SID-Hamburg Rundbrief Juni 2008

SID Hamburg

Ausgewählte Kurzmeldungen des Monats zur internationalen
Entwicklungszusammenarbeit, herausgegeben von SID Hamburg.


Inhalt

  1. Tausende von Menschen um Rangun können durch lokale Hilfe versorgt werden
  2. Neuer Rekord bei globalen Rüstungsausgaben
  3. MDGs: UN-Generalversammlung will Regierungen stärker in die Pflicht nehmen
  4. Sparstreit in der Bundesregierung gefährdet Erhöhung des Entwicklungsetats
  5. Soziale Sicherung entscheidend für Millenniumsziele
  6. Faire Nutzung biologischer Vielfalt: VENRO fordert verbindliches Abkommen
  7. EPIZ gibt Arbeitshilfe ''Zeitzeugen der Entwicklungszusammenarbeit'' heraus
  8. Schweizer Studie: Die Auftragsvolumina für Consultants nehmen ab
  9. Fortbildung
  10. Publikationen
  11. Webseiten des Monats
  12. Veranstaltungen

Vortrag und Diskussion: Ressourcenkonflikte

mit Prof. Dr. Brigitte Fahrenhorst, Technische Universität Berlin
Chair of the Society for International Development - Berlin Chapter
Hamburg, 21. Mai 2008, 17.30 Uhr, Patriotische Gesellschaft, Trostbrücke 4-6

Konflikte um natürliche Ressourcen führen weltweit zu kriegerischen Auseinandersetzungen. Auch wenn Konflikte um Öl in den Medien thematisiert werden, ist Öl in den seltensten Fällen die Ursache für Gewaltkonflikte. Vielmehr handelt es sich um die Aneignung von Rohstoffen, wie Diamanten oder Coltan, sowie von Land, Wasser und Holz durch einige Wenige. Diese Aneignung geht zumeist einher mit sogenannten failing states. Der Vortrag gibt einen Überblick über die verschiedenen Konflikte. Gemeinsam mit dem Arbeitskreis Wirtschaft und Gesellschaft der Patriotischen Gesellschaft von 1765 lädt das SID Chapter Hamburg dazu ein. Anmeldung: http://sid-hamburg.de/einladung.htm


SID Stammtisch Entwicklungspolitik in Hamburg
Nächster Termin: Mittwoch, 28. Mai 2008, ab 19 Uhr in der
Hamburg Language Lounge, Springeltwiete 2 EG, 20095 Hamburg

Hier treffen sich jeden Monat Leute, die an einem Austausch zu Entwicklungspolitik und Entwicklungszusammenarbeit interessiert sind. Neben dem lockeren Beisammensein stehen aber auch Kurzvorträge zu entwicklungspolitisch relevanten Themen oder auch der eine oder andere Bericht über einen Projektbesuch immer wieder auf der Tagesordnung. Anmeldung: http://sid-hamburg.de/stammtisch.htm


Andere Gedanken | http://weitzenegger.de/gedanken/
Wenn Leute lachen, sind sie fähig zu denken. Dalai Lama XIV.


1. Tausende von Menschen um Rangun können durch lokale Hilfe versorgt werden

Tausende von Opfern des Wirbelsturms in Burma werden vom Bündnis ''Entwicklung hilft'' mit Trinkwasser, Lebensmitteln und Medikamenten versorgt. Auch Decken und Baumaterial werden inzwischen durch die Partner vor Ort verteilt. ''Glücklicherweise können wir unsere lokalen Strukturen aus der Entwicklungshilfe nutzen, um den Menschen praktisch von Anfang an beizustehen'', erklärte Misereor-Geschäftsführer Martin Bröckelmann-Simon am Freitag für das Bündnis ''Entwicklung hilft''. ''Wir vergessen in solchen Katastrophensituationen oft, dass die Opfer den ersten Beistand von ihren Landsleuten bekommen.'' Misereor teilte mit, dass die thailändische Bischofskonferenz jetzt einen ersten Transport zusammengestellt hat, um den Opfern die nötigste Hilfe zu bringen. Zielgebiet sind die am meisten durch den Zyklon ''Nargis'' betroffenen Regionen des Irrawaddy-Delta und um Rangun. Der Hilfstransport enthält Trinkwasser, Tabletten zur Wasseraufbereitung, Trockennahrung und Reis, Decken und Plastikplanen.

Brot für die Welt, medico international, Misereor, terre des hommes und Welthungerhilfe leisten als Bündnis ''Entwicklung hilft'' akute Nothilfe und langfristige Entwicklungszusammenarbeit. Alle Bündnisorganisationen versuchen weiterhin Helfer von außen ins Land zu bekommen. Online-Spenden: http://www.entwicklung-hilft.de/online-spende.html

130 UNICEF-Mitarbeiter sind vor Ort im Einsatz. Bisher gab es bei der Verteilung von Hilfsgütern keine Probleme mit der Regierung. In 13 Kinderschutzzonen finden traumatisierte Kinder Hilfe. UNICEF versorgt zudem Hunderttausende Kinder mit Schulmaterial. Online-Spenden: https://www.unicef.de/bankeinzug.html?ac=144412

Für eine Spende für Burma, die nicht notwendigerweise an die jetzige Naturkatastrophe gebunden ist, sondern die Arbeit in Burma längerfristig unterstützt, empfiehlt sich die Burma.Initiative (http://www.asienhaus.de/burma) im Asienhaus Essen, https://www.asienhaus.de/files/spenden_formular.php


2. Neuer Rekord bei globalen Rüstungsausgaben

Anlässlich der Vorstellung seines Jahresberichtes 2007/2008 stellt das BICC (Internationales Konversionszentrum Bonn) fest, dass der Trend zu weltweiter Aufrüstung weiter anhält. Die globalen Militärausgaben, die zwischen 2001 und 2006 real um etwa 30 Prozent zunahmen, beliefen sich 2006 – dem letzten Jahr, für das umfassende Zahlen vorliegen – auf geschätzte 1,179 Billionen US-Dollar. Abrüstungsverhandlungen sind zum Stillstand gekommen und vieles deutet sogar auf ein neues Wettrüsten hin. Trotz dieser besorgniserregenden Entwicklungen beurteilt Abrüstungsexperte Hans Blix im BICC-Jahresbericht die Chancen für nukleare Abrüstung als nicht schlecht und fordert mehr Anstrengungen, die Weiterverbreitung dieser Waffen zu verhindern.

Fast die Hälfte der weltweiten Militärausgaben entfiel allein auf die Verteidigungsausgaben der USA – insgesamt 528 Milliarden US-Dollar 2006. Die stetige Erhöhung des US-Militärhaushalts in den vergangenen sechs Jahren ist für einen beträchtlichen Teil des Gesamtanstiegs der weltweiten Verteidigungsausgaben seit 2001 verantwortlich. Weitere Spitzenreiter 2006 waren das Vereinigte Königreich (Großbritannien und Nordirland, 59 Milliarden US-Dollar), Frankreich (53 Milliarden US-Dollar), China (50 Milliarden US-Dollar) und Japan (44 Milliarden US-Dollar).

Deutschland ist dem Bericht zufolge in der Europäischen Union der größte, weltweit hinter den Vereinigten Staaten und Russland der drittgrößte Exporteur von Rüstungsgütern. Die Ausfuhren stiegen demnach von 6,2 Milliarden Euro 2005 auf 7,7 Milliarden Euro im Jahr 2006. Davon seien Rüstungsgüter im Wert von 933 Millionen Euro an Entwicklungsländer gegangen.

''Das Ungleichgewicht innerhalb der Gebergemeinschaft zwischen Militärausgaben und Entwicklungsausgaben blieb auch 2006 bestehen'', betont Peter J. Croll, Direktor des BICC. Während sich die offizielle Entwicklungshilfe (ODA) 2006 auf 104 Milliarden US-Dollar belief, wendeten die 30 OECD-Mitgliedstaaten (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) 891 Milliarden US-Dollar für die Verteidigung auf – also etwa neunmal soviel. http://tinyurl.com/6fyho9


3. MDGs: UN-Generalversammlung will Regierungen stärker in die Pflicht nehmen

Nach einer mehrtägigen Sitzung zu den Fortschritten bei der Umsetzung der Millennium-Entwicklungsziele (MDGs) hat die UN-Generalversammlung kritisiert, dass vor allem bei den MDGs zu Armut, Bildung sowie Gesundheit bislang viel zu wenig erreicht worden ist. Diese Ziele seien von besonderer Bedeutung, da Fortschritte hier sich positiv auf die Erreichung aller anderen MDGs auswirken würden, erklärte der Präsident der Generalversammlung Srgjan Kerim.

Stattdessen steige gegenwärtig die absolute Zahl der Armen in Afrika südlich der Sahara und weltweit könnten noch immer 72 Millionen Kinder nicht zur Schule gehen. Auch bei der Müttersterblichkeit blieben Fortschritte aus, so Kerim. Jedes Jahr sterben weiterhin mehr als eine halbe Million Frauen während der Schwangerschaft oder Geburt.

Kerim plant nun eine jährliche Sitzung der UN-Generalversammlung, die sich ausschließlich mit dem Fortschritt bei der Erreichung der MDGs auseinandersetzt und wenn nötig alle Partner in die Verantwortung nehmen soll. Kerim erklärte dazu: ''Dass wir so genau auf die Fakten und Inhalte schauen, zeigt, dass wir die Umsetzung der MDGs bis 2015 in allen Ländern sehr ernst nehmen.''


4. Sparstreit in der Bundesregierung gefährdet Erhöhung des Entwicklungsetats

Anlässlich der Aufstellung des Entwurfs für den Bundeshaushaltsplan 2009 ist ein Streit um die Höhe der Etats einzelner Ministerien entbrannt. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück drohte vier Ministerien, darunter dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), ihnen ihre Etathoheit zu entziehen, sollten sie sich nicht dem Ziel der Haushaltskonsolidierung unterordnen. Die Pläne Steinbrücks trafen im BMZ auf heftige Kritik. Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul betonte, dass die Mittel, die das BMZ für den Bundeshaltsentwurf 2009 aufgestellt habe, den internationalen Zusagen entsprächen, zu denen sich die gesamte Bundesregierung – zuletzt beim G8-Gipfel in Heiligendamm – verpflichtet habe. Die internationale Verantwortung Deutschlands dürfe nicht aufs Spiel gesetzt werden. Deutschland stünde zu den MDG und dem Kampf gegen Kindersterblichkeit und Klimawandel in der Welt. Der Kampf gegen den Klimawandel sei allemal billiger, als anschließend die Schäden zu beseitigen, so die Ministerin. Der Haushaltsentwurf 2009 soll am 25. Juni im Bundeskabinett beschlossen werden und geht dann in die parlamentarische Beratung. http://tinyurl.com/5p7v3y

Im Bundestagsausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union warnte Heidemarie Wieczorek-Zeul vor einer möglichen Stagnation der weltweiten Entwicklungszusammenarbeit und kündigte für Ende des Jahres einen gemeinsamen Umsetzungsbericht Deutschlands und der EU zu den Millenniums-Entwicklungszielen an. Ein Schwerpunkt des Berichtes soll unter anderem auf der Bekämpfung des Hungers liegen. http://www.bundestag.de/aktuell/hib/2008/2008_099/03.html

VENRO unterstützte die Kritik der Ministerin. Der Sparkurs widerspreche den Zusagen der Bundesregierung, die Entwicklungshilfe in den nächsten Jahren um 750 Millionen Euro zu steigern. ''Frau Wieczorek-Zeul macht nur ihre Hausaufgaben und wird dafür von Herrn Steinbrück abgestraft'', kritisierte VENRO- Vorstandsvorsitzende Claudia Warning. Deutschland könne die Entwicklungshilfe bis zum Jahr 2010 nur dann auf die zugesagten 0,51 Prozent des BNE steigern, wenn ab 2008 ein jährlicher Zuwachs von mindestens einer Milliarde Euro erreicht würde. Auch die Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt Landesnetzwerke (agl) kritisierte den Sparkurs von Bundesminister Steinbrück. Deutschland müsse sich seiner weltweiten Verantwortung stellen und sich auch finanziell weiterhin für die Umsetzung der MDG einsetzen. Diese liefen durch die angestrebten Einsparungen massiv Gefahr, nicht annähernd umgesetzt zu werden. Schließlich äußerte sich auch der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan im Namen des hochrangigen ''Africa Progress Panels'' besorgt über die geplanten Haushaltskürzungen. ''Wir können es uns nicht leisten, unsere Verpflichtungen gegenüber den Armen in einer Zeit zurückzunehmen, in die bisherige Erfolge auf dem Weg zur Erreichung der MDG aufgrund des Klimawandels und der steigenden Nahrungsmittelpreise gefährdet sind'', erklärte Annan. http://www.venro.org/presse/archiv/08/pm-07-2008.pdf, http://tinyurl.com/5zvaw8


5. Soziale Sicherung entscheidend für Millenniumsziele

Der Aufbau und die Stärkung sozialer Sicherungssysteme in Entwicklungsländern sollen ein Schwerpunkt der deutschen Entwicklungszusammenarbeit werden. Dass geht aus einem Antrag der Koalitionsfraktionen hervor, der am 13. März 2008 mit den Stimmen aller Fraktionen (bei Enthaltung der FDP) im Bundestag verabschiedet wurde (Drucksache 16/7747, http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/077/1607747.pdf). Der Antrag zeigt die Bedeutung von sozialen Sicherungssystemen für eine nachhaltige Armutsbekämpfung auf und fordert eine verstärkte Ausrichtung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit auf Vorhaben im Bereich der sozialen Sicherung und entsprechende haushälterische und institutionelle Konsequenzen. Der Antrag fordert, soziale Sicherheit als eigenen sektoralen Schwerpunkt im BMZ zu verankern und das Thema soziale Sicherheit als thematische Zielgröße für den Haushalt 2009 aufzunehmen. Darüber hinaus wird eine stärkere Konzentration auf die Bereiche Grundsicherung und soziale Sicherung im informellen Sektor gefordert. Auch der UN-Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte fordert in einem kürzlich angenommenen Kommentar (Nr. 19) die Verwirklichung des Rechts auf soziale Sicherung.

Brot für die Welt und der Evangelische Entwicklungsdienst veröffentlichten Anfang April die Studie ''Sozialgeldtransfer und Millenniumsentwicklungsziele – eine menschenrechtliche Betrachtung''. Die Studie untersucht anhand von drei Länderbeispielen die Stärken und Schwächen von Sozialgeldtransfers aus Menschenrechtsperspektive. Anhand von Untersuchungen in Brasilien, Malawi und Sambia zeigen die Autoren auf, dass sich die direkte finanzielle Unterstützung von Haushalten und Einzelpersonen als effizientes Instrument zur Reduzierung der drastischen Einkommensunterschiede in vielen Entwicklungsländern erwiesen hat. Sozialgeldtransfers stehen im engen Zusammenhang zu den Millenniumszielen 1 bis 6, da sie gegen Armut und Hunger verwendet werden können und eine finanzielle Grundlage beispielsweise für Schulbesuch und Gesundheitsversorgung bieten. Vor dem Hintergrund der Erfahrungen in den drei Ländern empfehlen die Autoren, Sozialtransfer zu einem zentralen Politikelement der Entwicklungszusammenarbeit zu machen. Sie sollten jedoch auf den Menschenrechten aufgebaut werden, um die Empfänger unabhängig von den Verteilungssystemen lokaler Eliten zu Berechtigten zu machen und Missbrauch zu vermeiden. Quelle: 2015 aktuell.
http://www.fian.de/fian/downloads/pdf/ak+gruppen/SCT_Study_Web_DE.pdf

International hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Millenniumsentwicklungsziele nicht allein durch einzelne Krankheitsbekämpfungsmaßnahmen erreicht werden können. Ohne effiziente Gesundheitssysteme mit ausreichenden Ressourcen wird keines der Gesundheitsziele erreicht werden können. Entscheidend sind insbesondere soziale Sicherungssysteme. Nur sie können auf Dauer den kontinuierlichen Zugang armer Bevölkerungsgruppen zu Gesundheitsdienstleistungen gewährleisten.

1,3 Milliarden Menschen haben weltweit keinen Zugang zu ausreichender oder bezahlbarer Gesundheitsversorgung. Jedes Jahr sterben fast 10 Millionen Kleinkinder an Krankheiten, die vermeidbar wären. Der globale Klimawandel und die gestiegenen Preise für Nahrungsmittel erhöhen die Anfälligkeit für Krankheiten, weil sich Krankheiten wie Malaria und Dengue weiter ausbreiten und Hunger die Menschen weiter schwächt.

Die Bundesregierung hatte das Thema Gesundheit zu einem Schwerpunkt der deutschen G8-Präsidentschaft im Jahr 2007 gemacht. Die deutschen Mittel zur Bekämpfung von HIV/AIDS, Tuberkulose, Malaria und tropischen Infektionskrankheiten und die hierfür notwendige Stärkung der Gesundheitssysteme wurden in den vergangenen Jahren deutlich aufgestockt. 2008 werden hierfür 500 Mio. Euro bereitgestellt.

Bundesentwicklungsministerin Wieczorek-Zeul ist von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zur Sondergesandten für die Ende des Jahres in Doha stattfindende Konferenz ''Financing for Development'' ernannt worden. Sie wird auch in dieser Funktion in Paris für die Erfüllung der internationalen Verpflichtungen zur Entwicklungsfinanzierung werben. ''Darüber hinaus ist es entscheidend, dass wir neue innovative Instrumente zur Finanzierung von Entwicklung finden und nutzen. Gerade im Gesundheitsbereich gibt es hier bereits gute Ansätze, die wir ausbauen müssen.'' http://tinyurl.com/6r3xw4


6. Faire Nutzung biologischer Vielfalt
VENRO fordert verbindliches Abkommen

Im Vorfeld der UN-Konferenz für Biologische Vielfalt vom 19. bis 30. Mai in Bonn hat der Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) das EU-Parlament aufgefordert, einer Resolution zuzustimmen, die eine rechtsverbindliche Regelung für den gerechten Zugang zu genetischen Ressourcen verlangt. Vor allem die Interessen indigener Völker müssten gestärkt werden, so der Verband. ''Entwicklungsländer verfügen über ein großes Artenreichtum, das sie aber nicht richtig nutzen können, weil sie nicht die Mittel haben. Industrienationen profitieren davon, indem sie die in den Urwäldern gewonnen Wirkstoffe in der Pharma-, Kosmetik- oder Biotechnologiebranche einsetzen – ohne verbindliche Regeln für den gerechten Vorteilsausgleich. Hier müssen wir einen Riegel vorschieben,'' sagte VENRO-Vorstandsvorsitzende und Mitglied der Naturallianz Dr. Claudia Warning. Deshalb sei auch der ''gerechte Vorteilsausgleich'' ein Zentralpunkt auf der 9. Vertragsstaatenkonferenz zur Biodiversitätskonvention (CBD) in Bonn. http://www.venro.org/presse/archiv/08/pm-08-2008.pdf


7. EPIZ gibt Arbeitshilfe ''Zeitzeugen der Entwicklungszusammenarbeit'' heraus

Was bringt Entwicklungszusammenarbeit? Wie sieht die Arbeit vor Ort konkret aus? Wie gestalteten sich die Anfänge vor fünfzig Jahren und was hat sich verändert? Das Entwicklungspolitische Bildungs- und Informationszentrum (EPIZ) hat nun eine Arbeitshilfe für den Unterricht in der Sekundarstufe herausgegeben, die Antworten auf diese Fragen gibt. Erzählungen von Zeitzeugen der Entwicklungszusammenarbeit, die in verschiedenen Ländern des Südens gearbeitet haben, bieten spannende, lebendige und authentische Antworten. Sie waren und sind in den unterschiedlichsten Bereichen aktiv, für staatliche Durchführungsorganisationen wie Deutschen Entwicklungsdienst (DED) und Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ), aber auch für Nichtregierungsorganisationen. Quelle: LHÜ Info. http://epizberlin.de/?Projekte


8. Schweizer Studie: Die Auftragsvolumina für Consultants nehmen ab

Der Markt für KonsulentInnen (Consultants) der internationalen Zusammenarbeit (IZA) ist äußerst heterogen und vielfältig und muss sich den ändernden Bedingungen, neuen Schwerpunkten und Anforderungen der IZA anpassen. cinfo – Stiftung für Beratung, Information und Bildung in der internationalen Zusammenarbeit – hat diese Studie initiiert, um den Markt für KonsulentInnen der IZA näher zu beleuchten und ihr eigenes bestehendes Angebot für KonsulentInnen zu überprüfen. Aufgrund von Gesprächen und Interviews mit ausgewählten AkteurInnen auf Autragnehmer- und Auftraggeberseite sowie basierend auf der Analyse von Dokumenten und Statistiken bietet diese Studie eine Bestandesaufnahme und Analyse des Schweizer Markts für KonsulentInnen der IZA. Dabei werden das Angebot seitens der Auftragnehmenden und die Nachfrage seitens der Auftraggebenden insbesondere hinsichtlich absehbarer Trends für die Zukunft analysiert.
Kostenloser Download: www.cinfo.ch/mAny/mResource/pdf/HO_Konsulentenstudie.pdf


9. Fortbildung

Programm ''Young Leaders for Sustainability'' startet
http://www.youngleadersforsustainability.de.
Das Ziel von Young Leaders ist, Führungskompetenz für Nachhaltigkeit bereits bei Studierenden zu entwickeln und auszubauen. Im Zentrum der Ausbildung stehen Persönlichkeitsentwicklung, Wissen und internationale Praxiserfahrung. Das Programm bietet neben den bei ASA bewährten Vor- und Nachbereitungsseminaren eine Reihe von Weiterbildungsmodulen und zwei dreimonatige Praktika – eines bei einem Unternehmen in Deutschland, eines bei einer Partnerorganisation im Ausland. Dieses Jahr haben die ersten 11 ''Young Leaders'' bereits mit der Vorbereitung begonnen.

Frauen und Wirtschaft – Themenschwerpunkt: Arbeit und Armutsbekämpfung
http://julius-leber-forum.de/veranstaltungen/termine/124878/
Hamburg, 24. Mai 2008, 10.30 bis 14.30 Uhr, Rathausmarkt
Seminar von FES und Marie-Schlei-Verein. Es sprechen Sabine Sütterlin, Journalistin und Autorin, zum Thema Mikrokredite und Sabina Stelzig, HWWI, zum Thema Arbeitsmigration. Geleitet wird die Veranstaltung von Prof. Dr. Christa Randzio-Plath.

Olympia der Unterdrückung. China und die Menschenrechte
http://www.ev-akademie-boll.de/Programm.programm.0.html
Bad Boll, 30.05.- 01.06.2008, Evang. Akademie
Das offizielle China lässt sich zur Olympiade feiern. Doch stellt es Rekorde auf, wenn es um Verletzungen der Menschenrechte geht: Todesstrafen, Besetzung Tibets, Ausschaltung jeglicher Opposition. In der Tagung kommen jene zur Sprache, die nicht auf dem Siegertreppchen stehen.

Dialog der Kulturen - eine Aussprache zwischen Islam und westlicher Welt
http://tinyurl.com/6zwj6n
Würzburg, 2. bis 6. Juni 2008, Akademie Frankenwarte
Überall wird vom Interkulturellen Dialog gesprochen, der Verständigung zwischen unterschiedlichen Religionen und Lebensweisen in Deutschland. Vom Abstrakten kommt es in diesem Seminar zum Konkreten, um Hintergrundwissen und ein differenziertes Bild des Islam zu erlangen - und somit ein besseres Verständnis für die hier lebenden MuslimInnen zu entwickeln. Weshalb entstehen Parallelgesellschaften? Wie ist ein bereicherndes Zusammenleben möglich? Wo gibt es effektive Beispiele durch den Dialog der Kulturen?

China und Indien - Die neuen globalen Gravitationszentren
http://www.julius-leber-forum
Hamburg, 2.- 6. Juni 2008, Julius-Leber-Forum
Bildungsurlaubs-Seminar, Anmeldung: hamburg @ fes.de

Workshop: Menschenwürde
http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/sl.php?id=267
Berlin, 6. Juni, Deutsches Institut für Menschenrechte
Aktuelle Diskussionen berühren die Menschenwürde in prinzipieller Weise, beispielsweise, wenn es um bioethische Fragen oder den Schutz des absoluten Folterverbots geht. Mit dem Workshop will das Deutsche Institut für Menschenrechte dazu einladen, sich anhand von Beispielen dem Verständnis der Menschenwürde zu nähern. Die Veranstaltung ist ein offenes Fortbildungsangebot. Anmeldung erforerlich.

Entwicklungszusammenarbeit verbessern: Geberharmonisierung und Beteiligung der Zivilgesellschaft
http://www.suedwind-institut.de/0dt_sw-start-fs.htm
Bonn, 19. Juni 2008, von 14:00 bis 18:00, Haus der Kirche, Adenauerallee 37
Vom 2.-4.9.2008 findet in Accra, Ghana die dritte Ministerkonferenz über die Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit statt. Das Fachgespräch bietet vor allem Vertreterinnen und Vertretern der afrikanischen Zivilgesellschaft ein Diskussionsforum zu diesen Themen.

Organisationsentwicklung
http://tinyurl.com/6a8ep9
Hildesheim, 24.- 28. Juni 2008, Kulturherberge
In einem sich konstant verändernden Umfeld müssen Organisationen flexibel sein und sich den Bedingungen und Bedarfen anpassen. Doch nicht selten tauchen Widerstände auf. Wir reflektieren Veränderungsprozesse, geben Tools zur Überprüfung bestehender Strukturen und erproben Wege zur Motivation von Mitarbeitenden und Freiwilligen.

Ergänzungsstudium: Internationale Entwicklungszusammenarbeit am SLE
http://www.berlinerseminar.de
Das Seminar für Ländliche Entwicklung (SLE) der Humbold-Universität zu Berlin bildet in einem einjährigen Postgraduiertenstudium Fach- und Führungskräfte für das Berufsfeld der internationalen Entwicklungszusammenarbeit aus. Die Inhalte der Ausbildung orientieren sich konsequent an den Erfordernissen dieses Berufsfeldes. Planungs-, Management- und Kommunikationsmethoden sind neben aktuellen entwicklungspolitischen Themen zentraler Bestandteil des Programms. Wichtige Komponenten der Ausbildung sind dreimonatige Auslandsprojekte, die das SLE finanziert. Bewerbungsschluss: 31. Juli 2008. Info: SLE, Hessische Straße 1-2, 10115 Berlin, Tel.: 030/2093-6900, sle @ agrar.hu-berlin.de, Quelle: LHÜ Info

Aufbaustudiengang: Master of Evaluation
http://www.master-evaluation.de
Der Aufbaustudiengang wird seit 2004 angeboten und von drei saarländischen Hochschulen getragen: der Universität des Saarlandes, der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes und der Katholischen Hochschule für Soziale Arbeit Saarbrücken. Er ist berufsbegleitend angelegt und schließt nach vier Semestern mit dem Master-Titel (120 ECTS-Credits) ab. Das Studium beginnt jeweils zum Wintersemester. Bewerbungsschluss ist der 15. Juli eines jeden Jahres. Interessierte aus Entwicklungs- und Transformationsländern können sich darüber hinaus um eines der von der KfW und GTZ zur Verfügung gestellten Stipendien für den Studiengang 'Master of Evaluation' bewerben. Der interdisziplinär ausgerichtete Aufbaustudiengang ''Master of Evaluation'' wird von der Universität des Saarlandes, der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes und der Katholische Hochschule für Soziale Arbeit Saarbrücken gemeinsam angeboten.

Akademie für Konflikttransformation – Programm 2008/2009
http://www.akademie.forumZFD.de
Das Engagement vieler Menschen im Bereich Friedensförderung und Konfliktbearbeitung ist hoch, der Anspruch an professionelle Arbeit auf diesem Gebiet wächst. Die Akademie für Konflikttransformation bietet außer mehrwöchigen Qualifizierungskursen, die mit dem Zertifikat Friedensfachkraft/Konfliktberater/in abschließen, ein breites Spektrum an Trainings for Peace in englischer und deutscher Sprache an. In den ein- bis fünftägigen Kursen werden ausgewählte Themen und Methoden der zivilen Konfliktbearbeitung, des Zivilen Friedensdienstes und der Krisenprävention behandelt. Quelle: LHÜ Info

Neues Infoblatt: Internationale Freiwilligendienste für Menschen ab 30
http://tinyurl.com/56bq8g
Durch die enger werdende Vernetzung der Welt werden Verständigung und Verantwortung über kulturelle und politische Grenzen hinaus unabdingbar für ein friedliches Miteinander. An diesem Dialog wollen sich auch zunehmend Menschen beteiligen, die die Altersgrenze für Jugendfreiwilligendienste oder Freiwilligendienste für junge Erwachsene überschritten haben. Um den Interessierten die Suche nach Einsatzmöglichkeiten zu erleichtern, hat der Arbeitskreis ''Lernen und Helfen in Übersee'' e.V. (AKLHÜ) seine Übersichten-Reihe um ein Informationsblatt zum Thema ''Internationale Freiwilligendienste für Menschen ab 30'' ergänzt. Außer den Kontaktdaten der Entsendeorganisationen sind stichwortartig Angaben zum Programm, den Voraussetzungen, der Einsatzdauer und der –region enthalten.


10. Publikationen

bpb Dossier Lateinamerika
http://www.bpb.de/themen/82ES5D,0,Lateinamerika.html

Braindrain und seine Auswirkungen auf Entwicklungsländer
http://www.oefse.at/Downloads/publikationen/WP_Braindrain.pdf
Der Fachkräftemangel in Schlüsselsektoren könnte viele Entwicklungsländer daran hindern, die MDGs zu erreichen. Braindrain wird jedoch in der internationalen Debatte nicht nur als Problem angesehen: Vielfach wird versucht, die potentiell entwicklungsfördernden Effekte der Abwanderung von Fachkräften und Hochqualifizierten herauszuarbeiten. Das vorliegende Working Paper von Margarita Langthaler und Sandra Hornoff geht zunächst auf die Diskussion über die Zusammenhänge zwischen Migration und Entwicklung ein. Anschließend wird das Phänomen Braindrain aus Entwicklungsländern in seinen Formen und Dimensionen untersucht und die kontroverse Diskussion über seine Auswirkungen auf die Herkunftsländer dargestellt. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der spezifischen Debatte um Braindrain, Migration und die MDGs.

Der Streit um die Entwicklungshilfe (I): Wider die Fundamentalkritik an der ODA
http://tinyurl.com/3zcn97
Kritik an der staatlichen Entwicklungshilfe ist berechtigt. Zu kritisieren ist, dass daraus nicht nur entwicklungsorientierte Programme finanziert werden, sondern auch Operationen, die mit Entwicklung nichts zu tun haben. Doch diese Zweckentfremdung taucht in der Fundamentalkritik an der Entwicklungshilfe, wie sie in den vergangenen Jahren zu hören war, überhaupt nicht auf. Ein Vorabauszug in zwei Folgen aus dem neuen Buch von Peter Niggli.

Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg
http://www.sue-nrw.de/sue-nrw/download/flyer2504.pdf
Die Unterrichtsmaterialien enthalten Hintergrundtexte, historische Quellen sowie Berichte von Zeitzeugen über Folgen des Zweiten Weltkriegs in Afrika, Asien und Ozeanien. Fotogalerien, Zeittafeln, Karten und persönliche Erinnerungen von Kriegsteilnehmern erleichtern den Einstieg ins Thema.

Franz Nuscheler: Die umstrittene Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit
http://inef.uni-due.de/page/documents/Report93.pdf
Die Entwicklungszusammenarbeit ist in den vergangenen Jahren unter Beschuss geraten. Wissenschaft und Medien diskutieren über Konzepte und Wirkung der öffentlichen Entwicklungshilfe. Der INEF-Report 93 von Franz Nuscheler zeichnet diese Debatte nach und hebt demgegenüber Reformbemühungen der OECD-Staaten hervor, die auf Harmonisierung und Koordinierung abzielen. Die Studie greift diese Vorschläge auf und fordert weitergehende, grundlegende Veränderungen der Strukturpolitik aller Akteure. Um erfolgreich und wirksam zu sein, muss Entwicklungszusammenarbeit kohärent und partnerschaftlich gestaltet werden, ist das Fazit, dieses Reports.

Gefangen in globalen Wertschöpfungsketten: Das Dilemma nachhaltiger Tierproduktion
http://tinyurl.com/47g58w
In Zeiten steigender Nahrungsmittelpreise sind nicht nur Agrarkraftstoffe unter Beschuss geraten, sondern auch die Tierproduktion. Das Kraftfutter macht dem Nahrungs- und Kraftstoffanbau wichtige Anbauflächen streitig. Hinzu kommen noch die Treibhausgasemissionen aus der Tierproduktion, steigende Gesundheitskosten für überernährte Menschen und die Tierschutzprobleme. All dies ruft nach einem Wandel, aber die meisten Produzenten schaffen die nötige Kehrtwende nicht. Von Susanne Gura.

Geteilte Sicherheit in Lateinamerika
http://swp-berlin.org/de/produkte/swp_aktuell_detail.php?id=9044
Neue subregionale Initiativen und das Engagement der USA
SWP-Aktuell 2008/A 36, Mai 2008, 8 Seiten

Handbuch: Making PRSP Inclusive
www.making-prsp-inclusive.org
Das neue online Handbuch zeigt Pilotprojekte von Handicap International, der Christoffel Blindenmission und der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) zur Einbeziehung von Menschen mit Behinderung in den PRSP-Prozess auf. Neben einer grundlegenden Einführung zum Thema PRSP und Behinderung werden auch Projektplanung und Lobbyarbeit sowie eine Toolbox vorgestellt.

Konzept für die entwicklungspolitische Zusammenarbeit mit den Ländern Lateinamerikas und der Karibik, BMZ Konkret 161
http://www.bmz.de/de/service/infothek/fach/konzepte/konzept161.pdf
Es ist Aufgabe der Regierungen und der Gesellschaften der Länder Lateinamerikas und der Karibik, ihren Herausforderungen konsequent zu begegnen. Aufgabe der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit ist es, sie dabei zu begleiten und zu unterstützen. Das neue Lateinamerikakonzept des BMZ zeigt auf, wie die deutsche Entwicklungszusammenarbeit dieser Aufgabe künftig gerecht werden will: Erstens wird sich die deutsche Zusammenarbeit noch stärker auf relevante entwicklungspolitische Schwerpunkte konzentrieren und spezialisieren – zum Beispiel auf den Klimaschutz. Zweitens werden die Formen der Zusammenarbeit gemäß der Devise ''gemeinsam sind wir stark'' weiter angepasst.

Lateinamerika: wirtschaftlich erstarkt – politisch uneins
http://www.giga-hamburg.de/giga-focus/lateinamerika
Ausgabe 5/2008 des GIGA Focus Lateinamerika von Detlef Nolte und Christina Stolte

Remittances and development: Lessons from Latin America
http://tinyurl.com/646quw
Washington, D.C.: The World Bank, 2008 - 383 S. Fajnzylber, Pablo ; López, J. Humberto [Hrsg.]
ÖkonomInnen und MitarbeiterInnen der Weltbank analysieren anhand statistischer Erhebungen in elf lateinamerikanischen Staaten, inwieweit die Finanztransfers lateinamerikanischer MigrantInnen Armut in den Herkunftsländern verringern und den Arbeitsmarkt, die wirtschaftliche Entwicklung und die Wettbewerbsfähigkeit lateinamerikanischer Staaten beeinflussen. Neben einer Aufschlüsselung der Einkommenssituation der EmpfängerInnen der Heimatüberweisungen und des Einflusses der von EmigrantInnen im Zielland ausgeübten Beschäftigung auf die Höhe der Überweisungen wird herausgearbeitet, dass die Heimatüberweisungen zur Verbesserung des Bildungsniveaus und Gesundheitszustands der begünstigten Familien beitragen und die Qualität der Finanzdienstleistungen in lateinamerikanischen Staaten positiv beeinflussen. Neben den Möglichkeiten zur Verringerung der Transaktionskosten für Heimatüberweisungen wird ausgeleuchtet, wie bildungs-, finanz- und wirtschaftspolitische Maßnahmen die positiven Effekte von Heimatüberweisungen maximieren können

Simbabwe zwischen den Wahlen
http://swp-berlin.org/de/produkte/swp_aktuell_detail.php?id=9049
SWP-Aktuell 2008/A 39 von Stefan Mair, Mai 2008, 4 Seiten


11. Webseiten des Monats

AGEG Consultants eG
http://www.ageg.de
Die AGEG in Kirchheim unter Teck ist seit mehr als 20 Jahren eine Genossenschaft im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit. Mehr als 75 selbständige Fachkräfte planen, implementieren, beraten und evaluieren durch die AGEG in Entwicklungsprojekten. Informations- und Erfahrungsaustausch, Fortbildung und interdisziplinäre Zusammenarbeit sind wesentliche Merkmale der AGEG, von denen alle Mitglieder profitieren. Die Webseiten wurden jetzt komplett erneuert. Freie Fachkräfte sind eingeladen, sich einzuschreiben.

Deutschsprachige Online-Ausgabe: 1000 FriedensFrauen Weltweit
http://buchdeutsch.1000peacewomen.org
Ein neues Internetportal lädt Sie dazu ein, in deutscher Sprache 1000 Frauen und ihre unterschiedliche Friedensarbeit kennen zu lernen. Hinter der symbolischen Zahl 1000 stehen viele weitere ungenannte Frauen. Das Engagement der FriedensFrauen, ihr Mut, ihre Kreativität, ihr unbeirrbarer Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden im umfassendsten Sinn überall auf der Welt werden so plastisch greifbar.

Empowerment - Tourismus in zwei Richtungen
http://www.weltweitwandern.at
Das Projekt ''Empowerment - Tourismus in zwei Richtungen'' von Weltweitwandern und respect wurde mit dem steirischen TRIGOS 2008 als verantwortungsvolles Unternehmen ausgezeichnet. Ziel des Projekts ist es, den ReiseleiterInnen von Weltweitwandern zu ermöglichen, als Kulturvermittler zwischen ihrer ''Welt'' und der ''Welt der Reisenden'' agieren können. Das ausgezeichnete Projekt wird auch durch die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit gefördert.

Erasmus Mundus
http://ec.europa.eu/education/programmes/mundus/index_de.html
Erasmus Mundus ist das Kooperations- und Mobilitätsprogramm der EU im Bereich der Hochschulbildung, das für die herausragende Stellung der Europäischen Union im Bildungsbereich rund um die Welt wirbt. Es fördert europäische Masterstudiengänge von höchster Qualität und versucht, den Bekanntheitsgrad und die Attraktivität der europäischen Hochschulbildung in Drittländern zu verbessern. Darüber hinaus stellt es EU-finanzierte Stipendien für Bürger aus Drittländern bereit, die an diesen Masterstudiengängen teilnehmen, sowie Stipendien für EU-Bürger, die an Partnerhochschulen in der ganzen Welt studieren.

ENSA fördert Entwicklungspolitischen Schul-Austausch
http://www.ensa-programm.com
ENSA fördert den entwicklungspolitischen Schulaustausch zwischen Deutschland und Entwicklungs-/Transformationsländern. ENSA bietet einen finanziellen Zuschuss für Flugkosten und Aufenthalt an und führt Vor- und Nachbereitungsseminare für die reisenden Schulgruppen durch. Schulen und Nichtregierungsorganisationen können sich auf der ENSA-Homepage für eine Förderung bewerben.


12. Veranstaltungen

Vortrag und Diskussion: Ressourcenkonflikte
Hamburg, 21. Mai 2008, 17.30 Uhr, Patriotische Gesellschaft, Trostbrücke 4-6
mit Prof. Dr. Brigitte Fahrenhorst, Technische Universität Berlin
Chair of the Society for International Development - Berlin Chapter
Anmeldung: http://sid-hamburg.de/einladung.htm

Dokumentation: World Cafe zur Vernetzung in Hamburg
http://www.weitzenegger.de/sid/cafe/
Zu der Frage ''Wie können wir von Hamburg aus die Entwicklungspolitik besser vernetzten?'' hat SID Hamburg am 23. April 2008 ein World Café veranstaltet. Die Dokumentation ist nur online erhältlich.

4. Arabisches Kulturfestival
http://tinyurl.com/62bx8d
Hamburg, 22. -25. Mai 2008, Museum für Völkerkunde
Das diesjährige Arabische Kulturfestival hat zwei Themenschwerpunkte: Zum einen werden in zwei Lesungen und drei Konzerten moderne Interpretationen arabischer Klassiker vorgestellt. Zum anderen wird - anknüpfend an die Ausstellung über Historische Orientfotografie des Museums - der Jemen in den Focus gerückt. Der Sonntag schließlich richtet sich mit einem umfangreichen Mitmachprogramm an große und kleine Arabieninteressierte.

Klimawandel als Herausforderung für die Armutsbekämpfung
http://www.germanwatch.org/termine/2008-05-30.htm
Bonn, 30.-31. Mai 2008 in
Internationale Konferenz. Anmeldung erforderlich: klima @ germanwatch.org

Economic Partnership Agreements: Analyse des Verhandlungsfortschritts und Perspektiven
http://www.oefse.at/veranstaltungen/2008/EPAs_0506.pdf
Wien, 5. Juni 2008, 9.30 - 13.00 Uhr, Diplomatische Akademie, Favoritenstraße 15a

Internationaler Afghanistankongress
http://www.afghanistan-kongress.de
Hannover, 7.-8. Juni 2008, Raschplatzpavillon
Motto: Dem Frieden eine Chance. Truppen raus aus Afghanistan.

Amnesty international - Mexikoabend: Seρorita Extraviada - Missing Young Woman
http://www.latainamerika.de/?page=news#93
Hamburg, 29.05.2008, 19h, Schulterblatt 73
In der mexikanischen Industriestadt Ciudad Juárez an der Grenze zu den USA kommt es seit Jahren immer wieder zu bestialischen Gewaltmorden an Frauen. Die Amnesty International Hochschulgruppe lädt zu einem gemeinsamen Filmabend ein mit Informationen zu den Geschehnissen

Lateinamerika-Tag
http://tinyurl.com/484jcp
München, 30.-31. Oktober 2008,
Mit Wirtschaftstag Kolumbien und Konferenz: Energie in Lateinamerika.

Weitere Veranstaltungshinweise finden Sie hier:
http://www.eine-welt-info.de/veranstaltungen/index.html
http://ourworld.compuserve.com/homepages/Duenbostel_J/termin3w.htm
http://www.service-eine-welt.de/veranstaltung/Veranstaltungen.html
http://www.wusgermany.de/index.php?id=126&L=
http://www.uport-hh.de/veranstaltungen/veranstaltungskalender
http://www.3wfhannover.de
http://www.giga-hamburg.de/giga-forum
http://www.werkstatt3.de/programm/programm1.html


Impressum: Society for International Development - Chapter Hamburg
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c/o First Global Liaison, Bismarckstr. 69b, 20259 Hamburg.
Verantw. Redakteur: Karsten Weitzenegger, karsten.weitzenegger @ sid-hamburg.de,
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