Ausgewählte Kurzmeldungen des Monats zur internationalen
Entwicklungszusammenarbeit, herausgegeben von SID Hamburg.
Inhalt
- Breite Kritik an Polizeiwillkür gegen G8-Proteste
- G8: Industrieländer halten ihre Versprechen nicht ein
- G8: Entschuldungsbündnis fordert Streichung der illegitimen Schulden Afrikas
- Worldwatch-Bericht: Zur Lage der Welt 2007 - Der Planet der Städte
- Europäische Regierungen verfehlen Ziele für Entwicklungsfinanzierung
- Mehrheit der Deutschen würde Entwicklungshilfe verdoppeln
- Halbzeit: Wo steht die Welt auf dem Weg zu den Millenniums-Entwicklungszielen?
- Bundestagsresolution zu Streumunition: Prominente appellieren an Abgeordnete
- Germanwatch legt Beschwerde gegen Volkswagen ein
- Kongress McPlanet.com fordert Klima der Gerechtigkeit
- Berlin: Zeitzeugen der Entwicklungszusammenarbeit gesucht
- Fortbildung
- Publikationen
- Webseiten des Monats
- Veranstaltungen
1. Breite Kritik an Polizeiwillkür gegen G8-Proteste
Mit scharfer Kritik am Vorgehen von Bundesanwaltschaft und Polizei hat das globalisierungskritische Netzwerk Attac auf die Durchsuchungen von Büros, Wohnprojekten, Buchläden und Kulturzentren in Berlin, Hamburg und vier weiteren Bundesländern reagiert. ''Der politische Effekt dieser Großaktion ist offensichtlich: Es handelt sich um eine Maßnahme, den demokratischen Protest gegen den G8-Gipfel insgesamt zu diskreditieren'', sagte Peter Wahl vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis. http://www.weed-online.org/themen/554785.html
''Die Hausdurchsuchungen, die in einer polizeilichen Großaktion bei einem Teil der Organisatoren des globalisierungskritischen Protestes durchgeführt wurden, setzen einen ersten Höhepunkt unverhältnismäßiger staatlicher Repression. Die Grundrechte auf Versammlungs- und Meinungsfreiheit wurden auf diese Weise massiv verletzt, der bundesrepublikanischen Demokratie wurde schwerer Schaden zugefügt, erklärte des Komitee für Grundrechte und Demokratie.
http://www.grundrechtekomitee.de/ub_showarticle.php?articleID=233
''Vom 11. September 2001 bis zum Morgen des 9. Mai 2007 gab es in Deutschland eine ziemlich einvernehmliche Interpretation dessen, was die Bedrohung durch Terrorismus bedeutet: Attentate mit Toten und Verletzten durch islamistische Terroristen'', schrieb die SZ, nachdem die Bundesanwaltschaft in Hamburg und anderen norddeutschen Bundesländern 40 Gebäude durchsuchen ließ. Fast 1000 PolizistInnen waren wegen des Terrorismus-Vorwurfs im Einsatz. Die Süddeutsche Zeitung fragte: ''Geht es nicht ein paar Nummern kleiner?''
''Die heutigen Untersuchungen sollten Aufschluss bringen über die Strukturen und die personelle Zusammensetzung von diesen Gruppierungen, und dienten nicht in erster Linie zur Verhinderung von konkreten Anschlägen. Dafür gab's keine Anhaltspunkte'' wurde am Abend der Sprecher der Bundesstaatsanwaltschaft, Andreas Christeleit, im Heute-Journal zitiert. Klarer drückt es laut Spiegel Online ein Ermittler aus: ''Wir haben in den Busch geschossen, nun sehen wir, was und wer sich dort bewegt.''
Organisationen, die zum Protest gegen den G8-Gipfel aufrufen, betrachten die Durchsuchungen als Versuch, eine soziale Bewegung zu kriminalisieren.
http://www.ewnw-hamburg.de/aktuelles_news/gro_razzia_bei_g8_gegnern
2. Zwischenstand vor dem G8-Gipfel: Industrieländer halten ihre Versprechen nicht ein
Die G8-Länder sind dabei, ihre 2005 in Gleneagles gegebenen Versprechen zu brechen. Damals sagten die reichen Länder zu, die Summe der jährlichen Entwicklungshilfe bis zum Jahr 2010 um 50 Milliarden US-Dollar zu erhöhen. Nach dem derzeitigen Trend werden sie dieses Ziel jedoch um 30 Milliarden US-Dollar verfehlen. Dies geht aus dem aktuellen Oxfam-Bericht ''The World Is Still Waiting'' hervor: http://www.oxfam.de/the_world_is_still_waiting
In ihrer Rede zur entwicklungspolitischen Afrikadebatte unterstrich Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul im Bundestag die Herausforderungen, aber auch die großen Chancen für die Entwicklung des Kontinents. ''Afrika ist in Bewegung und wir können helfen, diese Bewegung zu nutzen und Gutes bewirken. Stetiges Klagen und andauernder Afrika-Pessimismus sind fehl am Platz. Die Erfolge in der Entwicklung Afrikas dürfen nicht klein geredet werden und so kann man nicht oft genug daran erinnern: Dank des Schuldenerlasses können nun 20 Millionen Kinder in armen Ländern mehr zur Schule gehen.'' http://www.bmz.de
3. G8: Entschuldungsbündnis fordert Streichung der illegitimen Schulden Afrikas
Das deutsche Entschuldungsbündnis erlassjahr.de und das African Forum and Network on Debt and Development (AFRODAD) wollen hinsichtlich ihrer Forderung nach einer Streichung der illegitimen Schulden Afrikas den Druck auf die Bundesregierung erhöhen. Mit einer Serie von Veranstaltungen in ganz Deutschland sollen der Öffentlichkeit des G8-Gastgeberlandes die afrikanische Wirklichkeit und das anhaltende Schuldenproblem näher gebracht werden.
http://www.epo.de/index.php?option=com_content&task=view&id=2694&Itemid=34
4. Worldwatch-Bericht: Zur Lage der Welt 2007 - Der Planet der Städte
Spätestens 2008 wird die Hälfte der Weltbevölkerung in Großstädten leben. Nach Expertenmeinung werden die großen Fragen von Armut und Umwelt künftig in den Großstädten noch dramatischer als bisher erfahren. Das hat auch die Washingtoner Denkfabrik Worldwatch Institute beschäftigt. In ihrem Bericht ''Our Urban Future'' beschreibt sie Konsequenzen für das persönliche Leben und globale Fragen, zeigt aber auch Ideen auf und berichtet anhand von Fallbeispielen, wie die Großstädte der Welt lebenswerter und nachhaltiger gestaltet werden können.
Der Bericht wird Ende April 2007 auch in deutscher Sprache erscheinen. Mitherausgeber der deutschen Ausgabe sind Germanwatch und die Heinrich-Böll-Stiftung. Das Kapitel, das Germanwatch für die deutsche Ausgabe beisteuert, wird die letzten 15 Jahre seit Rio selbstkritisch beleuchten und ermutigende Akzente nach vorne entwickeln. Die Rio- Konferenz von 1992 hatte in der Agenda 21 erstmals die Bedeutung der Städte und Kommunen für die globale nachhaltige Entwicklung hervorgehoben.
Veranstaltung zum Worldwatch-Bericht 2007 in Hamburg:
Di. 12.06.07, 20 Uhr, Katholische Akademie Hamburg, Herrengraben 4, Eintritt: 6,50 Euro (erm. 4 Euro). In Kooperation mit: Katholische Akademie Hamburg, German Watch Regionalgruppe Hamburg, UmweltHaus am Schüberg und Werkstatt 3. Anmeldung unter: 040 - 36 95 2-111, Fax 36 95 2-101, E- mail: kah-programm @ kk-erzbistum-hh.de
Info: Dr. Hans-Gerd Schwandt, Kath. Akademie Hamburg, Tel. 36 95 2-125, kah-schwandt @ kk-erzbistum-hh.de
5. Europäische Regierungen verfehlen Ziele für Entwicklungsfinanzierung
Der europäische NRO-Dachverband CONCORD kritisiert, dass bedeutende EU-Mitgliedsstaaten ihre zugesagten Ziele für die Entwicklungsfinanzierung verfehlen. Ein heute veröffentlichter CONCORD-Bericht fordert die europäischen Regierungen auf, erheblich mehr Geld an die ärmsten Entwicklungsländer zu transferieren. Der Bericht zeigt auf, dass wichtige Geber, wie Deutschland, Frankreich und Italien, ihre internationale Zusage, mindestens 0,33 Prozent ihres Bruttonationaleinkommens für Entwicklungszusammenarbeit auszugeben, nur durch einmalige Schuldenerlasse sowie die Einbeziehung von Ausgaben für ausländische Studierende und Asylbewerber erreichen. ''Armutsbekämpfung scheint nicht die oberste Priorität für die EU-Hilfe zu sein'', kritisierte CONCORD-Präsident Justin Kilcullen. ''Sicherheit, geopolitische Allianzen und innenpolitische Interessen haben offensichtlich Vorrang'', so Kilcullen weiter. http://www.concordeurope.org/Public/Page.php?ID=3042
6. Mehrheit der Deutschen würde Entwicklungshilfe verdoppeln
In einer von Oxfam bei TNS Emnid in Auftrag gegebenen repräsentativen Meinungsumfrage ''Entwicklungspolitik in Deutschland'' hielten es 71 Prozent der Befragten für wichtig, dass die Bundesregierung ihre Versprechen gegenüber den Entwicklungsländern einhält und bis zum Jahr 2015 die deutsche Entwicklungshilfe verdoppelt. Weitere Ergebnisse der Umfrage unter http://www.oxfam.de/meinungsumfrage_entwicklungshilfe.
7. Halbzeit: Wo steht die Welt auf dem Weg zu den Millenniums-Entwicklungszielen?
In Ihrer Rede vor der Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken zog Karin Kortmann, Parlamentarische Staatsekretärin im Bundesentwicklungsministerium eine Bilanz der Fortschritte auf dem Weg zur Erreichung der Millenniumsentwicklungsziele. Kortmann unterstrich, dass in wesentlichen Bereichen der Millenniumsentwicklungsziele bereits große Fortschritte erzielt worden sind. Global betrachtet werde das Ziel der Halbierung der absoluten Armut nach jetzigem Stand erreicht. Gerade Asien sei Vorreiter, vor allem dank der rasanten Entwicklung in China und Indien. Kortmann forderte die Kirchenvertreterinnen und -Vertreter dazu auf, weiter legitimatorischen Druck auszuüben: ''Klagen Sie die Millenniumsziele in der Politik ein – stellvertretend auch für die, denen es verwehrt ist. http://www.bmz.de
MDG Global Monitoring Report 2007 der Weltbank
http://siteresources.worldbank.org/INTGLOMONREP2007/Resources/3413191-1176390231604/1264-FINAL-LO-RES.pdf
8. Bundestagsresolution zu Streumunition: Prominente appellieren an Abgeordnete
Im Vorfeld der Bundestagsresolution zu Streumunition forderten viele prominente Unterstützer des Aktionsbündnisses Landmine, darunter Anne Will, Ulrike Folkerts, Günther Jauch, Miroslav Klose, Sandra Maischberger und Marius Müller-Westernhagen, sowie mehr als 180 Nichtregierungsorgani-sationen die Delegierten des Deutschen Bundestages auf, für ein voll-ständiges Verbot von Streu-munition zu stimmen. Die Prominenten und weltweit über 200 NGOs betrachten ''Streumunition als ein inakzeptabel unpräzises und unzuverlässiges Waffensystem, welches nicht ausreichend zwi-schen militärischen und zivilen Zielen unterscheiden kann.'' Fordern Sie per E-Mail alle Abgeordneten des Deutschen Bundestages auf, Streubomben und Streumunition zu verbieten: http://www.landmine.de/de.titel/de.ihrprotest/index.html
9. Germanwatch legt wegen klimaschädlicher Konzernstrategie Beschwerde gegen Volkswagen ein
Die umwelt- und entwicklungspolitische Nichtregierungsorganisation Germanwatch hat eine Beschwerde gegen die Volkswagen AG wegen Verletzung der OECD-Leitsätze für Multinationale Unternehmen eingereicht. Die Leitsätze sollen Unternehmensverantwortung - unter anderem im Bereich Umweltschutz - durchsetzen und enthalten detaillierte Handlungsanweisungen für multinational tätige Unternehmen. Germanwatch wirft VW eine klimaschädliche Konzernstrategie vor.
http://www.epo.de/index.php?option=com_content&task=view&id=2662&Itemid=33
10. Kongress McPlanet.com fordert Klima der Gerechtigkeit
Mit scharfer Kritik an der Klimapolitik der Bundesregierung und der Ankündigung, am 2. Juni in Rostock im Rahmen der G8-Proteste für ein ''Klima der Gerechtigkeit'' auf die Straße zu gehen, ist am 10. Mai der dreitägige Kongress McPlanet.com an der TU Berlin zu Ende gegangen. Mehr als 2000 Menschen aus Umweltbewegung und globalisierungskritischer Bewegung, Politik, Wissenschaft und Kirche waren der Einladung zum Kongress gefolgt, der von Attac, BUND, EED, Greenpeace und der Heinrich-Böll-Stiftung, in Kooperation mit dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie veranstaltet wurde.
http://www.epo.de/index.php?option=com_content&task=view&id=2660&Itemid=84
11. Berlin: Zeitzeugen der Entwicklungszusammenarbeit gesucht
Das Entwicklungspolitische Bildungs- und Informationszentrum e.V. Berlin arbeitet an einem
Projekt ''Zeitzeugen der Entwicklungszusammenarbeit''. Ziel des Projekts ist, Widersprüche und Schnittstellen von Entwicklungstheorien, Strategien der EZ und der Praxis vor Ort zu thematisieren. Dabei konzentrieren wir uns 2007 auf die EZ der BRD in den 1960er und 2000er Jahren. Durch persönliche Berichte von (ehemals) in der EZ tätigen Personen sollen Schülerinnen und Schüler einen lebendigen Eindruck von der Praxis der EZ vor Ort bekommen. Die Zeitzeugenberichte werden als schriftliche oder Audio-Datei auf einer Lernplattform dokumentiert und um Hintergrundinformationen zu den ausgewählten Ländern, zu zeitgenössischen EZ-Positionen etc. ergänzt. Für die Zeitzeugenberichte suchen wir Personen, die in den 1960er Jahren in der Entwicklungszusammenarbeit aktiv waren oder seit dem Jahr 2000, und zwar in: Tansania, Nigeria, Indien, Thailand. Bei Interesse am Projekt mitzuwirken wenden Sie sich bitte an Nicola Humpert, humpert @ epiz-berlin.de; Tel. 030/ 61203954.
12. Fortbildung
Internationale Konferenz: Global Governance demokratisieren
http://www.die-gdi.de/die_homepage.nsf/6f3fa777ba64bd9ec12569cb00547f1b/6d9a7b5d797d935bc12572d1003a4075?OpenDocument
Berlin, 31. Mai 2007, 09-17 Uhr, Hertie School of Governance. Die neue Macht der Schwellenländer und die Reformperspektiven für das G-8 Forum, die Vereinten Nationen und die Gipfelarchitektur. Anmeldung: g+h communication, Tel.: 030-236 246 02, Fax: 030-236 246 04, info @ gundh.com
Nigeria: Zu reich für Würde und Recht?
http://www.loccum.de
15. - 17. Juni 2007, Evangelische Akademie Loccum
Entwicklungspolitische Konsultation in der Evangelischen Akademie Loccum
http://www.loccum.de/programm/p0725.html
25. - 27. Juni 2007, Akademie Loccum
Nachhaltige Energiewirtschaft im Dienste der Armutsbekämpfung:
Wachstumsstrategien für Subsahara-Afrika
Im südlichen Afrika könnte sich der Aufbau einer weitgehend eigenständigen, kleinunternehmerisch geprägten Energieversorgungswirtschaft auf der Basis der dezentralen Nutzung regenerativer Quellen als starker Motor für die wirtschaftliche Entwicklung und Armutsbekämpfung erweisen. Diese Konsultation dient der systematischen Reflexion auf die Rahmenbedingungen solcher Zusammenarbeit. An ihrem Ende soll die Bekanntgabe der Gründung eines neuen gemeinnützigen Vereins stehen, der sich dem vielfältigen diesbezüglichen politischen und organisatorischen Aufgabenspektrum zuwenden will: Afrisolar.
Postgraduierten-Studium Internationale Entwicklungszusammenarbeit
http://www.berlinerseminar.de
Bewerbungsschluss: 31. Juli 2007
Seminar für Ländliche Entwicklung (SLE) der Humboldt-Universität, Berlin.
Das Seminar für Ländliche Entwicklung (SLE) der Humboldt-Universität zu Berlin bildet in einem einjährigen interdisziplinären Postgraduierten-Studium Fach- und Führungskräfte für das Berufsfeld der Internationalen Entwicklungszusammenarbeit aus.
Master in Co-operation and Development
http://www.iuss.unipv.it/master_cd
Master in Co-operation and International Economic Integration 2007/08
http://www.iuss.unipv.it/master_ciei
CICOPS; University of Pavia, Italien
13. Publikationen
Glaubwürdigkeit der Mächtigen auf dem Prüfstand: Konkret für Umwelt und Entwicklung handeln! Positionspapier deutscher Nichtregierungsorganisationen zum G8-Gipfel in Heiligendamm
http://www.venro.org/publikationen/archiv/g8_ngo_pospap_dt.pdf
Die G8-Gipfel stehen in der Kritik, mit ihren Beschlüssen keinen Beitrag zur Lösung der zentralen Probleme der Erde zu leisten, sondern sie im schlimmsten Fall noch zu verschärfen. Beim nächsten G8-Gipfel unter deutschem Vorsitz in Heiligendamm haben die Regierungsvertreter die Chance, dieser Kritik entgegenzutreten. Die G8-Staaten werden sich daran messen lassen müssen, ob und wie sich die Runde der mächtigen Nationen den globalen politischen Herausforderungen der Zeit stellt, wie etwa der Entwicklung Afrikas und der Eindämmung des Klimawandels.
Alle Menschen haben ein Gastrecht auf der Erde
http://www.eed.de/de/de.eed/de.eed.news/de.news.449/index.html
Videobeitrag: EED-Vorstand Wilfried Steen über die Erwartungen an den G8-Gipfel
Grünes Licht für den Ausverkauf Afrikas
Deutsche EU-Ratspräsidentschaft drängt auf Freihandel zwischen der EU und Afrika
http://www.eed.de/de/de.eed/de.eed.news/de.news.447/index.html
''Es gibt realistische und entwicklungsorientierte Alternativen zu EPAs, allein der politische Wille fehlt, um diese im EU-Ministerrat umzusetzen'', so Corinna Heineke von Oxfam Deutschland. Die EU wolle die zulässigen Schutzmaßnahmen gegen EU-Exporte und längere Implementierungsphasen auf einige wenige besonders gefährdete Produkte beschränken. ''Die EU muss ihren gegenwärtigen Freihandelskurs aufgeben. Es dürfen keine weitergehenden Marktzugangszugeständnisse von den AKP-Staaten erpresst werden.''
WEED Schuldenreport 2007: Karten neu gemischt?
Umbrüche und aktuelle Tendenzen in den Nord-Süd und Süd-Süd-Finanzbeziehungen
http://www.weed-online.org/publikationen/bestellung/index.html#q_schuldenreport_2007
Der 8. WEED-Schuldenreport liefert einen kritischen Beitrag zur Diskussion der aktuellen weltwirtschaftlichen Trends und der damit einhergehenden machtpolitischen Umbrüche. In Fortsetzung der Tradition der vorherigen Schuldenreporte werden im ersten Kapitel wichtige internationale Statistiken, Fakten und Trends im Überblick präsentiert und in den Kontext der strukturellen Entwicklung des internationalen Finanzsystems gestellt. Im zweiten Kapitel wird eine gründliche Bestandsaufnahme des internationalen Schuldenmanagements vorgenommen, inklusive eines genauen Blicks auf die Ergebnisse der großmundig verabschiedeten Schuldenerlasse der vergangenen Dekade. Im dritten Kapitel folgt eine kritische Einschätzung der Rolle Deutschlands als Gläubiger.
Wie wirksam sind neue Modalitäten der Entwicklungszusammenarbeit?
http://www.die-gdi.de
Stephan Klingebiel, Stefan Leiderer, Petra Schmidt / DIE 2007
Programme-Based Approaches wurden innerhalb weniger Jahre zur meist diskutierten neuen Modalität in der Entwicklungszusammenarbeit (EZ). Sie sind vor dem Hintergrund der Debatten über eine wirksamere EZ zu einem zentralen Hebel bei der Umsetzung neuer Prinzipien und Verfahren geworden. Damit sind PBAs ein zentraler Gegenstand auch in der deutschen entwicklungspolitischen Debatte.
Im vorliegenden Beitrag geht es um drei Anliegen. Erstens sollen PBA-Konzepte und die damit verbundenen Debatten dargestellt und bewertet werden. Zweitens soll die Frage beantwortet werden, welche Hinweise angesichts des jungen Konzeptes vorliegen, ob PBAs tatsächlich zu einer Effizienz- und Effektivitätssteigerung beitragen bzw. zukünftig beitragen könnten. Drittens geht es um eine Bestandsaufnahme und Bewertung der deutschen Entwicklungspolitik bei der Mitwirkung an PBAs.
Vorsicht: Weltbank - Armut, Klimawandel, Menschenrechtsverletzungen
http://www.vsa-verlag.de/vsa/index.html
von Uwe Hoering, hg vom Forum Umwelt und Entwicklung
Europaweit fordern Nichtregierungsorganisationen die Regierungen auf, ihre Zahlungen an die Weltbank einzustellen. Das Buch stellt vor dem Hintergrund der Weltbankpolitik des vergangenen Jahrzehnts die Gründe für diese Kampagne dar. VSA-Verlag Hamburg 2007, 128 Seiten, Preis: 11,80 Euro.
Petersberger Kommuniqué zur europäischen Entwicklungspolitik
http://www.bmz.de/de/zentrales_downloadarchiv/eu_und_g8/petersberger_kommunique_de.pdf
BMZ Broschüre, März 2007, 13 Seiten
SPD Nord-Süd Info-Dienst Nr. 92
http://www.forumeinewelt.de/servlet/PB/menu/1369239/index.html
Afrika in der deutschen EU- und G8-Präsidentschaft, von Heidemarie Wieczorek-Zeul, und Chinas Afrikapolitik, von Dr. Bärbel Kofler.
Friedensentwicklung und Sicherheit: Plädoyer für eine integrative deutsche Sicherheitsstrategie
http://www.frient.de/materialien/detaildoc.asp?id=537
Croll P., Debiel T., Klingebiel S. 2007
Warum die Bundesregierung sich im europäischen Kontext mit zivilen Akzenten in der Sicherheitsstrategie stärker profilieren sollte.
pbp Dossier: Innerstaatliche Konflikte
http://www.bpb.de/themen/K2ATUD
Vom Kosovo nach Kolumbien, von Somalia nach Süd-Thailand: Knapp 280 politische Konflikte schwelen rund um den Globus. Und immer öfter lodern sie gewaltsam auf.
Handbuch zur Evaluation. Eine praktische Handlungsanleitung
http://www.waxmann.com/index2.html?kat/1766.html
Ziel dieses von Reinhard Stockmann heraugegebenen Buches ist es, kompakt und nutzerfreundlich Grundkenntnisse für die Planung, Durchführung und Anwendung von Evaluationen zu vermitteln. Hierfür greift es auf die inhaltlichen Konzepte und Unterlagen zahlreicher Kurse zur Evaluation im In- und Ausland zurück.
Wir brauchen ein neues Wohlstandsmodell
http://www.eed.de/de/de.eed/de.eed.news/de.news.445/index.html
Interview der Zeitschrift eins Entwicklungspolitik mit EED-Vorstand Konrad von Bonin über Klimagerechtigkeit
Mikrokredite: Ein Weg aus der Schuldenfalle?
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/Entwicklungspolitik/kredite.html
Während die deutsche Entwicklungshilfeministerin in Kongo das Hohelied auf Kleinkredite singt, behauptet NGO-Aktivist Khorshed Alam: ''Kredit allein kann Menschen nicht aus der Armut befreien'' Die Grameen Bank und ihr Gründer Muhammad Yunus haben im vergangenen Oktober den Friedensnobelpreis erhalten. Ungeachtet dieser Auszeichnung führt das Mikrokredit-System vielmehr zu weiterer Verarmung, kritisiert der NGO-Aktivist aus Bangladesch Khorshed Alam.
Cohesion Policy 2007-13. Commentaries and official texts
http://ec.europa.eu/regional_policy/
edited by the European Commission responsible for regional policy, January 2007.
Lateinamerika - Viel Demokratie, wenig Staat und kaum sozialer Fortschritt
http://www.fes.de/kompass2020/pdf/Lateinamerika.pdf
Die Staaten Lateinamerikas sehen sich trotz des guten Wirtschaftswachstums und relativ stabiler demokratischer Verhältnisse in zunehmendem Maße gesellschaftlichen Problemen ausgesetzt: Die Kluft zwischen Arm und Reich wird größer, die Fähigkeit des Staates, Einfluss auf innergesellschaftliche Entwicklungen auszuüben, nimmt ab. Auch außenpolitisch sieht sich die Region mit widerstreitenden Interessen konfrontiert. In seinem FES Papier plädiert Wolf Grabendorff dafür, wichtige lateinamerikanische
Länder stärker als Partner Europas in die multilateralen Foren einzubinden.
Mauretanien: Ein schwieriges Amt für Präsident Abdallahi
http://www.giga-hamburg.de//content/publikationen/pdf/gf_nahost_0704.pdf
GIGA Focus Nahost 2007 von Sigrid Faath und Hanspeter Mattes
Verfassungsreferendum in Ägypten: Meilenstein oder Mogelpackung?
http://www.giga-hamburg.de//content/publikationen/pdf/gf_nahost_0703.pdf
GIGA Focus Nahost 2007 von Henner Fürtig
Afghanistan: Staatsaufbau ohne Staat
http://swp-berlin.org/de/produkte/swp_studie.php?id=6925
SWP-Studie 2007/S 04 von Citha D. Maass, Februar 2007, 29 Seiten
14. Webseiten des Monats
Focuss.eu - Suchmaschine für globale Entwicklung
http://focuss.eu
Focuss.eu ist einen hochwertige Suchmaschine für Praktiker, Forscher und Studierende im Bereich der globalen Entwicklung. Anders als normale Suchmaschinen registriert focuss.eu eine spezifische Auswahl der elektronischer Inhalte, vorausgewählt von den teilnehmenden Bibliothekaren, Forschern und Praktikern. Sie können selbst beitragen, indem sie ihre Bookmarks addieren.
Neue Datenbank zur UN-Bildungdekade
http://www.dekade.org/datenbank
Die neue Datenbank der UN-Dekade ''Bildung für nachhaltige Entwicklung'' ist online. Sie können in dieser Datenbank nicht nur nach den ausgezeichneten Projekten suchen, sondern auch die Namen und Kontaktdaten der Akteure der Allianz ''Nachhaltig lernen'' recherchieren.
Flower Label Program - Faire Schnittblumen weltweit
http://www.fairflowers.de
Das Flower Label Program (FLP) hat das Ziel, die Umsetzung von Umwelt- und Sozialstandards im weltweiten Blumenanbau voranzutreiben. Es wird von Menschenrechtsorganisationen, Gewerkschaften, Blumenhändlern und -produzenten getragen. Seit 1998 wird FLP als Gütesiegel an Farmen vergeben, die ihre Blumen gemäß den Standards des ''International Code of Conduct'' (ICC) kultivieren. In Deutschland kann man derzeit in ca. 1.300 Fachgeschäften Schnittblumen - insbesondere Rosen - mit dem Flower-Siegel erhalten. Wir freuen uns, wenn auch Sie soziale Verantwortung übernehmen und mit dem Kauf von FLP-zertifizierten Blumen und/oder als Fördermitglied die Arbeit unseres gemeinnützigen Vereins unterstützen.
15. Veranstaltungen
EIRENE wird 50
Der internationale christliche Friedens- und Entwicklungsdienst EIRENE feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Jubiläum.
Im Rahmen der Jubiläums finden mehrere Veranstaltungen statt.
http://www.eirene.org/jubilaeum/
One World Village
http://www.one-world-village.de
Berlin-Alexanderplatz 12. - 27. Mai 2007
Das One World Village bietet dem Besucher umfassende Informationen und Entertainment rund um die Millenniumsentwicklungsziele und die Arbeit der Bundesrepublik zur Erreichnung dieser Ziele.
Deutsches Weltbankforum und Africa Partnership Forum
http://www.gtz.de/de/unternehmen/19706.htm
Berlin, 21. - 23. Mai 2007
Die Reformpartnerschaft mit Afrika ausbauen, nachhaltiges Wirtschaftswachstum fördern - das sind zentrale Schwerpunkte der deutschen Doppelpräsidentschaft in EU und G8. Diese Ausrichtung bestimmt die Programme des diesjährigen Weltbankforums und des Africa Partnership Forums in Berlin, den afrikapolitischen Höhepunkten einen Monat vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm.
Öffentliche Beschaffungspolitik - Podiumsdiskussion und Werkstattgespräch
Ein Instrument zur Umsetzung von Arbeitsrechten und Umweltstandards in globalen Zulieferketten?
http://www.weed-online.org/themen/aktuell/544327.html
Köln, 30. Mai 2007, Universität
Die Computer-Branche gilt als saubere und fortschrittliche Zukunftstechnologie. Dass die Produktion moderner Kommunikationstechnologien häufig unter höchst belastenden und ökologisch folgeschweren Bedingungen stattfindet, dringt erst langsam an die Öffentlichkeit und Regulierungsinitiativen befinden sich noch in der Anfangsphase.
Value Chains for Broad-based Development
http://www.gtz.de/de/unternehmen/19410.htm
30. Mai 2007 bis 31. Mai 2007, Mövenpick Hotel, Berlin
Eine besondere Herausforderung im Sinne der nachhaltigen Armutsreduzierung liegt darin, die Wettbewerbsfähigkeit regionaler und kleiner Zulieferer zu globalen Ketten zu stärken.
Podiumsdiskussion ''Südafrikas Rolle in Afrika – Hegemon oder Zivilmacht?''
http://www.giga-hamburg.de//content/publikationen/pdf/gf_nahost_0705.pdf
Berlin, 07. Juni 2007, 19-21 Uhr, Landesvertretung Hamburg, Jägerstr. 1-3, 10117 Berlin.
Anmeldung mit dem Stichwort ''Südafrika'' per E-mail: iaa @ giga-hamburg.de oder per Fax 040 42825-511.
Jahreskongress 'cities for mobility - mobility for citizens'
http://www.gtz.de/de/aktuell/19724.htm
11. Juni 2007 bis 12. Juni 2007, Stuttgart, Rathaus
Veranstaltung zum Worldwatch-Bericht 2007 in Hamburg:
http://kk-erzbistum-hh.de
Di. 12.06.07, 20 Uhr, Katholische Akademie Hamburg, Herrengraben 4, Eintritt: 6,50 Euro (erm. 4 Euro). In Kooperation mit: Katholische Akademie Hamburg, German Watch Regionalgruppe Hamburg, UmweltHaus am Schüberg und Werkstatt 3. Anmeldung unter: 040 - 36 95 2-111, Fax 36 95 2-101, E- mail: kah-programm @ kk-erzbistum-hh.de
Info: Dr. Hans-Gerd Schwandt, Kath. Akademie Hamburg, Tel. 36 95 2-125, kah-schwandt @ kk-erzbistum-hh.de
Migration im Kontext II: Migration und Arbeit
http://www.gtz.de/de/unternehmen/19341.htm
12. Juni 2007, GTZ-Haus, Berlin
Die Interessen von Herkunfts- und Aufnahmeländern in Fragen der Arbeitsmigration in Ausgleich zu bringen, wird eine der großen Herausforderungen der kommenden Jahre sein. Die gemeinsam mit der Internationalen Organisation für Migration (IOM) organisierte Konferenz findet im Rahmen der Konferenzreihe ''Migration im Kontext'' statt.
Spart endlich an der Rüstung!
Das Hamburger Forum unterstützt die bundesweite Unterschriftensammlung des Bundesausschusses Friedensratschlag ''Spart endlich an der Rüstung!'' . Sie läuft bis zum 15. September 2007 und soll dann dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags übergeben werden. Beteiligt euch bitte an der Sammlung. Hier geht's zum Download der Unterschriftenliste:
http://freenet-homepage.de/hamburgerforum/Spartendlich-B.pdf
Die Millennium-Entwicklungsziele – Eine besondere Herausforderung für Afrika und die Entwicklungspolitik
http://www.die-gdi.de
Bonner Konferenz für Entwicklungspolitik 2007, 18.-19. Oktober 2007, Posttower
Anmedlung: lab concepts, Fax: +49 (0) 288 24 98 111, info @ lab-oncepts.de
Weitere Veranstaltungshinweise finden Sie hier:
http://www.eine-welt-info.de/veranstaltungen/index.html
http://ourworld.compuserve.com/homepages/Duenbostel_J/termin3w.htm
http://www.service-eine-welt.de/veranstaltung/Veranstaltungen.html
http://www.uport-hh.de/veranstaltungen/veranstaltungskalender
Impressum: SID Chapter Hamburg
Gesellschaft für internationale Entwicklung Hamburg e.V.
c/o First Global Liaison, Bismarckstr. 69b, 20259 Hamburg.
Verantw. Redakteur: Karsten Weitzenegger, karsten.weitzenegger @ sid-hamburg.de
Die Society for International Development (SID - www.sidint.org), ein globales Netzwerk von Personen und Institutionen aus der Entwicklungspolitik, feiert dieses Jahr ihren 50. Jahrestag. Im Einsatz für soziale Gerechtigkeit und strukturellen Wandel hat SID immer eine vermittelnde und unterstützende Rolle unter den fortschrittlichen Gruppen der Zivilgesellschaft eingenommen. SID verbindet Aktivsten, Experten Wissenschaftler und Politiker auf kommunaler, nationaler und globaler Ebene. Unsere Aktivitäten bieten Gelegenheit zum Austausch von Wissen und Information. Unser Grundsatz dabei ist, dass Entwicklung nur durch Dialog und Zusammenarbeit erreicht werden kann.
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