SID-Hamburg Rundbrief August 2006

SID Hamburg

SID-Hamburg Rundbrief August 2006

Ausgewählte Kurzmeldungen des Monats zur internationalen
Entwicklungszusammenarbeit, herausgegeben von SID Hamburg.


Inhalt

  1. Entwicklungsministerin wegen Nahost-Konflikts unter Druck
  2. WTO-Verhandlungen geplatzt
  3. Stiftung ActionAid legt zweiten ''Real Aid''-Bericht vor
  4. Menschheit wächst jährlich um 80 Millionen
  5. WEED kritisiert Ilisu-Staudamm in der Türkei
  6. Bundeskanzlerin Merkel sollte vor G8-Gipfel 2007 nach Afrika reisen
  7. Streit um Produkte aus Fairem Handel bei Lidl
  8. Fortbildung
  9. Publikationen
  10. Veranstaltungen
  11. Webseiten des Monats

 

1. Entwicklungsministerin wegen Nahost-Konflikts unter Druck

Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul hat bereits seit Beginn der Kampfhandlungen für den sofortigen Waffenstillstand im Nahost-Konflikt plädiert und sich damit vom Kurs der Bundesregierung abgesetzt. In Tagesspiegel vom 16.07.06 sagte sie: ''Dass mittlerweile zivile Einrichtungen und Zivilisten in einem anderen Staat bombardiert werden, ist völkerrechtlich völlig inakzeptabel'' (Wortlaut: http://www.tagesspiegel.de/politik/archiv/16.07.2006/2662610.asp). Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden, Dr. Dieter Graumann, legte der SPD darauf den Rücktritt der Ministerin nahe. ''Das einzige was hier völkerrechtswidrig war, ist die Tatenlosigkeit der Weltgemeinschaft - auch Deutschlands, die eigenen UNO-Resolutionen nicht umzusetzen und das weiß Frau Wieczorek-Zeul sehr genau'', so Graumann. (http://www.zentralratdjuden.de/de/article/1036.html)

In einer Rede vom 20. Juli stelle die Ministerin Friedensperspektiven für Nahost umfassend dar. Auszüge: ''Im Interesse der Menschen müssen die Waffen sofort schweigen: sie bringen unvorstellbares Leid über die Menschen. Es gibt nur eine politische Lösung, keine militärische Lösung. Zivilisten sterben, darunter viele, viele Kinder. Ihre Zukunft wird zerstört, ihre Lebensgrundlagen und die Natur. Es ist wichtig, die Hisbollah zu entwaffnen. Sofortiger Waffenstillstand ist das Gebot der Stunde, der Menschlichkeit und der politischen Vernunft. Dies ist auch die wichtigste Voraussetzung dafür, dass die Hilfe für die Flüchtlinge wirklich die Menschen erreicht. Gleichzeitig sollen alle Initiativen vorbereitet werden, damit der Wiederaufbau des Libanon wirtschaftlich und sozial wieder vorankommt. Die Zedernrevolution hatte hoffnungsfroh gestimmt. Wir sind es den Menschen schuldig, alles zu tun, damit ihr Land wieder auf die Beine kommt. Ich plädiere für eine internationale Nahostkonferenz, an der auch die arabischen Staaten teilnehmen, über die ja schließlich mit verhandelt wird.'' (Voller Wortlaut unter http://www.bmz.de)

Dazu: Zwischen den Fronten, von Peter Nowak, 21.07.06
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23159/1.html
Eine Auswahl von Stellungnahmen zum Nahost-Konflikt findet sich unter:
http://www.friedenskooperative.de/themen/nahost00.htm


 

2. WTO-Verhandlungen geplatzt

Das globalisierungskritische Netzwerk Attac und die Nichtregierungsorganisation Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung (WEED) begrüßen das Scheitern der Verhandlungen der Welthandelsorganisation (WTO). ''Kein Ergebnis zu haben, ist besser als ein schlechtes Ergebnis. Die so genannte Doha-Entwicklungsrunde war von Anfang an eine Mogelpackung'', sagte Alexis Passadakis von WEED. Die großen Industrieländer hätten ausschließlich auf die Interessen ihrer großen Konzerne und ihrer Verbände wie dem BDI gepocht und sich vollständig auf ihre Forderung nach Zollsenkungen für Industriegüter fixiert. Auf ihrer Agenda habe nicht Entwicklung, sondern der freie Zugang zu den Märkten in der Dritten Welt gestanden. ''Einmal mehr ist deutlich geworden, dass es den Industrieländern lediglich darum geht, ihre Produkte weltweit möglichst profitabel zu vermarkten'', stellte der Globalisierungskritiker fest. Das angebliche Ziel - die Bekämpfung von Armut auf dem ganzen Globus - sei nur vorgeschoben.

Wie der indische Handelsminister Kamal Nath am Montag in Genf mitgeteilt hat, sind die WTO-Verhandlungen ausgesetzt, nachdem die Vertreter der Europäischen Union, der USA, Indiens, Brasiliens, Japans und Australiens (G6) am Sonntagabend ohne Einigung auseinander gingen. Bis zu einer Wiederaufnahme der Gespräche kann es laut Nath Jahre dauern. Seit 2001 versuchen die Mitglieder der WTO, in der nach der Hauptstadt Katars benannten Doha-Runde den Welthandel stärker zu liberalisieren. Die Gespräche der als G6 bezeichneten großen Handelsnationen galten bei neoliberalen Befürworten einer weltweiten Marktöffnung als ''letzte Chance'' zur Rettung der Doha-Runde.

Für Rückfragen: Alexis Passadakis, WEED, 0170/2684445, 030/27596887
http://www.weed-online.org/themen/209799.html


 

3. Stiftung ActionAid legt zweiten ''Real Aid''-Bericht vor

Von jedem Euro öffentlicher Entwicklungshilfe dienen nur 53 Cent der Bekämpfung der Armut in Entwicklungsländern. Ein Viertel der Hilfe oder rund 20 Milliarden US-Dollar pro Jahr werde für oft nicht armutsorientierte technische Hilfe, für Berater und deren Dienstleistungen ausgegeben oder beruhe auf unseriösen Berechnungen. Zu diesem Schluss kommt die internationale Entwicklungsorganisation ActionAid in ihrem zweiten ''Real Aid''-Bericht, der kürzlich in London veröffentlicht wurde. ActionAid geht von der These aus, Entwicklungstransfers müssten auf die Ausrottung der Armut ausgerichtet sein. In der Realität diene aber ein Großteil der Hilfe den Interessen der Geberländer oder sei den Bedürfnissen der Empfängerländer nicht angepasst. Die Stiftung ActionAid verfügt nach eigenen Angaben über mehr als 2000 Partnerorganisationen weltweit. Die Geschäftsstelle ist in Südafrika. http://www.actionaid.org/index.asp?page_id=1121


 

4. Menschheit wächst jährlich um 80 Millionen

Datenreport 2006: Weltbevölkerungswachstum weiterhin rasant -
Entwicklungsländer wachsen, Europa schrumpft

Heute leben etwa 6,6 Milliarden Menschen auf der Erde. Schon in sechs Jahren wird die Weltbevölkerung voraussichtlich die Sieben-Milliarden-Marke erreicht haben. Bis zum Jahr 2050 werden es schätzungsweise sogar schon 9,2 Milliarden Menschen sein. 98 Prozent dieses Bevölkerungswachstums finden in den Entwicklungsländern statt. Dies geht aus dem aktuellen DSW-Datenreport ''Weltbevölkerung 2006'' hervor, den die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) am 9. August 2006 herausgibt. ''Es ist noch lange kein Ende des Wachstums in Sicht. Die Weltbevölkerung wächst weiterhin jedes Jahr um etwa 80 Millionen Menschen'', so die stellvertretende DSW-Geschäftsführerin Renate Bähr. ''Das sind ungefähr so viele Menschen wie derzeit in Deutschland leben.'' http://www.weltbevoelkerung.de


 

5. WEED kritisiert Ilisu-Staudamm in der Türkei

8.000 Menschen, darunter viele Bürgermeister der betroffenen Region, protestierten gestern am Tigris im Südosten der Türkei gegen die Grundsteinlegung des Ilisu-Staudamms. Aufgrund der zahlreichen ungelösten Probleme und gravierenden Folgen des Projekts fordert die Nichtregierungsorganisation WEED die Bundesregierung nochmals eindringlich auf, keine Hermesbürgschaft zu gewähren. ''Grundstein für Staudamm ist Grabstein für Menschen und Kultur'', erklärte WEED. Info: Heike Drillisch, Tel. 0177 – 345 26 11, heike.drillisch @ weed-online.org, http://www.weed-online.org


 

6. Oxfam: Bundeskanzlerin Merkel sollte vor G8-Gipfel 2007 nach Afrika reisen

Oxfam Deutschland begrüßt die Ankündigung von Bundeskanzlerin Merkel, dass auf dem im nächsten Jahr in Heiligendamm bei Rostock stattfindenden G8-Gipfel das Thema Armutsbekämpfung auf der Tagesordnung stehen soll. Oxfam ist der Auffassung, dass Frau Merkel noch vor dem Gipfle nach Afrika reisen sollte, um sich persönlich davon zu überzeugen, wie unzureichende Entwicklungshilfe und unfaire Welthandelsregeln die afrikanischen Länder daran hindern, der Armut zu entkommen. Mehr dazu und zum G8-Gipfel in St. Petersburg: http://www.oxfam.de/G8


 

7. Streit um Produkte aus Fairem Handel bei Lidl

Seit Juni gibt es beim Billig-Discounter Lidl Produkte aus Fairem Handel. In der Kritik stehen nun die Standards bei Transfair e.V., wie in einem Offenen Brief an die 38 Mitglieder von Transfair e.V. ausgeführt wird. ''Sie legitimieren mit der Zustimmung zu dem Lidl-Transfair-Abkommen die unsoziale, gewerkschaftsfeindliche und unökologische Politik von Lidl. Lidl ist mit diesem Abkommen dank schwacher Verhandlungspartner ein geradezu genialer Coup gelungen.'' Mit diesen Worten richtet sich Wolfgang Johann von der ''Aktion 3. Welt Saar'' in einem Offenen Brief an alle 38 Mitglieder des Transfair e.V. Transfair e.V. ist die Siegelorganisation für Produkte aus Fairem Handel und hat dem Lidl-Konzern erlaubt, ab Juni solche Waren anzubieten. Dafür zahlt Lidl über seine Lieferfirmen Siegelgebühr an Transfair e.V.
http://www.ewnw.de/aktuelles_news/streit_um_produkte_aus_fairem_handel_bei_lidl


 

8. Fortbildung

Seminar interkulturelle Kompetenz in entwicklungspolitischen Arbeitsfeldern
http://www.haus-am-schueberg.org
Ammersbek, Fr 25.8. - So 27.8., Haus am Schüberg, Wulfsdorfer Weg 33,Anmeldung 040- 6052603.

Des Kaisers Kanal. Eine Reise in die Kolonialgeschichte
http://www.nordkolleg.de
Rendsburg, 28. August-1. September 2006
Bildungsurlaub. Anmeldung erforderlich. Info: Arbeit und Leben u.a., Tel.: 040/28401611, office @ hamburg.arbeitundleben.de

Seminar Organisationsentwicklung
http://www.ewnw.de/service/fortbildung/organisationsentwicklung
Fr, 08.09.2006 und Fr, 27.10.2006, 10 - 17 Uhr
Alles beim Alten lassen kostet nur die Zukunft: Organisationsentwicklung für entwicklungs- und migrationspolitische Initiativen. Was läuft schief in unserer Organisation? Wie können wir zielorierentiert mit Veränderungen umgehen? Grundlagen der Organisationsentwicklung und Fallbeispiele aus der Praxis. Veranstalter: Eine Welt Netzwerk e.V. und migration.works - Zentrum für Partizipation, ein Projekt von basis & woge e.V. im Rahmen der Equal-Entwicklungspartnerschaft NOBI. Anmeldung erforderlich.

Sind wir nur Zuschauer? Handlungsoptionen bei Arbeitsplatzverlagerungen
http://www.loccum.de
Loccum, 22.-24. September 2006, Evangelische Akademie
Dass westeuropäische Großunternehmen, die steigende Gewinne erzielen, beabsichtigen, Teile ihrer Arbeitsplätze in Niedriglohnländer zu verlagern oder auch abzubauen, ist eine häufig zu vernehmende Meldung. Diese Verlagerungen sind oft mit unterschiedlichen betriebs- und volkswirtschaftlichen Auswirkungen verbunden. Wie sehen die Hintergründe zu diesen unternehmerischen Entscheidungen aus und welche Handlungsoptionen gibt es für Wirtschaft, Gewerkschaften, Politik und Kirche? Anmeldung: Evangelische Akademie Loccum, Telefon: 05766 / 81-1 05, Telefax: 05766 / 81-9 00, Reinhard.Behnisch @ evlka.de

Was heißt denn hier Erfolg? - Evaluation von Projekten und Aktionen
Fr, 29.09. - Sa, 30.09.2006, 10 bis 17 Uhr
Anhand von Beispielen aus der eigenen Praxis lernen die TeilnehmerInnen die Erfolgskontrolle konkret anzuwenden. Anmeldung: Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V., Tel.: 040 - 358 93 86, info @ ewnw-hamburg.de

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Sa, 30.09.+ Sa, 07.10.2006, 10 bis 17 Uhr
Eine gute Öffentlichkeitsarbeit fördert das Profil des Vereins oder der Initiative in der Öffentlichkeit. Sie sollte selbstverständlicher Bestandteil des Eine-Welt-Engagements sein. Die beiden Workshops führen in verschiedene Felder der Öffentlichkeitsarbeit ein, geben Hinweise zum Umgang mit JournalistInnen und wertvolle Tipps zur konkreten Umsetzung. Praktische Übungen gehören genauso dazu wie die Beurteilung der eigenen Öffentlichkeitsmaterialien. Anmeldung: Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V., Tel.: 040 - 358 93 86, renate.grunert @ ewnw-hamburg.de

Erster Bundesfachkongress Interkultur
http://www.bundesfachkongress-interkultur.de
Stuttgart, 4.-6. Oktober, Stuttgarter Rathaus
Kulturelle Vielfalt für Alle - Differenzieren statt Pauschalieren
Organisiert und veranstaltet wird der Kongress vom Forum der Kulturen Stuttgart, in Kooperation mit einem breiten Bündnis von Initiativen und Institutionen, wie der Kulturpolitischen Gesellschaft und der Deutschen UNESCO-Kommission. Der Kongress zum interkulturellen und interreligiösen Dialog wird unterstützt und gefördert vom Bundesfamilienministerium, der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt / InWEnt und der Landeshauptstadt Stuttgart. Info: Forum der Kulturen Stuttgart e. V. Svetlana Acevic und Rolf Graser, Tel 0711 2484808-0.

Hammelburger Kongress ''Politik und Konfliktlösung''
Hammelburg, 20./21.10. 2006:
Durch die zunehmenden internationalen Einsatzaufträge der Bundeswehr tauchen viele neue Fragen auf. Sie betreffen oft das Verhältnis von ziviler Aufbauarbeit zu militärischen Hilfen: Steht der rein militärische Schutz im Vordergrund? Ist die Bundeswehr zivilen Organisationen eine Stütze? Sollte die Bundeswehr stärker in Hilfsmaßnahmen vor Ort eingebunden werden – oder sollte sie sich völlig aus Nothilfe und Wiederaufbau heraus halten? Diese und andere Fragen sollen im Rahmen des Kongresses diskutiert werden. Teilnehmen werden Vertreterinnen und Vertreter staatlicher und nichtstaatlicher Organisationen aus den Bereichen der Entwicklungszusammenarbeit, der zivilen Konfliktbearbeitung und Friedensarbeit, der Bundeswehr, sowie aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Quelle: AKLHÜ
Anmeldung: Martin Mertens, Danziger Str. 133, 10407 Berlin, Tel.: 030/40394721, polkon @ web.de

Kurse des Konsortiums ZFD
http://www.frient.de/aktuelles/detail.asp?id=223
Neue Kurse der Akademie für Konflikttransformation des Forums zfd


 

9. Publikationen

AKLHÜ Info: Consultant in Projekten der Entwicklungszusammenarbeit
http://www.entwicklungsdienst.de/fix/publik/pdf/Consulting-07-2006.pdf
Das Informationsblatt des Arbeitskreises ''Lernen und Helfen in Übersee'' e.V. (AK LHÜ) vom Juli 2006 gliedert sich in einen Textteil, der Informationen allgemeiner Art sowie nützliche Links enthält, und einen tabellarischen Teil, in dem exemplarisch vierzehn Consultingfirmen mit Ihren Hauptarbeitsbereichen und Kontaktkoordinaten vorgestellt werden. Die Einsatzmöglichkeiten als Consultant in Projekten der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) werden Ihnen in einen Überblick (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) vorgestellt. Die relevanten Projekte werden von Consultingfirmen im Auftrag von öffentlichen Gebern wie z.B. der EU, der GTZ, der KfW, der Weltbank u.ä. durchgeführt. Die Angebote richten sich an beruflich qualifizierte Personen über 30 Jahre mit Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit.

Begleitbroschüre zur Ausstellung
http://www.ewnw.de/aktuelles_news/neuerscheinung
Zwischen Völkerschau und Kolonialinstitut -AfrikanerInnen im kolonialen Hamburg,
des St. Pauli Archivs e.V. und des Eine Welt Netzwerks Hamburg e.V.

FES-Publikation: Out of Area - Out of Sight?
http://www.frient.de/mitglieder/detaildoc.asp?id=314
What Role do Gender and Peace Policy Aspects Play in the European Security Policy?

Kaurimuschel statt Chamäleon: Dritter demokratischer Präsidentenwechsel in Benin
http://www.giga-hamburg.de/content/publikationen/pdf/gf_afrika_0608.pdf
Heft 8/2006 der Reihe GIGA Focus Afrika von Alexander Stroh und Babette Never

Wenn die Globalisierer kalte Füße kriegen
http://www.weltwirtschaft-und-entwicklung.org/cms/wearchiv/531686981a0eaa605.html
Die Doha-Entwicklungsrunde in Genf ist bis auf weiteres ausgesetzt. Der G8-Gipfel in St. Petersburg war ein glatter Fehlschlag. Die Aussichten für den Gipfel in Heiligendamm nächstes Jahr sind irritierend. Und: Die Bretton-Woods-Zwillinge sind in einer akuten Krise. Zusammengenommen ist kaum eine Szenerie denkbar, die besser für ein Sommerfestival der Globalisierungsgegner geeignet wäre. Doch es sind die Globalisierer selbst, die die Globalisierung unterminieren. Und die Alternative zu dieser fatalen Perspektive heißt Demokratie, schreibt Rainer Falk in W&E 09/2006.


 

10. Veranstaltungen

Fokus auf Bildung - wie wichtig ist sie in der deutschen EZ?
Bad Honnef, Fr, 18.08., Vorbereitungsstätte für Entwicklungszusammenarbeit, V-EZ, Lohfelder Str. 128, mit Hubert Hartmann (GTZ), Dr. Ulrike Wiegelmann (InWEnt), Uwe Gartenschläger (IIZ-DVV) und Jürgen Borchardt (DED).

4. Afrika-Fest Hamburg
http://www.voelkerkundemuseum.com
Hamburg, 20. August, 12-18Uhr, Museum für Völkerkunde Hamburg
Lebendiges Afrika im Museum: Ein Markt im Innenhof mit afrikanischem Kunsthandwerk, afrikanischen Speisen und Getränken sowie einem vielfältigen Programm. Kleine und Große sind eingeladen, Afrika in Hamburg neu zu entdecken. In Zusammenarbeit mit Afrikafestival-Hamburg, Alafia. Info: Verena v. Bodelschwingh, 040 – 428879511.

Antikriegstag 2006
http://people.freenet.de/hamburgerforum/6AntikriegFlugbl..pdf
Hamburg, Fr. 1. September, 17.30 Uhr,
Demonstration ''Abrüstung statt Sozialabbau - Für eine politische Lösung des Nahost-Konflikts'', Auftakt: ''Kriegsklotz''/Mahnmal von A. Hrdlicka, Dammtordamm (U-Bhf. Stephansplatz/S-Bhf. Dammtor), Veranstalter: Hamburger Forum e.V.

Eschborner Fachtage 2006 ''WISSEN MACHT ENTWICKLUNG''
http://www.gtz.de/eschborner-fachtage/
5. und 6. September, GTZ Eschborn

Hamburger Konferenz über nachhaltige Entwicklung
http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/senat/welt/nachhaltigkeit/konferenz/start.html
Mi. 06.09., 8h30 - 17h45, Hamburger Rathaus 5
Unbedingt anmelden bis 20.8. bei www.nachhaltigkeit.hamburg.de und Personalausweis für den Einlass ins Rathaus mitbringen. Nachfragen: martina.falke @ bsu.hamburg.de

Kooperationstreffen Jugend und Entwicklung International
http://www.ijab.de/downloads/training/tib/Einladung_Kooperationstreffen_VersionIJA.pdf
Eschborn, Do, 07.09., GTZ
Um den Informationsaustausch zwischen Akteuren der Internationalen Jugendarbeit und der Entwicklungszusammenarbeit zu fördern, findet zum dritten Mal ein Kooperationstreffen statt. Thematisiert werden sollen die jeweiligen Ansätze zu Umweltbildung, Beschäftigungsförderung, Partizipation auf kommunaler Ebene sowie Krisen- und Gewaltprävention. Ausgelotet werden sollen außerdem Möglichkeiten des Fachkräfteaustauschs und andere Kooperationsformen. Eingeladen sind Verantwortliche der internationalen Jugendarbeit sowie Akteure und potenzielle Projektpartner der EZ. Veranstalter sind GTZ, IJAB und transfer e.V. Anmeldeschluss ist der 14.8.2006. Quelle: AKLHÜ. Weitere Informationen: transfer e.V., Grethenstraße 30, 50739 Köln, Tel.: 0221/95921-90, service @ transfer-ev.de

Lebensrealitäten von muslimischen Frauen in Deutschland
http://www.umdenken-boell.de/aktuell.html#akt060912
Hamburg, Di, 12.09.06; 18.30, Dorothee-Sölle-Haus, Königstraße 54
Mit Seyran Ates, Rechtsanwältin, Berlin. In Kooperation mit DENtRÄUME, Hamburger Frauenbibliothek. Eintritt frei.

Ist Afrika noch zu helfen?
http://www.gtz.de/de/unternehmen/14733.htm
Auftakt der gemeinsamen Veranstaltungsreihe von InWEnt, KfW, DED und GTZ
Berlin, 14. September, 19h, Kalkscheune, Johannisstr. 2
In einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe von InWEnt, KfW, DED und GTZ soll kritisch den Fragen nachgegangen werden, die sich insbesondere aus Sicht junger Menschen in Deutschland an die Entwicklungszusammenarbeit stellen. Schüler, Studenten und junge Berufstätige diskutieren gemeinsam mit Vertretern der Entwicklungspolitik über Positionen, Perspektiven und Herausforderungen der Entwicklungszusammenarbeit. Den Auftakt bildet eine Veranstaltung der GTZ unter dem Motto ''Ist Afrika noch zu helfen?'' Zur Diskussion stehen Fragen nach dem Sinn der Entwicklungspolitik in Afrika, nach der Eigenverantwortung der afrikanischen Länder, nach Korruption, Misswirtschaft und Good Governance. Ein kulturelles Rahmenprogramm begleitet die Veranstaltung. InWEnt setzt die Reihe am 12. Oktober mit einer Veranstaltung zum Thema Migration fort. Die KfW folgt Mitte November mit dem Thema Pandemien. Die Reihe wird präsentiert von radioeins.

Chinas Jugend online
http://www.ljr-hh.de
Hamburg, Fr. 15.09.06, 19h00, HdJ am Stintfang, Blauer Salon
Chinas Jugend zwischen gesellschaftlichem Anspruch und Individualisierung
mit Dr. Jens Damm (Sinologe, FU Berlin) und einer/m
VertretrIn der Shanghai Youth Federation (angefragt)
In Kooperation mit Landesjugendring Hamburg, Info: LJR | Tel. (040) 317 96 116.

New Global Players!
http://www.epiz-berlin.de/_data/1-New_Global_Players__Einladung_und_Programm.pdf
Berlin, Mo. 25.09., TU, Franklinstr. 28/29, Raum 404d
Unter dem Motto ''Wie die berufliche Bildung junge Menschen für eine gerechte und nachhaltige Gestaltung von Globalisierung motivieren und befähigen kann'' findet die vom EPIZ Berlin organisierte Veranstaltung an der TU Berlin statt. Diskutieren SIe mit einem hochkarätigen Publikum oder lernen Sie die Arbeitsweisen von Nichtregierungsorganisationen in Kooperation mit Berufsschule kennen.

Plattform Zivile Konfliktbearbeitung: Jahrestagung 2007
http://www.frient.de/aktuelles/detail.asp?id=206
Berlin-Spandau, 02.- 04. Februar 2007
Zivilgesellschaftliche Akteure auf europäischer und deutscher Ebene

Kinderkarawane 2006
http://www.kinderkulturkarawane.de
Auch in diesem Jahr gibt es wieder eine Kinderkulturkarawane. Organisiert vom Büro für Kultur und Medienprojekte in Hamburg und Kooperationspartnern bietet sich für Gruppen aus Südafrika, Brasilien, Bolivien, Argentinien, Sri Lanka, Indien und Madagaskar die Möglichkeit zu einem interkulturellen Dialog.


 

11. Webseiten des Monats

Berliner Initiative für Frieden im Nahen Osten
http://www.geocities.com/zurueckhaltung_ist_ohnmacht/
Hier haben sich Menschen organisiert, die oft Freunde und Verwandte in den Regierungen des Nahen Ostens haben. Die Aktivisten verurteilen gleichfalls die ''Gewalttaten der Hamas und Hizbollah'' und die ''militärischen Angriffe der israelischen Regierung''.

Fernsehworkshop Entwicklungspolitik
http://www.fernsehworkshop.de
Aktuelle Film- und Fernsehproduktionen zu Themen der Einen Welt
Zum dritten Mal verlieh das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Fernsehworkshops Entwicklungspolitik den Eine Welt Filmpreis NRW. Mit der Auszeichnung wurde erneut die Arbeit von Autorinnen und Autoren gewürdigt, deren Filme für Probleme in Ländern des Südens sensibilisieren, die aber auch Ansätze zur Veränderung aufzeigen und einen Perspektivwechsel ermöglichen. Der Preis ist mit 3.000 €, 2.000 € und 1.000 € dotiert.

Portal Entwicklungspolitik der DGAP
http://www.weltpolitik.net/Sachgebiete/Globale%20Zukunftsfragen/Entwicklungspolitik/
weltpolitik.net ist das Onlineportal für internationale Beziehungen des Forschungsinstituts der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP). Der Vermittlung von Wissen und Information über das Internet kommt heute eine entscheidende Bedeutung zu. Auch das breite Konzept der Entwicklungspolitik soll beschrieben und diskutiert werden, wobei insbesondere auch auf die Auswirkungen der Globalisierung auf die Länder des Südens eingegangen wird.


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