Ausgewählte Kurzmeldungen des Monats zur internationalen
Entwicklungszusammenarbeit, herausgegeben von SID Hamburg.
Inhalt
- Wieczorek-Zeul macht Afrika zum Topthema der Doppelpräsidentschaft
- Arbeitsprogramm zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft
- VENRO: Wirtschaftsabkommen mit Armutsrisiko
- NRO-Forderungen zu den EPA-Verhandlungen
- ILO: Weltweite Arbeitslosigkeit auf historischem Höchststand
- Weltbank: Wachstum wird im Süden stattfinden
- UNICEF: Ermächtigung der Frau erbringt ''doppelte Dividende”
- DIE erhält hervorragende Bewertung des Wissenschaftsrates
- InWEnt: Deutsch-südafrikanische Zusammenarbeit zur Fußball-WM 2010
- Fortbildung
- Publikationen
- Veranstaltungen
- Webseiten des Monats
1. Wieczorek-Zeul macht Afrika zum Topthema der Doppelpräsidentschaft
''Durch die Doppelpräsidentschaft in diesem Jahr bietet sich uns eine historische Chance, neue Impulse für die Entwicklungspolitik zu setzen. Diese Chance werden wir nutzen'', erklärte Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul anlässlich der Vorstellung des 12. Berichts zur Entwicklungspolitik im Bundestag. Wir dürfen nicht nachlassen, uns für die Ärmsten der Armen in der Welt einzusetzen. Ganz im Gegenteil, wir müssen unsere Anstrengungen weiter verstärken. Afrika ist ein Schwerpunkt während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft und des G8-Vorsitzes. Wir setzen uns für ein nachhaltiges und breitenwirksames Wirtschaftswachstum auf unserem Nachbar-Kontinent ein. Dabei wird es auch darum gehen, private Investitionen zu fördern. Die Menschen brauchen Perspektiven für die Zukunft. Dafür werden Europa und G8 verlässliche Partner Afrikas sein. Wir haben Vertrauen in Afrikas Zukunft, Afrika ist ein Kontinent der Chancen. Wir werden uns als Doppelpräsidentschaft dafür einsetzen, dass Afrika diese Chancen nutzen kann'', betonte Bundesentwicklungsministerin Wieczorek-Zeul. Konkret liegt während der deutschen EU-Präsidentschaft die entwicklungsförderliche Ausrichtung der Wirtschaftspartnerschaftsabkommen zwischen der EU und den 78 AKP-Staaten (Afrika, Karibik, Pazifik) an. Ziel Deutschlands ist es, mit den Abkommen eine gerechtere Teilhabe der Entwicklungsländer am globalen Handel zu eröffnen und sie nachhaltig in die Weltwirtschaft einzubeziehen.
http://www.bmz.de/de/presse/aktuelleMeldungen/20070130_vorstellung_ez_programm/index.html
2. Arbeitsprogramm der Bundesregierung zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft:
Der Verband Entwicklungspolitik (VENRO) fordert anlässlich der Vorstellung des Arbeitsprogramms der deutschen EU-Ratspräsidentschaft durch die amtierende EU-Ratspräsidentin Angela Merkel, die Entwicklungsländer ausreichend zu berücksichtigen. In Anspielung auf das Motto der deutschen EU-Ratspräsidentschaft ''Europa gelingt gemeinsam'' sagte die VENRO-Vorsitzende Claudia Warning: ''Europa gelingt nur gemeinsam mit der Welt. Eine gerechte Globalisierung und die Bekämpfung der weltweiten Armut lassen sich nur in Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern verwirklichen.'' Als größter Handelspartner und weltweit wichtigster Geber öffentlicher Entwicklungshilfe trage die EU eine besondere Verantwortung für die internationale Entwicklung, erklärte Warning.
VENRO kritisiert, dass die auswärtige EU-Politik zu sehr auf eigene ökonomische und sicherheitspolitische Interessen abziele. ''Auf die Bedürfnisse der Entwicklungsländer wird in vielen Politikbereichen des Arbeitsprogramms der Bundesregierung nicht eingegangen'', so Warning. Die Bundesregierung solle die EU-Ratspräsidentschaft dazu nutzen, konkrete Schritte zur vermehrten Berücksichtigung entwicklungspolitischer Ziele in anderen europäischen Politikbereichen zu unternehmen. Die VENRO-Vorsitzende begrüßte, dass Afrika im Zentrum der deutschen und der kommenden EU-Ratspräsidentschaften von Slowenien und Portugal stehe und forderte eine langfristige Euro-Afrikanische Partnerschaft mit einem Dialog auf gleicher Augenhöhe. http://www.afrikas-perspektive.de
3. VENRO: Wirtschaftsabkommen mit Armutsrisiko
Afrikanische und deutsche Nichtregierungsorganisationen befürchten eine Verschärfung der Armut in Entwicklungsländern durch die Politik der Europäischen Union. ''Bei den Verhandlungen über die Wirtschaftspartnerschaftsabkommen muss die deutsche EU-Ratspräsidentschaft darauf drängen, dass die EU und die Entwicklungsländer auf gleicher Augenhöhe verhandeln, und die Abkommen die Interessen der Entwicklungsländer berücksichtigen'', sagte die stellvertretende VENRO-Vorsitzende, Christa Randzio-Plath, anlässlich der Vorstellung des entwicklungspolitischen Programms der deutschen EU-Ratspräsidentschaft durch Bundesentwicklungsministerin Wieczorek-Zeul im Entwicklungsausschuss des Europäischen Parlaments. ''Auch die afrikanische und europäische Zivilgesellschaft muss ihre Interessen in die Verhandlungen einbringen können'', forderte Randzio-Plath.
Die Bundesregierung hat erklärt, dass die Verhandlungen über die Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (WPA) noch in diesem Jahr abgeschlossen werden sollen. Randzio-Plath betonte, dass die WPA als Entwicklungsinstrumente konzipiert worden seien. ''Damit sie diesen Zweck erfüllen können, muss genügend Zeit bleiben, um Mechanismen zum Schutz der wirtschaftlichen und ländlichen Entwicklung der afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten zu integrieren. Handel fördert nicht automatisch Wachstum und Entwicklung'', erklärte die stellvertretende VENRO-Vorsitzende in Brüssel. VENRO verlange daher, die Frist für die Verhandlungen zu verlängern. http://www.venro.de
4. NRO: Armutsbekämpfung und Entwicklung in den Vordergrund der EPA-Verhandlungen stellen
Gerechte Handelsbeziehungen mit den Ländern Afrikas – das haben über 180 europäische Nichtregierungsorganisationen (NRO) in einem offenen Brief an die amtierende EU-Ratspräsidentin, Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel gefordert. Sie setzen sich dafür ein, dass die EU die afrikanischen Staaten nicht länger zum Abschluss umfassender Freihandelsabkommen, sogenannter Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (kurz EPAs), drängt, sondern ihnen in den laufenden Verhandlungen Alternativen anbietet. Betroffen von diesen Verhandlungen sind auch die Staaten in der Karibik und im Pazifik, die zusammen mit Afrika die sog. AKP-Gruppe bilden. Die europäischen Umwelt- und Entwicklungsorganisationen befürchten, ein freier Handel werde das Ungleichgewicht zwischen den armen AKP-Ländern und den reichen EU-Staaten weiter verschärfen. ''Während ihr Marktzugang in die EU praktisch nicht verbessert wird, sollen die AKP-Länder ihre Zölle für nahezu alle EU-Importe senken, was ihnen die Möglichkeit nimmt, Kleinbauern und kleine Industriebetriebe vor überlegener EU-Konkurrenz zu schützen'', heißt es in dem Brief. Die NRO weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die am wenigsten entwickelten Länder ohnehin einen zoll- und quotenfreien Zugang zu den EU-Märkten haben und sie mithin keinerlei Vergünstigungen mehr erwarten können. Kontakt: Klaus Schilder, Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung (WEED), Tel 030 2759 4405, klaus.schilder @ weed-online.org, http://www.weed-online.org
5. ILO: Weltweite Arbeitslosigkeit auf historischem Höchststand
Die weltweite Arbeitslosenrate verharrt trotz des kräftigen Wirtschaftswachstums unverändert bei 6,3 Prozent. Zwar haben mehr Menschen Arbeit als je zuvor, aber die Zahl der Arbeitslosen stieg im Jahr 2006 ebenfalls leicht auf 195,2 Millionen an und erreichte damit einen historischen Höchststand. Dies ist das Ergebnis der Untersuchung ''Globale Beschäftigungstrends'' der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO).
Es gebe zu wenige menschenwürdige und zugleich produktive Arbeitsplätze, um die 1,37 Mio. arbeitenden Armen und ihre Familien über die Armutsschwelle zu heben. Um Fortschritte bei der Armutsbekämpfung zu erzielen, müsse der Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und Beschäftigung gestärkt werden. Die Schaffung menschenwürdiger Arbeit sei der nachhaltigste Weg zu weniger Armut. Deshalb werde laut ILO 2007 das Ziel ''produktive und menschenwürdige Arbeit für alle'' in die Liste der Millenniumsziele (MDGs) aufgenommen. (Quelle: VENRO 2015 aktuell) http://www.ilo.org/public/english/employment/strat/global.htm
6. Weltbank: Wachstum wird im Süden stattfinden
Mitte Dezember veröffentlichte die Weltbank ihren Bericht ''Global Economic Prospects 2007: Managing the Next Wave of Globalization''. Bis zum Jahr 2030 werde die globale Wirtschaft voraussichtlich von derzeit 35 Bio. US-Dollar auf 72 Bio. US-Dollar anwachsen. Ein Grossteil dieses Wachstums werde im Süden stattfinden. Derzeit erzielten Entwicklungsländer ein Wirtschaftswachstum von knapp sieben Prozent. Dies werde dazu führen, dass sich die Anzahl der Menschen, die mit weniger als einem US-Dollar pro Tag auskommen müssen, von derzeit ca. 1,1 Mrd. bis 2030 auf etwa 550 Mio. halbieren werde. Dennoch bestünde die Gefahr, dass das weltweite Wirtschaftswachstum an einigen Regionen vorbeigehen könnte, insbesondere an Afrika. Außerdem werde nicht nur die Ungleichheit zwischen Staaten sondern auch innerhalb der einzelnen Länder zunehmen. Bis zum Jahr 2030 werde des Weiteren der Welthandel auf etwa 27 Bio. US-Dollar mehr als verdreifachen und dann zu etwa einem Drittel zur globalen Wirtschaft beitragen. Auch ein Grossteil dieses Wachstums werde zugunsten der Länder des Südens erfolgen. (Quelle: VENRO 2015 aktuell)
http://econ.worldbank.org
7. UNICEF: Ermächtigung der Frau erbringt ''doppelte Dividende”
Dass die Beseitigung der Diskriminierung von Frauen eine ''doppelte Dividende'' ergäbe, legte das UN Weltkinderhilfswerk (UNICEF) in seinem bereits Mitte Dezember veröffentlichten ''State of the World’s Children Report 2007'' dar. Nicht nur die Frauen und Mädchen selbst profitierten sondern auch ihre Kinder aufgrund der deutlich positiven Wirkungen auf ihr Überleben und Wohlergehen. Trotz der erzielten Fortschritte hinsichtlich der Stellung der Frau in den vergangenen Dekaden sei das Leben von Millionen Frauen und Mädchen immer noch überschattet von Diskriminierung, Entmachtung und Armut. Sie seien überproportional von HIV/Aids betroffen und verdienten zumeist weniger als Männer für die gleiche Arbeit. Schätzungen zufolge liege das Einkommen von Frauen weltweit durchschnittlich etwa 20 Prozent unter dem der Männer in gleichen Positionen. Überall auf der Welt seien Frauen Opfer physischer und sexueller Gewalt mit oft geringer Aussicht auf Gerechtigkeit. (Quelle: VENRO 2015 aktuell)
http://www.unicef.org/sowc07/docs/sowc07.pdf
8. DIE erhält hervorragende Bewertung des Wissenschaftsrates
Die Forschungs-, Beratungs- und Ausbildungsarbeit des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) erhält vom Wissenschaftsrat eine sehr positive Bewertung. In der nun veröffentlichten Stellungnahme des Wissenschaftsrates zu dem in Bonn angesiedelten DIE wird die hochwertige Forschungs- und Beratungsleistung des Institutes auf dem Gebiet der Entwicklungspolitik unterstrichen. Auch die Ausbildung von jungen Führungskräften am DIE ist deutschlandweit einzigartig und der Wissenschaftsrat betont, dass die Forschungs-, Beratungs- und Ausbildungsaufgaben eng miteinander verzahnt sind. Begrüßt wurde vom Wissenschaftsrat auch die Gründung der Global Governance School, die im Rahmen des Fortbildungs- und Dialogprogramms ''Managing Global Governance'' vom DIE durchgeführt wird.
http://www.wissenschaftsrat.de/texte/7701-07.pdf
9. InWEnt: Deutsch-südafrikanische Zusammenarbeit zur Fußball-WM 2010
Südafrika bereitet sich auf die Fußballweltmeisterschaft 2010 vor. Am 19. Januar 2007 kamen Vertreter aus den WM-Städten 2006 im Alten Bonner Rathaus zum Auftakt des InWEnt-Projektes ''Kompetenz und Stärkung kommunaler Zusammenarbeit und Entwicklung'' zusammen. Ziel ist, die südafrikanischen Austragungsorte bei der Vorbereitung der Fußball-WM 2010 zu unterstützen. Die InWEnt-Servicestelle Kommunen in der Einen Welt berät und vernetzt deutsche und südafrikanische Städte, um kommunale WM-Partnerschaften auf den Weg zu bringen. Eine entwicklungspolitische Öffentlichkeits- und Bildungskampagne in Deutschland begleitet diese Zusammenarbeit.
http://www.service-eine-welt.de
10. Fortbildung
Internationale Jugendtagung: Gleiche Rechte für Mädchen und Jungen
http://www.plan-deutschland.de
Berlin, 8.-9. Februar 2007, Veranstaltungszentrum Palisa.de
28 Mädchen und Jungen von Jugendorganisationen aus Indien, Ägypten, Burkina Faso, Kolumbien, Paraguay, Großbritannien, Norwegen und Deutschland sprechen in einem dreitägigen Workshop über Gleichberechtigung und überlegen konkrete Schritte zur Chancengleichheit. Gäste sind willkommen. Anmeldung: Susanne Matthies, Tel. 040 61140-194, susanne.matthies @ plan-international.org
Symposium: Zwischen Hörsaal und Projekt
http://www.gtz.de/de/unternehmen/2383.htm
Berlin, 8. Februar 2007, 9 Uhr, GTZ-Haus, Reichpietschufer 20
Ziel der GTZ-Initiative ist es, den Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis der Internationalen Kooperation zu stärken. ''Zwischen Hörsaal und Projekt'' möchte Studierende fachübergreifend für Fragen der Internationalen Kooperation sensibilisieren und dazu motivieren, frühzeitig wissenschaftliche Verantwortung für Themen der Internationalen Zusammenarbeit zu übernehmen. Die Initiative richtet sich an Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen an den Hochschulen Berlins und in den Neuen Bundesländern und trägt seit 2001 zum kontinuierlichen Wissensaustausch zwischen Wissenschaft und entwicklungspolitischer Praxis bei.
Fachtagung Migration in und nach Europa
http://www.bpb.de/veranstaltungen/WSHS3Q
Berlin, 8.-11. Februar 2007
Von Europa ausgehend wird die Bedeutung der Migration für Deutschland fokussiert. Angesprochen sind junge Menschen, die einen wissenschaftlichen und politischen Zugang zum Thema Migration suchen.
Seminar: Interkulturelle Mediation
http://www.forumzfd.de/aka_termine.html
Königswinter, 9.-11. Februar 2007, Arbeitnehmer-Zentrum
Seminar des Instituts Frieden und Demokratie der FernUniversität Hagen und der Akademie für Konflikttransformation zu Methoden der Zivilen Konfliktbearbeitung. Trainer: Roland Schüler, Friedensbildungswerk Köln. Anmeldung: Martin Steber, tel. 0228 9814473, steber @ forumzfd.de
Gossner Mission: Sambia-Tagung 2007, Menschenrechte im Blick
http://www.gossner-mission.de/pdf/Sambia_Tagung.pdf
Wiesbaden-Naurod, 16.-18. Februar 2007
''David gegen Goliath? Die entwicklungspolitische Kohärenz
zukünftiger Freihandelsabkommen zwischen Afrika und der EU''
http://www.weed-online.org/themen/453775.html
Berlin, 27. Februar 2007
Veranstaltet von EED / Germanwatch / tdh / Welthaus Bielefeld / Werkstatt Ökonomie in Kooperation mit WEED, Info: Klaus Schilder, klaus.schilder @ weed-online.org
Tagung Evaluation im deutschsprachigen Raum'
http://www.eval-dach.ch
Basel, 15.-16. März 2007, Universität Basel
Die zweitägige Veranstaltung hat zum Ziel, den Stand der Evaluation in Deutschland, Österreich und der Schweiz aufzuarbeiten. An der Tagung, die gemeinsam von der Gesellschaft für Evaluation (DeGEval), der Schweizerischen Evaluationsgesellschaft (SEVAL) und der Fachhochschule Nordwestschweiz, Hochschule für Soziale Arbeit (FHNW-HSA), an der Universität Basel durchgeführt wird, wird der Stand der Evaluation in zehn Themenfeldern aufgearbeitet und diskutiert. Dies sind namentlich Bildung, Energie, Verkehr und Umwelt, Entwicklungszusammenarbeit, Gesundheit, Institutionelle Politik, Soziale Arbeit, Agrarpolitik, Raumentwicklung, Regional- & Strukturpolitik, Arbeitsmarktpolitik sowie Forschung und Technologie. Anmeldung bis 15. Februar.
FES: Online-Modul zum Thema Globalisierung
http://www.fes-online-akademie.de/index.php?&scr=themen&t_id=7
Die Online-Akademie der FES hat ein neues Modul zum Thema ''Globalisierung'' veröffentlicht. In einer Fülle von Texten, Studien und durch praxisnahe Lernmaterialien werden Orientierungswissen und Motivation zur Mitgestaltung der Globalisierung vermittelt.
11. Publikationen
Das Maputo-Protokoll der Afrikanischen Union
http://www2.gtz.de/dokumente/bib/06-0894.pdf
Das über 30-seitige Protokoll ist ein regionales Instrument zum Schutz der Menschenrechte von Frauen und bezeichnet sich selbst als erstes rechtliches Instrument, das die afrikanische Frau vor allen Formen des Missbrauchs schützen wird. In insgesamt 31 Artikeln werden spezifische Rechtsansprüche zum Schutz von Frauen und Mädchen in Afrika unter Berücksichtigung der sozio-kulturellen Rahmenbedingungen formuliert.
Afrikanische Sicherheitsarchitektur – ein aktueller Überblick
http://www.giga-hamburg.de
GIGA Focus Afrika 2007 von Wolf Kinzel
Nord-Süd Info-Dienst Nr. 91
http://www.forumeinewelt.de
Themen: Zentralasien im Focus der deutschen EU-Ratspräsidentschaft, Afghanistan: Licht und Schatten, von Detlef Dzembritzki MdB, Für eine gerechte, solidarische und lebenswerte Welt, Erklärung des SPD-Parteivorstands zur deutschen G8-Präsidentschaft.
Nepal im Umbruch
http://swp-berlin.org/de/produkte/swp_aktuell_detail.php?id=6771
SWP-Aktuell 2007/A 01 von Roland Götz
Behinderung und Entwicklung
http://www2.gtz.de/dokumente/bib/06-0866.pdf
Das GTZ-Politikpapier verdeutlicht, wie wichtig die Berücksichtigung der Belange von Menschen mit Behinderungen für die weltweite Armutsbekämpfung und die Erreichung der Millennium Development Goals (MDGs) ist. Es stellt die Ausrichtung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) in diesem im Bereich dar, bietet eine kurze Übersicht über bisherige Aktivitäten und gibt weitere Impulse für die Kooperation in diesem sensiblen Bereich.
Fördertöpfe 2007 für Vereine, selbstorganisierte Projekte und politische Initiativen
http://www.netzwerk-selbsthilfe.de/online/bestellen
Praxisorientiertes Nachschlagewerk für alle Gruppen und Initiativen, die nach neuen Finanzierungswegen zur Verwirklichung ihrer Projektideen suchen. Die Broschüre portraitiert mehr als 150 Stiftungen und Förderquellen und bietet umfangreiche Tipps zu Fördermöglichkeiten in den Bereichen Bildung, Jugend, Arbeit, Soziales, Migration, Entwicklungspolitik, Antifaschismus, Integration, Wohnen, Kultur, Frauen, Globalisierungskritik und Umwelt.
Ausgabe 104 der PERIPHERIE
http://www.zeitschrift-peripherie.de/nr95.htm
Die Ausgabe 104 der PERIPHERIE. Zeitschrift für Politik und Ökonomie in der Dritten Welt'' unter dem Titel ''Kultur und Macht'' wirft einen kritischen Blick auf das klassische Verständnis, wonach Kultur etwas den ''Niederungen'' der Macht entzogenes ''Höheres'' und ''Geistiges'' sei. Denn faktisch sind ''kulturelle'' Handlungen Formen gesellschaftlichen Handelns. Ferner bietet die Ausgabe außerhalb des Schwerpunktes einen Beitrag über Regieren durch Unsicherheit am Beispiel der Polizei in Mexiko.
12. Veranstaltungen
Podiumsdiskussion: Hamburger Beiträge zur Umsetzung der Millenniumsziele
http://www.ewnw-hamburg.de/aktuelles_news/
Hamburg, 7. Februar 2007 18h00, Universität, Asien-Afrika-Institut, Raum 221
Mit den Veranstalter der Ringvorlesung: Prof. Dr. Jürgen Oßenbrügge (Universität Hamburg), Prof. Dr. Christof Parnreiter (Universität Hamburg), Heiko Möhle (Eine Welt Netzwerk Hamburg) und den
Hamburger Bürgerschaftsabgeordneten: Lars Dietrich (CDU), Manuel Sarrazin (GAL), Jürgen Schmidt (SPD).
Moderation: Burkhard Plemper, Journalist.
Die Ringvorlesung ''Die UN-Milleniumsziele: Eine Roadmap für globale und lokale Entwicklung'' wird gefördert von der Senatskanzlei Hamburg, Inwent und NUE.
SID Bonn: EPF mit Herrn Dr. Eisenblätter
http://de.groups.yahoo.com/group/entwicklungspolitik/message/1297
Bonn, 8. Februar 2007, 17h30, GTZ Haus Tulpenfeld 2
Herr Dr. Eisenblätter, Geschäftsführer der GTZ, wird zum Thema ''Welche Rolle hat die bilaterale EZ bei der Vertretung des westlichen Wertesystems?'' sprechen. Anlass zu dieser Debatte gaben mehrere Reden des englischen Premierministers Blair Ende des vergangenen Jahres, in der er die Auseinandersetzungen in Afghanistan, Irak, Naher Osten, Kaschmir als einen Kampf um Globale Werte bezeichnete, der nicht mit militärischen Mittel alleine, sondern nur mit einem kühnen und konsistenten Einsatz für die westlichen Werte (er nennt: Toleranz, Freiheit und Respekt vor Andersartigkeit) gewonnen werden könne. Die Veranstaltung wird moderiert von Dr. Günther Oldenbruch.
Brasilientreffen 2007 Globalisierung und Armut
http://www.eine-welt-info.de/veranstaltungen/event.ked.20070109/index.html
Hamburg, 9.-11. Februar 2007, 18h00, Missionsakademie, Ruppertistr. 67
Das jährliche nordelbische Brasilientreffen dient dem gegenseitigen Austausch und setzt sich am Beispiel Brasiliens mit der Globalisierung auseinander. Eingeladen sind vor allem Menschen, die Partnerschaften mit Gruppen und Gemeinden in Brasilien pflegen, und alle, die durch die Beschäftigung mit diesem faszinierenden Land und seinen Menschen ihren Blick für die eigene Lebenswirklichkeit schärfen wollen. Welche Schwerpunkte wird die wieder gewählte Regierung Lula setzen? Was kann die Bevölkerung erhoffen?
Feierstunde: 15 Jahre Bildung für nachhaltige Entwicklung bei artefact
http://www.artefact.de
Glücksburg, 13. Februar 2007, Bremsbergallee 35
Seit fünfzehn Jahren werden im Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact in Glücksburg, maßgeschneiderte Qualifizierungen für Fachleute und Multiplikatoren aus dem In- und Ausland durchgeführt. Als bundesweit erste Einrichtung bot und bietet artefact, das Zentrum für nachhaltige Entwicklung, Fortbildungen zu Zukunftstechnologien wie Wind- und Solarenergie an, die im artefact-Zentrum in Glücksburg, aber auch im Ausland durchgeführt werden. Anmeldung: Werner Kiwitt, tel. 04631-61160, fax -611628, info @ artefact.de
Aktionsnetzwerk globale Landwirtschaft mobilisiert gegen den G8-Gipfel
http://dissentnetzwerk.org/wiki/Aktionsnetzwerk_globale_Landwirtschaft
Globale Landwirtschaft in katastrophalen Zuständen: Jedes Jahr sterben weltweit 30 Millionen Menschen an den Folgen von
Hunger und Unterernährung. Unterschiedliche Prozesse wie erzwungene Marktöffnungen, Preisdiktate durch Supermarktketten oder die Subventionierung der Lebensmittelproduktion für den Export zerstören systematisch die Existenzgrundlagen unzähliger Kleinbauern und -bäuerinnen insbesondere in den ärmeren Ländern. Monokulturen und Massentierhaltung haben katastrophale Auswirkungen auf natürliche Ressourcen wie Böden, Wasser oder biologische Vielfalt. Das Aktionsnetzwerk wird an mehreren Terminen mit Aktionen und Veranstaltungen an die Öffentlichkeit treten. (Quelle: BUKO)
Weitere Veranstaltungshinweise:
http://www.eine-welt-info.de/veranstaltungen/index.html
http://ourworld.compuserve.com/homepages/Duenbostel_J/termin3w.htm
http://www.service-eine-welt.de/veranstaltung/Veranstaltungen.html
13. Webseiten des Monats
Angebote zum G8-Gipfel
Im Sommer treffen sich die Chefs der acht mächtigsten Industrienationen (USA, Kanada, Japan, Großbritannien, Frankreich, Italien, Deutschland und Russland) zur alljährlichen informellen Runde. Der G8-Gipfel vom 6. bis zum 8. Juni 2007 in Heiligendamm bei Rostock wird von zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen aus unterschiedlichen Spektren begleitet. Hier gibt es eine kurze Linkliste zu Seiten, die Informationen zu den geplanten Aktivitäten und über die G8 enthalten. Quelle: Eine Welt Netzwerk Hamburg
Das offizielle G8-Online Portal der Deutschen Bundesregierung
http://www.g-8.de/Webs/G8/DE/Homepage/home.html
Sonderseiten des BMZ zu EU-Ratspräsidentschaft und G8-Vorsitz
Motto: ''Armut bekämpfen - Globalisierung gestalten - Frieden sichern - Umwelt schützen'' http://www.bmz.de/de/EU_G8/index.html
Das Aktionsbündnis Gerechtigkeit jetzt! hat die Kampagne ''Weltweit taube Ohren'' initiiert, die beim G8-Gipfel mit zahlreichen Aktionen aufwartet. http://www.gerechtigkeit-jetzt.de
Die G8 NGO-Plattform ist ein Zusammenschluss von ca. 40 Organisationen, v. a. aus dem Umwelt- und Entwicklungsspektrum, die gemeinsam Aktionen und Veranstaltungen zum G8 Gipfel vorbereiten. http://www.g8-germany.info
Ein Bündnis von Gruppen, dem unter anderem die Berliner Gruppe ''Für eine linke Strömung (FelS)'', die norddeutsche Organisation ''AVANTI'' und die Hamburger Zeitung ''analyse + kritik'' angehört, gibt als ''Interventionistische Linke'' die Mobilisierungszeitschrift G8-Xtra heraus. http://www.g8-2007.de
Das Netzwerk Friedenskooperativestellt eine Kalender mit zahlreichen Veranstaltungen zum G8-Gipfel bereit. http://www.friedenskooperative.de
Netzwerk der internationalen Studierenden und AbsolventInnen der Universität Hamburg
http://www.uni-hamburg.de/ALiNT
ALumni iNTernational wurde im Wintersemester 2006/07 ins Leben gerufen. Es richtet sich an internationale Studierende in ihrer letzten Studienphase richtet sich an internationale DoktorandInnen und ermöglicht den Kontakt zwischen der Universität Hamburg und ihren ehemaligen internationalen Studierenden fördert den Kontakt und die Vernetzung der internationalen Studierenden der Universität Hamburg über die Studienzeit hinaus bietet ein Informations- und Serviceangebot zu beruflichen Themen speziell für internationale Studierende.
Datenbank-Infosystem (DBIS)
http://www.bibliothek.uni-regensburg.de/dbinfo/?bib_id=allefreien
Das Datenbank-Infosystem (DBIS) ist ein kooperativer Service zur Nutzung wissenschaftlicher Datenbanken. Momentan umfasst das Datenbank-Infosystem 4784 Einträge. Davon sind 1738 Datenbanken frei über das Internet verfügbar. Daneben bieten die Anwenderbibliotheken zusätzlich ihren Nutzern Informationen zum eigenen Bestand lizenzierter Datenbanken.
Handbuchs der Menschenrechtsarbeit online
http://www.fes.de/handbuchmenschenrechte
Einführung in die Menschenrechte, Präsentation der Menschenrechtsarbeit von 40 Nichtregierungsorganisationen, dem Deutschen Bundestag und den Bundesministerien, Tipps und Kontaktdaten usw. machen das Handbuch unentbehrlich bei der ehren- und hauptamtlichen Menschenrechtsarbeit.
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