SID-Hamburg Rundbrief September 2007

SID Hamburg

Ausgewählte Kurzmeldungen des Monats zur internationalen
Entwicklungszusammenarbeit, herausgegeben von SID Hamburg.


Inhalt

  1. weltwärts - neuer entwicklungspolitischer Freiwilligendienst des BMZ
  2. Bundesweite Eröffnung der Fairen Woche 2007
  3. STAND UP-WORKSHOP in Hamburg
  4. Verbände protestieren gegen Schließung des Deutschen Orient-Instituts
  5. E-Mail-Aktion: Stoppen Sie ungerechte Freihandelsabkommen
  6. Internationaler Stop-EPA-Tag
  7. EED für staatliche Entwicklungszusammenarbeit mit China
  8. EU-Agrarsubventionen: Offener Brief wegen Transparenz-Maßnahmen
  9. Neue Leitlinien für Entwicklungspolitik in NRW
  10. Kinderrechte ins Grundgesetz: Geben Sie online Ihre Stimme ab!
  11. Fortbildung
  12. Publikationen
  13. Webseiten des Monats
  14. Veranstaltungen

Andere Gedanken

Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden. Philip Rosenthal


SID Stammtisch Entwicklungspolitik Hamburg

Nächster Termin: Mittwoch, 26. September 2007, ab 19 Uhr in der
Hamburg Language Lounge, Springeltwiete 2, 20095 Hamburg

Hier treffen sich jeden Monat Leute, die an einem Austausch zu Entwicklungspolitik und Entwicklungszusammenarbeit interessiert sind. Neben dem lockeren Beisammensein stehen aber auch Kurzvorträge zu entwicklungspolitisch relevanten Themen oder auch der eine oder andere Bericht über einen Projektbesuch immer wieder auf der Tagesordnung. Anmeldung: http://sid-hamburg.de/Stammtisch.htm


1. weltwärts - neuer entwicklungspolitischer Freiwilligendienst des BMZ gestartet

Am 3. September hat Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul den neuen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst ''weltwärts'' vorgestellt. Weltwärts richtet sich an junge Menschen im Alter von 18 bis 28 Jahren, die nach der Schule oder Ausbildung für 6 bis 24 Monaten in Entwicklungsländern mitarbeiten wollen. Der Freiwilligendienst wird rund um den Globus möglich sein: Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa. Für den Auslandeinsatz erhalten die entsendenden Organisationen 580 Euro pro Person und Monat vom Bundesentwicklungsministerium. Für den neuen Freiwilligendienst wird keine zentrale Struktur geschaffen. Stattdessen wirken über 200 gemeinnützige Hilfsorganisationen, private Träger und Kommunen an der Umsetzung mit.

VENRO begrüßte das Projekt und betont, dass ''weltwärts'' hohen Qualitätsstandards genügen muss. Dem werde durch 25 verbindliche Seminartage für die Vor- und Nachbereitung und ein Zwischenseminar durchaus Rechnung getragen. Der Löwenanteil der Betreuung der Freiwilligen vor Ort liege aber bei den Projektpartnern in den Ländern des Südens und diese dürften mit der Arbeit auf keinen Fall überfordert werden. Die Freiwilligen sollten helfend lernen, wobei der Schwerpunkt auf dem Lernen liege. Enttäuschend sei es, so Duelge, ''dass in dem Programm die Idee der umgekehrten Entsendung von jungen Leuten aus Ländern des Südens nach Deutschland bislang nicht aufgegriffen wurde. VENRO kritisiert darüber hinaus, dass die Förderung von entwicklungspolitischen Freiwilligendiensten im Inland nicht vorgesehen ist. VENRO schlägt dazu ein ''Sandwich-Konzept'' vor: Freiwillige sollten die Möglichkeit haben, vor und nach einem Dienst im Ausland bei einer entwicklungspolitischen Organisation im Inland zu arbeiten. http://www.weltwaerts.de


2. Bundesweite Eröffnung der Fairen Woche 2007

Am 17. September ist es soweit: Die Faire Woche 2007 wird von der Schirmherrin Heidemarie Wieczorek-Zeul mit einer äthiopischen Kaffeezeremonie auf dem Pariser Platz eingeläutet. Danach erwarten uns spannende zwei Wochen mit einer Vielzahl von Aktionen rund um den Fairen Handel. http://www.fairewoche.de

Hamburger Themenabend Bio-Baumwolle – ''Das T-Shirt wächst in Afrika''
http://www.fairgroundBarmbek.de
Hamburg, Do 27. September 2007, 19 Uhr, fairground Barmbek, Pestalozzistr. 23
Alexandra Perschau vom PAN Germany e.V. (Pestizid-Aktions-Netzwerk) referiert über die allgemeine Problemlage des Baumwolle-Anbaus und den aktuellen Stand der Anbauprojekte von Bio-Baumwolle in Afrika. Es werden die bisherigen Erfahrungen erörtert und die Chancen der Flächenausweitung ausgelotet. Die Organisation PAN engagiert sich seit einigen Jahren mit der Förderung des Bio-Baumwolle-Anbaus als konsequente und nachhaltige Alternative des konventionellen Baumwolle-Anbaus und führt eine international vernetzte Datenbank zu Bio-Baumwolle weltweit. http://www.pan-germany.org Die Veranstaltung läuft im Rahmen der bundesweiten Fairen Woche zur Förderung des fairen Handels in Deutschland. Veranstalter: fairground Barmbek und das SID-Chapter Hamburg


3. STAND UP-WORKSHOP in Hamburg

Mittwoch, 19. September, 18.00 bis 20.30 Uhr
Anlässlich des Internationalen Tages der Armutsbekämpfung am 17. Oktober ruft die Millenniumkampagne der Vereinten Nationen zum STAND UP auf. Weltweit werden Menschen mobilisiert, symbolisch für die UN-Millenniumsziele aufzustehen und sie von den Regierungen als Charta der Armutsbekämpfung einzufordern. Letztes Jahr folgten mehr als 23 Millionen Menschen in über 80 Ländern dem Aufruf Kofi Annans. Dieses Jahr sollen es noch mehr Menschen werden und die Stimmen gegen Armut unüberhörbar werden. Anmeldung erforderlich: http://sid-hamburg.de/Einladung_Hamburg.pdf


4. Verbände protestieren gegen Schließung der Bibliothek des Deutschen Orient-Instituts in Hamburg

Der Vorstand der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Vorderer Orient für gegenwartsbezogene Forschung und Dokumentation (DAVO) und die International Association for Middle Eastern Studies (IAMES) protestieren gegen die Schließung der Bibliothek des Deutschen Orient-Instituts in Hamburg. Die Verbände sorgen sich um die Zukunft der ausschließlich mit öffentlichen Mitteln geförderten Bibliothek des Deutschen Orient-Instituts in Hamburg. Diese Bibliothek wurde bereits zu einem Großteil vom angestammten Sitz in Hamburg nach Berlin verlagert, ohne dass die Deutsche Orient-Stiftung als Trägerin des Deutschen Orient-Instituts und der Bibliothek bislang mitgeteilt hat, ob, wann und wo die Gesamtbestände der Bibliothek wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. http://www.zenithonline.de/...


5. Stoppen Sie ungerechte Freihandelsabkommen! E-Mail-Aktion an EU-Ratspräsident

Die Zeit wird knapp, die Europäische Union (EU) davon abzuhalten, ungerechte Freihandelsabkommen mit den AKP-Staaten (AKP - Afrika, Karibik, Pazifik) durchzusetzen. Viele der ärmsten Länder der Welt sind betroffen. Die unter dem beschönigenden Begriff '' Wirtschaftspartnerschaftsabkommen'' angestrebten Freihandelsabkommen können für die Entwicklung der ärmsten Länder verheerende Folgen haben. Erklären Sie EU-Ratspräsident José Sócrates, dass Sie nicht einverstanden sind: Nicht Marktöffnung für europäische Exporte, sondern Entwicklung in den AKP-Staaten - das müssen Wirtschaftspartnerschaftsabkommen leisten! Schicken Sie bitte dem portugiesischen Premierminister - amtierender EU-Ratspräsident - eine E-Mail: http://www.oxfam.de/epa_aktion


6. Internationaler Stop-EPA-Tag

Am 27. September 2007 jährt sich zum fünften Mal der Beginn der Verhandlungen zwischen der EU und den Staaten Afrikas, der Karibik und des Pazifiks (AKP-Staaten) über regionale Freihandelsabkommen, die sogenannten ''Economic Partnership Agreements'' (kurz EPAs). Die Abkommen stehen in der Kritik, da sie die Entwicklungsländer unter einen enormen Liberalisierungsdruck stellen und somit lokale Märkte und die Ernährungssicherheit armer Länder gefährden. Sie stehen damit im Widerspruch zum Ziel einer nachhaltigen und armutsorientierten Entwicklung. Aus diesem Grund beteiligt sich Germanwatch an einem Protesttag unter dem Motto ''Afrika nicht überrollen: Stoppt ungerechte Freihandelsabkommen zwischen der EU und Afrika'' am 27. September. Die beteiligten Organisationen fordern unter anderem, in den zukünftigen EU-AKP-Handelsbeziehungen die nachhaltige Entwicklung in den AKP-Staaten in den Mittelpunkt zu stellen und die ökonomischen, sozialen, ökologischen und kulturellen Menschenrechte zu verwirklichen, die AKP-Staaten durch die Beibehaltung des ''Prinzips der Nicht-Gegenseitigkeit'' nicht zu weiteren Marktöffnungen zu zwingen und für alle AKP-Staaten weitere Sonder- und Vorzugshandlungen zu gewähren, das Recht der AKP-ProduzentInnen und der Regierungen zu berücksichtigen, ihre heimischen und regionalen Märkte wenn nötig zu schützen, das Recht auf Ernährungssouveränität anzuerkennen und zu unterstützen sowie das Recht der AKP-Staaten, in voller Souveränität und mit dem nötigen politischen Handlungsspielraum ihre Entwicklungsstrategien festzulegen, zu unterstützen und zu respektieren. Weitere Infos: http://www.epa2007.org


7. EED für staatliche Entwicklungszusammenarbeit mit China

Der Vorstandsvorsitzende des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED), Dr. Konrad von Bonin, äußert sich besorgt über die neu aufgeflammte Debatte, ob China weiterhin Entwicklungshilfe von der Bundesregierung erhalten solle. ''In einem Land, in dem mehr als 300 Millionen Menschen in absoluter Armut leben, ist Armutsbekämpfung nicht nur ein karitatives Gebot – sie ist politisch notwendig'', sagte von Bonin. Ein Staat, der Möglichkeiten zur Armutsbekämpfung habe und sie nicht nutze, mache sich unglaubwürdig. ''Die Kirchen haben großen Anteil daran, dass die Armutsbekämpfung so prominent in der Entwicklungszusammenarbeit vertreten ist'', so von Bonin. ''Wir unterstützen den Plan der Bundesregierung nicht, sich in einigen Ländern von diesem Politikziel zu verabschieden''. Die Millennium Development Goals, zu denen sich auch die Bundesregierung bekannt habe, seien ohne eine Konzentration auf Armutsbekämpfung nicht erreichbar. http://www.eed.de/...


8. Offener Brief an EU-Agrarkommissarin:
Bisherige Transparenz-Maßnahmen greifen nicht

In einem offenen Brief fordern 36 in der Initiative für Transparenz bei EU-Agrarsubventionen zusammengeschlossene Organisationen die EU-Agrarkommissarin Fischer Boel dazu auf, sich für eine aussagekräftige Aufschlüsselung der EU-Agrarsubventionen einzusetzen. Die bisher geplante EU-Neuregelung sieht vor, nur den Gesamtbetrag der Zahlungen an einen Landwirt zu nennen.
Download des Briefs vom 06.08.07:
http://www.germanwatch.org/handel/tran07brf.pdf
Pressemitteilung der Transparenzinitiative:
http://www.germanwatch.org/presse/2007-08-06.pdf


9. Neue Leitlinien für Entwicklungspolitik in NRW

Die Landesregierung in NRW hat im August 2007 neue Leitlinien für ihre entwicklungspolitische Arbeit beschlossen. Integrationsminister Armin Laschet sagte bei der Vorstellung in Düsseldorf: ''Damit wird die nordrhein-westfälische Entwicklungszusammenarbeit und entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit auf eine zeitgemäße Basis gestellt und neu ausgerichtet.'' Mit Ghana strebt NRW ein Partnerschaftsabkommen zu den Bereichen Wirtschaft, Infrastruktur, Wissenschaft, Bildung, Gender, Sport und Kultur an. Dazu sollen Einwanderer und die Wirtschaft eingebunden werden und als ''Brückenbauer'' wirken. Zudem soll Bonn intensiver als Standort für internationale Zusammenarbeit profiliert werden. NRW gibt jährlich 19,2 Mio. Euro für Entwicklungszusammenarbeit aus. http://www.mgffi.nrw.de/...


10. Kinderrechte ins Grundgesetz: Geben Sie online Ihre Stimme ab!

Bis heute werden die Interessen und Belange von Kindern bei Entscheidungen in Politik, Verwaltung und Rechtsprechung nicht ausreichend berücksichtigt. Mit dem gemeinsamen Aktionsbündnis treten das Deutsche Kinderhilfswerk, der Deutsche Kinderschutzbund und UNICEF deshalb dafür ein, dass Kinderrechte ins Grundgesetz aufgenommen werden. Per Postkarte und auf der Website. de kann man seine Stimme abgeben. http://www.kinderrechte-ins-grundgesetz.de


11. Fortbildung

Drei Monate nach dem G8-Gipfel – die Karawane zieht weiter...
http://www.nord-sued-bruecken.de
Berlin, 21. September, Stiftung Nord-Süd-Brücken
Fachgespräch mit Klaus Schilder, WEED Evelyn Bahn, Inkota-netzwerk

Klima-Aktiv - Einladung zum Multiplikatoren-Workshop
http://www.germanwatch.org/termine/2007-10-12.pdf
Im Herbst 2007 stehen in der internationalen Klimapolitik wichtige Entscheidungen an. Um weitere Akteure als Klima-Aktive zu gewinnen und um die NRW-Aktion zum weltweiten Klimaaktionstag am 8.12. vorzubereiten, veranstaltet Germanwatch am 12. Oktober von 9:30 bis 17:00 im Umwelt-Zentrum Düsseldorf einen Multiplikatoren-Workshop. Eingeladen sind Aktive in Organisationen und Verbänden - gerade über die bisher Klima-Aktiven hinaus.

Methoden und Medien für die Menschenrechtsbildung
http://www.oscar-romero-haus.de/veranstaltungen.htm
Bonn, 19.-21. Oktober, Oscar-Romero-Haus
Das pbi Weiterbildungsseminar richtet sich an MultiplikatorInnen und ReferentInnen der Menschenrechtsbildu ng sowie an alle, die an der Entwicklung und Durchführung von Programmen in diesem Bereich interessiert sind.

Seminar: Akteure und Ideen der (deutschen) Entwicklungszusammenarbeit
http://www.hochvier.org/1_seminare/seminar_main.htm
Havelsee, 09.-11.11.2007, Villa Fohrde, August-Bebel-Str. 42
Ziel des Seminars ist es, grundsätzliche Fragen zu diskutieren und soweit möglich zu beantworten. Am Seminarende soll, neben einem Zuwachs an Faktenkenntnis, ein geschärftes Bewusstsein der Teilnehmenden für den Begriff der Entwicklung sowie Möglichkeiten und Grenzen der Entwicklungszusammenarbeit stehen. Versanstalter: HochVier - Gesellschaft für politische und interkulturelle Bildung e. V.

Gerechtigkeit in der globalisierten Welt! Utopischer Wunsch oder realisierbares Ziel?
http://www.millenniumziele-mainz.de/aktuell/ download/presse_e-learning_globalisierung.pdf
E-Learning Kurs im Rahmen der Aktionskampagne zugunsten der UN-Millenniumziele 2015 der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit dem Aktionskreis Millenniumziele 2015 in Mainz.


12. Publikationen

Hamburg und Kolonialismus
http://www.gal-fraktion.de/...
Broschüre der GAL-Bürgerschaftsfraktion über Kolonialspuren und Gedenkkultur im Selbstverständnis der Handelsstadt

Erdölkriege – Kriege der Zukunft?
http://www.giga-hamburg.de/...
GIGA Focus Global 06/2007 von Matthias Basedau. Vor dem Hintergrund eines anhaltend hohen Erdölpreises und Krisen in Förderregionen prognostizieren zahlreiche Stimmen in den letzten Monaten verschärfte, auch gewaltsame Konflikte um Öl. Haupthypothese ist, dass die endlichen Ölreserven und die anhaltende oder gestiegene Nachfrage von Ländern wie den USA bzw. China gewalttätige Konflikte zwischen Ölimporteuren und/oder -exporteuren hervorrufen werden.

Policy Paper: Menschenrechte an der EU-Außengrenze
http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/...
Das Policy Paper fasst die wesentlichen Ergebnisse eines vom Deutschen Institut für Menschenrechte erstellten Gutachtens zusammen und formuliert Empfehlungen an die Bundesregierung.

Die Nato in Afghanistan: Das Bündnis und die Grenzen seiner Strategiefähigkeit
http://www.qantara.de/...
Der Krieg in Afghanistan stellt die Atlantische Allianz vor große
Herausforderungen. Die Erfolgsbilanz der im Kampf gegen Taliban und
al- Qaida eingesetzten Nato und Koalitionskräfte ist dürftig. Von
Timo Noetzel und Sibylle Scheipers

Europa: Broschüre zur Entwicklungszusammenarbeit der Europäischen Gemeinschaft
http://www.eu-plattform.at
Die Broschüre soll das System der Entwicklungszusammenarbeit (EZA) der Europäischen Gemeinschaft in Brüssel einer breiten Basis verständlich machen. Der erste Teil beschäftigt sich mit den Grundlagen der EU, während im zweiten Teil die vertraglichen, politischen und finanziellen Grundlagen der EZA Strukturen der jeweiligen EU-Institutionen näher betrachtet werden. Die Broschüre wurde von der Österreichischen EU-Plattform herausgegeben und kann dort kostenlos bestellt oder von deren Website heruntergeladen werden.

Hintergrundpapier zu Afghanistan:
Strategiewechsel in der internationalen Hilfe notwendig
http://www.boell.de/afghanistan
In einem gemeinsamen Hintergrundpapier ''Illusionen und Realitäten: Der steinige Weg des (entwicklungs-)politischen Aufbaus'' sprechen sich Ute Koczy, entwicklungspolitische Sprecherin von Bündnis 90/ Die Grünen, und Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung für einen umfassenden Kurswechsel in der internationalen Aufbauhilfe für Afghanistan aus. Das Papier kritisiert die mangelnde Abstimmung der Strategien für den zivilen Aufbau und die konzeptionelle Inkohärenz der externen Geber scharf. In zehn Punkten werden Vorschläge für einen entwicklungspoltischen Kurswechel formuliert, wie u.a. eine Priorisierung der zivilen Aufbau- und Friedensarbeit vor militärischen Einsätzen, die Stärkung der afghanischen Eigenverantwortung und eine Reform der vielfach unkoordinierten internationalen Entwicklungszusammenarbeit mit dem Land.

Survival stellt ''Handbuch zum aktiv werden” online
http://www2.survival-international.org/....
Survival International hat das Handbuch ''Walk your Talk” mit vielen Ideen, wie man für Stammesvölker aktiv werden kann, auf deutsch zum Download bereit gestellt. ''Walk your Talk” illustriert, wie die Unterstützer von Survival sich engagieren können und dadurch ihren Worten auch Taten folgen lassen.


13. Webseiten des Monats

UN-Millenniumkampagne in Deutschland
http://www.millenniumcampaign.de
Die Website der deutschen Millenniumkampagne der Vereinten Nationen ist jetzt online. Die Internetseite soll Akteure aus allen Bereichen der Gesellschaft (Vertreter aus Städten und Gemeinden, Bürgerinitiativen, Medien, kirchlichen Gruppen, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft) mobilisieren. Als besonders wichtige Zielgruppe nennt Renée Ernst, Beauftragte der UN-Millenniumkampagne in Deutschland, die Jugendlichen. Sie sollen für ein konkretes Engagement gegen Armut und Ungerechtigkeit gewonnen werden.
weltwärts - Der Freiwilligendienst des BMZ
http://www.weltwaerts.de
Mit weltwärts werden ab Anfang 2008 junge Menschen zwischen 18 und 28 Jahren einen Freiwilligendienst in Afrika, Lateinamerika, Asien oder Osteuropa absolvieren. Zum Start des entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes hat die Ministerin auch den Internetauftritt www.weltwaerts.de freigeschaltet. Die Website enthält Grundinformationen zum neuen BMZ-Programm und eine Stellendatenbank.

globalia Linksammlung von AllianceSud
http://www.alliancesud.ch/globalia/index.php
Globalia verzeichnet Webseiten zu Entwicklungsfragen und Nord/Süd-Beziehungen. Damit werden den Nutzenden relevante Internetadressen angeboten, welche das Themenspektrum der Dokumentationszentren von Alliance Sud abdecken. Sie ergänzen deren elektronische und traditionelle Informationsquellen. Die wichtigsten Kriterien sind Stichhaltigkeit und Informationsfülle einer Website. Es gibt eine deutsch- und eine französischsprachige Benutzeroberfläche.

AidConnect
http://www.aidconnect.org
Der Verein AidConnect hat eine neue interaktive Kommunikations- und Informationsplattform im Internet vorgestellt. Das Portal aidconnect.org hat das Ziel, weltweit Menschen in Kontakt zu bringen, die sich in humanitären Hilfsprojekten engagieren oder engagieren möchten. Die Organisatoren von Hilfsprojekten können auf der Plattform ihr Engagement einer breiten Öffentlichkeit vorstellen, Erfahrungen mit anderen Gruppen austauschen und gezielt darüber informieren, welche Unterstützung ihr Projekt braucht.

Fachforum ENGAGEMENT WELTWEIT 2007
http://www.engagement-weltweit.de
Das Fachforum zur personellen Entwicklungszusammenarbeit ENGAGEMENT WELTWEIT findet am 1. Dezember 2007 von 10.00 bis 16.00 Uhr im Wissenschaftszentrum Bonn statt. Mehr als 50 namhafte Organisationen und Institutionen der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) bieten die Möglichkeit zur Information über aktuelle Einsatzfelder, Stellenangebote, Nachwuchsförderungsprogramme und neue Trends in der EZ. Zum Programm gehören Informationsstände der EZ-Organisationen, Fachvorträge und Diskussionsrunden. Hier sind inzwischen erste Informationen zum Fachforum eingestellt. Ab Mitte September können online Eintrittskarten im Vorverkauf abgerufen werden.


14. Veranstaltungen

Klima - Wissen ohne zu handeln
http://www.einewelteinezukunft.de
Berlin, 12.09.2007, Kalkscheune,
Mit Dr. Shirin Gadhia - International Center for Networking, Ecology, Education and Reintegration, Gadhia Solar, Bernd Arts - Pressesprecher Deutsches Atomlobby e. V., Wolfgang Gründinger - Mitglied des Think Tank 30 des Club of Rome, Dr. J. Christopher Cohrs - Sozialpsychologe, Friedrich-Schiller-Universität

Entwicklungspolitische Tage Mecklenburg-Vorpommern
http://www.eine-welt-mv.de
17. September bis 7. Dezember 2007
Eröffnung am 25. September 2007, 17.30 Uhr im Rathaus Ludwigslust

Soziale Sicherungssysteme in Entwicklungs- und Schwellenländern
http://www.gtz.de/de/unternehmen/20765.htm
Berlin, 18.-19. September 2007, GTZ-Haus
Eine gemeinsame Veranstaltung der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) und der GTZ.

GIGA Forum: Chinas Ziele und Strategien als global player in Afrika und Lateinamerika
http://www.giga- hamburg.de/ giga-forum
Hamburg, Mi 26.09.2007, 18:00-19:30 Uhr, GIGA, Neuer Jungfernstieg 21, Raum 519
Referenten: Prof. Dr. Robert Kappel, Prof. Dr. Detlef Nolte, Dr. Margot Schüller

Podiumsdiskussion: Afrika - Wie weit trägt das Wirtschaftswachstum?
http://www.afrikaverein.de/...
Berlin, 27. September 2007, 16:00-18:00, KfW, Charlottenstraße 33a
In der vom GIGA-Institut für Afrika-Studien und dem Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft organisierten Podiumsdiskussion werden die Chancen für ein fortdauerndes Wachstum, sowie mögliche Gefahren und Perspektiven für das Wachstum erörtert. Die Podiumsgäste Robert Kappel (GIGA), Johannes Jütting (OECD) und Bruno Wenn (KfW Bankengruppe) erörtern die Chancen für ein fortdauerndes Wachstum sowie mögliche Gefahren und Perspektiven für das Wachstum. Anmeldung erforderlich bis 24. September 2007 per E-Mail an Michael Monnerjahn, monnerjahn@afrikaverein.de.

Die Klimakatastrophe – eine Chance für den Umbau der Welt
Hamburg, Vortragsreihe im Herbst 2007
http://fhh.hamburg.de/...

Clinton in Hamburg: Wohin soll die Welt steuern?
http://www.uport-hh.de/index.php?id=159&master_id=5856
Das Hamburger Abendblatt präsentiert den Ex-Präsidenten und Hans Blix in der Color-Line-Arena am 7. Oktober

6. Internationaler Dialog Bevölkerung und nachhaltige Entwicklung
http://www.kfw-entwicklungsbank.de/...
Sexual and Reproductive Health and Rights in an Urbanising World
Berlin, 8. bis 9. Oktober 2007, GTZ-Haus, Reichpietschufer 20
Welche Strukturen müssen geschaffen werden, um die Fähigkeiten von armen Frauen und Mädchen, von Jugendlichen und älteren Menschen stärker mit einzubeziehen? Welche Strategien und Programme müssen im Zusammenhang mit Stadtplanung, Regionalentwicklung, Wirtschaftsförderung und Migration entwickelt werden, um das Bevölkerungswachstum zu reduzieren? Wie können gleichzeitig soziale Entwicklungen, Investitionen in Bildung und Gesundheit so gestaltet werden, dass Frauen und Mädchen gestärkt und ihre Gleichberechtigung gefördert wird? Wie erhalten junge Menschen, Frauen und Männer besseren Zugang zu Angeboten zur sexuellen und reproduktiven Gesundheit einschließlich der Familienplanung? Die gemeinsam von GTZ, InWEnt, KfW, der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW), International Planned Parenthood Federation (IPPF) und Bayern Schering AG ausgerichtete Veranstaltung findet im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums statt.

Corporate Social Responsibility: Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung
http://www.gtz.de/de/unternehmen/20780.htm
22. Oktober 2007, GTZ-Haus, Berlin
Eine gemeinsam von der GTZ und der Bertelsmann Stiftung durchgeführte Studie untersucht CSR-Politiken in Entwicklungs- und Schwellenländern.

Bonner Konferenz für Entwicklungspolitik
http://www.bonn-co.de
Bonn, 5.-6. November 2007, Post Tower der Deutschen Post World Net
Mit der Bonner Konferenz für Entwicklungspolitik / Bonn Conference on International Development Policy wird die Landesregierung Nordrhein-Westfalen eine regelmäßig stattfindende internationale Entwicklungskonferenz am UN-Standort Bonn etablieren. Diese wird wichtige Nord-Süd Fragen behandeln und Entscheidungsträger und Aktive der Entwicklungspolitik zusammenbringen. Im Konferenzverlauf werden die Themenbereiche Migration, Klimawandel, Good Governance und Wirtschaft sowie ihr jeweiliger Einfluss auf Entwicklung und Armutsbekämpfung in Afrika behandelt. Veranstalter: Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MGFFI) in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) und dem Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO).

Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik gestartet
http://www.eineweltfueralle.de
Zum Beginn des neuen Schuljahres startet die dritte Runde des Schulwettbewerbs des Bundespräsidenten zur Entwicklungspolitik. Schüler und Lehrer sind ab sofort aufgerufen, sich mit Wettbewerbsbeiträgen zu beteiligen. Für die Grundschule lautet das Thema ''Wir sind Kinder Einer Welt'', für die Sekundarstufe ist es ''Globalisierung - Zusammenleben gestalten''. Einsendeschluss ist der 5. April 2008.


Weitere Veranstaltungshinweise finden Sie hier:
http://www.eine-welt-info.de/veranstaltungen/index.html
http://ourworld.compuserve.com/homepages/Duenbostel_J/termin3w.htm
http://www.service-eine-welt.de/veranstaltung/Veranstaltungen.html
http://www.uport-hh.de/veranstaltungen/veranstaltungskalender


Impressum: SID Chapter Hamburg
Gesellschaft für internationale Entwicklung Hamburg e.V.
c/o First Global Liaison, Bismarckstr. 69b, 20259 Hamburg.
Verantw. Redakteur: Karsten Weitzenegger, karsten.weitzenegger @ sid-hamburg.de. Wir sind für externe Links nicht haftbar.

Die Society for International Development (SID - www.sidint.org), ein globales Netzwerk von Personen und Institutionen aus der Entwicklungspolitik, feiert dieses Jahr ihren 50. Jahrestag. Im Einsatz für soziale Gerechtigkeit und strukturellen Wandel hat SID immer eine vermittelnde und unterstützende Rolle unter den fortschrittlichen Gruppen der Zivilgesellschaft eingenommen. SID verbindet Aktivsten, Experten Wissenschaftler und Politiker auf kommunaler, nationaler und globaler Ebene. Unsere Aktivitäten bieten Gelegenheit zum Austausch von Wissen und Information. Unser Grundsatz dabei ist, dass Entwicklung nur durch Dialog und Zusammenarbeit erreicht werden kann.

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