SID-Hamburg Rundbrief November 2009

SID Hamburg

Rundbrief für globale Entwicklung und internationale Zusammenarbeit.
Herausgegeben vom Chapter Hamburg der Society for International Development (SID).


Inhalt

  1. Dirk Niebel überrascht als Entwicklungsminister
  2. Welthungerhilfe und tdh fordern verlässliche Finanzierung von Klimaschutz im Süden
  3. Bündnis 'Steuer gegen Armut' für Finanztransaktionssteuer
  4. Europäische Entwicklungstage – EU-Hilfe muss wirksamer werden
  5. UNDP: Migration kann Entwicklung fördern
  6. Global Corruption Report 2009
  7. Weltweiter Boom von Jobs ohne staatlichen Schutz – Vor allem Frauen sind betroffen
  8. Hamburger Rat für nachhaltige Entwicklungspolitik braucht mehr Kompetenzen
  9. Henner Fürtig macht Politischen Islam zum Schwerpunkt des IMES
  10. 125 Jahre nach der Berliner Afrika-Konferenz
  11. Publikationen
  12. Fortbildungen
  13. Veranstaltungen
  14. Webseiten des Monats

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- Keine Chance als Young Professional in der EZ? http://tinyurl.com/yenv3wc
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SID Stammtisch Entwicklungspolitik in Hamburg

Hier treffen sich jeden Monat Leute, die an einem Austausch zu Entwicklungspolitik und Entwicklungszusammenarbeit interessiert sind. Neben dem lockeren Beisammensein stehen aber auch Kurzvorträge zu entwicklungspolitisch relevanten Themen oder auch der eine oder andere Bericht über einen Projektbesuch immer wieder auf der Tagesordnung.
Anmeldung: http://sid-hamburg.de/stammtisch.htm


Die Krise ist eine einmalige Gelegenheit, Dinge zu verändern. Mohammad Yunus


1. Dirk Niebel überrascht als Entwicklungsminister

Unter der Regierung von CDU/CSU und FDP werden Außen- und Entwicklungspolitik künftig von der FDP geführt. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bleibt als eigenständiges Ministerium erhalten. FDP-Generalsekretär Dirk Niebel (http://www.dirk-niebel.de) wurde neuer Entwicklungsminister, obwohl er dieses Ressort eigentlich abschaffen wollte. Gleichzeitig übernahmen zwei weitere Parteifreunde Verantwortung: Gudrun Kopp (http://www.gudrun-kopp.de) als Parlamentarische Staatssekretärin, Hans-Jürgen Beerfeltz (http://beerfeltz.de) als beamteter Staatssekretär. Es heißt, Niebel werde im BMZ auch Abteilungsleiter austauschen und Gefolgsleute aus der FDP-nahen Naumann-Stiftung installieren.

Der Koalitionsvertrag von CDU, CSU und FDP (http://www.cdu.de/doc/pdfc/091026-koalitionsvertrag-cducsu-fdp.pdf) enthält bereits Hinweise auf die künftige Ausrichtung der deutschen EZ: Eine nachhaltige Bekämpfung der Armut im Sinne der Millenniumserklärung ist das Ziel der deutschen Entwicklungspolitik. Die Entwicklungszusammenarbeit soll sich künftig auf die Schlüsselsektoren gute Regierungsführung, Bildung und Ausbildung, Gesundheit, ländliche Entwicklung, Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz sowie die wirtschaftliche Zusammenarbeit konzentrieren. Die Stärkung von guter Regierungsführung, Eigenverantwortung und der Selbsthilfekräfte in den Entwicklungsländern werden als zentrale Bestimmungselemente der Entwicklungspolitik bezeichnet. Kirchen, Stiftungen und Nichtregierungsorganisationen (NRO) sollen gestärkt; mit der deutschen Privatwirtschaft soll enger kooperiert werden.

Die quantitative Vorgaben für die Erreichung der globalen Ziele festlegen, finden im Koalitionsvertrag allerdings keine Erwähnung. An dem Ziel, 0,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) als offizielle Entwicklungsleistungen (ODA) zur Verfügung zu stellen, wird festgehalten, allerdings ohne zeitliche Festlegung auf das Jahr 2015. Man will sich diesem Ziel ''verantwortlich im Rahmen des Bundeshaushaltes annähern.'' Außenwirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit – so der Koalitionsvertrag – müssen besser aufeinander aufbauen und optimal ineinander greifen. Bei entwicklungspolitischen Entscheidungen sollen die Interessen der deutschen Wirtschaft, insbesondere des Mittelstandes, angemessen berücksichtigt werden.

Niebel sagte dem in Konstanz erscheinenden ''Südkurier'' (Montag), es sei kein Fehler, ''wenn Entwicklungszusammenarbeit auch für deutsche Unternehmen von Vorteil ist.'' Er wolle deshalb, dass sein Ministerium ''endlich wegkommt von dem Ruf eines Armutsministeriums.'' Die Länder, mit denen Deutschland kooperiere, müssten endlich in die Lage versetzt werden, eigenständig agieren zu können. ''So dass sie ohne Hilfe anderer auskommen und echte Partner für uns werden, auch wirtschaftliche'', sagte Niebel. Quelle: Südkurier http://www.presseportal.de/pm/61201/1508126/suedkurier. Während seines ersten großen öffentlichen Auftritts im Amt hat Niebel angekündigt, in der Entwicklungszusammenarbeit stark auf das Instrument der Mikrofinanzierung zu setzen. http://tinyurl.com/y8fcoj5

Mit der Ankündigung, er werde China die Entwicklungshilfe streichen, hat Niebel einen Tag nach der Übernahme des BMZ die Bühne betreten und publikumswirksam Schlagzeilen gemacht. Niebel kündigte an, die Entwicklungszusammenarbeit mit allen Ankerländern auf den Prüfstand zu stellen ''also auch mit Indien, Brasilien, Mexiko und Südafrika''.
Quelle: FR online, http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=2048882&

Niebel räumte im Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt (http://tinyurl.com/yzc6e5s) ein, dass er mit einem Scheitern der Verhandlungen in Kopenhagen rechnet. Darauf hagele es Kritik von allen Seiten. Für die Vorsitzende der Grünen, Claudia Rot, ist Niebel ''eine der brutalsten Fehlbesetzungen, die man sich überhaupt in einem Entwicklungsministerium vorstellen kann.'' (http://tinyurl.com/y9kzsv9) Einen ''schlechten Scherz'' nennt der SPD-Entwicklungspolitiker Sascha Raabe die Personalie Niebel, eine ''unverfrorene Provokation'' die Grüne Ute Koczy. Für viele in der Szene ist die Entscheidung fast die Umsetzung des liberalen Wahlziels: die Auflösung des Ministeriums als eigenständiges Ressort (taz.de http://tinyurl.com/yhgcs7j). Wenigstens Sänger Bob Geldof hält Dirk Niebel für kompetent und hofft auf mehr Geld für Afrika. http://tinyurl.com/yflp895

Bei NRO sind die entwicklungspolitischen Aussagen des Koalitionsvertrags mit Zurückhaltung aufgenommen worden. Zwar begrüßte die Vorsitzende des Verbandes Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO), Claudia Warning, den Erhalt des BMZ als eigenständiges Ministerium. Es sei aber fraglich, ob die Eigenständigkeit in der nun beschlossenen Konstellation gestärkt werde. Wenn die Liberalen es mit der Kohärenz ernst meinen, dann sollte auch das Außenministerium das Anliegen der Armutsbekämpfung stärker mittragen'', forderte VENRO-Vorsitzende Claudia Warning. ''Vor allem sollte verhindert werden, dass das BMZ zur Außenstelle des AA umfunktioniert wird. Kritisch zu bewerten sei, dass laut Koalitionsvertrag entwicklungspolitische Entscheidungen die Interessen der deutschen Wirtschaft berücksichtigen sollen. Die Aufgabe des BMZ, so Warning, ist die weltweite Armutsbekämpfung und nicht die Außenwirtschaftsförderung. http://www.venro.org/fileadmin/Presse-Downloads/2009/Oktober_2009/PM-32-2009.pdf

Katholische wie evangelische Kirche hielten an einem umfassenden Ansatz der Entwicklungspolitik fest, sagte der Leiter des Katholischen Büros in Berlin, Prälat Karl Jüsten. ''Wir warnen deshalb davor, das Engagement in Ländern wie China oder Indien zurückzufahren.'' http://tinyurl.com/yjr7qme

Wie durchsetzungsstark Niebel die deutsche Entwicklungshilfe umkrempeln kann, wird sich bei der lang angemahnten institutionellen Reform zeigen. Innerhalb des ersten Jahres dieser Legislaturperiode soll eine Reform der Durchführungsstrukturen durch eine Zusammenführung der Organisationen der Technischen Zusammenarbeit (TZ) auf den Weg gebracht werden. Was Wieczorek-Zeul trotz Koalitionsbeschluss unter Schwarz-Rot nicht geschafft hat, steht auch in dieser Legislaturperiode auf der Agenda: die Fusion der staatlichen Entwicklungshilfeorganisationen KfW und GTZ. Eine Operation, deren Notwendigkeit eigentlich alle einsehen – weil die deutsche Entwicklungszusammenarbeit effizienter und besser koordiniert werden muss.

Erste Presseschau:

''Minister in Abwicklung'', von J. Frank und T. Schwab, FR-online, http://tinyurl.com/yh9f5ra
''Erst denken, dann reden. Der neue Entwicklungsminister Dirk Niebel will sinnlos in Asien sparen – und schadet deutschen Interessen'', DIE ZEIT, http://www.zeit.de/2009/46/Argument-Entwicklungshilfe
''Entwicklungsminister beruhigt Mitarbeiter'', von Vera Gaserow, FR-online, http://tinyurl.com/yhd9ub3
''Entwicklungsminister Niebel? Peinlich'', von Luise Strothmann, taz.de, http://tinyurl.com/yz954xv
''Ministerial - und ganz egal'', von Heribert Prantl, Süddeutsche Zeitung, http://www.sueddeutsche.de/politik/162/492518/text/
''Niebel im Nebel'', von Reinhard Umbach, Die Wahrheit auf taz.de, http://www.taz.de/1/wahrheit/artikel/1/-f07ae8c77d/

Keine Schonfrist für Niebel!

Die ersten 100 Tage sind noch mit vorbei, aber dennoch eröffnen wir die Diskussion um die Bilanz von Dirk Niebel als Bundesminister für Entwicklung. Zerstört er den Ruf des BMZ in der Welt oder ist es ein Gewinn, den scharfen Kritiker im eigenen Haus zu haben? Kann er frei von allen Vorschusslorbeeren nur gewinnen und seine Macht zum Wohle zielgenauer Entwicklungspolitik einsetzen? Bringt er die ersehnte Reform der deutschen EZ-Landschaft? Revidiert er einfach nur die Arbeit von Wieczorek-Zeul auf ein internationales Mittelmaß? Oder ist er einfach nur der falsche Mann am falschen Platz?

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2. Welthungerhilfe und tdh fordern verlässliche Finanzierung von Klimaschutz im Süden

Die Hilfswerke terre des hommes und Welthungerhilfe fordern in ihrem 17. Bericht zur Wirklichkeit der Entwicklungshilfe von der neuen Bundesregierung ein klares Bekenntnis, die Finanzierung des Klimawandels verbindlich sicherzustellen und als eigenständige Aufgabe in der Entwicklungspolitik zu verankern. ''In der mittelfristigen Finanzplanung der Bundesregierung bis 2013 muss jährlich ein Prozent des Bruttonationaleinkommens für Entwicklungshilfe vorgesehen werden, um damit auch den Herausforderungen des Klimaschutzes zu begegnen. Im Koalitionsvertrag gibt es zu Zeitzielen keine verbindlichen Aussagen. Es wäre deshalb ein starkes Signal der Regierung, wenn sie sich noch vor dem Klimagipfel in Kopenhagen dazu bekennen würde'', sagt Danuta Sacher, Geschäftsführerin von terre des hommes.

Die beiden Hilfswerke kritisieren, dass ausgerechnet die Menschen am stärksten vom Klimawandel betroffen sein werden, die ihn nicht verursacht haben und sich gegen seine Folgen aber am wenigsten wehren können. ''Die armen Länder haben 90 Prozent der menschlichen Opfer und der wirtschaftlichen Folgekosten des Klimawandels zu tragen. Das sind Kleinbauern und Bäuerinnen auf dem Land, die unsere enormen Klimaschulden bezahlen müssen'', warnt Dr. Wolfgang Jamann, Generalsekretär der Welthungerhilfe.

Die Finanzierung von Klimaschutzprogrammen ist eine Frage der Prioritäten. Etwa 100 Milliarden Dollar pro Jahr sind nötig, um den Klimaschutz und Anpassungsprogramme im Süden zu finanzieren. Die westlichen Industrienationen gaben 2008 allein 265 Milliarden Dollar für Agrarsubventionen aus. Rund 300 Milliarden Dollar fließen weltweit in die Subventionierung fossiler Brennstoffe.

Welthungerhilfe und terre des hommes fordern außerdem, die wachsende Unübersichtlichkeit der internationalen Klimafonds zu beseitigen und eine zentrale Entscheidungsinstanz zu benennen, um Doppelarbeit und Koordinierungsbedarf zu reduzieren.

Der Bericht ''Die Wirklichkeit der Entwicklungshilfe'' ist als Schattenbericht zu den offiziellen Zahlen des Entwicklungsausschusses (Development Assistance Committee/DAC) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) konzipiert. Er untersucht Quantität und Qualität der deutschen und internationalen Entwicklungshilfe. Quelle: epo.de http://tinyurl.com/yj5gfsx http://www.tdh.de/Wirklichkeit
http://www.welthungerhilfe.de/wirklichkeit-der-entwicklungshilfe.html


3. Bündnis 'Steuer gegen Armut' für Finanztransaktionssteuer

Die Deutsche Kommission Justitia et Pax, ein zentrales Beratungsgremium der katholischen Kirche für Fragen der internationalen Verantwortung, der Deutsche Gewerkschaftsbund und das globalisierungskritische Netzwerk Attac haben die Bundesregierung gemeinsam aufgefordert, sich beim am heutigen Freitag beginnenden G20-Finanzministertreffen für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer einzusetzen. Zudem hat das Bündnis ''Steuer gegen Armut” heute eine Online-Petition für die Einführung dieser Steuer beim Bundestag eingereicht.

”Die Weltfinanzkrise, die Weltwirtschaftskrise und die Weltnahrungsmittelkrise haben alarmierende Auswirkungen auf die Entwicklungsländer und die dort lebenden Menschen”, sagte der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann, Vorsitzender der Deutschen Kommission Justitia et Pax. ''Die Finanztransaktionssteuer würde mehrere Milliarden Dollar generieren, die dafür verwendet werden können, um die Millenniumsentwicklungsziele der Vereinten Nationen zu verwirklichen und Armut nachhaltig zu bekämpfen.” Die Deutsche Kommission Justitia et Pax unterstütze die Kampagne ''Steuer gegen Armut” daher ausdrücklich.

''Die Finanztransaktionssteuer ist eine sozial gerechte Einnahmequelle, bei der diejenigen zur Kasse gebeten werden, die diese historische Krise mit verursacht haben”, sagte Claus Matecki, im DBG-Bundesvorstand zuständig für Wirtschafts- und Steuerpolitik. Zudem mache sie Finanzströme transparent und reduziere waghalsige Spekulationen, die der realen Wirtschaft und damit den Arbeitsplätzen schaden. ''Wir appellieren an alle: Unterzeichnen Sie die Online-Petition, damit sich die Zuständigen ernsthaft mit der Finanztransaktionssteuer auseinandersetzen müssen.”

''Auch wenn inzwischen viele Politiker die Gründungsforderung von Attac vertreten: Um die Finanztransaktionssteuer endlich durchzusetzen, brauchen wir die breite Unterstützung der Zivilgesellschaft'', betonte Detlev von Larcher vom Attac-Koordinierungskreis. Die Finanzindustrie sträube sich vehement gegen jeden noch so kleinen Schritt zur Schrumpfung der Kapitalmärkte. Diese sei aber eine zentrale Voraussetzung, um die Krisenhaftigkeit der Weltwirtschaft einzudämmen. Detlev von Larcher: ''Eine Finanztransaktionssteuer ist gerecht, kann ökonomisch und ökologisch schädlichem Verhalten entgegensteuern und zur Bekämpfung von Spekulation, Kapitalflucht, Geldwäsche und Umweltzerstörung dienen.”

Das Bündnis ''Steuer gegen Armut” setzt sich für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer zur Förderung von Entwicklung und Bekämpfung von Armut ein. Die Online-Petition des Bündnisses ''Steuer gegen Armut” kann nach der Freigabe durch den Petitionsausschuss des Bundestages in Kürze im Internet unterzeichnet werden. http://www.steuer-gegen-armut.org/


4. Europäische Entwicklungstage – EU-Hilfe muss wirksamer werden

Ende Oktober 2009 fanden in Stockholm die vierten Europäischen Entwicklungstage statt. Auf Einladung der Europäischen Union (EU) diskutierten Politikerinnen und Politiker aus den EU-Mitgliedsstaaten mit Repräsentanten aus Entwicklungsländern, von NRO, der Weltbank und den Vereinten Nationen (UN) über die künftige Ausgestaltung der europäischen Entwicklungspolitik.

Trotz der Wirtschaftkrise will die Europäische Union an ihrem Ziel festhalten, ihre Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit bis zum Jahr 2010 auf 0,56 Prozent und bis 2015 auf 0,7 Prozent des BIP zu erhöhen. Als größter Mittelgeber der Welt hat die EU im Jahr 2008 rund 49 Milliarden Euro für Entwicklungszusammenarbeit ausgegeben, das entspricht 0,4 Prozent des BIP. Der europäische NRO-Dachverband CONCORD kritisierte, dass viele EU-Staaten ihre ODA-Quoten schön rechnen, indem sie Schuldenerlasse, Studentenaustausch, Unterhalt für Asylbewerber oder Exporthilfe für die eigene Wirtschaft unter Entwicklungshilfe verbuchen.

Im Rahmen der Europäischen Entwicklungstage wurde eine im Auftrag der EU-Kommission erstellte Studie zur Wirksamkeit der EU-Hilfe unter dem Titel ''Aid Effectiveness: Benefits of a European Approach'' veröffentlicht. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass die EU-Entwicklungspolitik unter anderem durch die Unbeständigkeit der Mittelflüsse, eine wachsende Zahl der Geber und Durchführungsorganisationen sowie eine Aufsplitterung der Entwicklungshilfe in kleine Einzelprojekte ein hohes Maß an Ineffizienz aufweist. Durch eine kohärente und effiziente Ausgestaltung der EU-Entwicklungshilfe könnten jährlich drei bis sechs Milliarden Euro eingespart und für weitere Hilfsprogramme freigesetzt werden.

Die Studie empfiehlt eine konsequente und vollständige Umsetzung der internationalen Selbstverpflichtungen für eine bessere Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit, wie sie in 2005 in Paris und 2008 in Accra vereinbart wurden. Auch die Umsetzung der vereinbarten EU-Instrumente, wie der EU-Verhaltenskodex für Komplementarität und Arbeitsteilung könnten die Effektivität der Hilfe erhöhen. Die Europäischen Entwicklungstage wurden mit einer Plenarsitzung zum Thema ''Klimawandel und Entwicklung'' abgeschlossen, bei der unter anderem Vertreter der kleineren Inselstaaten zu verstärkten Anstrengungen im Kampf gegen Ursachen und Folgen des Klimawandels aufriefen.

Eine kurz vor den Europäischen Entwicklungstagen veröffentlichte Meinungsumfrage des Eurobarometers kam zu dem Ergebnis, dass trotz der Wirtschaftskrise die öffentliche Unterstützung für Entwicklungshilfe weiterhin sehr groß ist. So bezeichneten rund 90 Prozent der befragten Europäerinnen und Europäer Entwicklungshilfe als wichtig; 72 Prozent befürworteten die Erfüllung der bereits eingegangenen Verpflichtungen, davon waren 24 Prozent sogar dafür, die Zusagen gegenüber den Entwicklungsländern auszuweiten. 42 Prozent der Befragten sprachen sich für eine verstärkte Berichterstattung über entwicklungspolitische Themen in den Medien aus. ''Diese Umfrage zeigt ganz eindeutig, dass die Bürger erwarten, dass ihre Regierungen und die EU-Kommission nicht aufgeben, nach Mitteln zur Finanzierung der Entwicklungshilfe zu suchen'', so der Kommentar des EU-Entwicklungskommissars Karel De Gucht. Quelle: http://venro.org/newsletter_aktuell.html#c2572


5. UNDP: Migration kann Entwicklung fördern

Im Oktober stellte das UN-Entwicklungsprogramm (UNDP) unter dem Titel ''Barrieren überwinden: Migration und menschliche Entwicklung'' den diesjährigen Bericht über die menschliche Entwicklung vor. Darin wird zu einer gezielten Migrationspolitik und Maßnahmen gegen die Diskriminierung von Zuwanderern aufgerufen. Menschliche Mobilität zuzulassen, trage zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Millionen Menschen bei und sei ein Schlüsselelement menschlicher Freiheit.

Im Oktober stellte das UN-Entwicklungsprogramm (UNDP) unter dem Titel ''Barrieren überwinden: Migration und menschliche Entwicklung'' den diesjährigen Bericht über die menschliche Entwicklung vor. Darin wird zu einer gezielten Migrationspolitik und Maßnahmen gegen die Diskriminierung von Zuwanderern aufgerufen. Menschliche Mobilität zuzulassen, trage zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Millionen Menschen bei und sei ein Schlüsselelement menschlicher Freiheit.

Der Bericht zählt weltweit etwa eine Milliarde Migranten, ein Großteil davon Binnenflüchtlinge; nur ein geringer Anteil von weniger als 70 Millionen finden den Weg von einem Entwicklungsland in ein entwickeltes Land. Ihre Anzahl steigt jährlich um etwa fünf Millionen Menschen. Weltweit ungleich verteilte Lebenschancen, etwa im Bezug auf Einkommen, Bildungszugang und Gesundheitsfürsorge, gelten als wichtigster Migrationssantrieb.

Entgegen verbreiteter Befürchtungen heben Migranten die Wirtschaftsleistung und Investitionsquote in ihrer Zielgemeinde in der Regel an. Die Geldtransfers in die Herkunftsländer summieren sich mittlerweile auf Beträge, die weit über die Leistungen der internationalen Entwicklungszusammenarbeit hinausgehen.

Wanderungsbewegungen werden jedoch dem Bericht zufolge stark durch Barrieren, insbesondere politische Handlungsstrategien, eingeschränkt. Die Ärmsten können oft gar nicht, oder nur unter unsicheren und gefährlichen Bedingungen, migrieren.

Zentrale Reformvorschläge des UNDP-Berichts beinhalten daher die Liberalisierung und Vereinfachung regulärer Zuwanderungsmöglichkeiten. Weitere Forderungen zielen auf die Wahrung der Grundrechte, die Verringerung migrationsbedingter Transaktionskosten, eine Erleichterung der Binnenmigration sowie eine Einbeziehung der Migranten in Entwicklungsstrategien.

Darüber hinaus bietet der Bericht statistische Daten auf der Grundlage des Index der menschlichen Entwicklung (HDI). Der Bericht listet Norwegen als Land mit den höchsten Entwicklungsstandards auf. Schlusslichter sind Sierra Leone, Afghanistan und Niger. Trotz allgemeiner Verbesserungen in den vergangenen Jahren, insbesondere in den Bereichen Gesundheit und Bildung, sei der Fortschritt bei der menschlichen Entwicklung ungleich verteilt und zeige sich vor allem in der weltweiten Einkommensverteilung. Download: http://hdr.undp.org/en/media/HDR_2009_EN_Complete.pdf. Quelle: VENRO 2015 aktuell.


6. Global Corruption Report 2009

Die Antikorruptionsorganisation Transparency International hat den Global Corruption Report 2009 vorgestellt. Im Mittelpunkt des Reports steht in diesem Jahr die Privatwirtschaft. Der Bericht zeigt anhand vieler konkreter Beispiele auf, wie sich das korrupte Fehlverhalten von Managern, Mehrheitsaktionären und anderen Wirtschaftsakteuren häufig zum Nachteil von Arbeitnehmer/innen und der Gesellschaft insgesamt auswirkt.

Allein in Entwicklungs- und Transformationsländern leisten Unternehmen an korrupte Politiker/innen und Regierungsbeamte nach Schätzungen von Vereinten Nationen und Weltbank Bestechungszahlungen in Höhe von jährlich bis zu vierzig Milliarden US-Dollar.

Obwohl fast 90 Prozent der 200 weltweiten Spitzenunternehmen Verhaltenskodices eingeführt haben, überwachen dem Report zufolge weniger als die Hälfte deren Einhaltung und Umsetzung. Als größtes Defizit in Deutschland nennt der Bericht die fehlende Ratifizierung der UN-Konvention gegen Korruption.

Weitere regulative Defizite in Deutschland sind das Fehlen eines Korruptionsregisters, das Fehlen eines umfassenden Hinweisgeberschutzes und das Fehlen von Transparenzanforderungen bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen. Quelle: Wegweiser Bürgergesellschaft. http://www.transparency.org/news_room/in_focus/2009/gcr2009


7. Weltweiter Boom von Jobs ohne staatlichen Schutz – Vor allem Frauen sind betroffen

Die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse ohne staatlichen Schutz ist in den vergangenen Jahren dramatisch angestiegen. Laut OECD arbeiten fast zwei Drittel aller Erwerbstätigen weltweit in der informellen Wirtschaft, die meisten in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Die Mehrheit von ihnen sind Frauen.

Im Süden zählen zu ihnen meist StraßenhändlerInnen, KleinproduzentInnen, Hausangestellte und HeimarbeiterInnen, im Norden geringfügig Beschäftigte, ZeitarbeiterInnen, Teilzeit- und befristet Beschäftigte sowie häufig auch MikrounternehmerInnen. Weltweit zwei Drittel von ihnen gelten als arm.

Ein Grund der weltweiten Ausbreitung ungeschützter Arbeit sind die sogenannten ''Freien Exportzonen''. In Tausenden dieser Steuer- und Zoll-Enklaven in 130 Ländern arbeiten heute 66 Mio. Menschen – überwiegend Frauen. Bei der Herstellung von Textilien, Elektronik- und Haushaltswaren für den Weltmarkt werden ihre Arbeits- und Frauenrechte oft gravierend verletzt.

Eine neue Studie zu diesem Thema unter dem Titel ''Frauenarbeit im Schatten – Informelle Wirtschaft und Freie Exportzonen'' haben das Institut für Ökonomie und Ökumene ''SÜDWIND'' und die Evangelisch Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) erarbeitet. Download: http://tinyurl.com/yfrjxpt


8. Hamburger Rat für nachhaltige Entwicklungspolitik braucht mehr Kompetenzen

Der Hamburger Senat hat auf ein Ersuchen der Bürgerschaft beschlossen, einen Rat für nachhaltige Entwicklungspolitik einzurichten. Der Rat für nachhaltige Entwicklungspolitik wird bis zu zwölf ehrenamtliche Mitglieder umfassen, die im Auftrag des Senats fachliche Gutachten erstellen und Empfehlungen abgeben. Zu den Fragen, mit denen sich der neue Rat beschäftigen wird, gehören beispielsweise die soziale und technische Zusammenarbeit mit ausländischen Partnern in Léon (Nicaragua) oder Dar es Salaam (Tansania), aber auch Themen der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit in Hamburg, wie beispielsweise der Faire Handel. Über die personelle Besetzung des Rates wurde noch nicht entschieden. Vier Mitglieder ernennt die Bürgerschaft, ein Mitglied pro Fraktion. Die Amtszeit des Rates endet mit Ablauf der Legislaturperiode. Quelle: http://pressemitteilungen.epo.de/?p=3606

Dem Rat fehlt es nach der Auffassung von Kritikern an wichtigen Kompetenzen. Das Eine Welt Netzwerk bedauerte, dass der Senat sich vom neuen Expertengremium nicht in der Festlegung seiner Schwerpunkte beraten lässt, sondern erst danach und dass die entwicklungspolitischen Leitlinien nicht mehr vorkommen. Ein Stück Kontinuität zu dem früheren Beirat, die sich auch in der Besetzung für den neuen Rat ausdrücken kann, hält das Eine Welt Netzwerk dabei für sehr wünschenswert. Der damalige Beirat hatte schon 2001 entwicklungspolitische Leitlinien entwickelt, die derzeit leider unbeachtet blieben. Die Geschäftsführerin des Eine Welt Netzwerks Hamburg, Anneheide von Biela, forderte, Hamburg müsse sich seiner Verantwortung als weltoffener Metropole stellen. Dazu gehörten entwicklungspolitische Leitlinien und ein arbeitsfähiger Rat. http://tinyurl.com/y92kdx7


9. Henner Fürtig macht Politischen Islam zum Schwerpunkt des IMES

Das GIGA Institut für Nahost-Studien (IMES) hat einen neuen Direktor: Prof. Dr. Henner Fürtig übernimmt mit sofortiger Wirkung die Leitung der renommierten Forschungseinrichtung. Fürtig wurde gemeinsam mit der Universität Hamburg berufen und vom Kuratorium des GIGA bestellt. Neben der Leitung des IMES übernimmt Fürtig den Lehrstuhl für Nahoststudien am Historischen Seminar der Universität Hamburg.

Das GIGA Institut für Nahost-Studien erforscht unter anderem den wirtschaftlichen Wandel der erdöl- und erdgasreichen Region, die Entwicklung autoritärer Regierungssysteme und den Konflikt zwischen Israel und Palästina. Die IMES-Wissenschaftler/innen beraten das Auswärtige Amt, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie weitere Institutionen. http://staff.giga-hamburg.de/fuertig


10. 125 Jahre nach der Berliner Afrika-Konferenz: erinnern. aufarbeiten. Wiedergutmachen.

Zwischen dem 15. November 2009 und Ende Februar 2010 wird sich die Berliner Afrika-Konferenz zum 125. Male jähren. Das Ereignis steht weltweit als Symbol für die koloniale Aufteilung, Annexion und Ausbeutung Afrikas durch die Europäer im 19. und 20. Jahrhundert. Auf http://www.berliner-afrika-konferenz.de kann man den Aufruf unterschreiben und eigene Veranstaltungen zum Thema ankündigen.

Zur Vorbereitung und Durchführung des anstehenden Gedenkens hat sich in Berlin ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis gebildet und einen Kampagnenaufruf verfasst. Gefordert wird darin ein grundlegender Wandel im Umgang mit der Kolonialvergangenheit, die Anerkennung des deutschen und europäischen Kolonialismus als ''Verbrechen gegen die Menschlichkeit'' und die Übernahme der historischen Verantwortung für das von Deutschland und Europa ausgegangene Unrecht. Weitere Infos unter http://www.ber-ev.de/?Aktuelles/125jahrekampa


11. Publikationen
Mehr Publikationen: http://www.weitzenegger.de/en/publications.html

‘Beyond Economics’ launch of SID's Development journal
http://tinyurl.com/yg52pap
The latest issue of Development, the flagship journal of the Society for International Development, has just been published. Entitled ‘Beyond Economics’ Volume 52 number 3 takes up the challenge of rethinking the culture of economics in the wake of the current financial crisis. It explores what needs to change in economic theory and policy in order to address the food, finance, climate and (the less visible) care crises.

European Report on Development
http://erd.eui.eu
Der European Report on Development behandelt Fragen der staatlichen Fragilität und hat einen spezifischen Focus auf den afrikanischen Kontinent. Der Report beleuchtet u.a. die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf fragile Staaten in Subsahara-Afrika und formuliert Politikempfehlungen an die Europäische Union und andere Akteure.

Afghanistan: Neuer alter Präsident vor ungewisser Zukunft
http://www.giga-hamburg.de/giga-focus/nahost
GIGA Focus Nahost 10/2009 von Florian P. Kühn.
Am 20. August 2009 fanden in Afghanistan turnusgemäß Präsidentschaftswahlen statt. Der amtierende Präsident Hamid Karzai stellte sich dabei zur Wiederwahl. Da er im ersten Wahlgang nicht die absolute Mehrheit der Stimmen erreichte, hätte er sich laut Verfassung einer Stichwahl stellen müssen. Nach dem Verzicht des Zweitplatzierten sagte die Wahlkommission die Stichwahl ab und erklärte Hamid Karzai am 2. November 2009 zum Sieger.

Benutzerhandbuch zu Indizes fragiler Staatlichkeit
http://tinyurl.com/18r
Lässt sich das Scheitern von Staaten messen? In Kooperation mit dem UNDP Oslo Governance Centre hat das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE) einen Users’ Guide on Measuring Fragility erarbeitet. Das Hand-buch erläutert den Aufbau und die Anwendbarkeit konfliktbezogener Rankings, wie etwa den umstrittenen Failed States Index des Fund for Peace. Der Users’ Guide ermöglicht so auch Statistik-Laien einen Zugang zu diesen Rankings und trägt dazu bei, Kenntnisse über die Messung sozialwissenschaftlicher Phänomene zu verbreiten. Dies ist eine Voraussetzung für das Monitoring von fragiler Staatlichkeit in Entwicklungsländern.

Brasilien in Afrika: Globaler Geltungsanspruch und Rohstoffe
http://www.giga-hamburg.de/giga-focus/afrika
GIGA Focus Afrika 8/2009 von Gerhard Seibert.
Brasilien tritt neben China und Indien als neuer Akteur in der internationalen Politik Afrikas auf. Die unabhängigen Staaten Afrikas hatten in der brasilianischen Außenpolitik bis zum Jahr 2003 keine Priorität – abgesehen von engeren Beziehungen mit einzelnen Rohstoffproduzenten (Angola, Nigeria). Präsident Lula da Silva hat seit dem Jahr 2003 neue Akzente in der Afrikapolitik gesetzt. Seither hat sich der brasilianische Außenhandel mit Afrika verfünffacht, wobei mehr als die Hälfte auf Angola, Nigeria und Südafrika entfallen. Brasiliens historisch-kulturelle Bande mit Afrika und der hohe Anteil afrobrasilianischer Einwohner ermöglichen einen politischen Diskurs, der engere Beziehungen mit den afrikanischen Ländern legitimiert. Die neue Afrikapolitik ist Teil des globalen Anspruchs Brasiliens auf eine größere Rolle in der Weltpolitik und damit ein Schwerpunkt der Süd-Süd-Zusammenarbeit. Ein Anliegen Brasiliens, für das Brasilien die Unterstützung der afrikanischen Länder erwartet, ist die Zuerkennung eines ständigen Sitzes im UN- Sicherheitsrat. Wirtschaftsstrategisch dient die Afrikapolitik dazu, Rohstoffe und Absatzmärkte sicherzustellen, um – so die öffentliche Verlautbarung – in Brasilien Arbeitsplätze zu schaffen und die Armut zu bekämpfen.

Coping with the ‘security-development nexus`: the European
community’s instrument for Stability; rationale and potential
http://www.frient.de/materialien/detaildoc.asp?id=1162
DIE Studies 47 von Stefan Gänzle

Friedensförderung und EZ
http://www.frient.de/materialien/detaildoc.asp?id=1197
Zivilisierung der Weltordnung. Vom Nutzen transnationaler Normbildungs-Netzwerke
GIGA Focus Global von Cord Jakobeit, Robert Kappel und Ulrich Mückenberger.

Geberstrukturen in der Entwicklungspolitik
http://swp-berlin.org/de/produkte/swp_studie.php?id=11327
Die Millennium-Entwicklungsziele, die Zusagen über die Erhöhung der Entwicklungshilfe und die Pariser Erklärung über die Wirksamkeit von Entwicklungszusammenarbeit (EZ) bilden einen neuen globalen entwicklungspolitischen Referenzrahmen. Damit sind anspruchsvolle Ziele für die Gebergemeinschaft abgesteckt, die nur durch grundlegende Reformen der EZ-Architektur in den OECD-Staaten erreichbar sind. Mehr Wirksamkeit in der EZ erfordert leistungsfähige Organisationsmodelle auf Geberseite, um die steigenden Mittel für EZ effizienter einsetzen zu können. Aus dem in der Studie der Stiftung Wissenschaft und Politik aufgeführten Vergleich mit den entwicklungspolitischen Organisations- und Verwaltungsstrukturen anderer OECD-Staaten können Reformanstöße für das deutsche EZ-System gewonnen werden.

GTZ-aktuell: Über Grenzen hinweg
http://www.gtz.de/de/aktuell/28890.htm
Grenzen haben positive und negative Auswirkungen auf Menschen, Staaten und Kulturen. Äußere und innere Grenzen – in Form von Intoleranz, Tabus, Sprache, fehlender Bildung und Gesundheit – schränken gleichermaßen ein. Die aktuelle Ausgabe von akzente widmet sich dem Thema Grenzen und deren Bedeutung für die Arbeit der GTZ.

Gutachten zu ILO-Kernarbeitsnormen im kommunalen Beschaffungswesen
http://www.service-eine-welt.de/publikationen/publikationen-start.htmlDas Gutachten von Professor Dr. Jan Ziekow zur Verankerung der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeiterorganisation (ILO) in das kommunale Beschaffungswesen liegt neu überarbeitet vor. Es soll Ihnen vor Ort helfen, mit dem Thema in Ihrer Kommune Fortschritte zu machen. Bezug: SKEW, Christian Wilhelm, Fon 0228/4460-1631, Fax 0228/4460-1601, christian.wilhelm @ inwent.org

Indigene Völker und Klimapolitik
http://tinyurl.com/y8fhav2
GTZ-Überblick über die aktuelle Situation und indigene Positionen im Kontext der Verhandlungen zur Klimarahmenkonvention. Obwohl indigene Organisationen seit 2001 ahnlich den Umwelt- und Industrieorganisationen als Beobachter internationaler Versammlungen anerkannt sind, spielten ihre Belange in den bisherigen Verhandlungen der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) keine Rolle. Dies beginnt sich zu verändern.

Internationale Migration: Die menschliche Seite der Globalisierung
http://www.oecd.org/bookshop
Neue Veröffentlichung der Buchreihe ''OECD Insights''. Sie betrachtet die Realitäten internationaler Migration in der heutigen Zeit jenseits aller rhetorischen Floskeln. Nur wenige Themen geben so häufig Anlass zu Kontroversen wie die internationale Migration. Etwa 190 Millionen Menschen leben weltweit außerhalb ihres Herkunftslands. Diese Zuwanderer bereichern unsere Gesellschaften durch ihre Energie, ihren Unternehmergeist und ihre Ideen. Es gibt aber auch negative Aspekte wie schulisches Versagen unter jungen Zuwanderern, Arbeitslosigkeit unter Migranten und natürlich irreguläre Migration. Solche Herausforderungen können die Zuwanderung zu einem politischen Zankapfel und heiß umstrittenen Diskussionsthema machen.

Internet und Migration
http://tinyurl.com/ydjadws
Die Information und Interaktion von Migrant/innen findet inzwischen immer häufiger über das Internet statt. Dort tauschen sie sich mit Nutzer/innen sowohl im Aufnahmeland als auch ihren Herkunftsländern aus. Auf Websites, in Foren und Chats informieren sie sich über soziale und politische Themen beider Länder, diskutieren und nehmen an Online-Petitionen, Abstimmungen oder virtuellen Veranstaltungen teil. Hierdurch bilden sich zum Teil neue ethnische, diasporische bzw. transnationale Online-Gemeinschaften. Insgesamt übernimmt das Internet und dessen Nutzungsmöglichkeiten so eine wichtige Funktion für die gesellschaftliche Partizipation von Migrant/innen im Aufnahmeland und auch für die Entwicklung ihrer Herkunftsländer. Uwe Hunger/Kathrin Kissau: Internet und Migration. Theoretische Zugänge und empirische Befunde. 2010, 342 S., 29,90 Euro, ISBN 978-3-531-16857-9. Quelle: Wegweiser Bürgergesellschaft.

Landgrabbing hat Konjunktur – Konfliktpotentiale und friedenspolitische Herausforderungen
http://www.frient.de/aktuelles/detail.asp?id=486
Beitrag von Caroline Kruckow, in: FriEnt Impulse 09/2009

'Marktbasierte Armutsreduzierung'?
http://www.giga-hamburg.de/giga-focus/global
Mikroversicherung als Instrument der sozialen Sicherung
GIGA Focus Global 10/2009 von Lena Giesbert und Janina Voss.

Nachhaltige Entwicklung: Wirtschaft, Gesellschaft,Umwelt im Zusammenhang betrachtet
http://www.oecd.org/bookshop
Wie nachhaltig können Produktion und Konsum sein? Fördert die Globalisierung eine nachhaltige Entwicklung oder wird sie dadurch verhindert? Kann Nachhaltigkeit mit den herkömmlichen Instrumenten der wirtschaftlichen Analyse gemessen werden? Was können Regierungen, Unternehmen und Bürger tun, um sie zu fördern? ''Nachhaltige Entwicklung'' ist die deutsche Fassung des im Dezember 2008 erschienenen Buchs 'Sustainable Development' aus der Buchreihe 'OECD Insights'.

Spiel: Activity der Menschenrechte
http://epiz-berlin.de/?MRB/Activity
Das Entwicklungspolitische Bildungs- und Informationszentrum e. V. (EPIZ) hat ein Gesellschaftsspiel für Jugendliche zum Thema Menschenrechte herausgegeben. Das Kartenspiel führt über Alltagssituationen an Menschenrechtsfragen und Handlungsmöglichkeiten heran. Schutzgebühr 5 €.

Umkehr zum Leben: nachhaltige Entwicklung im Zeichen des Klimawandels
http://www.ekd.de/download/klimawandel.pdf
Eine Denkschrift des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland von Imme Scholz et al.

UNCTAD Trade and Development Report 2009
http://www.unctad.org/templates/webflyer.asp?intitemid=1397&docid=11867
Der notwendige wirtschaftliche Strukturwandel zur Verringerung der Auswirkungen des Klimawandels bietet enorme Chancen für eine tragfähige Entwicklung. Zu diesem Schluss kommt der jüngste ''Trade and Development Report'' der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung.

UNCTAD World Investment Report 2009
http://www.unctad.org/en/docs/wir2009key_en.pdf
Der von der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD) veröffentlichte World Investment Report 2009 berichtet unter dem Titel ''Transnational Corporations, Agricultural Production and Development'', von starken Einbrüchen ausländischer Direktinvestitionen (FDI) aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise. Der Kapitalzufluss wird sich voraussichtlich um fast 30 Prozent, von 1,7 Billionen US-Dollar im Jahr 2008 auf 1,2 Billionen Dollar, reduzieren.

VENRO-Diskussionspapier zur Halbzeit der UN-Dekade
http://tinyurl.com/y964tnc
Zur Halbzeit der UN-Dekade ''Bildung für nachhaltige Entwicklung'' hat der Verband Entwicklungspolitik Deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) ein Diskussionspapier veröffentlicht. Unter dem Titel ''HALBZEIT: Kurskorrekturen auf den Lernwegen zu nachhaltiger Entwicklung'' zieht VENRO eine erste Bilanz, präsentiert gegenwärtige Defizite und formuliert zehn Empfehlungen für notwendige Kurskorrekturen.

Wie erfolgreich ist der 'Krieg gegen Drogen' in der Andenregion?
http://www.giga-hamburg.de/giga-focus/lateinamerika
GIGA Focus Lateinamerika 10/2009 von Linda Helfrich.


12. Fortbildungen
Mehr Fortbildung: http://www.weitzenegger.de/en/training.html

InWEnts Online-Lernmodule zur Entwicklungspolitik
http://tinyurl.com/yjhv853
Mit diesem Angebot an Online-Modulen zu Schwerpunktthemen in der Entwicklungspolitik
lernen Sie gegenwärtig entscheidende internationale Herausforderungen und Antworten der Entwicklungspolitik kennen, erwerben Sie einen Überblick über das System der Entwicklungszusammenarbeit (EZ), machen Sie sich vertraut mit wichtigen Debatten über Chancen und Grenzen, Relevanz und Perspektiven der EZ. Die Module sollen Fachkräften der EZ helfen, ihre Tätigkeit im Kontext der Entwicklungspolitik besser einordnen zu können. Um die verschiedenen Online-Module durchlaufen zu können, müssen Sie sich zunächst registrieren. Die Registrierung ist kostenlos. Von seinen Zielen her wie auch inhaltlich orientiert sich das Seminarangebot der Abteilung Entwicklungspolitik am sich schärfenden Profil der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und legt einen besonderen Akzent auf die großen Themenfelder ''Good Governance'' und ''Nachhaltige Entwicklung''. neue Module im Programm der V-EZ sind Pro Poor Growth sowie Climate Change and Rural Development Nexus.

Ringvorlesung in Frankfurt: Afrika in Entwicklung – Entwicklung in Afrika
http://www.soz.uni-frankfurt.de/global-south/
Veranstaltungsreihe von SID Frankfurt, WGU, KfW, GTZ ab dem 20. Oktober
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Hörsaal H, Jügelhaus Mertonstraße 17-21

Ringvorlesung Afrika als Wirtschaftsmacht: Wachstumspole, Potenziale und Perspektiven
Berlin, dienstags von 18-20 Uhr, Hörsaal A des Otto-Suhr-Instituts, Ihnestr. 21,
http://www.osi-club.de/afrika/
Dr. Salua Nour, der neue Afrika-Beauftragte des OSI-Club und Saskia Köbschall, die neue Afrika-Praktikantin, haben für das Wintersemester 2009/2010 mit unglaublichem Engagement die vierte Afrika-Ringvorlesung auf die Beine gestellt.

Ringvorlesung Entwicklungspolitik von SID Berlin
Schwerpunktthema: Menschliche Sicherheit - Dimensionen in Theorie und Praxis
http://www.sid-berlin.de/ringvorlesung
Sie richtet sich an die Mitglieder internationaler Organisationen, die Öffentlichkeit und an die Studierenden und läuft seit 2000 mit wechselnden Themen jeden Donnerstag von 18-20h innerhalb der Semester in den Räumen der TU Berlin. Sie bietet Experten die Möglichkeit, Vorträge zu aktuellen Themen zu halten, zu hören und zu diskutieren, sowie jungen international interessierten Menschen einen Einstieg in die Thematik und einen Überblick über die entwicklungspolitische Landschaft.

Training zur Entwicklungszusammenarbeit im konfliktiven Kontext
http://www.frient.de/aktuelles/detail.asp?id=481
Bad Honnef, 12. und 13. 11. 2009
Bei dem Training geht es konkret um: Entwicklungspolitische Grundlagen für die Arbeit in konfliktiven Kontexten, Peace and Conflict Assessment (PCA) zwischen Analyse- und Managementtool und Anwendung des PCA. Das Training richtet sich an EZ-Experten, die in einem konfliktiven Umfeld arbeiten oder ihr Wissen über Herausforderungen der entwicklungspolitischen Arbeit in Ländern mit gewaltsamen Konflikten vertiefen möchten.

Global Education Week (GEW) - Nahrung für Alle
14. bis 22. November 2009
http://www.globaleducationweek.de
Lernen zum Thema Welternährung.

Capacity Building bei fragiler Staatlichkeit
http://www.inwent.org/veranstaltungen/index.php.de
Bad Honnef, 17. 11. 2009, 19h, InWEnt V-EZ, Lohfelder Straße 128
Debatte mit Dr. Jochen Hippler (INEF), NN (GTZ) und Dr. Matthias Ries (DED).

Nachhaltigkeit auf der ganzen Linie? CSR in touristischen Zuliefererketten
Hamburg, 20.-21. November 2009, Euro Business College, Esplanade 6
http://www.gate-tourismus.de/zlk_programm.html
CSR und touristische Wirtschaftsförderung spielen auch im Rahmen der Armutsbekämpfung eine bedeutende Rolle. Ein Beispiel und weiterer Diskussionspunkt auf dem Symposium stellt der Wertschöpfungsketten-Ansatz der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH dar, der speziell auf den Tourismus-Sektor ausgerichtet ist, indem die touristischen Wertschöpfungsketten verstärkt innerhalb der Armutsbekämpfung berücksichtigt werden. Anmeldung erforderlich: Es sind noch Plätze frei!

Brandenburger entwicklungspolitischen Bildungs- und Informationstage (BREBIT)
http://www.weltweitwissen2009.de
Land Brandenburg, 19.11.-03.12.2009
Unter dem Motto ENERGIE MACHT ENTWICKLUNG gerecht und nachhaltig für alle finden im diesen Jahr zum sechsten Mal die BREBIT statt.

Workshop: Promoting Global Value Chains: The Role of Governance
http://www.eadi.org/index.php?id=1120
Maastricht, Netherlands, 26.-27.11.2009
EADI Working Group on Industrialisation Strategies in co-operation with Maastricht School of Management.

Soziale Bewegungen, lokale Initiativen und städtische Teilhabe
http://tinyurl.com/ykpezu8
Hamburg, 27.11.2009, 14 Uhr, Zentrum für Marine und Atmosphärische Wissenschaften (ZMAW), Bundesstraße 53 Hörsaal 022/023
In den letzten Jahrzehnten haben Großstädte und Metropolen weltweit an Bedeutung gewonnen. Welchen Herausforderungen begegnen lokale Gemeinschaften in globalisierten Städten? Wie können sie ihre eigene Entwicklung steuern?

A sustainable future based on renewables - how do we meet the challenge?
Glücksburg/Ostsee , 1.-5.12. 2009, Artefact
http://www.artefact.de
Workshop für energie- und entwicklungspolitisch Aktive aus Nord- und Süd-Partnerschaften.

Lehrgang Globales Lernen
Salzburg, Österreich, ab Dezember 2009, be KommEnt und BAOBAB
http://www.komment.at/content.php?id=20&newsdetail=52&ctype=termin&show=1
Sechs mehrtägige Module bieten eine fundierte inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Bildungskonzept und den zentralen Begriffen Globalen Lernens. Der Lehrgang richtet sich vor allem an MitarbeiterInnen und ReferentInnen aus entwicklungspolitischen Organisationen (Schwerpunkt Bildungsarbeit), Organisationen im Umfeld von Globalem Lernen und interessierte MultiplikatorInnen. Anmeldungen werden bereits entgegen genommen.


13. Veranstaltungen
Weitere Veranstaltungshinweise: http://www.weitzenegger.de/de/events.html

Lateinamerikatage 2009
Hamburg, 2. bis 28. November 2009
http://www.lateinamerika-tage.de
Neue Hoffnungen in Lateinamerika?

Die sozialen Folgen der globalen Finanzkrise - Zwischenbilanz und politische Konsequenzen
Berlin, 19. November 2009
http://www.fes.de/gpol/pdf/Programm_19.11.09.pdf
Internationale Tagung von Friedrich-Ebert-Stiftung, Social Watch u.a.

ANU-Bundestagung 2009: Kostet unser Geld die Welt?
Hamburg, 24 -26.11.2009, Bürgerhaus Wilhelmsburg, Mengestr. 20
http://www.anu-hamburg.de
Geld als Jahresthema der UN-Dekade 2010.

Perspektiven der ‚Generation 55plus‘ in der Entwicklungszusammenarbeit
Berlin, 24.11.2009 , 13-17h, Humboldt-Universität, Invalidenstraße 6
http://www.sle-freunde.de/SLE-neues-layout/download/sle-verein-einladung-nov2009.pdf
Der Vereins der Freunde und Förderer des SLE e.V. hat Anfang 2009 diese Studie durchführen lassen und möchte nun einen Themen- und Fragenkatalog diskutieren, um zur Verbesserung der beruflichen Perspektiven der Generation 55plus in der EZ beizutragen.

VENRO-Konferenz Mission Impossible am Hindukusch?
Berlin, 24.11.2009,Landesvertretung Sachsen-Anhalt
http://tinyurl.com/yjrwl3d
Zwischenbilanz der neuen internationalen Afghanistan-Politik

Fachmesse Engagement weltweit
Bonn, 28.11.2009, 10-16 Uhr, Beethovenhalle
http://www.engagement-weltweit.de
Fachmesse zur personellen Entwicklungszusammenarbeit

60. Lateinamerika-Tag 2009 der deutschen Wirtschaft
http://www.lateinamerikaverein.de
Hamburg, 01.-02.12.2009
Wirtschaftstag: Zentralamerika und die Dominikanische Republik. Perspektiven für eine Partnerschaft mit der EU. Konferenz: Lateinamerika - stabiler, globaler, stärker.

Hamburger Entwicklungspolitik aktuell
http://tinyurl.com/yj7c9pb
Hamburg, 02.12.2009, 18–20 Uhr, Rudolf-Steiner-Haus, Mittelweg 11 – 12
Bürgerschaftsabgeordnete diskutieren mit VertreterInnen der Zivilgesellschaft. Das Eine Welt Netzwerk und seine Mitgliedsgruppen bitten VertreterInnen der Hamburger Rathausparteien zum entwicklungspolitischen Dialog. Wir fragen zum neuen ''Hamburger Rat für nachhaltige Entwicklungspolitik'', zur Städtepartnerschaft mit Dar es Salaam, zum Stand eines fairen Beschaffungswesens und zur Rolle der MigrantInnen in unserer Stadt. Anmeldung unter Tel. 040-358 93 86 oder info@ewnw.de

Fachkonferenz der Welthäuser und Dritte-Welt-Zentren
Hamburg, 03.-04.12.2009, Werkstatt 3 e.V., Nernstweg 32
http://www.werkstatt3.de/programm/programm1.html
Welthäuser und Dritte-Welt-Zentren sind in unserer globalisierten Welt wichtiger denn je. Sie zeigen Zusammenhänge zwischen der so genannten Ersten und Dritten Welt auf und sorgen dafür, dass wichtige Diskussionen geführt werden. Darüber hinaus sind sie wertvolle Anlaufstellen und Knotenpunkte der interkulturellen Begegnung und Vernetzung.Wir möchten uns auf dieser Fachkonferenz mit den MitarbeiterInnen ähnlicher Häuser wie dem unseren treffen. Wir wollen uns darüber austauschen, wie die verschiedenen Häuser arbeiten und über welche Kompetenzen sie verfügen. Dabei möchten wir praxisnahe Handlungsstrategien entwickeln und herausfinden, welche Potentiale genutzt werden können, um weiterhin zeitgemäß und zukunftsfähig zu arbeiten. In Kooperation mit dem Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V.

Einkommenssicherung im Alter als globale Herausforderung
http://www.alterssicherung-global.de
Berlin, 10. und 11. Dezember 2009
Tagung von BMZ, GTZ, HelpAge Deutschland u.a.zu Problemlagen und Reformmodelle zwischen Solidarität, Fürsorge und Markt


14. Webseiten des Monats
Mehr Weblinks: http://www.mister-wong.de/groups/Entwicklungspolitik/

AFRIKA KOMMT!
Initiative der Deutschen Wirtschaft für Führungsnachwuchs aus Subsahara-Afrika
http:/www.afrika-kommt.de
Die ''Afrika kommt!''-Initiative der Deutschen Wirtschaft richtet sich speziell an Führungsnachwuchs aus Subsahara-Afrika , die bereits einschlägig ausgebildet sind, mehrjährige Berufserfahrung in der Wirtschaft oder sogar bereits leitende Positionen in Unternehmen in ihren Heimatländern inne haben.

Blog des Bündnisses Eine Welt Schleswig-Holstein
http://beiblog.wordpress.com
Das Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein (BEI) hat ein neues Diskussionsforum, den BEI-Blog. Ziel einer sowohl online im BEI-Blog und offline (in Diskussionsrunden der BEI-Mitgliedsgruppen) geführten Debatte ist der Austausch der Eine-Welt- Akteure, um die Diskussion innerhalb der Gruppen und Vereine zu befruchten und den Anliegen der Aktiven eine öffentliche Plattform, den BEI-Blog, anzubieten.

Bonn Sustainability Portal
http://www.bonnsustainabilityportal.de
In cooperation with GTZ, Deutsche Post, World Conference Center Bonn, TSI, University for Applied Sciences Bonn-Rhein-Sieg and IHDP/UNU, EADI has launched an information portal on sustainability. Bonn is a centre with over 150 organisations working in the area of development and sustainability. The portal presents research outcomes on sustainability from Bonn and events taking place in Bonn.

Devtrain online: a database of 300 training possibilities
http://www.devtrain.org
Devtrain online, the EADI training database which gives access to postgraduate training possibilities and short courses offered by EADI members was updated. In total, 300 training programmes can be visited by topic, type or training institution.

DIE|ENTWICKLER
http://entwickler-netz.de
Verfasse Deine eigenen Blog-Einträge und stelle sie online. Kommentiere Ereignisse und Trends der Entwicklungspolitik und –zusammenarbeit. Beschwer dich oder ruf zum Weitermachen auf. Vernetze Dich mit Anderen. Die Entwickler sind eine Initiative des Solidaritätsdienst-international e.V. (SODI).

Digitale Integration von Migrant/innen
http://tinyurl.com/yh8kayr
Die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien für den Brückenschlag zwischen Menschen mit Migrationshintergrund und der Gesellschaft in ihrem neuen Lebensumfeld ist das Ziel des europäischen Projektes Bridge-IT. Das Projekt - geleitet von der Universität Barcelona - ist im Rahmen des Programms der europäischen Kommission zur Förderung von Innovation und Wettbewerbsfähigkeit mit der Entwicklung von Handlungsempfehlungen beauftragt. Da die kompetente und verantwortungsbewusste Nutzung des Internet der Schlüssel zu gesellschaftlicher Teilhabe und Partizipation, ist der Zugang zum Internet auch und gerade für Menschen mit Migrationshintergrund von zentraler Bedeutung.

Fundraising-Wiki
http://www.fundraising-wiki.de
Für das Themenfeld Fundraising ist eine neue, nicht-kommerzielle und frei zugängliche Informationsquelle online gegangen: ein Fundraising-Wiki. Ziel des Angebots ist es, alle Formen des bürgerschaftlichen Engagements von Privatpersonen, Unternehmen, Institutionen und Organisationen als integralen Bestandteil des Gemeinwesens in Deutschland darzustellen. Dabei wird Fundraising auch als wesentlicher Teil des Managements von Organisationen im Dritten Sektor begriffen. Das Wiki wird u.a. von der Fundraising-Akademie getragen.

Genocide Alert: Eine Welt ohne Völkermord ist möglich
http://www.genocide-alert.de
Genocide Alert ist eine deutsche Menschenrechtsorganisation, die sich für eine effektive Verhinderung und Bestrafung schwerster Menschenrechtsbrüche einsetzt. Genocide Alert konzentriert seine Arbeit auf die Fälle, wo die Not am Größten und die Zeit am Knappsten ist.

InWEnt e-pol online
http://www.inwent.org/e-pol
e-pol online ist das öffentliche Portal der Abteilung Entwicklungspolitik in der Vorbereitungsstätte für Entwicklungszusammenarbeit. Das Portal bietet einen Überblick über unsere Seminare, Online-Module und Veranstaltungen.

journalists.network - Das Netzwerk für junge Journalisten
http://www.journalists-network.org
Zusammenschluss junger Reporter, Redakteure und Autoren, der den Auslandsjournalismus stärken will. journalists.network bietet Einblicke in kulturelle und politische Zusammenhänge - an journalistischen Brennpunkten, aber auch in wenig beachteten Regionen der Welt.

Kampagne 'Geben gibt.'
http://www.geben-gibt.de
Die Kampagne Geben gibt des Bundesverbands Deutscher Stiftungen stellt die vielen Facetten des freiwilligen Engagements vor, um Menschen aller Generationen sowie Initiativen, Organisationen und Unternehmen für freiwilliges Engagement zu begeistern.

Kampagne Kick for One World
http://www.kick-for-one-world.de/
Hier haben sich deutsche Nichtregierungsorganisationen zusammengeschlossen, um sich aktiv für eine Fußballweltmeisterschaft in Südafrika 2010 einzusetzen, die auch die Interessen benachteiligter Bevölkerungsgruppen in Südafrika berücksichtigt. Das Bündnis fordert, vorrangig lokalen Händlern und Händlerinnen sowie südafrikanischen Unternehmen innerhalb und außerhalb der Bannmeile ein Verkaufsrecht einzuräumen. Gleichzeitig möchte das Bündnis das Interesse an der WM nutzen, um Menschen in Deutschland das Land Südafrika, seine Geschichte und die heutigen Lebensverhältnisse näher zu bringen.

Kampagne 'Steuer gegen Armut'
http://www.steuer-gegen-armut.org
Am Anfang steht ein Offener Brief an die neue Bundesregierung, in dem die Einführung einer Finanztransaktionssteuer zur Förderung von Entwicklung und Bekämpfung von Armut gefordert wird. Ausgangspunkt der Kampagne war der Wunsch, dass auch der Finanzsektor einen nachhaltigen und dauerhaften Beitrag zur Folgenbewältigung der Krisen beiträgt, die durch ihn verursacht wurden.

Klimawandel Global (KWG)
http://www.klimawandel-global.de/
Das Projekt Klimawandel Global wurde gestartet, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen, Maßnahmen für den Klimaschutz aufzuzeigen und das Bewusstsein für ein umweltbewussteres Leben zu schärfen.

Länderinformationen der ÖFSE
http://www.oefse.at/publikationen/laender.htm
Die Österreichische Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung - ÖFSE - ist die größte österreichische Informationsvermittlungsstelle zu Fragen der Entwicklungsländer, der Entwicklungszusammenarbeit und der Entwicklungspolitik. Die ÖFSE steht allen entwicklungspolitisch interessierten Personen, öffentlichen und privaten Einrichtungen sowie Firmen zur Verfügung. Die Länderinformationen der ÖFSE bieten einen schnellen und strukturierten Zugang zu entwicklungspolitisch relevanten Informationen. Den inhaltlichen Schwerpunkt bilden die bilateralen Beziehungen mit Österreich auf politischem, kulturellem sowie wirtschaftlichem Gebiet, wobei die Darstellung OEZA-spezifischer Informationen im Besonderen eine Berücksichtigung erfährt.

MENSCHEN INTERNATIONAL - Das Portal zum Thema Ausland
http://www.menschen-international.de
Von Menschen aus verschiedenen Berufsbranchen im Jahr 2005 gegründet, verbinden uns nach wie vor unsere Erfahrungen bei Auslandsaufenthalten und unser Interesse an unterschiedlichen Kulturen im weltweiten Austausch. Wir verstehen unsere Webseiten als Netzwerk und Datenbank rund um das Thema Ausland unter der Berücksichtigung globaler, politischer, ethischer und interkultureller Zusammenhänge.

Rat für Nachhaltige Entwicklung
http://www.nachhaltigkeitsrat.de/
Der Rat für Nachhaltige Entwicklung wurde im April 2001 von der Bundesregierung berufen. Ihm gehören 13 Personen des öffentlichen Lebens an. Die Aufgaben des Rates sind die Entwicklung von Beiträgen für die Umsetzung der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, die Benennung von konkreten Handlungsfeldern und Projekten sowie Nachhaltigkeit zu einem wichtigen öffentlichen Anliegen zu machen.

Raus von Zuhaus
http://www.rausvonzuhaus.de
Eurodesk sammelt Informationen rund ums Thema Auslandsaufenthalte und internationale Begegnungen für junge Leute und stellt die besten Infos und Links auf dieser Seite zur Verfügung. Das Portal soll Jugendliche neutral, kostenlos und trägerübergreifend über Auslandsaufenthalte informieren. Eurodesk will allen Jugendlichen die Chance eröffnen, möglichst kostenfrei oder zumindest kostengünstig ins Ausland zu reisen und interkulturelle Erfahrungen zu machen.

Recherche-Tool zum Thema ''Recht auf Wasser und Sanitärversorgung''
http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/de/presse/recherche-tool/
Das Deutsche Institut für Menschenrechte stellt ein Recherche-Tool zum Thema ''Recht auf Wasser und Sanitärversorgung'' vor. Es ermöglicht die gezielte Recherche und den schnellen Zugriff auf Informationen rund um das Thema Wasser aus menschenrechtlicher und entwicklungspolitischer Perspektive. Zudem bietet es einen ersten Überblick, Hintergrunddokumente, Ansprechpersonen sowie ausgewählte Links zu einschlägigen Menschenrechts-Websites und Datenbanken. Darüber hinaus stellt das Tool Positionen staatlicher und nichtstaatlicher Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit zum Thema vor.

Steuer- und Verdunkelungsoasen
http://www.secrecyjurisdictions.com
Das internationale Tax Justice Network liefert hier Informationen zu insgesamt 60 Zentren der internationalen Schattenfinanzwirtschaft von A wie Andorra bis V wie Vanuatu. Neben einer umfangreichen Datenbank liefert die Website zu jedem Finanzplatz eine vierseitige Kurzinformation.

Supermarkt-Initiative
http://www.supermarktmacht.de
Die Supermarkt-Initiative ist ein Zusammenschluss von 23 Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften, die sich mit aller Kraft dafür einsetzen, dass der Missbrauch von Einkaufsmacht aufgedeckt und begrenzt wird. Zudem fordert die Initiative die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards in der gesamten Lieferkette. Dabei geht es vor allem darum, strukturell etwas zu verändern, d.h. bessere Sozial- und Umweltstandards in der gesamten Lieferkette der Supermärkte durchzusetzen, in Deutschland, innerhalb der EU und in Produktionsländern. Um Druck auf die Unternehmen auszuüben startete die Supermarkt-Initiative eine Online-Petitition unter http.//www.unfairen-einkauf-stoppen.de

Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung (WEED)
http://www.weed-online.org
WEED ist eine unabhängige Nichtregierungsorganisation, die sich das Ziel gesetzt hat, in der Bundesrepublik Deutschland mehr Bewusstsein für die Ursachen der weltweiten Armuts- und Umweltprobleme zu schaffen. Auf der Homepage der Organisation finden sich zahlreiche Studien und Expertisen zu globalen Wirtschafts-, Finanz und Sozialfragen.


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