMZ, angefragt), Dr. Peter Wolff (DIE - Deutsches Institut für Entwicklungspolitik)

Öffentlichkeitsarbeit und Kampagnenplanung
http://www.norsa.net/html/weiterbildung.html
Köln, 8.+9. Juni, Melanchthon Akademie (Raum 311), KOMED, Im MediaPark 7
für Umwelt-, Eine-Welt- und soziale Organisationen, mit Kampagnen-Special DEINE STIMME GEGEN ARMUT.
Kosten pro Grundkurs: 75 Euro / 60 Euro für Studierende. Info: Markus Dufner, NORSA, Tel. 0221 / 941 76-97

Islam in den Medien - Zwischen fundierter Information und eingeschränkter Wahrnehmung
http://www.loccum.de
9. - 11. Juni 2006, Evangelische Akademie Loccum
Die Medien haben den Auftrag , möglichst objektiv über Vorgänge im In- und Ausland zu berichten. Das nehmen sie ernst. Der Islam, muslimische Migranten und die Situation in islamischen Ländern stehen seit dem 11. September im Brennpunkt der Aufmerksamkeit. Trotz verantwortungsbewusster und differenzierter Berichterstattung lassen sich in der Darstellung islambezogener Themen jedoch auch Stereotypen erkennen. Wie erleben Journalisten und Muslime die Berichterstattung in Deutschland? Muss sich etwas ändern, wenn ja, was? Welche Mittel und Wege bieten sich dann an?

Fachtagung Finanzierungsmöglichkeiten kommunaler Entwicklungszusammenarbeit
http://www.service-eine-welt.de
Hannover, 19. Juni 2006, 9:30 bis 16:00 Uhr, Neues Rathaus, Trammplatz 2
Die Lösung der Finanzierungsfrage ist für die oft verschuldeten Kommunen essenziell, um Aktivitäten der internationalen Zusammenarbeit mit den Partnern im Süden zu entfalten. Eine Fachtagung in Hannover zeigt Wege auf, wie Drittmittel (z.B. der EU) zu beantragen und eine Eigenfinanzierung mit kreativen Ideen (z.B. Restpfennigaktionen) zu akquirieren sind. Die kommunalen Akteure und ihre Partner aus den Nichtregierungsorganisationen tauschen ihre Erfahrungen aus und lernen an Good Practice Beispielen. Veranstalter sind die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt bei InWEnt, das Regionale Zentrum Niedersachsen der InWEnt und das Agenda 21-Büro der Landeshauptstadt Hannover.
Info: Sarah Erickson-Muschko, Servicestelle Kommunen in der Einen Welt, InWEnt, Fon: 0228 44 60 1764, sarah.erickson-muschko @ inwent.org

Armutsbekämpfungsstrategien am Beispiel (sanfter) Tourismus
http://www.stube-nord.de/veranstaltungen/veranstaltungen.kalender/event.20060623/content.html
Hamburg, 23.-25.Juni 2006, Haus am Schueberg, Wulfsdorfer Weg 33, 22949 Ammersbeck
Info: STUBE-Nord; Tel.: 040/6050020, Fax: 040/6052538

Gummersbacher Sicherheitsgespräche - Neue Blockbildungen im erweiterten Mittleren Osten?
http://www.theodor-heuss-akademie.de/webcom/show_all_seminare.php/_c-470/_nr-360/i.html
Gummersbach, 23.-25. Juni 2006, Theodor-Heuss-Akademie
Info: Andrea.Molitor @ fnst.or, tel. 02261-3002 121


 

9. Publikationen

BMZ Evaluierung der Reintegration von Fachkräften
http://www.bmz.de/de/service/infothek/evaluierung/BMZEvaluierungsberichte/EvalBericht016/BMZ_Eval-016_web.pdf
Das BMZ veranlasste 2003 eine umfassende Evaluierung des „BMZ Programms zur Förderung der Reintegration von Fachkräften aus Entwicklungsländern“ (riP), um die bisherige Wirksamkeit und den potenziellen Beitrag dieses Programms zur Erreichung entwicklungspolitischer Ziele im Einklang mit dem „aktionsprogramm 2015“ zu erfassen. hierzu wurden 2005 Einzelevaluierungen bzw. länderfallstudien von unabhängigen gutachter/innen durchgeführt:
Länderstudie Kosovo http://www.bmz.de/de/service/infothek/evaluierung/BMZEvaluierungsberichte/EvalBericht015/EvalBericht015.pdf
Länderstudie Kamerun http://www.bmz.de/de/service/infothek/evaluierung/BMZEvaluierungsberichte/EvalBericht014/EvalBericht014.pdf

BMZ Medienverzeichnis 2006
http://www.bmz.de/de/service/infothek/buerger/medienverzeichnis2006.pdf
Übersicht über die zur Zeit lieferbaren Veröffentlichungen des BMZ sowie Hinweise auf einschlägige Publikationen anderer Herausgeber.

EPOS Knowledge-Management Workshop 18th of May
http://www.epos.de/News_-_Detailansicht.166.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=165&tx_ttnews[backPid]=163&cHash=08418d972d
Vorträge vom EPOS Wissensmanagement-Workshop können jetzt als pdf herunter geladen werden

Good Governance eßbar machen!
http://www.weltwirtschaft-und-entwicklung.org/cms/materialien/53168697a30ddff01.html#53168697cc0f2c803
In einem Positionspapier plädierte das Netzwerk entwicklungspolitischer Fachleute für eine stärkere Berücksichtigung von Ernährungssicherung im Rahmen der deutschen EZ. Es geht hier nicht um eine Wiederbelebung der alten Ernährungssicherungsprogramme der deutschen EZ, sondern um eine langfristige Verankerung präventiver Ernährungssicherungsstrategien in der Politik der Partnerländer. Das Netzwerkbefürchtet, dass sich die Häufigkeit von Nothilfesituationen weiterhin erhöhen wird, wenn ein immer größerer Anteil der EZ-Mittel in Nothilferegionen geht und dabei Krisenprävention durch eine am Ziel der Armutsminderung orientierte EZ entsprechend vernachlässigt wird.

KfW Jahresbericht 2005
http://newsletter.kfw.de/inxmail2/url?v7ks0e0hjzu00bhkx3a25
Verantwortungsbewusstes Regierungs- und Verwaltungshandeln, Schutz des Eigentums und Beteiligung der Bevölkerung an politischen Entscheidungen spielen nicht nur in Industrieländern eine wichtige Rolle für wirtschaftliche Entwicklung und Wohlstand. Der Jahresbericht 2005 von KfW Entwicklungsbank und DEG zeigt, dass Good Governance (Gute Regierungsführung) auch zentral für eine erfolgreiche Entwicklungszusammenarbeit ist.

Liberia: Ellen in Wonderland?
http://www.duei.de/iak/de/content/publikationen/GIGAfocus/FocusAfrika0605.pdf
GIGA Focus Afrika von Andreas Mehler und Judy Smith-Höhn

Steuern und Steuerpolitik in Entwicklungsländern: Die Eigenverantwortlichkeit der Regierungen
http://hwwi.hwwi.net/fileadmin/hwwi/Publikationen/Research/Paper/Handel_und_Entwicklung/HWWI_Research_Paper_2-2.pdf
HWWI Research Paper von Karl-Wolfgang Menck und Leif Mutén

Thailand vor schwierigen Herausforderungen
http://www.swp-berlin.org/de/common/get_document.php?id=1683
Der Rücktritt von Ministerpräsident Thaksin lässt wichtige Fragen offen. SWP-Aktuell von Gerhard Will

USAID: Sicherheit statt Entwicklung? Die jüngste Reform der US-Auslandshilfe
http://www.weltwirtschaft-und-entwicklung.org/cms/assets/s2dmain.html?http://www.weltwirtschaft-und-entwicklung.org/cms/wearchiv/53168697c509e7b05.html
Ende Januar 2006 hat die US-Außenministerin Condoleezza Rice eine tiefgreifende organisatorische Erneuerung der US-amerikanischen Entwicklungshilfe angekündigt. Auch wenn die von vielen Entwicklungsexperten und Politikbeobachtern erhoffte und geforderte radikale Reform ausgeblieben ist, so ist die neue Organisation doch mehr als reine Kosmetik. Durch die Ernennung eines Auslandshilfe-Koordinators, der direkt der Außenministerin untersteht, soll die US-amerikanische Auslandshilfe kohärenter und die Entwicklungspolitik ein effektiveres Instrument US-amerikanischer Außenpolitik im Dienste der US-amerikanischen nationalen Sicherheit werden, schreibt Liane Schalatek im Informationsbrief Weltwirtschaft & Entwicklung.

VENRO’S Perspektive 2015 Newsletter
http://www.2015.venro.org/index.php?page=service/abo.php
Mit dem 2015-Newsletter erhalten Sie aktuelle Informationen über den Stand der Umsetzung des Aktionsprogramms 2015 der Bundesregierung "Armutsbekämpfung - eine globale Aufgabe" und über begleitende Maßnahmen von Nichtregierungsorganisationen und anderen gesellschaftlichen Gruppen. Darüber hinaus bietet der 2015-Newsletter Nachrichten über aktuelle internationale Entwicklungen im Zusammenhang mit den 2015-Zielen.

W&E-Hintergrund Mai-Juni 2006: Oxfam-Studie zum Stand der Doha-Runde
http://www.weltwirtschaft-und-entwicklung.org/cms/wearchiv/53168697440e12002/53168697b21159705.html
Die Chancen für ein Handelsabkommen, das entwicklungsverträglich ist und zur Verringerung der Armut beiträgt, stehen denkbar schlecht. Ein gerechtes Abkommen wäre zwar dringend notwendig. Doch die gegenwärtigen Angebote sind vollkommen inakzeptabel. Daher sollten die armen Länder eher die Fristen des Jahres 2006 verstreichen lassen und auf besseren Angeboten beharren, als ein schlechtes Abkommen zu unterzeichnen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie von Oxfam International, die Amy Barry verfaßt hat. Im deutschen Sprachraum erscheint die Studie als W&E-Hintergrund.

Wort halten – Mehr deutsches Engagement für die Millenniumsentwicklungsziele!
http://www.venro.org/publikationen/archiv/DSGA_Forderungspapier_2006_dt.pdf
VENRO-Positionspapier im Rahmen der Aktion „Deine Stimme gegen Armut“

Zwischen Demokratie und Shari a - Die Rolle des Politischen Islam in Westafrika
http://library.fes.de/pdf-files/iez/03638.pdf
Dokumentation der Tagung der FES vom März 2006


 

 

10. Veranstaltungen

Futbolistas - Fußball und Lateinamerika: Hoffnungen und Helden, Politik und Kommerz
http://www.werkstatt3.de
Hamburg, 7.Juni 2006, 19.30 Uhr
Buchvorstellung. Info: Dritte Welt Zentrum Hamburg, Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg,
Tel.: 040/39805360

Die neue Macht der Schwellenländer – Folgen für die Deutsche Weltbankpolitik?
http://www.weed-online.org
Berlin, 8. Juni 2006, 19.30 Uhr, Galerie der Heinrich Böll Stiftung, Hackesche Höfe, Rosenthaler Str. 40/41, Berlin
Podiumsdiskussion, Kontakt: Daniela Setton, daniela.setton @ weed-online.org; 030/275 96 643

Development-NetWorkShop
http://www.development-network.de/index.php?id=4&L=0
16. bis 18. Juni 2006 in Hannover
Aufbruchstimmung beim wachsenden Netzwerk. Workshops zu den Themengebieten, die momentan ganz oben auf unserer Agenda stehen. Es gibt außerdem jeweils ein gleichnamiges PDF-Dokumet, dass einen Überblick darüber verschafft, was dieses Gebiet alles beinhaltet Als kleines Highlight wird es am Samstagabend eine Podiumsdiskussion mit dem Thema ‚Define development’ geben, mit einem Erfahrungsbericht als Einführung.

Berliner Fachgespräche zur Globalisierung
http://newsletter.kfw.de/inxmail2/url?v72s0e0hjzu00bgms3a25
Mit den Berliner Fachgesprächen bietet die KfW Entwicklungsbank eine regelmäßige Dialogplattform, in der Zukunftsfragen mit wichtigen Akteuren aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft diskutiert werden. Das nächste Fachgespräch befasst sich mit dem Themenkomplex "Entwicklungszusammenarbeit und Sicherheit" und findet am 21. Juni in der KfW Niederlassung Berlin statt.

Bhutan: Der Entwurf einer demokratischen Verfassung
http://www.aai.uni-hamburg.de/tmp/BHUTAN.pdf
Hamburg, 22.06.06, 16:30-17:30 Uhr Asien-Afrika-Institut, Raum 221, Edmund-Siemers-Allee 1
Vortrag von Herrn Dr. Manfred Kulessa, Honorarkonsul von Bhutan in Deutschland

11.Hamburger-Afghanistan-Woche / Afghanis-Deutsche Begegnungen
http://www.afghanic.org
Hamburg, 10. bis 16.Juli 2006
Seminarbeitrag: 100,- für Erwachsene und 50,- für Kinder. In diesem Preis enthalten sind auch die Kosten von Übernachtung und Verpflegung (ermäßigt 50,- EUR, für Kinder auf 20 EUR)

Eschborner Fachtage: WISSEN MACHT ENTWICKLUNG – Erfahrung teilen, Neues gestalten
http://www.gtz.de/de/13459.htm
Di+Mi, 5.-6. September 2006, GTZ Eschborn
Auf den diesjährigen Eschborner Fachtagen lädt die GTZ Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft ein, mit Entwicklungsfachleuten über die vielfältigen Facetten von Wissen zu diskutieren. Konkrete Arbeitserfahrungen und neue theoretische Ansätze zeigen Wege auf, den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen. Durch ein buntes Rahmenprogramm wird das Thema zudem für die Teilnehmer erlebbar gemacht. Nicht zuletzt bieten die Eschborner Fachtage reichlich Raum für den persönlichen Austausch, ohne den die Verbreitung von Wissen undenkbar wäre.


11. Webseiten des Monats

development-network
http://www.development-network.de
Dieses Netzwerk von Studierenden ist inzwischen weit über Hannover hinaus gewachsen. Die Website wurde nun auf English weiter ausbaut. Das Network sucht einen Gedankenaustausch unter Gleichgesinnten, die sich im Studium oder im Beruf mit Thematiken aus dem Bereich Entwicklungszusammenarbeit befassen und dabei einen Austausch zwischen verschiedenen Disziplinen und damit zwischen den unterschiedlichen Herangehensweisen zu der Thematik zu ermöglichen.

Wikipedia Portal Entwicklungsländer
http://de.wikipedia.org/wiki/Portal:Entwicklungsl%C3%A4nder
Das Portal Entwicklungsländer wurde geschaffen, um die Artikel der freien Enzyklopädie Wikipedia aus dem Themenbereich Entwicklungsländer zu koordinieren, sortieren und zu kategorisieren. Dabei soll dieses Portal einen guten Überblick über diesen Themenbereich bereitstellen, jedoch zugleich eine Einstiegsseite für tiefergehende Recherchen darstellen.

Internetportal world lecture project
http://www.world-lecture-project.org
Das "world lecture project" ist ein zentrales Register für Audio- und Videovorlesungen der Fachbereiche aus aller Welt. Durch das Register ist es möglich, sich einen Überblick über die im globalen Netz verstreuten Videovorlesungen zu verschaffen. Mit einer Suchmaschine kann man die Vorlesungen nach verschiedenen Kriterien (Ländern, Fachbereiche, Dozenten, Schlagworte ...) schnell finden. Initiator Michael Fischer aus Berlin will so auch einen Beitrag zur Entwicklungszusammenarbeit leisten.

ECHT GERECHT. Clever kaufen
http://www.echtgerecht.de
Mit der Informationskampagne 'ECHT GERECHT. Clever kaufen' möchten das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Verbraucherinnen und Verbrauchern eine Orientierungshilfe geben. Denn viele sind bereit, beim Einkauf nicht nur nach Preis und Qualität zu entscheiden, sondern auch Kriterien des schonenden Umgangs mit unseren Ressourcen zu berücksichtigen. Auch gehe es darum, Verbraucherinnen und Verbraucher dafür zu sensibilisieren, dass sie durch ihr Konsumverhalten großen Einfluss darauf ausüben, ob nachhaltig produzierte oder erbrachte Dienstleistungen eine wirtschaftliche Chance haben.


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Die Society for International Development (SID) ist die älteste, politisch unabhängige und private entwicklungspolitische Vereinigung der Welt. In Deutschland sind insgesamt rund 500 Mitglieder vertreten. Das SID-Chapter in Hamburg (Gesellschaft für Internationale Entwicklung Hamburg e.V.) arbeitet in den Bundesländern Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Das Chapter dient dem entwicklungspolitischen Erfahrungs- und Informationsaustausch, der Zusammenarbeit zwischen Forschung und Praxis, der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit und der Vertretung der Interessen der Entwicklungsländer im norddeutschen Raum. Informationen unter http://www.sid-hamburg.de

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