SID-Hamburg Rundbrief Mai 2008

SID Hamburg

Ausgewählte Kurzmeldungen des Monats zur internationalen
Entwicklungszusammenarbeit, herausgegeben von SID Hamburg.


Inhalt

  1. Nahrungsmittelkrise - Millionen von Hunger bedroht
  2. Dramatischer Rückgang der Entwicklungshilfe weltweit
  3. Unzureichende Umsetzung der G8-Zusagen für Afrika
  4. Zwischenbilanz der Paris-Deklaration
  5. Neuer Chef-Ökonom der Weltbank
  6. Hilfsorganisationen setzen auf Transparenz durch Verhaltenskodex
  7. Globale Bildungskampagne 2008
  8. Schweiz: Neues Forschungsprojekt zu Tourismus und Konflikt
  9. Kampagne gegen den EU-Reformvertrag
  10. NGOs fordern strukturelle Änderungen der OECD-Leitsätze
  11. Schellnhuber: Wir brauchen eine 3. Industrielle Revolution!
  12. Nord-Süd-Chat bei Entwicklungspolitik Online
  13. Fortbildung
  14. Veröffentlichungen
  15. Webseiten des Monats
  16. Veranstaltungen

SID Stammtisch Entwicklungspolitik in Hamburg
Nächster Termin: Mittwoch, 25. Mai 2008, ab 19 Uhr in der
Hamburg Language Lounge, Springeltwiete 2 EG, 20095 Hamburg

Hier treffen sich jeden Monat Leute, die an einem Austausch zu Entwicklungspolitik und Entwicklungszusammenarbeit interessiert sind. Neben dem lockeren Beisammensein stehen aber auch Kurzvorträge zu entwicklungspolitisch relevanten Themen oder auch der eine oder andere Bericht über einen Projektbesuch immer wieder auf der Tagesordnung. Anmeldung: http://sid-hamburg.de/stammtisch.htm


My Daily Lama | http://weitzenegger.de/lama/

Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen
durch die sie entstanden sind. Albert Einstein


1. Nahrungsmittelkrise - Millionen von Hunger bedroht

Weltweit explodieren die Preise für Nahrungsmittel - und es tritt die Ärmsten der Armen. Denn für sie werden überlebenswichtiges Getreide und Mais zum unbezahlbaren Luxusgut. Rund 40 Länder sind von der Verteuerung der Grundnahrungsmittel betroffen, das Millennium-Entwicklungsziel, die Zahl Hunger leidender Menschen bis 2015 zu halbieren, droht zur Utopie zu werden. Viele Millionen Menschen sind von Hunger bedroht. In 21 Ländern sind bereits Unruhen ausgebrochen.

Am jüngsten Treffen des Internationalen Währungsfonds (IWF), der Weltbank und der G7-Staaten sind denn auch deutliche Worte gefallen. Haiti erhält 10 Millionen Dollar Nothilfe, weltweit sind dafür 500 Millionen nötig. Doch dies wird die Hungerkrise langfristig nicht lösen. Dabei sind Weltbank und IWF mitschuldig am Desaster. Im Rahmen der Strukturanpassungspolitik der letzten Jahrzehnte wurden Entwicklungsländer dazu gedrängt, Subventionen für die Landwirtschaft abzubauen und auf den Export zu setzen. Die meist industrielle Produktion von Blumen, Südfrüchten oder Soja als Futtermittel ging indes zu Lasten der bäuerlichen Produktion von Grundnahrungsmitteln für die eigenen Märkte. Dazu kam der Abbau von Zöllen und anderen Schutzmaßnahmen, was die Länder des Südens für Billigimporte öffnete und die Produktion im eigenen Land weiter schwächte.

Nun sind die Zeiten der Billigimporte vorbei, die Konsequenzen der verfehlten Landwirtschafts- und Handelspolitik nicht mehr zu übersehen: Viele Länder sind auf Importe zu Weltmarktpreisen angewiesen, um die Bevölkerung zu versorgen. Dies überfordert ihre Finanzkraft, Lebensmittel werden knapp oder sind für die ärmeren Bevölkerungsschichten unerschwinglich geworden – die Angst vor einer globalen Hungerkrise geht um.

Der Agrotreibstoff-Boom hat diese Entwicklung noch verschärft. Je nach Schätzung sind 30 bis 70 Prozent der Preissteigerungen auf den forcierten Anbau von Energiepflanzen zurückzuführen. Der UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, Jean Ziegler, kritisierte in seinem Abschlussbericht an den UN-Menschenrechtsrat, dass die Produktion von Biotreibstoff aus Nahrungsmitteln die Menschenrechte verletze und zu mehr Hunger in den Entwicklungsländern führen werde. Er forderte ein fünfjähriges Moratorium der Biotreibstoffproduktion aus Nahrungsmitteln sowie die Suche nach alternativen Energiequellen.

Auch viele Nichtregierungsorganisationen (NRO) kritisierten die Produktion von Biotreibstoffen zu Lasten der Nahrungsmittelproduktion. Besonders die Beimischung von Biokraftstoffen werde zu einem Anstieg der Lebensmittelpreise führen, da auf den Flächen, die früher als Rinderweiden, Baumwollplantagen und Sojafelder genutzt werden, heute Rohstoffe für den Kraftstoff angebaut werden. FIAN begrüßte den Bericht von Jean Ziegler und rief die Bundesregierung dazu auf, die Kohärenz zwischen ihrer Handelspolitik und ihren menschenrechtlichen Verpflichtungen zu überprüfen. Trotz der Verpflichtung der Staaten zur Umsetzung des Rechts auf Nahrung im Rahmen der UN-Menschenrechtsabkommen wirke die Liberalisierungs-, Privatisierungs- und Kommerzialisierungspolitik der Weltbank, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Welthandelsorganisation (WTO) dem entgegen. http://www2.ohchr.org/english/bodies/hrcouncil/7session/reports.htm; www.fian.de/fian/index.php?option=content&task=view&id=553&Itemid=79

Die Entwicklungspolitik muss umgestellt werden und mehr für die Agrarwirtschaft tun. Das fordert Jacques Diouf, der Chef der UN-Nahrungsmittelorganisation FAO, im Gespräch mit ZEIT online (http://www.zeit.de/online/2008/16/interview-diouf?from=rss)

Der Evangelische Entwicklungsdienst stellt fest: "Das Hungerproblem wird nicht dadurch gelöst, dass die Landwirtschaft um jeden Preis modernisiert wird. Wegweisend ist vielmehr eine Agrarentwicklung, die Landwirtschaft in den vielfältigsten Formen auf der Welt berücksichtigt. Um arme Bauern, die 70 Prozent aller Hungernden ausmachen, am Fortschritt teilhaben zu lassen, muss Landwirtschaft standortgerecht sein und die lokalen Märkte erschließen. - Die Liberalisierung der Nahrungsmittelmärkte hat die Landwirte der armen Länder in den Ruin getrieben. Es wurde nur die Macht der Brotkörbe dieser Welt gestärkt - die der Prärien Nord- und Südamerikas und der ackerbaulich günstigen Gebiete Europas. Das rächt sich jetzt, da die Weltmarktpreise plötzlich auf ungeahnte Höhen gestiegen sind. Die importierten Nahrungsmittel sind für die Armen unerschwinglich geworden. (http://tinyurl.com/5wmtcc)

Der EED begrüßt die Ergebnisse des Weltagrarberichtes (International Assessment of Agricultural Science and Technology for Development/IAASTD), der von 400 Wissenschaftlern und Regierungsvertretern erstellt wurde, um eine zukunftsfähige Agrarentwicklung auf der Welt zu bewerten. Der von 60 Staaten unterzeichnete Abschlussbericht ist das Ergebniss eines dreijährigen zwischenstaatlichen Prozesses und stellt den aktuellen internationalen wissenschaftlichen Konsens zu Agrarfragen dar. ''Trotz der Aufweichungsversuche durch die USA und die Vertreter der Agrarchemieindustrie hat das Gremium die dringend erforderliche Kehrtwende in der Landwirtschaftspolitik eingeläutet'', so Dr. Rudolf Buntzel, Beauftragter für Welternährungsfragen des EED. http://www.eed.de/de/de.eed/de.eed.news/de.news.728/index.html

Steigende Temperaturen und abnehmende Niederschlagsmengen in den semi-ariden Zonen werden in den kommenden zwanzig Jahren die Erträge von Mais, Weizen und Reis senken. Die Landwirtschaft muss sich besser an den Klimawandel anpassen, um seine Folgen zu bewältigen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forscherteam von der kalifornischen Stanford Universität. Die im Wissenschaftsmagazin Science veröffentlichte Studie untersucht, wie sich der Klimawandel bis zum Jahr 2030 auf die Landwirtschaft auswirken wird. Die Forscher um David Lobell haben dazu zwanzig verschiedene Klimamodelle für die zwölf Weltregionen erstellt, in denen laut der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) fast 95 Prozent der unterernährten Weltbevölkerung leben. Es handelt sich um große Teile Asiens, Zentralamerikas und Afrikas, wo die Ernährungssicherheit der Menschen oft von den lokalen landwirtschaftlichen Erträgen abhängig ist. Südasien und Südafrika sind besonders gefährdet.

Ernteausfälle bedeuten für diese Regionen, dass vielen Subsistenzbauern die Grundlage zur Selbstversorgung und zum Verkauf ihrer Agrarprodukte entzogen wird. Selbst wo noch Nahrungsmittel erhältlich ist, kann wachsende Armut so zu einer Hungersnot führen. Hinzu kommen die bei Ernteausfällen steigende Weltmarktpreise für Getreide, welche die Ärmsten wiederum am meisten treffen, sowie Krankheiten wie HIV/Aids und Malaria. Letztere könnte sich angesichts klimatischer Veränderungen sogar schneller verbreiten.

Weitere Ernährungs-Engpässe können durch die steigenden Ölpreise (wegen der Transportkosten), die Globalisierung des Weltmarktes für Getreide, die wachsende Nachfrage nach Biotreibstoffen und den zunehmende Pro-Kopf-Konsum in China und Indien entstehen.

Darüber hinaus spielt das Bevölkerungswachstum in den ärmsten Regionen der Welt eine entscheidende Rolle: 99 Prozent des weltweiten Zuwachses finden in Entwicklungsländern statt. Mehr Kinder bedeuten eine verschärfte Konkurrenz um alle Ressourcen, um Nahrung, Ackerland, gesundheitliche Versorgung und Bildungsangebote. Wächst die Wirtschaft dieser Länder langsamer als die Zahl der Menschen, müssen diese immer ärmer werden und die Versorgung mit sozialen Dienstleistungen und Arbeitsplätze für die nachwachsende Generation kann nicht gewährleistet werden. (siehe http://www.berlin-institut.org/newsletter/49_23_April_2008.html.html#Artikel0)

Gerade in Afrika ist eine Agrarwende notwendig. Die Menschen dort müssen ermutigt und befähigt werden, mit eigenen Mitteln und Können ihre Erträge zu steigern. Landwirtschaft muss sich auch bei den Bauern in Entwicklungsländern wieder lohnen. Die weltweiten Preissteigerungen für Nahrungsmittel kommen nur bei ihnen an, wenn die Zuwächse nicht gleich wieder durch höhere Betriebsmittelkosten aufgezehrt werden und wenn die Märkte wieder lokal bedient werden.

In Deutschland können die meisten Bürger die Preissteigerungen verkraften. Gleichzeitig gibt es auch hier eine Schicht der Bevölkerung, die unter der aktuellen Entwicklung leidet. Das jedes Jahr mit fast 50 Milliarden Euro an Steuergeldern subventionierte EU-Agrarsystem verteuert auch die Nahrungsmittelpreise bei uns. http://foodwatch.de/kampagnen__themen/welternaehrungskrise/hintergrund_eu_subventionen/


2. Dramatischer Rückgang der Entwicklungshilfe weltweit

Die weltweiten Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit sind im zweiten Jahr in Folge drastisch gesunken: 2005/06 um 5,1 Prozent und 2006/07 um 8,4 Prozent. Die reichen Länder haben versprochen, bis zum Jahr 2015 die extreme Armut zu halbieren. ''Wenn sie weiterhin so wenig für die Entwicklungszusammenarbeit tun, kann dieses Ziel nicht erreicht werden'', sagt Reinhard Hermle, Entwicklungspolitischer Sprecher bei Oxfam Deutschland. ''Für Millionen von Menschen bedeutet dies weiteres Leiden und Sterben.'' http://www.oxfam.de/oda

Nach den neusten Zahlen der OECD sind Deutschlands öffentliche Ausgaben für Entwicklungshilfe (ODA) von 10,4 Milliarden US-Dollar im Jahr 2006 auf knapp 12,3 Milliarden US-Dollar in 2007 gestiegen. Deutschland ist in absoluten Zahlen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit hinter den USA weltweit der zweitgrößte Geber. Deutschland hat somit in 2007 einen ODA-Anteil von 0,37 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) erreicht. ''Dies zeigt den Willen der Bundesregierung, ihre Zusagen einzuhalten. Nach Berücksichtigung von Wechselkursänderungen und Inflation entspricht dies einer realen Steigerung um 5,9 Prozent'', so Hermle weiter. Damit hebe sich Deutschland deutlich ab vom dramatischen Rückgang der weltweiten Ausgaben für die Entwicklungszusammenarbeit.
''Die grundsätzliche Erhöhung der Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit durch die Bundesregierung ist zu begrüßen, doch sie zeigt nur die halbe Wahrheit. Bereits im nächsten Jahr wird die deutsche ODA-Quote deutlich abfallen, wenn nach dem Schuldenerlass für Nigeria auch der für den Irak aus der Berechnung herausfällt.'' Die Bundesregierung hatte sich verpflichtet bis 2010 die ODA-Quote auf 0,51 Prozent zu steigern. ''Damit bleibt die Be­rech­nung der ODA-Quote eine Mogelpackung'', kritisiert Jürgen Kaiser, politischer Koordi­nator bei der entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisation erlassjahr.de. http://tinyurl.com/6jlzks

''Mit Sorge betrachten wir daher die Absicht von Bundesfinanzminister Steinbrück, die notwendigen weiteren ODA-Steigerungen zu verhindern'', so Hermle von OXFAM weiter. Im vergangenen Jahr hat die Bundesregierung als Gastgeberin des G8-Gipfels Führungskraft bewiesen, als sie zusätzliche 750 Millionen Euro für die Entwicklungszusammenarbeit versprach. ''Es wäre ein trauriger Akt von Bauernfängerei, diese Steigerung infrage zu stellen, nachdem die Gipfelkarawane weitergezogen ist'', kritisiert Hermle. http://www.oxfam.de/a_611_presse.asp?id=323

Die Drohung von Finanzminister Peer Steinbrück, Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul die Etathoheit wegen überzogener Forderungen für den Haushalt 2009 zu entziehen, ist auch beim Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) auf heftige Kritik gestoßen. Die Ministerin fordere nur, was die Bundesregierung und die Bundeskanzlerin definitiv zugesagt hat – und selbst dies sei noch zu wenig, so der Verband.

Deutschland könne die Entwicklungshilfe nur auf die zugesagten 0,51 Prozent bis zum Jahr 2010 steigern, wenn ab 2008 ein jährlicher Zuwachs von mindestens einer Milliarde Euro erreicht würde, erklärt VENRO-Vorstandsvorsitzende Claudia Warning. Zusätzlich zu Schuldenerlassen müsse daher der Entwicklungsetat deutlich erhöht werden. ''Die Mittel werden dringend gebraucht, um die Ausbreitung von HIV/Aids einzudämmen, Bildung zu gewährleisten und die Armut in Afrika zu bekämpfen. In den letzten Jahren hat sich vieles positiv verändert, wir dürfen in unseren Bemühungen daher nicht nachlassen'' mahnt Warning.

Die Entwicklungshilfswerke der katholischen und der evangelischen Kirche in Deutschland, MISEREOR und Evangelischer Entwicklungsdienst (EED), mahnen im politischen Streit um den Bundeshaushalt 2009 die Einhaltung von Versprechen zur Erhöhung der deutschen Entwicklungshilfe an, die die Bundesregierung unter anderem im Rahmen der EU und der G8-Staaten mehrfach abgegeben hat. http://www.eed.de/de/de.eed/de.eed.news/de.news.727/index.html


3. Unzureichende Umsetzung der G8-Zusagen für Afrika

Von den 23 Zusagen des G8-Gipfels 2007 in Heiligendamm wurden die acht Versprechen aus dem Afrika-Dokument des Gipfels unterdurchschnittlich umgesetzt. Zu diesem Ergebnis kommt die G8-Forschungsgruppe der Universität Toronto (Kanada) in ihrem regelmäßig erscheinenden ''Interim Compliance Report”. Darin werden Punkte vergeben für die vollständige (+1) oder teilweise Einhaltung (0) der Entscheidungen, bzw. für Maßnahmen, die den Entscheidungen der G8-Staaten entgegenwirken (-1). Die acht Afrika-relevanten Versprechen aus den Bereichen Schuldenerlass, Entwicklungshilfe, Finanzmärkte, Bildung, Frieden und Sicherheit und drei Gesundheitsthemen erhalten dabei den Wert 0,26, was unter dem Durchschnitt aller 23 Zusagen liegt (0,33). Das Gesamtergebnis von 0,33 liegt deutlich unter dem Ergebnis des Jahres 2005 nach dem Gipfel in Gleneagles (0,47) und 2006 nach dem Gipfel in St. Petersburg (0,35). Deutschland liegt bei der Umsetzung der Afrika-Zusagen mit einem Durchschnittswert von 0,63 hinter den USA und Großbritannien auf dem dritten Platz. Die letzten Plätze belegen Italien und Japan, das beim diesjährigen G8-Gipfel eigene Akzente setzen kann. (Quelle: 2015aktuell) http://www.g8.utoronto.ca/evaluations/2007compliance_interim


4. Zwischenbilanz der Paris-Deklaration

Es ist ein Meilenstein in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit: Die Paris-Deklaration 2005 zur Wirksamkeit der Entwicklungshilfe setzt ganz ausdrücklich auf die bisherigen Erfahrungen aller beteiligten Länder und auf mehr Partnerschaftlichkeit. Drei Jahre später, im September diesen Jahres, wird im ghanaischen Accra eine kritische Zwischenbilanz gezogen. Was wurde bisher erreicht und wo besteht besonderer Handlungsbedarf? Ihre Meinung ist gefragt! Hat sich die Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit nach der Paris Deklaration aus Ihrer Sicht verbessert? Ihre Antworten auf unsere Umfrage fließen in die Vorbereitungen zur Konferenz zu Aid Effectiveness in Accra mit ein. Mischen Sie sich ein unter
http://newsletter.dw-world.de/re?l=evy790I454zkqwI0
Dossier zum Thema: http://newsletter.dw-world.de/re?l=evy790I454zkqwI7


5. Neuer Chef-Ökonom der Weltbank

''Marxist als Chefökonom der Weltbank'', so kommentierten zumindest einige Medien die Tatsache, dass der der Chinesischen Kommunistischen Partei entstammende Justin Lin Yifu nun zum Chefökonom der Bank ernannt worden ist. In Wirklichkeit ist die Vita des Chinesen noch etwas vielschichtiger. Trotzdem gewinnt man den Eindruck, dass erstmals seit Joseph Stiglitz wieder ein Vor- und Querdenker auf dem einflussreichen Posten sitzt. (Quelle: erlassjahr.de) Mehr Informationen zu seiner Person bei Wikipedia: http://en.wikipedia.org/wiki/Justin_Yifu_Lin


6. Hilfsorganisationen setzen auf Transparenz durch Verhaltenskodex

Mehrere deutsche Hilfsorganisationen haben heute in Berlin einen Neun-Punkte-Plan für mehr Transparenz, Qualität und Kontrolle bei Spendenorganisationen vorgelegt. Der Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) prüft zudem die Möglichkeit eines Verhaltenskodexes, der mit Unterstützung des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) erarbeitet werden soll. ''Transparenz, Qualität und Kontrolle sind nicht erst seit der Diskussion um Unicef wichtige Themen für Hilfsorganisationen'', betont Hans-Joachim Preuß, Generalsekretär der Welthungerhilfe. ''Aber seitdem hat die öffentliche Auseinandersetzung darüber eine neue Qualität erreicht. Mit dieser Initiative wollen wir die Debatte befördern. Einheitliche Standards, stärkere Kontrolle und nachweisbare Professionalität sind die wichtigsten Ziele der Transparenzinitiative. ''Wer spendet, schenkt Vertrauen. Vertrauen ist das Kapital einer Spendenorganisation. Um es zu erhalten, bedarf es ehrlicher und transparenter Kommunikation. Deswegen müssen Spendenorganisationen ''gläserne'' Organisationen sein'', sagt Dr. Jürgen Thiesbonenkamp, Vorstandsvorsitzender der Kindernothilfe. http://www.dzi.de/pm-06-2008.pdf


7. Globale Bildungskampagne 2008

Ein breites Bündnis entwicklungspolitischer Organisationen ruft auch in diesem Jahr unter dem Motto »Bildung für alle« wieder zur Teilnahme an der Globalen Bildungskampagne 2008 auf. Die Kampagne appelliert weltweit insbesondere an die Politik, gleiche Bildungschancen für alle durchzusetzen und zu garantieren. Im Rahmen der Kampagne finden zahlreiche Aktionen statt. Höhepunkt ist die sog. »Größte Unterrichtsstunde der Welt«, an der im April zeitgleich Menschen aus über 150 Ländern teilnehmen werden. http://www.bildungskampagne.org/Aktionen2008.htm


8. Schweiz: Neues Forschungsprojekt zu Tourismus und Konflikt

Ein neues Forschungsprojekt von swisspeace untersucht, wie gewaltsame Konflikte die Tourismuswirtschaft in Konfliktgebieten beeinträchtigen und welche Strategien Tourismusunternehmen in der Konflikt- und besonders in der Nachkonfliktsphase entwickeln. Das Projekt ''Conflict, Tourism and Peace. How far does self-interest carry?'' startete Anfang März 2008 und ist finanziert durch die Deutsche Stiftung Friedensforschung (DSF). Für die Vergleichsstudie, die anhand von drei Ländern durchgeführt wird, arbeitet swisspeace zusammen mit der Cologne Business School. Die Studie soll zu einem besseren Verständnis der Potentiale und Grenzen von privatwirtschaftlichen Akteuren in Konfliktbearbeitung und Friedensförderung beitragen. Erste Ergebnisse sollten Mitte 2009 vorliegen. Info: swisspeace Ulrike Joras, ulrike.joras@swisspeace.ch


9. Friedensbewegung und Attac starten Kampagne gegen den EU-Reformvertrag

Wie schon sein Vorgänger, die EU-Verfassung, sei auch der Reformvertrag undemokratisch, neoliberal und militaristisch, heißt es in dem Aufruf, der seit letzen Montag innerhalb friedensbewegter und globalisierungskritischer Gruppen kursiert. Er fordert dazu auf, über die Inhalte des Reformvertrages zu informieren und Druck auf die jeweiligen Abgeordneten auszuüben, am 25. April im Bundestag und am 23. Mai im Bundesrat gegen dessen Ratifikation zu stimmen. Die Deutsche Friedensgesellschaft hat hierfür eine Internetseite eingerichtet, mit der eine ausführliche Argumentation gegen die Neuorganisation politischer Herrschaft in Europa an die Vertreter aus den jeweiligen Wahlkreisen geschickt werden kann. http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004987.html

Bislang fand in Deutschland aber auch EU-weit kaum eine öffentliche Diskussion über die Inhalte des Vertrages statt. Deshalb wollen Friedensorganisationen die Tage vor der Abstimmung dazu nutzen, kritischen Positionen Gehör zu verschaffen. Noch ist es nicht zu spät. Werden Sie jetzt aktiv. Fordern Sie bitte ihre/n örtliche/n Bundestagsabgeordnete/n dazu auf, gegen den Vertrag zu stimmen oder sich wenigstens dafür einzusetzen, dass die Öffentlichkeit an diesem Prozess beteiligt wird. Nutzen Sie hierfür folgenden Link: http://www.schritte-zur-abruestung.de/2008/eu-email.php


10. NGOs fordern strukturelle Änderungen der OECD-Leitsätze

Vertreter von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) aus mehreren afrikanischen Staaten, die vorwiegend zu extraktiven Industrien arbeiten, fordern eine bessere Anwendung der OECD-Leitsätze für Multinationale Unternehmen. Mit einem entsprechenden Statement wandten sie sich jetzt an das Investitionskomitee der OECD. Ihnen scheinen strukturelle Änderungen erforderlich, um die Leitsätze zu einem sinnvollen Instrument für ihre Arbeit zu machen. Insbesondere setzen sie sich für unabhängige Kontaktstellen ein. Diese sollten mit einem Aufsichtsgremium ausgestattet sein sowie auch NGO-Positionen berücksichtigen und effektive Monitoringmechanismen besitzen. Das Statement ist aus einem Trainingsseminar zu den OECD-Leitsätzen hervorgegangen, das Germanwatch, Brot für die Welt und Misereor im Rahmen des internationalen Netzwerkes OECD Watch im Januar in Kamerun durchgeführt haben. Download des Statements: http://www.germanwatch.org/corp/camsem08.pdf


11. Schellnhuber: Wir brauchen eine 3. Industrielle Revolution!

Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber ist Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und Klimaberater von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Germanwatch hat ihn kürzlich dazu befragt, wie eine Klimastrategie nach dem letzten IPCC- Bericht und dem UN-Klimagipfel in Bali aussehen sollte. Indem wird auch Bezug genommen auf die aktuelle Zusammenfassung des wissenschaftlichen Kenntnisstandes zum abrupten Klimawandel, den eine Wissenschaftlergruppe um Schellnhuber und den britischen Klimaforscher Timothy Lentonkürzlich vorgelegt hat. Diese bahnbrechende Veröffentlichung erhöht weiter den Druck in Richtung einer schnellen und entschiedenen Klimaschutzstrategie - in Deutschland, der EU und weltweit. Das Interview finden Sie unter: http://www.germanwatch.org/kliko/ks41.htm


12. Nord-Süd-Chat bei Entwicklungspolitik Online

Jeden Monat um 20 Uhr Treffpunkt im Web
Hier treffen sich JournalistInnen und VertreterInnen von Organisationen zum Nord-Süd-Chat im Internetportal Entwicklungspolitik Online auf http://www.epo.de/chat. Der einstündige Chat dient als Austauschforum über internationale Themen mit TeilnehmerInnen aus dem Norden und Süden der Welt. Die jeweiligen Themen finden sich unter: www.epo.de/forum


13. Fortbildung

Berlin: Ringvorlesung Entwicklungspolitik XIV
http://www.sid-berlin.de/download/Ringvorlesung_Entwicklungspolitik_XIV.pdf
Nachhaltige Produkte – Nachhaltige Entwicklung? CSR, Labels & Co.
Berlin, Sommersemester 2008, Für alle Studierenden und die (Fach)Öffentlichkeit. Die Vorlesung findet wöchentlich statt, und zwar donnerstags von 18 Uhr c.t. – 20 Uhr in der TU Berlin, im Hauptgebäude, Hörsaal H 1028 (Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin, U-Bahn Ernst-Reuter-Platz). 8.5.2008 Einführung in die Ringvorlesung

Studiengang: Master of Evaluation
http://www.master-evaluation.de
Evaluation als Instrument, um den Erfolg, die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit von politischen und sozialen Programmen und Maßnahmen zu überprüfen, ist spätestens seit PISA in aller Munde und gewinnt angesichts begrenzter finanzieller Ressourcen zunehmend an Bedeutung. Ziel des Studiengangs 'Master of Evaluation' der Universität des Saarlandes ist der Erwerb von Qualifikationen für eine wissenschaftlich fundierte Tätigkeit in diesem Forschungs- und Berufsfeld, das sehr gute berufliche Entwicklungschancen bietet.

Ausbildung zum Referenten für entwicklungspolitische Bildung
http://tinyurl.com/5dlnnr
Rostock, Ökohaus e.V.
In Kurzseminaren erwerben die Teilnehmer inhaltliches und methodisches Know-how für die Durchführung von Bildungsveranstaltungen. Info: Arne Schneider; Tel. 0381 454409.

Migration, Integration und Entwicklung
BIMUN/SINUB Vorlesungsreihe ''Das Internationale Bonn''
http://www.bimun.org/vorlesung
Eine ganze Welt ist in Bewegung. Die Menschheit war noch nie so mobil wie heute. ''Warum verlassen Menschen ihre Heimat?'' ''Welche Auswirkungen hat Arbeitsmigration?'' ''Brain Drain oder Brain Gain?'' ''Wie steht es mit den Bildungschancen der Migrantinnen und Migranten in Deutschland und in Bonn?'' ''Wo liegen die großen Chancen der Mobilität?'' ''Wie funktioniert interkultureller und interreligiöser Dialog in der Praxis?'' ''Deutschland und Europa - Festung oder Rettungsboot?''
Die Vorlesungen werden während des Semesters vom 09. April bis zum 09. Juli 2008 immer mittwochs von 18-20 Uhr (c.t.) im Hörsaal III des Hauptgebäudes der Universität Bonn stattfinden.

BIMUN-Vorlesungsreihe zu Migration, Integration und Entwicklung
http://www.bimun.org/index.php/de/lect-aktuell/
9. April 2008 bis 9. Juni 2008, Bonn
Öffentliche Vorlesungsreihe der studentischen Initiative ''Bonn International Model United Nations'' zu ''Migration, Integration und Entwicklung''.

Fortbildung ''Kinderrechte machen Schule'', Berlin
http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/sl.php?id=252
Eine Fortbildung für Pädagoginnen und Pädagogen zum Thema ''Kinderrechte machen Schule'' veranstaltet das Deutsche Institut fürMenschenrechte in Kooperation mit dem Verein ''Macht Kinder stark für Demokratie'' (Makista) am Dienstag, den 22. April, von 9.00 bis 15.30Uhr. Bei dieser Veranstaltung, die im Rahmen der bundesweiten Aktion''UNICEF JuniorBotschafter für Kinderrechte'' stattfindet, können sich Schulen gemeinsam mit außerschulischen Partnern zum Thema Kinderrechte in der Schule fortbilden.

Attac - Sommerakademie und Frühjahrsratschlag
http://www.attac.de/sommerakademie2008/pages/programm.php
Leipzig, 30.4. bis 4.5.2008
Vorträge, Podiumsdiskussionen und Workshops zu den Themen der Globalisierungskritik. Film, Theater und Musik kommen nicht zu kurz.

NGOs und Internationale Entwicklungszusammenarbeit
http://www.npm-online.de/ueber_uns_aus-_und_weiterbildung.htm
Münster, 2.-6. Mai 2008

Die OECD-Leitsätze in der betrieblichen Praxis - Die Sozialverpflichtete Unternehmensführung - wie agiert der Betriebsrat?
http://www.nord-sued-netz.de/de/veranstaltungen/3.html
Hamburg-Sasel, 5.-6. Mai 2008, Saselbergweg 63
Sie lernen internationale Initiativen/Instrumente zur Förderung
von Sozialstandards auf globaler Ebene kennen. Sie können
Instrumente, ihre Möglichkeiten und Grenzen im Hinblick auf
die Arbeit der betrieblichen Interessenvertretungen einschätzen
und bewerten.

Grenzen und Übergänge Frontières et Passages Frontiers and Passages
International Conference on African Studies
http://www.vad-ev.de/cms/
Freiburg im Breisgau + Basel, 14-17 Mai 2008
Erstmals finden sich die Vereinigung von Afrikawissenschaften in Deutschland e.V. (VAD) und die Schweizerische Gesellschaft für Afrikastudien (SGAS) zusammen, um sich im Rahmen einer international angelegten Tagung über aktuelle Entwicklungen und den Stand der For­schung in Afrika auszutauschen. Die binational organisierte Tagung beschäftigt sich mit der ökonomischen, politischen, sozialen, und kulturellen Bedeutung von Grenzen und Übergängen. Anmeldung bis 7. Mai erforderlich.

Die EU als Akteur und Finanzgeber für Krisenprävention und Peacebuildung''*
http://www.forumzfd.de/anmeldung.html
Bonn, 16.-17. Mai 208, Gustav-Heinemann-Haus
Das Seminar gibt eine Einführung in die Struktur, Institutionen und Politiken der EU mit einem Fokus auf friedenspolitische Aspekte der EU-Außenpolitik. Des Weiteren werden die Finanzinstrumente der EU-Kommission vorgestellt und Grundwissen zum Thema ''Fundraising'' für die Projektarbeit von NGOs in Konfliktregionen vermittelt.

MultiplikatorInnen-Training: Agrarhandel und das Menschenrecht auf Nahrung
http://www.fian.de
Kassel, 16.-18.05.08, FIAN
Anmeldung bei Armin Paasch, a.paasch@fian.de

Die Überwindung wirtschaftlicher, politischer und militärischer Gewalt
http://www.ked-sachsen.de/Veranstaltungen/Veranstaltungen.html
Leipzig, 16.-17. Mai 2008, Paul-List-Str. 19
Die Tagung soll der Orientierung dienen und zur Vernetzung der Initiativen beitragen. Gemeinsam wollen wir Strategien zur praktischen Umsetzung zur Überwindung wirtschaftlicher, politischer und militärischer Gewalt entwerfen.

Öffentliche Auftragsvergabe: ein Schub für Soziale Unternehmensverantwortung (CSR) und Nachhaltigkeit?
http://www.einewelt-sachsen.de/aktuelles/flyerMeissen.pdf
Meißen, 22. -23. Mai 2008, Ev. Akademie
Eine Tagung für Mitarbeitende in Städten und Gemeinden, kirchlichen Einrichtungen, Unternehmen, entwicklungs-, frauen- und umweltpolitischen Organisationen und Gewerkschaften.

Tagesseminar: Frauen und Wirtschaft, Arbeit und Armutsbekämpfung
http://www.julius-leber-forum.de
Hamburg, 24. Mai 2008, 10.30-14.30, Rathausmarkt 5
Der Marie-Schlei-Verein und die Friedrich-Ebert-Stiftung laden ein. Es sprechen Sabine Sütterlin, Journalistin und Autorin, zum Thema Mikrokredite und Sabina Stelzig, HWWI, zum Thema Arbeitsmigration. Geleitet wird die Veranstaltung von Prof. Dr. Christa Randzio-Plath.

Mosambik – ein Land im Aufbruch?
http://www.frankenwarte.de/984
Würzburg, 23.-25. Mai 2008, Akademie Frankenwarte
Ein politisch-kulturelles Wochenende

Globalisierung zukunftsweisend gestalten
http://www.bpb.de/veranstaltungen/C67F1G
Bonn, 3.-5. Juni 2008
Konferenz und Podiumsdiskussion, Bonner Gespräche zur politischen Bildung.
Die Auswirkungen der Globalisierung sind überall spürbar. Allerdings werden meistens nur ihre negativen Seiten in den Vordergrund gestellt. Hier ist die politische Bildung aufgerufen, ein differenziertes Bild zu vermitteln. Dazu will die Konferenz einen Beitrag leisten.

SLE plus Training
http://tinyurl.com/67d9ve
The SLE plus: Berlin Training for International Development Cooperation is designed to meet the needs of young professionals for short-term training in the area of development cooperation.
Decentralised Management of Regional Development (4.8. - 15.8.2008)
Conflict Prevention and Conflict Management (18.8. - 29.8.2008)
Project Cycle Management (1.9. - 12.9.2008)

Wege in eine faire Globalisierung
4. Kasseler Sommerakademie zur Gestaltung der Weltwirtschaft
Kassel, 25.-29.8.08, Schloß Hofgeismar
http://www.uni-kassel.de/fb5/globalization/html/sommerakademie.htm
Die Kasseler Sommerakademie zur Gestaltung der Weltwirtschaft bietet die Möglichkeit, sich fünf Tage intensiver mit weltwirtschaftlichen und -politischen Zusammenhängen auseinanderzusetzen und auf dieser Grundlage eine Einschätzung tagesaktuelle Entwicklungen vorzunehmen. Die Sommerakademie soll zu einem Erfahrungsaustausch zwischen Aktiven aus sozialen Bewegungen, politischen Organisationen und Gewerkschaften sowohl aus dem Norden als auch dem Süden beitragen. Diesem Ziel sollen auch die Abendveranstaltungen mit VertreterInnen der Politik, der NGO Szene und der Gewerkschaften dienen. VERANSTALTER: Universität Kassel, Fachbereich 5, Fachgebiet Globalisierung und Politik, in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Hans-Böckler-Stiftung. Bewerbung erforderlich.

Lehrer für Abu Dhabi gesucht
http://tinyurl.com/6pfoag
GTZ International Services wird ab September 2008 zwei Ausbildungsinstitute im Emirat Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) im Auftrag der dortigen Regierung betreiben. Für zwei Ausbildungszentren in Al Ain und der Western Region sucht GTZ zum 1. Juli 2008 und in den Folgejahren wieder zu diesem Termin jeweils 70 Lehrerinnen und Lehrer mit Erfahrungen in Berufsbildung.
BewerberInnen sollten einen akademischen Abschluss besitzen oder Erfahrung in der betrieblichen Ausbildung haben.

Fernstudium Nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit
http://www.zfuw.uni-kl.de/management/ent-top.html
Technische Universität Kaiserslautern
Das Fernstudium nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit ist ein weiterbildendes Fernstudienangebot für Hochschulabsolventen (Universität, Fachhochschule) gleich welcher Fachrichtung, die entweder schon in unterschiedlichen Institutionen und Bereichen der Entwicklungszusammenarbeit tätig sind oder sich auf eine solche Tätigkeit vorbereiten wollen. Es soll die Möglichkeit geboten werden, sich auf wissenschaftlicher Basis für eine Tätigkeit sowohl in staatlichen als auch nichtstaatlichen Institutionen der Entwicklungszusammenarbeit zu qualifizieren. Fachliche Leitung: Prof. Dr. Michael von Hauff

Neue Regionale Führungsmächte: Konkurrenten oder Partner für den Westen?
http://www.giga-hamburg.de/rpn.
Aufstrebende Staaten wie China, Indien oder Brasilien treten zunehmend aus dem Schatten der etablierten westlichen Mächte und vergrößern ihren wirtschafts- und außenpolitischen Einfluss. Um die Konsequenzen dieser regionalen und globalen Machtverschiebung zu untersuchen, hat das GIGA das internationale ''Netzwerk Regionale Führungsmächte'' (Regional Powers Network, RPN) initiiert. Das Netzwerk ist im Rahmen des Pakts für Forschung und Innovation bis 2010 bewilligt und wird durch Bundes- und Landesmittel finanziert. GIGA-Vizepräsident Prof. Dr. Detlef Nolte und Projekt-Koordinator Dr. Daniel Flemes sprechen über Konzeption, Inhalt und Bedeutung dieses Forschungsverbunds.

Qualifizierungsprogramm: Young Leaders for Sustainabiliby
http://www.youngleadersforsustainability.de
Das ASA-Programm von Inwent mit dem Collective Leadership Institute (CLI) haben ein Pilotprogramm zum Thema Nachhaltigkeit und Kooperation mit der Wirtschaft gestartet.

Global Directory of Peace Studies and Conflict Resolution Programs
http://www.peacejusticestudies.org/globaldirectory/
Die siebte Version von ''Global Directory of Peace Studies and Conflict Resolution Programs'' fasst übersichtlich und handlich das Kurs- und Trainingsangebot zusammen. Dieses zeigt auch auf, wie sich die Thematik vom ursprünglichen Studium über Frieden und Ethik weiter entwickelt hat und heute schwergewichtig die Theorie und Praxis betreffend Konfliktbewältigung behandelt.


14. Veröffentlichungen

bpb Dossier: Innerstaatliche Konflikte
http://www.bpb.de/themen/K2ATUD
Vom Kosovo nach Kolumbien, von Somalia nach Süd-Thailand: An knapp 280 Orten der Erde schwelen politische Konflikte. Immer wieder droht die Lage zu eskalieren. Das Dossier ''Innerstaatliche Konflikte'' wurde im März aktualisiert und um weitere Konfliktporträts sowie das Kapitel ''Best Practice'' ergänzt.

Die Afrikanische Union hat ein Integrationsproblem
Wacklige ''Bausteine'' und schwache ''Maurer'':
http://www.giga-hamburg.de/giga-focus/afrika
GIGA Focus Afrika 4/2008 von Christian von Soest

Die Informationslücke schließen:
Ergebnisse einer Tagung mit Nachhaltigkeitsanalysten und Experten aus Entwicklungsländern
http://tinyurl.com/6ct6ha
Die Dokumentation der Tagung vom 20. November 2007 in Bonn informiert über den Hintergrund der Tagung und enthält Zusammenfassungen aller vorgestellten Fallbeispiele sowie die Teilnehmerliste. ''Durch diese Begegnung konnten für beide Seiten wertvolle Kontakte geknüpft und neue Informationskanäle geschaffen werden. Außerdem vereinbarten die Teilnehmer, über SÜDWIND ein loses Informationsnetz aufzubauen'', so Antje Schneeweiß, die bei SÜDWIND für den Arbeitsbereich zuständig ist.

Finanzierungsinstrumente der Entwicklungspolitischen Inlandsarbeit: ''mehr möglich machen''
http://www.agl-einewelt.de/mmm1.php
ist ein Nachschlagewerk für Adressen von Förderinstitutionen mit Förderkriterien und -voraussetzungen sowie Tipps zur Antragstellung. Datenbank, Broschüre bestellbar: agl-Geschäftsstelle, Hausmannstr. 9-10, 30159 Hannover Tel. 0511 1231983, info@agl-einewelt.de.

Förderung nachhaltiger Konsumweisen: OECD zeigt gute Beispiele
http://www.oecd.org/dataoecd/1/59/40317373.pdf
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat eine ganze Reihe Instrumente ausgemacht, mit denen sich nachhaltige Konsumweisen fördern lassen. Einen Überblick darüber gibt die Organisation nun in einem neuen Bericht. Auf rund 60 Seiten wird unter anderem der Nutzen von Steuern, Subventionen, Kommunikationskampagnen oder Standards und Labeln diskutiert. Den jeweiligen Instrumenten ordnet die OECD gute Umsetzungsbeispiele zu. Außerdem führt sie in dem Bericht Ansätze auf, mit denen Konsumenten vor irreführenden Informationen bewahrt werden können

Große Koalition in Pakistan
http://swp-berlin.org/de/produkte/swp_aktuell_detail.php?id=8946
Nach der Parlamentswahl wird das Regieren schwieriger
SWP-Aktuell 2008/A 30 von Christian Wagner und Boris Wilke

Institutionen der Entwicklungszusammenarbeit, InWEnt 2008
http://tinyurl.com/5o4wn8
InWEnt hat im Januar eine Auswahl von Institutionen als Broschüre gedruckt. Dort werden 327 deutsche Institutionen detaillieret beschrieben. Die Datenbank ist auch im Internet abrufbar. Bestellung der Broschüre (490 Seiten) bei InWEnt Dokumentation, tel 0228 4460-0, information@inwent.org

Materialien: Die Olympischen Spielen 2008 in China
http://tinyurl.com/5gw2l4
Auf dem Hessischen Bildungsserver wurde ein Lernarchiv zum Thema China 2008 -
Olympische Spiele eingerichtet. Dort finden sich Hinweise auf Arbeitsmaterialien und Hintergrundinformationen sowie Links zu zentralen Institutionen.

Norddeutsche Erklärung zur Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung
http://nun.nibis.de/data/service/NUN_Brosch_Bildschirm.pdf
Die Erklärung der Norddeutschen Partnerschaft zum Leitbild der nachhaltigen Entwicklung in der Berufsbildung. Informationen unter Institut für Umweltschutz in der Berufsbildung e.V., Hr. Dr. Mertineit und Hr. Hilgers, Eleonorenstr. 21, 30449 Hannover, www.iub-hannover.de, kontakt@iub-hannover.de

Oxfam-Studie ''Endstation Ladentheke. Einzelhandel - Macht - Einkauf
http://www.oxfam.de/download/endstation_ladentheke.pdf
Die Oxfam-Studie ''Endstation Ladentheke'' zeigt, dass die Marktkonzentration besorgniserregende Ausmaße annimmt: Je größer der Marktanteil der wenigen verbleibenden Supermärkte, desto mehr können sie ihre Einkaufsmacht gegenüber den Zulieferern ausspielen. Der daraus resultierende Preis- und Kostendruck bewirke, dass sich die Arbeits- und Produktionsbedingungen in den Entwicklungsländern verschlechtern. Oxfam Deutschland empfiehlt allen Verbrauchern, die beim Genuss von Südfrüchten ein gutes Gewissen haben wollen, Bio- bzw. Fair Trade-Produkte zu kaufen. Die Gütesiegel garantieren, dass die Früchte umweltverträglich produziert bzw. zu fairen Handelskonditionen abgenommen werden. ''Jeder kann dazu beitragen, die Situation zu verbessern, indem er Politik mit dem Einkaufskorb betreibt. Je mehr Menschen bewusst einkaufen, desto größer wird der Druck auf die Supermärkte, ihre Praktiken zu ändern. Außerdem hilft es der Umwelt und fördert ganz direkt bessere Lebensbedingungen in den Produktionsländern.'' sagt Wiggerthale.

PCD - Policy Coherence for Development
http://www.oefse.at/Downloads/publikationen/briefingpaper_pcd.pdf
Der erste Policy Coherence for Development (PCD) Fortschrittsbericht der EU-Kommission vom September 2007 hat deutlich gezeigt, dass sowohl die EU-Kommission als auch die EU-Mitgliedsländer ­ mit wenigen Ausnahmen ­ bei der konkreten Umsetzung von PCD am Anfang stehen. Trotz der Berücksichtigung von PCD bei allen wichtigen entwicklungspolitischen Strategiepapieren der EU und trotz der PCD-Verpflichtung der EU-Mitgliedsländer im Rahmen des Ratsbeschlusses des für Entwicklungspolitik zuständigen GAERC vom 23. Mai 2005 (General Affairs and External Relations Council) ist PCD bislang kein allgemeines Regierungsprinzip in den EU-Mitgliedsstaaten. Der Fortschrittsbericht thematisiert bei den zwölf PCD relevanten Themenfeldern jeweils exemplarisch die verschiedenen Initiativen der EU-Kommission bzw. der Mitgliedsländer. Eine Darstellung bzw. Bewertung der Maßnahmen der EU-Mitgliedsländer im Hinblick auf die konkrete Umsetzung von PCD wurde mit Rücksicht auf das allgemein enttäuschende Ergebnis unterlassen.

Reform des Internationalen Währungsfonds geht in die nächste Runde
http://swp-berlin.org/de/produkte/swp_aktuell_detail.php?id=8970
SWP-Aktuell 2008/A 32 von Stormy-Annika Mildner und Caroline Silva-Garbade

Rüstungsexportbericht 2007
http://www3.gkke.org/fileadmin/files/publikationen/REB_2007.pdf
Die Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE) hat ihren jährlichen Rüstungsexportbericht 2007 vorgelegt. Der Bericht übt deutliche Kritik an den weiter gestiegenen deutschen Rüstungsexporten. Als Grund für den Anstieg nennt die GKKE den Zuwachs bei den Sammelausfuhrgenehmigungen für Waffen und Bauteile, die zunächst in andere Staaten der EU und des NATO-Bündnisses exportiert werden.

Sozialstandards in der öffentlichen Beschaffung.
Grundlagen – Erfahrungen – Materialien
http://www.epn-hessen.de/publikationen
Die vorliegende Publikation vermittelt Grundlagen, enthält gute Praxisbeispiele und Materialien und bietet darüber hinaus Vorlagen für die Umsetzung in Ländern und Kommunen. Hrsg: Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt Landesnetzwerke in Deutschland e.V. (agl) und Eine Welt Netzwerk Bayern e.V. Bezug: 5.00 Euro + Versandkosten.

Stefan Dehnert: Demokratieförderung in Post-Konflikt-Gesellschaften. http://library.fes.de/pdf-files/id/ipa/05259.pdf
Konkordanzdemokratie als Konfliktlösungsmodell?

Stellung von Frauen in Entwicklungsländern
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/079/1607912.pdf
Ausführliche Informationen über den Beitrag der deutschen Entwicklungszusammenarbeit zur Verbesserung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Stellung von Frauen in Entwicklungsländern bietet die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion B90/Die Grünen (Drucksache 16/7912).


15. Webseiten des Monats

Bündnis für Demokratie und Toleranz
http://www.buendnis-toleranz.de
Das bundesweite Bündnis für Demokratie und Toleranz hat seit Anfang April einen neuen Webauftritt. Ein zentrales Element der neuen Seite ist eine sog. »Kompetenzkarte für Demokratie und Toleranz«. Die Datenbank vereinigt die im Bündnis zusammengeschlossenen zivilgesellschaftlichen Gruppen und stellt die Profile und Kompetenzen der unterschiedlichen zivilgesellschaftlichen Akteure, von kleinen Initiativen bis hin zu großen Organisationen und Verbänden, auf einer Deutschlandkarte in einem lokalen Kontext dar.

Catch the Flame! - Fackelträger für faire Arbeitsbedingungen - Play Fair 2008
http://www.catchtheflame.org, http://www.inkota.de/olympiaplayfair2008
Infomaterial, Downloads und die Möglichkeit für Online-Proteste.

Datenbank »Gute Geschäfte«
http://www.gute-geschaefte-macher.org
Viele Unternehmen begreifen sich als »corporate citizen« und engagieren sich aktiv für das (lokale) Gemeinwesen. Damit dieses Engagement zielgerichtet und konstruktiv verläuft, suchen Unternehmen oft gemeinnützige Partner für ihre Aktivitäten. Um die Rahmenbedingungen für Kooperationsprozesse zwischen den gesellschaftlichen Partnern zu verbessern, baut die Bertelsmann Stiftung eine online-basierte Datenbank der Mittlerorganisationen im Themenbereich »Gesellschaftliche Unternehmensverantwortung« auf. Die Datenbank informiert über das Feld der Mittlerorganisationen, verzeichnet die verschiedenen Organisationstypen und informiert über ihre Profile, Kompetenzen und Angebote. In der Datenbank sind Freiwilligenagenturen, (Bürger-) Stiftungen, gewerbliche Einrichtungen, kommunale bzw. regionale Anlaufstellen, Agenda-21 Büros und andere Netzwerkorganisationen verzeichnet.

Entwicklung gestalten - grün und alternativ
http://entwicklung-gestalten.blogspot.com
Blog von Michael Kömm, Grüne Jugend. ''Entwicklung gestalten'' enthält zwei Bekenntnisse: Entwicklung - im Sinne von Amartya Sen's ''Development as Freedom'' - ist notwendig und viele Menschen weltweit müssen sie mitgestalten – jeden Tag. ''grün und alternativ'' beschreibt wie ich dies erreichen möchte: grün bedeutet für mich nachhaltig, und das konsequent; alternativ unterstreicht die notwendige Offenheit für neue Ideen, denn die Welt ist komplexer, als es alte Konzepte erscheinen lassen.

EZ Westafrika Blog
http://ezwestafrika.blogspot.com
Klaus D. Loetzer, Büroleiter der KAS in Accra, führt hier eine Diskussion über Themen der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) in/mit Westafrika einschließlich (und vor allem) der politischen sowie sozio-ökonomischen Bedingungen in den Ländern und was EZ bewirken kann -- oder auch nicht -- oder ob sie aber nicht sogar schadet.

Globalia
http://www.alliancesud.ch/globalia/
Globalia ist die Linksammlung der Dokumentationszentren von Alliance Sud. Sie verzeichnet Webseiten zu entwicklungsrelevanten Themen von Arbeit über Hunger und Menschenrechte bis hin zu Wirtschaft. Die Mitarbeitenden der Dokumentationszentren wählen die Webseiten aus, verschlagworten und kommentieren sie.

Internationale Partnerschaften bei NIBIS
http://nibis.ni.schule.de/nibis.phtml?menid=198
Der Niedersächsische Bildungsserver NIBIS bietet eine kommentierte Liste mit Organisationen und Institutionen, die helfen, internationale Schulpartnerschaften oder Lern- und Kommunikationsprojekte einzugehen. Weiterhin werden in einer Datenbank interkulturelle Partnerschaften und Projekte niedersächsischer Schulen vorgestellt.

Internet-Lexikon der Nachhaltigkeit
http://www.nachhaltigkeit.info
Das Internet-Lexikon der Nachhaltigkeit - die ideale Recherche- und Informationsplattform zum Thema ''nachhaltige Entwicklung
Aachener Stiftung die Weiterentwicklung des deutschsprachigen Internet-Lexikons der Nachhaltigkeit.

Netzwerk Freies Wissen
http://www.wissensallmende.de
Das Netzwerk Freies Wissen setzt sich für den Schutz und Ausbau der (öffentlichen) Wissensallmende ein. Das Netzwerk vertritt die Auffassung, dass das Wissen der Welt für alle Bürger/innen dieser Erde gleichermaßen zur Verfügung stehen sollte. Ziel des Netzwerks ist es, einen Gesamtdiskurs zu geistigen Monopolrechten zu etablieren und das Wissen um Alternativen zu verbreiten. Es wendet sich insbesondere gegen die Möglichkeit, Patente auf Leben anmelden zu können, beispielsweise auf genmanipulierte Nutz- und Heilpflanzen.

Nord-Süd-Partnerschaften für Hamburg
http://www.globales-lernen.de/
Auf dem Portal ''Globales Lernen in Hamburg'' finden sich zahlreiche Informationen rund um das Thema Nord-Süd-(Lern-)Schulpartnerschaften. Mit einer Nord-Süd-Partnerschaftsbörse bekommen Schulen, die selber eine Schulpartnerschaft initiieren möchten und Hilfe benötigen, entsprechende Kontakte zu Vereinen und Organisationen vermittelt. Auch im umgekehrten Fall, wenn ein Partner oder eine Parterschule in Hamburg für ein bestimmtes Projekt oder eine Schule in Afrika, Asien oder Lateinamerika gesucht wird, will das Portal über die Veröffentlichung entsprechender Anfragen zur Vernetzung beitragen. Weiterhin finden sich auf den Seiten Kriterien für Nord-Süd (Lern)Partnerschaften sowie Hinweise auf Initiativen und hilfreiche Linklisten.

Wiki-Gender
http://www.wikigender.org
Das OECD Development Center will mit seinem Projekt Wikigender das Wissen und den Austausch zu genderrelevanten Themen fördern. Die Website ist für jeden zugänglich und offen für Artikel, Anmerkungen und Kommentare, insbesondere zu statistischen Informationen und der Messung von Geschlechtergerechtigkeit.


16. Veranstaltungen

Europe Africa Business Summit (EABS)
http://www.europeafricabusinesssummit.org
Hamburg, 28-30 April 2008, CCH
Europe-Africa Business Summit 2008 is the first biennial Europe-Africa Business Summit to take place in Europe, organised by private non-governmental bodies and strives to increase European private sector awareness of the many commercial opportunities in Africa. The major theme of the summit is ''The State and the Future of the European-African Economic Relationships”.

Streitgespräch: Entwicklungszusammenarbeit – mit wie vielen Ländern?
http://www.dwjn.org
Frankfurt, 26.04.08, 15h, Eritrea Zentrum, Neue Mainzerstr. 24
Das Dritte Welt JorunalistInnen Netz (DWJN) lädt ein zum Streitgespräch zwischen Prof. Dr. Michael Bohnet, BMZ-Ministerialdirektor a.D. und Rupert Neudeck über den Reformbedarf der Entwicklungszusammenarbeit.
Rupert Neudeck hat im November 2007 den Vorschlag gemacht, die Entwicklungszusammenarbeit der Bundesregierung auf zwei Länder zu beschränken (vgl. Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 11.11.2007). Michael Bohnet war im BMZ federführend bei der Reduzierung der ''Länderliste'' auf 70 Länder und jeweils ein bis drei Sektoren für die EZ mit einzelnen Ländern. Inzwischen soll die Länderliste weiter auf etwa 50 Länder verkürzt werden.
Was sind die Vor- und Nachteile solcher Konzentration der Entwicklungszusammenarbeit? Wie prioritär sind sie im Verhältnis zur Organisationsreform der EZ (insbesondere KfW und GTZ) und zur Harmonisierung mit den Prioritäten der Partnerländer und der anderen multilateralen und bilateralen Geber (Paris Erklärung)?

Symposium: Afrika – Befreiung aus der Armutsfalle? Ein Dialog zwischen Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft
http://www.giga-hamburg.de/index.php?file=aktuelles.html&folder=aktuelles
Hamburg, 28.04.2008, 10h30, Museum für Völkerkunde, Rothenbaumchaussee 64
Diskutiert werden wissenschaftliche und praktische Ansätze zur Armutsreduzierung auf dem afrikanischen Kontinent.
Die Welthungerhilfe, das GIGA German Institute of Global and Area Studies und der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg laden gemeinsam ein. Im Anschluss an das Symposium lädt die Welthungerhilfe ab 18 Uhr zur Eröffnung der Ausstellung ''15 Dörfer. 8 Ziele. 1 Welt. Die Millenniumsdörfer der Welthungerhilfe'' ein. Die Teilnahme ist kostenlos.

SPD Konferenz: Lateinamerika – Europa: Gemeinsame Verantwortung und Zukunft
Anmeldung: https://anmeldung.spd.de/v/10043
Berlin, 5. Mai 2008, 13.00 bis 15.30 Uhr
Sozialdemokratische Lateinamerika-Politik hat eine lange Tradition. Sie ist eng mit Willy Brandt verbunden, der ein wichtiger Wegbereiter für den Dialog mit der Linken in Lateinamerika war. Die Partner wollen hier tragfähige Antworten auf die Herausforderungen der Globalisierung für Sozialstaat, Wachstum und Beschäftigung finden. Daher muss die bestehende Partnerschaft zwischen den beiden Weltregionen zu einer strategischen Partnerschaft ausgebaut werden. Die Lateinamerika-Strategie der SPD wird vorgestellt.

GIGA Forum im Mai im Mai
http://www.giga-hamburg.de/giga-forum
Hamburg, GIGA German Institute of Global and Area Studies
Mittwoch, 7. Mai 2008, 18:00-19:30 Uhr Israel: Sechzig Jahre konfliktbeladener Existenz im Vorderen Orient, Referenten: PD Dr. Martin Beck (GIGA) und Prof. Dr. Henner Fürtig (GIGA)
Donnerstag, 8. Mai 2008, 18:00-19:30 Uhr, Simbabwe nach den Wahlen – Auswege aus der Krise. Referent: Wilf Mbanga (Herausgeber The Zimbabwean)
Diskutant: Prof. Dr. Rolf Hofmeier (GIGA), Moderation: Andreas Baumert (INISA)
Montag, 19. Mai 2008, 18:00-19:30 Uhr Alternativen zur Gewalt – Strategien zur friedlichen Konfliktlösung, Referent: Johan Galtung
Mittwoch, 28. Mai 2008, 18:00-19:30 Uhr Zu früh demokratisiert? Zur Krise der Demokratie in Südostasien, Referent: Prof. Mark R. Thompson, Ph.D. (Universität Erlangen)

planet diversity - Festival und Internationaler Kongress der Vielfalt
http://www.planet-diversity.org
Bonn, 12.-15. Mai 2008
Am Pfingstmontag beginnt das Festival der Vielfalt, der Sinne und des Sinns in den Rheinauen. Die Debatte über die Zukunft der Landwirtschaft und Ernährung ab 13. Mai in Plenarsitzungen, Workshops und Präsentationen (simultan English, Französisch, Spanisch und Deutsch) findet mit Gästen aus über 70 Ländern statt. Es geht unter anderem um Regionale Tradition und Qualität von Lebensmitteln, Gentechnikfreie Regionen, Frauen und Landwirtschaft oder Freien Austausch von Saatgut.

Der Streit um die Entwicklungshilfe. Mehr tun, aber das Richtige.
http://tinyurl.com/6nz9vp
Bern, 16. Mai 2008
Öffentliche Tagung von Alliance Sud Sinn und Zweck, aber auch die Grenzen von Entwicklungszusammenarbeit.

Internationale Finanzmärkte: Welche Regeln sind nötig?
Gesprächskreis ''Wirtschaft mit Zukunft''
Hamburg, 19. Mai 2008, Kirchenkreis Volksdorf, Rockenhof 1
Thema des Gesprächskreises sind im ersten Halbjahr 2008 die ''Internationalen Finanzmärkte''. Es wird auf die Funktionsweise der Finanzmärkte und ihren Einfluss auf die ''Realökonomie'' eingegangen. Weiterhin erfolgt eine Erklärung und Einschätzung der sog. Heuschrecken'', der Hedge- und Private-Equitiy-Fonds. Anmeldung: UmweltHaus am Schüberg, Tel. 040 / 605 10 14, schoenberger@haus-am-schueberg.de

Podiumsdiskussion: Wie kann ich helfen? Entwicklungshilfe im Spannungsfeld zwischen Kinderpatenschaft und politischer Lobbyarbeit
http://www.bizme.de/Veranstaltungen/veranstaltungen.htm
Bremen, 26.05.2008, 20h, Überseemuseum, Bahnhofsplatz 13
Podium: Angela Hesse (BeN), Dr. Hans G. Schönwälder (Plan International Deutschland ), Wolf- Christian Ramm (terre des hommes). Moderation: Bernd Ludermann (welt-sichten)
Veranstalter/innen: Bremer entwicklungspolitisches Netzwerk (BeN), Bremer In-formationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz)

Wie schnell wächst die Zahl der Menschen?
http://tinyurl.com/5ey8f5
Hamburg, 26. Mai 2008, 20h15, Thalia, Große Bleichen 19
Vortrag von Prof. Dr. Rainer Münz, Erste Bank Wien und HWWI.
Anmeldung erforderlich: dialog@hwwi.org, pTelefon: 040 340576-115

Internationale Konferenz Solidarität – heute!
http://www.medico-international.de/40jahre/mi_40jahre_konferenzflyer.pdf
Frankfurt, 30.- 31. Mai 2008
Mit unserer Konferenz fragt medico nach den heutigen Bedingungen aktiver Solidarität. Zwar haben Elend und Unrecht im Vergleich zu der Zeit vor vierzig Jahren nicht abgenommen. Doch haben sich unter den Bedingungen neoliberaler Globalisierung die Bedingungen massiv verändert, unter denen Solidarität praktiziert werden kann und muss. Erstes Ziel der Konferenz ist deshalb eine Neubestimmung von Solidarität und von Öffentlichkeit im transnationalen Raum: ist es an der Zeit, die soziale Frage global zu stellen.

Frühjahrstagung des AK Entwicklungspolitik in der DeGEval
http://www.degeval.de/index.php?class=Calimero_Webpage&id=9037
Freiburg, 5.–6. Juni 2008, Arnold Bergsträsser-Institut (ABI)

Eschborner Fachtage 2008 der GTZ
Zukunft mit MehrWert. Sozial und ökologisch wirtschaften
http://www.gtz.de/de/top-themen/3047.htm
Eschborn, 10.-11. Juni 2008, GTZ
Jährlich beleuchten die Eschborner Fachtage ein aktuelles Thema der internationalen Zusammenarbeit. Rund 400 Experten aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft diskutieren in diesem Jahr mit Entwicklungsexperten über die verschiedenen Dimensionen von sozialem und ökologischem Wirtschaften im Licht der Globalisierung.

Elemente des deutschen Gesundheitssystems im internationalen Kontext
Das Internationale Forum der AOK-Consult
Bonn, 12. Juni 2008, La Redoute
Experten aus der Praxis des deutschen Gesundheitssystems werden Ihnen Fragestellungen und Lösungsvarianten aus dem nationalen Umfeld vorstellen. Zu jedem Themenkomplex wird zusätzlich auch ein Blick auf den internationalen Zusammenhang sowie in verschiedene Beispielländer geworfen. Kostenbeitrag 99,- €. Anmeldung erforderlich. Kontakt: Karin Dobberschütz, Tel. 0228 – 843490, international@consult.aok.de

Weitere Veranstaltungshinweise finden Sie hier:
http://www.eine-welt-info.de/veranstaltungen/index.html
http://ourworld.compuserve.com/homepages/Duenbostel_J/termin3w.htm
http://www.service-eine-welt.de/veranstaltung/Veranstaltungen.html
http://www.wusgermany.de/index.php?id=126&L=
http://www.uport-hh.de/veranstaltungen/veranstaltungskalender
http://www.3wfhannover.de
http://www.giga-hamburg.de/giga-forum

Impressum: Society for International Development - Chapter Hamburg
Gesellschaft für internationale Entwicklung Hamburg e.V.
c/o First Global Liaison, Bismarckstr. 69b, 20259 Hamburg.
Verantw. Redakteur: Karsten Weitzenegger, karsten.weitzenegger @ sid-hamburg.de,
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Dieser Rundbrief wird durch die Beiträge der SID-Mitglieder in Norddeutschland finanziert. Wenn Sie diese Leistung besonders anerkennen wollen, machen Sie eine Spende, oder werden Sie auch Mitglied von SID. Der Verein ist anerkannt gemeinnützig. Sie erhalten rechtzeitig eine Spendenbescheinigung von uns. Gesellschaft für internationale Entwicklung Hamburg e.V., Konto 0717761206, BLZ 20010020, Postbank Hamburg.

Die Society for International Development (SID - http://www.sidint.org), ein globales Netzwerk von Personen und Institutionen aus der Entwicklungspolitik, feiert dieses Jahr ihren 50. Jahrestag. Im Einsatz für soziale Gerechtigkeit und strukturellen Wandel hat SID immer eine vermittelnde und unterstützende Rolle unter den fortschrittlichen Gruppen der Zivilgesellschaft eingenommen. SID verbindet Aktivsten, Experten Wissenschaftler und Politiker auf kommunaler, nationaler und globaler Ebene. Unsere Aktivitäten bieten Gelegenheit zum Austausch von Wissen und Information. Unser Grundsatz dabei ist, dass Entwicklung nur durch Dialog und Zusammenarbeit erreicht werden kann.

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