Ausgewählte Kurzmeldungen des Monats zur internationalen
Entwicklungszusammenarbeit, herausgegeben von SID Hamburg.
Inhalt
- Bericht: Die Wirklichkeit der Entwicklungshilfe
- Deutliche Steigerung der Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit
- Germanwatch: Klimaschutz zur Chefsache werden
- Internationaler Gewerkschaftsbund starker neuer Entwicklungspartner
- Hamburg: Entwicklungspolitischer Haushaltsantrag der GAL-Fraktion
- Berlin: Entwicklungspolitische Wahlversprechen einhalten!
- Neuer Service für Beratung in Ihrer Kommune
- ASA-Programm vergibt dreimonatige Projektstipendien für 2007
- Hoppe: Wasser- und Sanitärversorgung in Entwicklungsländern ausbauen
- CONCORD veröffentlicht Studie über entwicklungspolitische NGO
- Fortbildung
- Publikationen
- Veranstaltungen
- Webseiten des Monats
1. Bericht: Die Wirklichkeit der Entwicklungshilfe
In ihrem 14. Bericht über 'Die Wirklichkeit der Entwicklungshilfe' kritisieren die Deutsche Welthungerhilfe und terre des hommes den Anstieg der deutschen Entwicklungshilfe auf 0,35 Prozent des deutschen Bruttonationaleinkommens (BNE) als 'Luftnummer'. So seien diese Ausgaben nur auf dem Papier im Vergleich zum Vorjahr enorm gestiegen. Eingerechnet werde zum Beispiel auch der Schuldenerlass für den Irak und Nigeria. Bei Abzug der insgesamt knapp 3 Milliarden Euro, die verschiedenen Ländern an Schulden erlassenen wurden, zeige sich, dass 2005 weniger Geld an die Entwicklungsländer gezahlt wurde als im Vorjahr. Insgesamt seien die Zusagen an die ärmsten Länder im Jahr 2006 von 542 auf 330 Millionen Euro gesunken. Kritisch bewerteten die beiden Hilfswerke auch, dass die Sektoren zu kurz kämen, die für die Armutsbekämpfung zentral seien, wie Ernährungssicherung, Bildung und Gesundheit. Besonders weit hinke der deutsche Beitrag hinter dem globalen Finanzbedarf im Kampf gegen HIV/Aids hinterher. Um diesen Trend entgegenzuwirken fordern die beiden Organisationen eine deutsche 'Initiative 07.07.07', dem Halbzeitdatum auf dem Weg zur Verwirklichung der Millenniumsentwicklungsziele, bestehend aus einem Stufenplan der Bundesregierung zur wirklichen Aufstockung der Hilfe auf 0,7 Prozent des BNE bis 2015 und einer deutlichen Konzentration auf die Förderung von Bildung, Gesundheit und Ernährungssicherung.
Im zweiten Teil der Studie ziehen die Deutsche Welthungerhilfe und terre des hommes eine erste kritische Bilanz der Budgetfinanzierung zur Armutsbekämpfung. Budgetfinanzierung bedeutet, dass die Geberländer ihre Mittel in den Staatshaushalt der Entwicklungsländer fließen lassen, statt direkt einzelne Projekte zu fördern. Das Instrument funktioniere nur dann, wenn demokratische und zivilgesellschaftliche Instanzen in den Entwicklungsländern kontrollieren können, wie die Mittel verwendet werden. Außerdem dürfe die Budgetfinanzierung andere Formen bewährter Entwicklungshilfe nicht einschränken. Der Bericht ist im Internet zu finden unter http://www.welthungerhilfe.de/bericht_entwicklungshilfe.html.
'Der 14. Bericht zur ‚Wirklichkeit der Entwicklungshilfe’ macht einmal mehr deutlich: Trotz zahlreicher Erfolge ist noch vieles zu tun im Kampf gegen Armut und Ungerechtigkeit in der Welt ', sagte Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul nach der Vorstellung des Berichts. 'Trotz einiger durchaus unterschiedlicher Einschätzungen spricht der Bericht die richtigen Handlungsfelder und Perspektiven an. Die Kritik im Bericht zum deutschen Engagement gegen HIV/AIDS wies Bundesentwicklungsministerin Wieczorek-Zeul zurück: 'Unsere Leistungen für den Kampf gegen die Pandemie stagnieren auf keinen Fall.'
2. Wieczorek-Zeul: Deutliche Steigerung der Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit
Anlässlich der Bundestagsdebatte über den Haushalt 2007 betonte Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul die Wirksamkeit deutscher Entwicklungszusammenarbeit und unterstrich die Notwendigkeit der Mittel-Steigerungen für das Bundesentwicklungsministerium. 'Unser Haushalt ist in diesem Jahr um rund 300 Millionen Euro gestiegen. Das ist eine gute Nachricht für alle Menschen, denen damit geholfen werden kann', sagte Wieczorek-Zeul. Ein anderes Thema, das die große Notwendigkeit von Entwicklungszusammenarbeit ganz aktuell zeigt, ist der Klimawandel und seine Folgen – vor allem für die Entwicklungsländer: 'Die Klimakonferenz in Nairobi hat es noch einmal ganz deutlich gemacht. Der Klimawandel geht auf die Rechnung der Industrienationen und zu Lasten der Entwicklungsländer. Hier müssen wir unsere Verantwortung übernehmen und schnell handeln. Das Leben von Millionen von Menschen ist bedroht. Schätzungsweise 200 Millionen Menschen könnten – wenn sich nichts ändert – aus ihrer Heimat fliehen müssen. Wir dürfen nicht die Augen verschließen und müssen jetzt handeln, bevor es zu spät ist. Dazu gehört auch, den in Nairobi ausgehandelten Anpassungsfonds schneller mit mehr Mitteln auszustatten, damit den Folgen des Klimawandels in den Entwicklungsländern effektiv begegnet werden kann', sagte die Ministerin. Der Haushalt für das Bundesentwicklungsministerium wird 2007 rund 4,5 Milliarden Euro betragen. Das sind etwa 300 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. http://www.bmz.de/de/presse/pm/pm_20061122_3.html
3. Germanwatch: Nach dem Klimagipfel in Nairobi muss Klimaschutz zur Chefsache werden
An die Tür für ernsthafte Klimaschutzverhandlungen sowohl mit Industrie- als auch mit Schwellenländern für die Zeit nach 2012 wurde in Nairobi geklopft, aber die Tür noch nicht geöffnet. Dieser Durchbruch zu einem umfassenden Verhandlungsmandat kann im nächsten Jahr gelingen. 'Das scheint nur realistisch, wenn der Klimaschutz in den wichtigsten Staaten zur Chefsache wird und im kommenden Jahr die Regierungschefs den Weg dahin ebnen', kommentiert Germanwatch-Vorstandsvorsitzender Klaus Milke. 'Es geht nicht länger, dass die Regierungen in Sonntagsreden den Klimawandel als wichtigstes Problem bezeichnen und ihn dann bei solchen Verhandlungen als Nebensache behandeln.' Zurecht habe UN-Generalsekretär Kofi Annan darauf hingewiesen, dass der Klimawandel inzwischen die Bedeutung großer sicherheitspolitischer Krisen erreicht habe. 'Und der Stern-Report hat noch einmal deutlich gemacht, dass auch die ökonomischen Herausforderungen durch den Klimawandel enorm sind.' http://www.germanwatch.org/presse/2006-11-17.htm
4. Internationaler Gewerkschaftsbund starker neuer Entwicklungspartner
Die soziale Dimension der Globalisierung stärken, menschenwürdige Arbeit für alle fördern. Das ist ein zentrales Anliegen der Gewerkschaften - und es war ein Hauptmotiv für den Zusammenschluss der internationalen Gewerkschaften IBFG und WVA zum Internationalen Gewerkschaftsbund (IGB) Anfang November in Wien. Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul nutzte den Gründungskongress, um den Zusammenhang von Gewerkschaftsarbeit und Armutsbekämpfung zu verdeutlichen. Vier von fünf Menschen auf der Welt leben ohne soziale Sicherung. Zudem sind Hungerlöhne und fehlende Arbeitsnormen vielerorts die Regel. Der IGB will deshalb in Kooperation mit anderen internationalen Institutionen dafür eintreten, dies zu ändern. 'Wenn wir nicht nur den militärischen, sondern auch den menschlichen Sicherheitsbegriff ernst nehmen, muss neben den UN-Sicherheitsrat auf Dauer auch ein Weltwirtschafts- und Sozialrat treten', forderte die Ministerin in diesem Zusammenhang. http://www.bmz.de/de/presse/pm/pm_20061101_1.html
5. Hamburg: Entwicklungspolitischer Haushaltsantrag der GAL-Fraktion
Die GAL-Fraktion hat in der Bürgerschaft beantragt, den Titel 1100. 'Entwicklungspolitische Zusammenarbeit' um 50.000 Euro aufzustocken. Diese 50.000 Euro sind zur Einrichtung eines Fonds zur Vergabe von Kleinstbeträgen bis 1000 Euro zu verwenden. Nach Möglichkeit soll dieser Fonds durch das Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V. verwaltet werden. 'Mit dem vorgelegten Haushaltsplanentwurf 2007/08 macht der Senat folgerichtig die seit 2003 durchgeführten Einsparungen zu einem kleinen Teil wieder rückgängig. Allerdings bleibt vor allem der Bedarf für eine unbürokratische finanzielle Unterstützung gerade auch kleinerer Projekte und Initiativen unbestreitbar', erklärte der entwicklungspolitische Sprecher Manuel Sarrazin. http://www.gal-fraktion.de
6. Berlin: Entwicklungszusammenarbeit in der Koalitionsvereinbarung zwischen SPD und Linkspartei.PDS 2006-2011
Der Koalitionsvertrag, den SPD und Linkspartei.PDS in Berlin geschlossen haben, fällt bezüglich des Themas Entwicklungszusammenarbeit weit hinter den letzten von 2001–2006 zurück. Die entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisationen fordern den neuen Senat auf, weiterhin und aktiv zu seiner entwicklungspolitischen Verantwortung zu stehen. Die 57 im Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (BER e.V.) zusammengeschlossenen entwicklungspolitischen Initiativen fordern die Vertragspartner auf, zu ihren konkreten Wahlversprechen zu stehen und die Öffentlichkeit noch in diesem Jahr darüber zu informieren, wie und wann diese umgesetzt werden. http://ber-ev.de
7. Neuer Service für Ihre internationale Kompetenz – Beratung in Ihrer Kommune
Die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) bei der InWEnt gGmbH hat ihr Serviceangebot erweitert und berät Kommunen jetzt auch persönlich rund um Fragen der nachhaltigen Entwicklung und kommunalen Entwicklungszusammenarbeit. Die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt bietet fachliche Informationen, praktische Handlungsanregungen und wichtige Kontaktinformationen, um Kommunen in ihrer Entwicklungszusammenarbeit zu qualifizieren und zu stärken. Kontakt: Jens Heilshorn, Tel.: 0228–44601600, jens.heilshorn @ inwent.org, http://www.service-eine-welt.de/home/standard-pmneuerservice.html
8. ASA-Programm vergibt dreimonatige Projektstipendien für 2007
Das ASA-Programm der InWEnt gGmbH hat seinen neuen Projektkatalog herausgegeben. Mit über 130 Projekten in Afrika, Asien, Lateinamerika und Südosteuropa bietet er auch 2007 wieder eine große Bandbreite interessanter Praktika im entwicklungspolitischen Kontext. Bewerben können sich Studierende und junge Berufstätige mit einer abgeschlossenen nicht-akademische Ausbildung gleichermaßen. Ob Architektur oder Pädagogik, Mediengestaltung oder Physiothearapie - das ASA-Programm deckt fast alle Berufsfelder und Studienrichtungen ab. http://www.asa-programm.de
9. Hoppe: Wasser- und Sanitärversorgung in Entwicklungsländern ausbauen
Der Bundestagsabgeordnete der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Thilo Hoppe, hat gefordert, die Wasser- und Sanitärversorgung in Entwicklungsländern auszubauen. Der diesjährige Bericht über die menschliche Entwicklung des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) mache deutlich, dass die globale Wasserkrise kein Problem von Wasserknappheit sei, sondern ein politisches Versäumnis, sagte Hoppe in Berlin.
http://www.epo.de/index.php?option=com_content&task=view&id=2132&Itemid=33
10. CONCORD veröffentlicht Studie über entwicklungspolitische NGO in der EU
Der europäische Dachverband entwicklungspolitischer NGOs – CONCORD – hat kürzlich die erste Studie über seine Mitgliedsorganisationen veröffentlicht. Dazu gehören 21 nationale Dachverbände und 19 Netzwerke (z.B. Eurostep, Cidse, Aprodev, Terre des Hommes, etc.). Untersucht wurde u.a., wie entwicklungspolitische NGOs strukturiert und finanziert werden und wer ihre Mitglieder und UnterstützerInnen sind. Es wurde deutlich, dass sich die NGOs im Durchschnitt zu 51% aus privaten Mitteln finanzieren. 32% kommen von nationalen Regierungen, 14% der Gelder von der EU-Kommission und 4% von der UN und anderen internationalen Organisationen. Die Studie zeigt aber auch, dass die Förderungen sehr unterschiedlich ausfallen. So finanzieren sich dänische NGOs im Schnitt zu 70% aus nationalen Regierungsmitteln, französische lediglich zu 8%. (Quelle: LHÜ Info)
http://www.concordeurope.org/download.cfm?media=pdfUK&id=1647
11. Fortbildung
Evaluation in der Entwicklungszusammenarbeit (FEEZ) 2007
http://www.feez.org
Das Fortbildungsprogramm wird von AGEG Consultants eG in Kooperation mit CEval, dem Centrum für Evaluation der Universität Saarbrücken im Jahr 2007 aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage nun zum fünften Mal in Folge angeboten. In insgesamt sieben Modulen von je drei Tagen erhalten die Teilnehmer ein intensives Training in allen Aspekten der Evaluation im Kontext der Entwicklungszusammenarbeit. Das Programm wurde von erfahrenen Trainern und Evaluatoren entwickelt. Mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) wurden die Kursinhalte diskutiert und abgestimmt. Ergänzend zu den sieben Modulen gibt es seit dem Jahr 2004 ein attraktives Zusatzprogramm in Form von Vorträgen von Vertretern/innen der Evaluierungsabteilungen der deutschen staatlichen und nicht-staatlichen entwicklungspolitischen Organisationen. Das Interesse an Weiterbildung in Evaluation, das Fachkräfte aus der EZ zeigen, spricht für die zunehmende Relevanz dieser Thematik im entwicklungspolitischen Umfeld. Der Kurs wird aber teilweise auch von Fachkräften gebucht, die nicht in der EZ tätig sind. Anmeldeschluss für das Gesamtpaket ist der 15.01.2007 für die Einzelmodule jeweils 2 Monate vor Kursbeginn. Info: Simona Scheibitz wenden: Tel. 07021-970 87-21, headoffice @ feez.org
Fachtagung: 'Armutsbekämpfung – ohne Empowerment der Armen? Zivilgesellschaftliche Beteiligung in den PRS-Prozessen'
Düsseldorf, 12.12.2006, Fachhochschule Düsseldorf
Informationen und Anmeldung: VENRO Büro Berlin, Tel.: 030/28046670, E-Mail: berlin @ venro.org
Bensberger Gespräche 2007 'Gewinner der Globalisierung – Verlierer der Globalisierung. Wo steht Europa?'
http://www.bpb.de/veranstaltungen/
Bergisch Gladbach, 22.-24.01.2007
Welches politisches Interesse haben Deutschland und die internationale Gemeinschaft an der Stabilisierung und Demokratisierung, an der Sicherung der Menschenrechte in Asien und Afrika? Welchen Hintergrund hat also das Engagement deutscher Soldatinnen und Soldaten in internationalen militärischen Missionen? Veranstalter sind die Bundeszentrale für politische Bildung in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium der Verteidigung. (Quelle: LHÜ Info)
Bad Boller Tagung 'Entwicklungspolitik – weiter entwickelt?'
http://www.ev-akademie-boll.de/index.php?id=142&tagungsid=620307
Bad Boll, 29.–30.01.2007, Evangelische Akademie
Der Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD vom 11.11.2005 widmet der Entwicklungspolitik gerade mal zweieinhalb Seiten. Diese wenigen Zeilen sind für Menschen in der Entwicklungszusammenarbeit von höchstem Interesse, da hier die effizientere Gestaltung der bilateralen und multilateralen Organisationsstrukturen und Instrumente ebenso angemahnt wird wie eine weitere Straffung der Strukturen der deutschen Entwicklungspolitik sowie die Verknüpfung von technischer und finanzieller Zusammenarbeit. Was aber hat sich seitdem bewegt in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit? Ist es nur ein 'neuer Schlauch für alten Wein'? Oder gibt es tatsächlich strukturell wirksame Veränderungen? Auf dieser Tagung werden aktuelle Entwicklungen mit Fachleuten des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) und aus Vorfeldorganisationen diskutiert und eine Plattform geboten, die Erfahrungen der Praktiker der Entwicklungszusammenarbeit in die Diskussion einfließen zu lassen. Diese Tagung richtet sich an entwicklungspolitische Gutachter und Berater sowie an Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen (NGO's) - und darüber hinaus an alle auf diesem Gebiet operativ, wissenschaftlich oder publizistisch Tätigen. Sie sind dazu eingeladen, sich in Bad Boll eingehend mit dem aktuellen politischen Umfeld der Entwicklungszusammenarbeit auseinander zu setzen. Veranstalter sind die AGEG Consultants e.G. in Kooperation mit der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ). Tagungsgebühr 100 Euro, bei Anmeldung bis 31.12. 80 Euro. Tagungsnummer 62 03 07.
12. Publikationen
Der entwicklungspolitische Beitrag von Diasporas in Deutschland
http://www.hwwi.org/fileadmin/hwwi/Publikationen/Update/2006/HWWI_Update_10.06.pdf
HWWI Update 10/2006, November/Dezember 2006
Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) gGmbH
Beim Thema Migration geht es in den öffentlichen Debatten meist um Fragen, die das Aufnahmelandbetreffen. So wird diskutiert, ob, wieviel und welche Form der Zuwanderungbenötigt wird und wie die Integration von Zuwanderern gefördert werden kann. In denletzten Jahren war es vor allem die Forschung, welche ebenfalls nach den Auswirkungender Migration auf die Herkunftsländer gefragt hat. Zunächst standen hier die negativenAuswirkungen der Migration, wie z. B. der 'Brain Drain', im Mittelpunkt der Untersuchungen.In aktuellen Studien geht es hingegen zunehmend um den Beitrag, den Migrantinnenund Migranten zur Entwicklung ihrer Herkunftsländer leisten können. In diesem Rahmenwerden die stetig anwachsenden Rücküberweisungen an die im Herkunftsland verbliebenenFamilienmitglieder analysiert. Neben den individuellen Geldflüssen rücken jedochauch die Aktivitäten von Diasporagemeinden verstärkt in den Mittelpunkt des Interesses.
Budgethilfe als entwicklungspolitische Strategie
http://www.oefse.at/Downloads/publikationen/Budgethilfe.pdf
Grundlagenpapier zur internationalen Diskussion von Karin Küblböck, Margarita Langthaler, Clemens Six, Österreichische Forschungsstiftung für Entwicklungshilfe ÖFSE, Wien, November 2006
Der erste Teil bietet einen Überblick über Definition, Ausmaß und wesentliche Aspekte der Umsetzung von Budgethilfe. Im zweiten Teil werden verschiedene Geberpositionen skizziert, dabei wird insbesondere auf die Konzeption und Umsetzung von Budgethilfe durch die Europäische Union eingegangen. Der dritte Teil geht auf das Instrument der Sektorbudgethilfe, insbesondere im Bildungssektor ein. Als Fallbeispiel wird in diesem Teil Burkina Faso näher untersucht. Im Annex findet sich eine Zusammenfassung der bisher umfassendsten Budgethilfe-Evaluierung, der Joint Evaluation on Budget Support.
Asiatische Entwicklungsbank - Europäischer Newsletter
http://www.adb.org/Documents/Periodicals/ERO/Newsletter/
die europäische Repräsentanz der ADB veröffentlicht einen vierteljährlichen Newsletter mit Informationen unterteilt nach Spotlight (wechselnder Themenschwerpunkt) / News / Aid Effectiveness / Cofinancing and Partnerships / Sustainable Development / Resources. Wer den Newsletter regelmäßig erhalten möchte, wende sich bitte entweder an die allgemeine E-Mail-Adresse adbero @ adb.org mit dem Stichwort 'Subscribe' in der Betreffzeile oder direkt an Axel Klein aklein @ adb.org
Zwischen Reform und Bedeutungsverlust – Der IWF nach der Jahrestagung in Singapur
http://www.giga-hamburg.de/content/publikationen/pdf/gf_global_0609.pdf
GIGA Focus Global von Howard Loewen.
Afrika, Mehr Geld – mehr Wirkung? Neue Risiken durch vermehrte Entwicklungshilfe
http://www.giga-hamburg.de/index.php?file=gf_afrika.html&folder=publikationen
GIGA Facus Afrika Nr. 11, 2006 von Stephan Klingebiel
Keine Tränen für Doha
http://www.weed-online.org/themen/336358.html
Die Anti-Entwicklungsrunde der WTO vor dem Aus? Zeit für Alternativen. WEED-Arbeitspapier.
Chinas Engagement in Afrika
http://www.kfw-entwicklungsbank.de
Volkswirtschaftliche Analysen der KfW Entwicklungsbank von Carla Berke.
Herausforderungen für die internationale Entwicklungszusammenarbeit - Das Beispiel China
http://www.fes-globalization.org/publications/FES_BP15_Hofmann_China-Development.pdf
Briefing Paper Nr.15 von Katharina Hofmann, Thementeams ''New Powers for Global Change' der Friedrich Ebert Stiftung.
How Does Neopatrimonialism Affect the African State?
http://www.giga-hamburg.de/content/publikationen/pdf/wp32_soest.pdf
GIGA Working Paper Series No 32 Christian von Soest: The Case of Tax Collection in Zambia
LHÜ-Info: November 2006: Development Co-operation Organizations in Central-/ Eastern Europe
http://www.entwicklungsdienst.de
Die Sonderausgabe des LHÜ-Infos geht auf die Aktivitäten der Visegrad-Länder Polen, Tschechische Republik, Ungarn und Slowakische Republik im Bereich der personellen Entwicklungszusammenarbeit ein und stellt beispielhaft einige ausgewählte Institutionen der EZ vor.
13. Veranstaltungen
Berlin: Ringvorlesung 'Transnationale Solidarität', FU-Berlin
http://www.etheorie.de/veranstaltungen/rV_prog_20061011/
'Hoch die internationale Solidarität?' Im Zuge der globalisierungskritischen Bewegung, den Weltsozialforen und Gegenveranstaltungen, die bei praktisch allen hochkarätigen Treffen der Industrieländer (der G8 beispielsweise) stattfinden, sind diese und viele andere Slogans zu hören, die vormals v.a. aus den Solidaritätsbewegungen der 1970er Jahre bekannt waren. Mehrere Wahlsiege linker Parteien in Lateinamerika haben außerdem in jüngster Zeit Anlass gegeben, wieder verstärkt über Alternativen im globalen System des Kapitalismus nachzudenken, und begründen vielerorts Hoffnung, dass politisches Handeln jenseits neoliberaler Doktrinen möglich ist. Die angebotene Ringvorlesung versucht zentrale Aspekte dieses Zusammenhangs zu beleuchten und eine fortlaufende Diskussion darüber zu ermöglichen, was transnationale Solidarität sein kann, und wie diese zwischen Theorie und Praxis zu verorten ist.
Bonn: Ringvorlesung 'Menschliche Sicherheit'
http://www.bicc.de/events/ringvorlesung_human_security/bicc_flyer.pdf
Universität Bonn, Mittwochs 18h15 – 19h45, Hörsaal XIV
Konzepte Menschlicher Sicherheit als Herausforderung für Wissenschaft und Politik
Veranstalter: Universität Bonn, United Nations University, Institute for Environment and Human Security (UNU-EHS)
Bonn International Center for Conversion (BICC).
29. Ratstreffen des Zukunftsrates Hamburg e.V.
http://www.zukunftsrat.de
Do., 07.12.2006; 16–19 Uhr, HafenCityInfoCenter im Kesselhaus, Sandtorkai 30
In Hamburg gibt es nicht nur vielfältige Bemühungen um eine nachhaltige Entwicklung der Stadt. Hamburg ist auch Sitz von international agierenden Nachhaltigkeits-Organisationen. Der Zukunftsrat Hamburg möchte diese vorstellen und Kooperationschancen zwischen globaler Orientierung und lokaler Einbindung beleuchten: Was soll erreicht werden? Wer sind die AkteurInnen? Wie sind der Aufbau und die Arbeitsweise? Woher kommen die Gelder? Ist eine Vernetzung mit lokalen Initiativen gewünscht bzw. geplant? Es stellen sich vor und diskutieren: World Future Council, Club of Rome, Global Marshall Plan Initiative.
Demonstration zum Tag der Menschenrechte
http://people.freenet.de/hamburgerforum/61209AufrufDemoMenschenrechtstag.pdf
Hamburg, Sa, 09.12.2006, 10h30, Auftakt: Hauptbahnhofsvorplatz/Glockengießerwall
Organisiert von: Karawane, Mujers en movimento, Palästina Arbeitskreis, Bündnis gegen imperialistische Aggression, Sol und Vox Latina.
Gemeinsam erfolgreich in Schwellen- und Entwicklungsländern
http://www.ded.de/cipp/ded/lib/all/lob/return_download,ticket,g_u_e_s_t/bid,2222/check_table,it_chap_downl_embed/~/PPP-Einladung_mit_Programm_neutral.pdf
Frankfurt am Main, Mo, 11.12.2006, 16h00, IHK, Börsenplatz 4, Konferenzsaal
Quo Vadis? – Afrikapolitische Schwerpunkte der deutschen EU-Präsidentschaft und des deutschen G8-Vorsitzes
http://www.sid-berlin.de/download/EinladungAfrikapolitik.pdf
Berlin, 12.12.2006, 19–21h, Afrika Haus Berlin, Bochumer Str. 25, 10555 Berlin
Deutschland übernimmt zu Beginn des kommenden Jahres für sechs Monate die EU-Präsidentschaft und in der zweiten Hälfte 2007 den Vorsitz in der G8. Dies ist Anlass für uns zu hinterfragen, welche afrika-politischen Initiativen die Bundesregierung plant und wie diese aussehen sollen. Wir wollen klären, wie groß der afrika-politische Einfluss Deutschlands auf europäischer Ebene gegenwärtig ist. Welche Schwerpunkte hat Berlin in den vergangenen Jahren gegenüber den Partnern aus London und Paris durchsetzen können? Gibt es eine klare deutsche Linie in der EU-Afrikapolitik? Im Mittelpunkt soll die Frage stehen, wie die afrika-politische Agenda der Bundesregierung für das Jahr 2007 aussehen wird. Soll die beabsichtige Konzentration auf NEPAD-Reformstaaten zu einer verstärkten Ausrichtung an Werten (vs. klar definierten Interessen) führen? Ist dies sinnvoll? Wird nicht viel eher eine Verknüpfung aus Werten und Eigeninteressen benötigt, wie dies Stefan Mair seit langem fordert? Referenten: Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin, Dr. Stefan Mair, Bartholomäus Grill, René Gradwohl. Veranstalter: Südliches Afrika (INISA) und der Afrikakreis der Society for International Development (SID).
Aus der Praxis der GTZ: Wirtschaftliche Entwicklung in den palästinensischen Gebieten
http://www.gtz.de/de/aktuell/17837.htm
Berlin, 14.12.2006, GTZ-Haus
Welchen Beitrag kann die Entwicklungszusammenarbeit leisten, um den Menschen in den palästinensischen Gebieten eine wirtschaftliche Perspektive zu schaffen?
Veranstaltungsreihe: Entwicklungszusammenarbeit aus einem Guss
http://www.inwent.org/veranstaltungen/2006/12/07887/index.de.shtml
Die Schöpfung bewahren! Zum Verhältnis von Wirtschaft, Gesellschaft und Ökologie
Bad Honnef, Fr, 15.12.2006, 9h00–12h00, V-EZ, Lohfelder Str. 128
Info: Michael Schneider, Tel. 02224-926-156, Michael.Schneider @ inwent.org
14. Webseiten des Monats
PRSP-Watch
http://www.prsp-watch.de
In den auf PRSP-Watch vorliegenden Länderprofilen wird untersucht, welche Rolle Staat und Zivilgesellschaft des Südens im PRSP-Prozess gespielt haben und spielen können. Zentrale Frage wird auch weiterhin sein, ob die PRSP in einem breiten demokratischen Prozess unter Einbeziehung der Zivilgesellschaft entstanden sind. Durch das Voranschreiten des PRSP-Prozesses rückt der Aspekt der Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure bei der Implementierung der PRS aber zunehmend ins Zentrum der Betrachtung. Beiden Fragen soll im Rahmen dieser Website nachgegangen werden
PRSP-Watch ist Bestandteil des VENRO-Projektes 'Perspektive 2015 - Armutsbekämpfung braucht Beteiligung'.
Friedrich Ebert Stiftung - Referats Lateinamerika und Karibik
http://www.fes.de/lateinamerika/
In 21 Ländern Lateinamerikas und der Karibik fördert die Friedrich Ebert Stiftung gesellschaftspolitische Projekte. Ziel ist es, mit dazu beizutragen, dass demokratische Strukturen durch die Einbeziehung möglichst vieler gesellschaftlicher Gruppen gesichert, ökonomische Reformen und eine Politik der sozialen Gerechtigkeit gefördert und gemeinsame Grundwerte über die gesellschaftspolitische Entwicklung erarbeitet werden. Hier erwartet Sie eine Übersicht über die wichtigsten FES-Projekte in dieser Region, über aktuelle Kurzanalysen und den Zugang zu den Seiten der Länderbüros. Ein Newsletter informiert seit zweimal jährlich über bedeutende politische Weichenstellungen in der Region Lateinamerika und die Entwicklung unserer Projekte sowie neue thematische Ansätze der Arbeit.
Internationaler Jugendaustausch- und Besucherdienst IJAB
http://www.ijab.de
Die Internetpräsenz des Internationalen Jugendaustausch- und Besucherdienstes der Bundesrepublik Deutschland (IJAB) e.V. präsentiert sich seit kurzem mit neuem Erscheinungsbild. Angebote und Inhalte in den Bereichen Länderfachprogramme, Sprachendienst, Qualitätsentwicklung und Publikationen sowie Webangebote, die vom IJAB in Eigenregie oder in Kooperationsprojekten betrieben werden, sind nun einfacher und schneller verfügbar. Die neue Struktur der Webseite geht mit einem zeitgemäßen Layout einher.
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