SID-Hamburg Rundbrief Januar 2010

SID Hamburg

Rundbrief für globale Entwicklung und internationale Zusammenarbeit.
Herausgegeben vom Chapter Hamburg der Society for International Development (SID).


Inhalt

  1. Spendentipps zur Erdbebenkatastrophe in Haiti
  2. BMZ-Etat: Mehr, aber nicht genug
  3. Welthungerhilfe zur Afghanistan-Konferenz: ''Rezept Geld'' reicht nicht
  4. Internationales Jahr der Biodiversität 2010
  5. Die Welt altert: 2050 sind zwei Milliarden Menschen über 60 Jahre alt
  6. Publikationen
  7. Fortbildungen
  8. Veranstaltungen
  9. Webseiten des Monats

Der SID Stammtisch Entwicklungspolitik Hamburg ist ein Treffen von weltwärts orientierten Menschen. Aktivisten, Consultants, Forscher, NGOs, ehrenamtliche Helfer, Politiker und sozialverantwortliche Unternehmen mit internationalem Geschäft kommen hier zusammen, um sich kennen zu lernen, Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen und Kooperationen einzugehen. Nebenher bleibt aber noch genügend Zeit um sich über Ideen, Jobs und Sponsoring zu unterhalten.
Nächster Termin: Do, 28.01.2010, 18-22 Uhr, CVJM Alsterbar, http://tinyurl.com/alsterbar


Wer sich auf die Zehen stellt, steht nicht fest. Lao-tse


1. Spendentipps zur Erdbebenkatastrophe in Haiti

Nach dem verheerenden Erdbeben auf Haiti haben unzählige Hilfsorganisationen in Deutschland zu Spenden aufgerufen - auch viele VENRO-Mitgliedsorganisationen gehören dazu. Immer noch herrscht in dem Karibikstaat große Not und die betroffenen Menschen brauchen auch weiterhin Hilfe. Das Deutsche Institut für soziale Fragen (DZI) in Berlin hat Tipps für Spenderinnen und Spender verfasst, um Hilfsorganisationen zu finden, die wirksam und effizient Hilfe vor Ort leisten können: http://tinyurl.com/ycuau92


2. BMZ-Etat: Mehr, aber nicht genug

Der Bundeshaushalt 2010 sieht für das BMZ 5,881 Mrd. Euro vor. Die Bundesregierung hat damit den Entwicklungsetat gegenüber dem Entwurf der Vorgängerregierung noch einmal um 44 Mio. Euro gesteigert. Mit den zusätzlichen Mitteln sollen Programme der Ernährungssicherung in bedürftigen Ländern finanziert werden, die die Bundeskanzlerin beim G8-Gipfel in L’Aquila im Juli dieses Jahres zugesagt hat. http://tinyurl.com/yg2xgq4

Bezogen auf den Anteil der Entwicklungshilfe am Bruttoinlandseinkommen befindet sich Deutschland mit 0,38 Prozent nur auf Rang 14 unter den 22 größten Geberländern. Die Bundesregierung hat sich verpflichtet, diesen Prozentsatz im nächsten Jahr auf 0,51 Prozent und bis 2015 auf 0,7 Prozent zu steigern.

Der Bundesverband Entwicklungspolitik (VENRO) hat der Bundesregierung Wortbruch vorgeworfen. Mit dem neuen Etat könne Deutschland seine internationalen Verpflichtungen nicht erfüllen. ''Dass der BMZ-Etat von der neuen Regierung aufgestockt wurde, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die internationalen Zusagen die Deutschland gemacht hat, nicht eingehalten werden'', sagt VENRO-Vorstandsvorsitzender Ulrich Post. So bleibe völlig offen, wie die Bundesregierung ihr Versprechen an die Europäische Union (EU), die ODA-Quote bis 2010 auf 0,51 Prozent und bis 2015 auf 0,7 Prozent zu steigern, realisieren wolle. Der BMZ-Etat des kommenden Jahres soll 5,9 Milliarden Euro betragen, das sind 1,2 Prozent mehr als im Vorjahr. http://www.venro.org/602.html

Welthungerhilfe und terre des hommes kritisieren den Haushalt 2010 als Wortbruch. Entgegen den Sonntagsreden von Bundeskanzlerin Angela Merkel fehlt im Etatentwurf ein klares Bekenntnis zur Finanzierung des weltweiten Kampfes gegen Klimawandel und Armut. Dr. Wolfgang Jamann, Generalsekretär der Welthungerhilfe, erklärt dazu: ''Der geplante Anstieg des BMZ-Haushalts bedeutet einen Zuwachs von lediglich 1,2 Prozent und damit praktisch Nullwachstum. Angesichts der Klimakrise und der sich verschärfenden Armutssituation mache sich Deutschland damit international unglaubwürdig.

''Die Bundesregierung muss dringend erklären, wo die zum Kopenhagener Klimagipfel für 2010 zugesagten 420 Millionen Euro neuer und zusätzlicher Finanzhilfen für den Klimaschutz in Entwicklungsländern geblieben sind. Im BMZ-Etat sind nur 23 Millionen wirklich neu, der Rest deckt bestehende G8-Zusagen zur globalen Ernährungssicherung.'', erklärt Danuta Sacher, Geschäftsführerin von terre des hommes. http://tinyurl.com/yfj544h


3. Welthungerhilfe zur Afghanistan-Konferenz: ''Rezept Geld'' reicht nicht

Nach Ansicht der Welthungerhilfe sind Finanzzusagen nicht entscheidend für den Erfolg der internationalen Afghanistankonferenz am 28. Januar in London. ''Das ‚Rezept Geld’ allein reicht nicht aus'', sagt Wolfgang Jamann, Generalsekretär der Welthungerhilfe. ''In Afghanistan ist vielmehr ein Paradigmenwechsel beim internationalen Engagement nötig. Es kommt nicht auf das ‚Wieviel’ an, sondern auf das ‚Wie’, vor allem beim zivilen Aufbau.''

Wie die Welthungerhilfe in ihrem aktuellen Brennpunkt darlegt, ist die internationale Gemeinschaft in Afghanistan in eine Falle getappt. Unter dem Druck, möglichst viele Mittel schnell umzusetzen, hat sie sich die Unterstützung zweifelhafter lokaler Machthaber erkauft. Damit hat sie die Glaubwürdigkeit des Westens in den Augen der afghanischen Bevölkerung schwer beschädigt.

Die Welthungerhilfe fordert, die Entwicklungsmaßnahmen sorgfältig zu planen und zu koordinieren und die afghanische Bevölkerung stärker mit zu beteiligen. ''Die Afghanen müssen bei der Planung über die Zukunft ihres Landes stärker einbezogen werden'', sagt Jamann. ''Bei der Afghanistankonferenz in London und allen folgenden Prozessen sollen Vertreter der Zivilgesellschaft nicht wie bisher auf Nebenschauplätze verdrängt werden, sondern mit am Verhandlungstisch sitzen. Es muss sichergestellt werden, dass ihre Anliegen von ranghohen Regierungsvertretern angehört werden.'' Den Brennpunkt Nr. 12 / Januar 2010 finden Sie unter http://www.welthungerhilfe.de/brennpunkt-afghanistan.html


4. Internationales Jahr der Biodiversität 2010

Die Vereinten Nationen haben 2010 zum ''Internationalen Jahr der Artenvielfalt'' erklärt. Hiermit soll auf den weltweit akut drohenden Verlust der biologischen Vielfalt von Tieren und Pflanzen aufmerksam gemacht werden. Hintergrund ist, dass immer mehr Menschen einen immer höheren Lebensstandard anstreben und dadurch immer mehr Ressourcen und Lebensraum verbrauchen. Die globale Erwärmung, Umweltverschmutzung, Überdüngung durch die Landwirtschaft, Überfischung, Jagd und Ausbeutung der natürlichen Lebensräume haben laut UN-Umweltprogramm dazu geführt, dass in 2007 bereits über 16.000 Arten weltweit vom Aussterben bedroht waren. Von 1970 bis 2000 hat die Gesamtzahl der Arten bereits um 40 Prozent abgenommen und nach Schätzungen sterben täglich 150 Tier- und Pflanzenarten aus.

Dazu erklärte Gudrun Kopp, Parlamentarische Staatssekretärin im
Bundesentwicklungsministerium: ''Die Zerstörung von Biodiversität bedeutet, die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Lebensgrundlage der Menschen zu zerstören. Die Leidtragenden sind vor allem die Armen, gerade in Entwicklungsländern. Denn für sie sind die natürlichen Ressourcen existenziell: Über 70% der Bevölkerung weltweit sind auf Naturheilmittel angewiesen, mehr als 3,5 Milliarden Menschen leben von Nahrungsmitteln aus dem Ozean. Biologische Vielfalt ist auch die Grundlage für Forschung und Biotechnologie, für die Herstellung von Medikamenten, Lebensmitteln und Kosmetikprodukten. Dieser unermessliche Schatz droht unwiederbringlich verloren zu gehen. Durch Umweltverschmutzung, Raubbau an natürlichen Ressourcen, Abholzung und Kriege zerstört der Mensch seine natürliche Lebensgrundlage. Deshalb müssen wir die Vielfalt unserer Erde besser schützen und die Entwicklungsländer an diesem Schatz beteiligen.''

Bis zum Oktober 2010 verhandeln die 193 Vertragsstaaten des Übereinkommens über die biologische Vielfalt unter Leitung der aktuellen deutschen Präsidentschaft einen Rechtsrahmen, der die gerechte Verteilung der Gewinne aus der Nutzung der biologischen Vielfalt regelt. Die meisten biologischen bzw. genetischen Ressourcen stammen zwar aus Entwicklungsländern, sie werden aber überwiegend in Industriestaaten genutzt, ohne dass die Ursprungsländer an den Gewinnen beteiligt werden. Eine gerechtere Verteilung der Gewinne würde einen wichtigen Beitrag zur Armutsbekämpfung bedeuten.

UN Website: http://www.cbd.int/2010/welcome/
DGVN: http://www.dgvn.de/604.html
Website der Schweiz: http://www.biodiversitaet2010.ch
Countdown 2010: http://www.countdown2010.net/year-biodiversity
BMZ Links zum Thema Biodiversität
http://www.bmz.de/de/themen/umwelt/biodiversitaet/dokumente/index.html


5. Die Welt altert: 2050 sind zwei Milliarden Menschen über 60 Jahre alt

Im Jahr 2050 wird weltweit voraussichtlich jeder fünfte Mensch 60 Jahre und älter sein – insgesamt rund zwei Milliarden Menschen. Bis zur Mitte des Jahrhunderts wird sich damit die Zahl der älteren Menschen von heute 737 Millionen fast verdreifacht haben, die Zahl der über 100-Jährigen sogar fast verzehnfacht (auf 4,1 Millionen). Das Durchschnittsalter der Weltbevölkerung steigt von heute 28 Jahre auf dann 38 Jahre.
Diese Zahlen gibt die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) auf Grundlage neuer Zahlen der Vereinten Nationen bekannt.

In den Industrieländern, wo heute jeder Fünfte 60 Jahre und älter ist, wird im Jahr 2050 voraussichtlich bereits ein Drittel der Bevölkerung zu dieser Altersgruppe gehören. Deutschland hat – nach Japan – schon heute die zweitälteste Bevölkerung der Welt: Das Durchschnittsalter beträgt 43,9 Jahre. Die Bevölkerung in den Entwicklungsländern ist dagegen weitaus jünger: In Afrika beispielsweise beträgt der Anteil der älteren Menschen heute rund sechs Prozent, zur Mitte des Jahrhunderts werden es voraussichtlich elf Prozent sein. Hier ist die Altersgruppe der unter 15-Jährigen unter anderem aufgrund vieler ungewollter Schwangerschaften besonders hoch.

''Der Trend zur Alterung macht auch vor den Entwicklungsländern nicht Halt und wird sie angesichts fehlender sozialer Sicherungssysteme bald vor zusätzliche große Probleme stellen'', so Renate Bähr, Geschäftsführerin der DSW. ''Die Gefahr, dass die künftige ältere Bevölkerung in Entwicklungsländern in großer Armut leben wird, ist extrem groß.'' http://www.dsw-online.de


6. Publikationen

125 Jahre Berliner Afrika-Konferenz: Bedeutung für Geschichte und Gegenwart
http://www.giga-hamburg.de/giga-focus/afrika
GIGA Focus Afrika 12/2009 von Andreas Eckert.

2. Bonner Konferenz für Entwicklungspolitik
http://www.bonn-conference.nrw.de/Dokumentation/index.php
Die Dokumentation ist nun online zugänglich.

Ambitions, Realities and Challenges. A Review of European Development Policy
http://tinyurl.com/oeftag
Die ÖFSE stellt die Dokumentation der Veranstaltung vom 5. November 2009 online zur Verfügung.

Ausgaben für entwicklungsbezogene Bildungsarbeit – die OECD-Länder im Vergleich
http://www.wusgermany.de/index.php?id=1062&L
Der World University Service (WUS) veröffentlicht jährlich aktuelle Daten über die Ausgaben der OECD-Staaten für entwicklungsbezogene Bildungs- und Informationsarbeit.
Die aktuellen Zahlen machen deutlich, dass in Deutschland - wie in vielen anderen Ländern auch - der Anteil der Ausgaben in diesem Bereich sehr gering ist und noch weiter ausgebaut werden muss. Laut Empfehlung des UNDP soll dieser Anteil 2% der Gesamtausgaben für Entwicklungszusammenarbeit betragen.

Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU nach Lissabon
http://swp-berlin.org/de/produkte/swp_aktuell_detail.php?id=11855
SWP-Aktuell 2010/A von Claudia Major

bpb Dossier: Innerstaatliche Konflikte: Aktualisierung
http://www.bpb.de/themen/K2ATUD Vom Kosovo nach Kolumbien, von Somalia nach Süd-Thailand: An knapp 280 Orten der Erde schwelen politische Konflikte. Immer wieder droht die Lage gewaltsam zu eskalieren.

Datenblatt Entwicklungspolitik, Welthaus Bielefeld.
http://www.welthaus.de/globales-lernen/downloads/
Soeben hat das Welthaus Bielefeld ein neues Datenblatt Entwicklungspolitik erstellt, neueste Statistiken zu verschiedenen Entwicklungsindikatoren.

Desertec: Wirtschaftliche Dynamik und politische Stabilität durch Solarkraft?
http:/www.giga-hamburg.de/giga-focus/nahost
GIGA Focus Nahost 11/2009 von Sören Scholvin.

Die Folgen der Finanzkrise für Lateinamerika
http://www.giga-hamburg.de/giga-focus/lateinamerika
GIGA Focus Lateinamerika 11/2009 von Wolfram Klein.
Kann die deutsche Entwicklungspolitik einen Beitrag zu ihrer Überwindung liefern?

Die globale Entwicklungskrise: Auswirkungen – Reaktionen – Konsequenzen
http://www.globalpolicy.org/veranstaltungen.html
Das Global Policy Forum hat in Kooperation mit terre des hommes einen Report verfasst, der einen umfassenden Überblick über die direkten und indirekten Auswirkungen der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise in den Entwicklungsländern gibt. Er belässt es aber nicht bei der Problembeschreibung, sondern stellt darüber hinaus dar, wie die Regierungen im Rahmen von G20 und Vereinten Nationen auf die Krise reagiert haben.
Daraus leitet der Report Schlussfolgerungen und Empfehlungen für die wirtschafts- und entwicklungspolitische Agenda der kommenden Jahre ab.

EU-Migrationspolitik nach Lissabon und Stockholm
http://swp-berlin.org/de/produkte/swp_aktuell_detail.php?id=11763
SWP-Aktuell 2009/A 71 von Steffen Angenendt und Roderick Parkes

Fachkräfte für die Entwicklungszusammenarbeit - Ein Inwent Wegweiser
http://tinyurl.com/yclqglx
Verzeichnis von Institutionen aus dem Bereich der Personellen Zusammenarbeit, 16. Aufl., 2009

Finanzierungsmöglichkeiten für gemeinnützige Projekte in Herkunftsländern
http://www.gtz.de/de/dokumente/gtz2009-de-finanzierungmoeglichkeiten-diasporakoop.pdf
Zahlreiche Migrantenorganisationen in Deutschland engagieren sich in ihren Herkunftsländern mit gemeinnützigen Projekten und sind dabei auf externe Finanzierungsmöglichkeiten angewiesen. Diese Aufstellung der GTZ soll deshalb einen Überblick über die Förderinstitutionen auf Bundes- und Länderebene geben, bei denen Migrantenorganisationen Unterstützung für gemeinnützige entwicklungspolitische Projekte im Ausland beantragen können. Sie enthält allgemein Informationen über die Förderbedingungen, die Antragsstellung und die Kontaktdetails der Förderinstitutionen.

Globale Trends 2010: Frieden – Entwicklung – Umwelt.
http://www.globale-trends.de
Die Globalen Trends 2010 liefern die Essenz des Wissens über wesentliche Trends in den Bereichen Weltordnung, Frieden, Weltwirtschaft und Umwelt. Sie bereiten die unüberschaubar gewordene Fülle an Informationen zu globalen Entwicklungen sachlich und allgemein verständlich auf.

GTZ Länderanalysen zu möglichen Auswirkungen und Verwundbarkeit Afrikas im Kontext der Finanz- und Wirtschaftskrise
http://www2.gtz.de/wbf/doc/Laenderanalysen_FWKAfrika.pdf
Ziel der von Matthias Grossmann für verschiedene Länder erstellten Übersichten zur internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise ist es, einen kurzen Überblick über die wichtigsten potenziellen Auswirkungen der Krise auf einzelne Länder zu geben, sowie eine grobe Einschätzung der Verwundbarkeit vorzunehmen. Für jedes Land werden, basierend auf den wichtigsten makroökonomischen und armutsrelevanten Indikatoren, kurze Einschätzungen zu aktuellen Entwicklungen im Rahmen der Finanz- und Wirtschaftskrise präsentiert.

GTZ: Neue Ideen für mehr Beschäftigung
http://tinyurl.com/yhfj7v7
Die Publikation gibt einen Überblick über die Einsendungen zu dem Wettbewerb. Die fünf Gewinnerprojekte demonstrieren auf besondere Art und Weise, wie Vorhaben zur Beschäftigungsförderung nachhaltig, wirksam, innovativ und übertragbar gestaltet werden können.

Heikle Beziehungen: Vereinte Nationen, Afrikanische Union und Friedensmissionen in Afrika
http://www.giga-hamburg.de/giga-focus/afrika
GIGA Focus Afrika 10/2009 von Linnea Bergholm.

Institutioneller Reformbedarf in der bilateralen staatlichen deutschen Entwicklungszusammenarbeit
http://tinyurl.com/y8awdp8
Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE) Analysen und Stellungnahmen 8/2009 von Guido Ashoff.

Konkurrierender Regionalismus: Fünf Jahre UNASUR und ALBA
http://www.giga-hamburg.de/giga-focus/lateinamerika
GIGA Focus Lateinamerika 12/2009 von Daniel Flemes unter Mitarbeit von Lotte Westermann.

Kopenhagen: Historischer Moment, historische Konferenz, historisches Wegtauchen
http://www.oxfam.de/kopenhagen_accord
Der 'Copenhagen Accord', der am 18.12.2009 in Kopenhagen als Ergebnis der zweiwöchigen Verhandlungen präsentiert wurde, ist mehr Schein als Sein und völlig unzureichend, um die globale Klimakrise zu bewältigen.

Methode 'Evaluation Café' als partizipative Gruppenmoderation
http://www.weitzenegger.de/cafe/index.htm
Die Methode ‚Evaluation Café’ bringt Gruppen schnell dazu, ihr kollektives Wissen herauszufinden und anzuwenden. Das Ergebnis ist oft eine detaillierte Innenansicht, die qualitative Erkenntnisse bei Evaluationen untermauern kann.

Mit Diasporagemeinschaften zusammenarbeiten. Orientierung für die Praxis
http://www2.gtz.de/dokumente/bib/gtz2009-3037de-diasporagemeinschaften.pdf
Die hier vorliegende Praxisorientierung der GTZ basiert auf Erfahrungen, die in der deutschen EZ bei der Zusammenarbeit mit Diasporagemeinschaften im Bereich von deren gemeinnützigen Aktivitäten in den Partnerländern seit 2007 gemacht wurden. Sie soll Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Diasporagemeinschaften aufzeigen und Anhaltspunkte geben für die praktische Gestaltung einer Kooperation mit Diasporagemeinschaften bei deren gemeinnützigen Aktivitäten.

Oxfam-Studie zur Bildungsfinanzierung
http://www.oxfam.de/download/rescuing_education_for_all.pdf
Laut der von Oxfam veröffentlichten Studie ''Rescuing Education for all'' werden die weltweit 72 Millionen Kinder, die derzeit keine Schule besuchen, auch weiterhin kaum Bildungschancen haben, wenn es keinen grundlegenden Wandel in der globalen Bildungsfinanzierung gibt. Oxfam fordert von den G8/G20, auf ihrem Gipfeltreffen im Juni 2010 in Kanada einen Globalen Fonds für Bildung einzurichten. Neueste, heute von der UNESCO veröffentlichte Zahlen besagen, dass bei der Finanzierung universeller Grundbildung bis 2015 eine riesige Finanzierungslücke von jährlich 16 Mrd. US-Dollar existiert.

Reformprojekt Dezentralisierung in Afrika – zum Scheitern verurteilt? Das Beispiel Mosambik
http://www.giga-hamburg.de/giga-focus/afrika
GIGA Focus Afrika 11/2009 von Johannes Plagemann.

Self-determined development vs. externally controlled aid efficiency – what kind of development strategy leads to success?
http://www.sef-bonn.org/download/publikationen/foreign_voices/foreign_voices-2009-2.pdf
Die neue Ausgabe der Foreign Voices dokumentiert Aspekte der aktuellen Kontroverse über Entwicklungsstrategien und die Rolle von Entwicklungszusammenarbeit. Yash Tandon, bis vor kurzem Exekutivdirektor von South Center, einem intergouvernementalen Think Tank von Entwicklungsländern, und Eckhard Deutscher, Vorsitzender des OECD-Entwicklungsausschusses, stellen darin ihre Positionen dar.

Ungleichheit und Wirtschaftswachstum. Südafrikas Wirtschaft vor globalen Herausforderungen
http://www.giga-hamburg.de/giga-focus/afrika
GIGA Focus Afrika 9/2009 von Robert Kappel.

Unterstützung von Fachkräften, die in ihre Heimatländer zurückkehren
http://www.entwicklungsdienst.de/ak_pbl.html
Der AKLHÜ bietet eine Auswahl von Organisationen, die mit Projekten und Programmen rückkehrende Fachkräfte unterstützen.

World Bank: World Development Report 2010
http://tinyurl.com/d2s6bu
Der aktuelle World Development Report 2010 zeigt auf, wie Staaten im aktuellen Kontext wirtschaftliche, soziale und ökologische Ziele miteinander vereinbaren können.


7. Fortbildungen

Fachgespräch: Tödliche Hilfe und hilfreiche Totengräber?
Dambisa Moyos Beitrag und die Antworten der Entwicklungspolitik
http://www.nord-sued-bruecken.de
Berlin, 27. Januar 2010, 17h, Haus der Demokratie, Greifswalder Str. 4 Fachgespräch der Stiftung Nord-Süd-Brücken in Kooperation mit dem VENRO-Projekt ''Perspektive 2015'' und dem Seminar für ländliche Entwicklung (SLE).
Mit ihrem Buch ''Dead Aid – Why Aid is Not Working and How There is Another Way for Africa” hat die sambische Investmentbankerin Dambisa Moyo für heftige Erschütterungen in der internationalen entwicklungspolitischen Szene gesorgt. Der zentrale Kritikpunkt von Moyo, dass Hilfe die Tendenz hat zu korrumpieren und die Eigeninitiative der politisch Verantwortlichen zu unterminieren, lässt sich aber auch von Befürwortern der EZ nicht so ohne weiteres von der Hand weisen. Im Sinne von Evelyn Herfkens sind die Veranstalter/innen deshalb der Meinung, dass der Debattenbeitrag von Dambisa Moyo es verdient, einer interessierten Öffentlichkeit nüchtern und sachlich vorgestellt zu werden, bevor anschließend die Potenziale aber auch Risiken ihrer Argumente kommentiert und diskutiert werden.

Capacity WORKS für die Consultingwirtschaft
http://www.ageg.de/capacity_works_training
Dresden, 18. – 20.02.2010, Brücke/Most-Stiftung Bensheim, 11. – 13.03.2010, CBM Bonn, 08. – 10.04.2010, CJD Die Einführung von Capacity WORKS als Management Modell der GTZ verändert die Anforderungen an die Consultingwirtschaft. Schulungen in Capacity WORKS werden damit sowohl für Einzelgutachter als auch für Consultingfirmen notwendig, um mit ihren Beratungsleistungen für GTZ Projekte anschlussfähig zu bleiben.

E-Learning: Globalisierung verstehen - Grundlagen der Globalisierung
http://tinyurl.com/y9dmoxs
Mainz, ab 20. Februar 2010, VHS, LZpB Rheinland-Pfalz Der Online-Kurs beginnt am 28. Februar. Ein Fortsetzungskurs ist für Mai 2010 geplant.

Entwicklungspolitische Fachtagung: Ausgehungert?
Strategien zur Ernährungssicherung in der deutschen EZ am Beispiel Afrikas südlich der Sahara
http://www.ev-akademie-boll.de/index.php?id=142&tagungsid=670110
Bad Boll, 25.-26. Februar 2010, Evangelische Akademie Welche Strategien zur Eliminierung des Hungers und zur nachhaltigen Förderung von sicherer Ernährung dort hat die deutsche EZ? Sind Sie in der gegenwärtigen Situation angemessen? Wie abgestimmt ist das Vorgehen von staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren? Dies wollen wir diskutieren mit den Ministerien, großen und kleinen NGOs, kirchlichen Entwicklungswerken, Vorfeldorganisationen, Entwicklungspolitischen Gutachtern und Fachkräften, Mitarbeitende von partnerschaftlichen Initiativen, Basisorganisationen und Projektgruppen und allen am Thema Interessierten.

Interkultureller Crashkurs
http://www.vfh-online.de
Bornheim, NRW, 26. - 28.02.2010
Während des Kurses wollen wir theoretische, vor allem aber praktische Grundlagen für künftige interkulturelle Kontakte erarbeiten. Mit Christian Wienberg von grenzenlos e.V., einer Vereinigung internationaler Freiwilliger, sprechen wir zudem über ein besonders herausforderndes Einsatzgebiet von interkultureller Kompetenz.

Vertrauen gewinnen und erhalten ist die Basis - doch wie?
http://www.inwent.org/veranstaltungen/
Bad Honnef, Do, 4. März 2010, 19 Uhr, V-EZ Die Leiterin des Instituts für angewandte Vertrauensforschung Stuttgart, Dr. Ulrike Schwegler, reflektiert mit Ihnen die Grundfrage eines/r jeden Entwicklungsberaters/in.

Seminar: Wohin steuert die Entwicklungspolitik?
http://www.vfh-online.de
Bonn, 14. - 16.03.2010
Wir werden uns drei Tage lang sehr intensiv mit der Zukunft der deutschen Entwicklungspolitik auseinandersetzen. Auf dem Seminar sprecht Ihr mit Mitarbeitenden verschiedener Institutionen um herauszufinden, wohin die deutsche Entwicklungspolitik steuert.


8. Veranstaltungen

Den Armen eine Stimme geben. Medien und Entwicklung
http://www.inwent.org/veranstaltungen/164975/index.php.de
Bad Honnef, Do, 4. Februar, 19h, V-EZ/InWEnt, Lohfelder Str. 128 Der Journalist Oliver Ramme berichtet von seinen Erfahrungen als ehem. AGEH-Fachkraft in Mosambik und diskutiert mit Ihnen, wie Medien in der EZ eingesetzt werden können.

Entwicklungspolitische Regionalkonferenz Ostdeutschland
http://www.nord-sued-bruecken.de
Potsdam, 10. und 11. Mai 2010 Die seit 2004 jährliche stattfindende Veranstaltung, inzwischen in gemeinsamer Verantwortung der ostdeutschen entwicklungspolitischen Landesnetzwerke und der Stiftung Nord-Süd-Brücken, wird diesmal einen kritischen Blick auf den entwicklungspolitischen Kurs der neuen Bundesregierung sowie auf die Aktivitäten in den ostdeutschen Bundesländern werfen. Ein Anliegen der Konferenz ist die Stärkung der entwicklungspolitischen Inlandarbeit.

ASA-Programm feiert 50jähriges Jubiläum
http://www.asa-programm.de
Seit 50 Jahren fördert das ASA-Programm entwicklungspolitisch interessierte und engagierte Menschen die etwas bewegen wollen. Dazu lädt das ASA-Programm ASA-Ehemalige aus fünf Jahrzehnten zum großen ASA50-Festival auf die Katlenburg im Harz ein. Vom 27. bis zum 29. August können dort Erinnerungen geteilt und Anekdoten erzählt, Erfahrungen getauscht und Know-How vermittelt, Projekte geplant und Initiativen gegründet, Freundschaften erneuert und neue geschlossen werden. Anmelden könnt Ihr Euch schon jetzt unter asa50-festival@asa-programm.de.


9. Webseiten des Monats

1Goal - Bildung für alle!
http://www.join1goal.org
Viele bekannte Fußballstars und Prominente unterstützen die Kampagne im Hinblick auf die WM 2010 in Südafrika und sprechen sich so für mehr und bessere Bildung in armen Ländern aus. Die Global Campaign for Education möchte weltweit 30 Millionen Menschen mobilisieren, die diese Kampagne unterstützen. Tragen auch Sie sich online in die Petition ein und machen Sie sich für das Recht auf Bildung stark!

Join the Game - Interaktives Spiel zur Fußball-WM in Südafrika für Kinder und Jugendliche
http://www.join-the-game.org/de
Das Computerabenteuer entführt europäische Kinder und Jugendliche in die Lebenswelt ihrer Altersgenossen in Südafrika. Jeweils zwei bis drei Lernende begeben sich im Team auf dem PC in das Abenteuer Südafrika. Wahlweise als Mädchen oder Junge klicken sie sich von einer Situation zur nächsten. Am Ende jeder Sequenz wird von den Spielerinnen und Spielern eine Entscheidung gefordert, die den weiteren Verlauf der Geschichte beeinflusst. ''Was willst du tun?'', lautet immer wieder die Frage. Wer nichts unternimmt, erreicht Stillstand. Wer sich entscheidet, erlebt unvorhersehbare Abenteuer und lernt dabei die südafrikanische Gesellschaft kennen.

Africa meets Hamburg
http://www.africameetshamburg.de
AFRICAmeetsHAMBURG ist das interaktive Forum der Begegnung für alle Afrikaner und Afrika-Interessierten in Hamburg.

BMZ-Kampagne für Engagement in der Entwicklungszusammenarbeit
http://www.bmz.de/de/themen/Engagement/
Das BMZ besteht weiter. Mitte Dezember startete es eine bundesweite Anzeigenkampagne für persönliches Engagement in der Entwicklungszusammenarbeit. Staatssekretär Beerfeltz würdigt im Rahmen der Kampagne den Einsatz deutscher Organisationen und Initiativen in der Entwicklungszusammenarbeit. Auf der Kampagnen-Website erfahren Bürgerinnen und Bürger, wie sie sich persönlich im Alltag für eine friedlichere, gerechtere Welt einsetzen können.

Datenbanken und Bibliotheken für entwicklungsbezogene Bildung bei EWIK
http://www.globaleslernen.de/coremedia/generator/ewik/de/08__Service/Datenbanken.html
In diesem Portal-Bereich finden Sie Beschreibungen von insgesamt 36 Datenbanken und Bibliotheken mit Ressourcen für entwicklungsbezogene Bildung. Vorgestellt werden etwa Bilderdatenbanken zu umwelt- und entwicklungspolitischen Themen, Datenbanken für Lehr- und Lernmaterialien, Mediatheken, Fachbibliotheken, Literaturportale, Wikis und vieles mehr.

GAPMINDER - Statistik-Website der anderen Art
http://www.gapminder.org
Hans Rosling, einer der Initiatoren, bringt seine Beweggründe zur Einrichtung der Website auf den Punkt: ''Our vision: Making sense of the world by having fun with statistics!'' Auf vergnügliche, anschauliche und vor allem leicht nachvollziehbare Weise werden Statistiken der unterschiedlichsten Art präsentiert.

OECD – From Crisis to Recovery
http://www.oecd.org/crisisresponse
Umfassende Homepage, Videos, Blogs, Interviews zum Stand der Weltwirtschaft, Arbeitsmärkte, Finance, Green Growth und mehr

Stiftung Nord-Süd-Brücken
http://www.nord-sued-bruecken.de
Die wesentlichen Arbeitsbereiche der Stiftung - die Fördertätigkeit und Eigenprojekte der Stiftung, die Servicestelle weltwärts und die Verwaltung der NRO-Fördermittel des Landes Berlin sind auf der neuen Website deutlicher als zuvor getrennt dargestellt.

Zukunfts-Diplom für Kinder
http://www.zukunftsdiplom.de
Kinder im Alter von 6-12 Jahren sollen durch die Veranstaltungsangebote spielerisch und kindgerecht mit dem Thema Zukunftsfähige Entwicklung vertraut gemacht werden. Von Mai bis September, werden für sie verschiedene, von unterschiedlichsten Anbietern ausgerichtete Aktivitäten angeboten, alle mit einem thematischen Bezug zum Thema Zukunftsfähige Entwicklung. Nehmen die Kinder an sechs oder mehr Veranstaltungen teil, sind sie berechtigt ihr Zukunfts-Diplom jeweils im November auf einer fröhlichen Veranstaltung entgegenzunehmen.


Impressum: Society for International Development - Chapter Hamburg Gesellschaft für internationale Entwicklung Hamburg e.V., SID, Övelgönne 96, 22605 Hamburg.
Redaktion: Karsten Weitzenegger, Karsten.weitzenegger@sid-hamburg.de,

Dieser Rundbrief wird durch die Beiträge der SID-Mitglieder in Norddeutschland finanziert. Wenn Sie diese Leistung besonders anerkennen wollen, machen Sie eine Spende, oder werden Sie auch Mitglied von SID. Der Verein ist anerkannt gemeinnützig.
Sie erhalten rechtzeitig eine Spendenbescheinigung von uns. Gesellschaft für internationale Entwicklung Hamburg e.V., Konto 7788770, Volksbank Stormarn, BLZ 20190109.

Die Society for International Development (SID - http://www.sidint.org) ist die älteste, politisch unabhängige und private entwicklungspolitische Vereinigung der Welt. 1957 gegründet, ist SID heute mit etwa 3.000 Mitgliedern in 80 Ländern und 45 Chaptern auf regionaler und lokaler Ebene organisiert. Der überwiegende Teil der Chapter liegt in der südlichen Hemisphäre. Das Aktivitätenspektrum der Chapter reicht von der Erörterung entwicklungspolitscher Themen in der Öffentlichkeit über die Vernetzung von Fachkräften bis zur Durchführung von Entwicklungsprojekten. Unser Grundsatz dabei ist, dass Entwicklung nur durch Dialog und Zusammenarbeit erreicht werden kann.

Sind Sie an einer aktiven Mitgliedschaft bei uns interessiert? Dann senden Sie uns bitte den Antrag von der Website http://www.sid-hamburg.de. Der Jahresbeitrag im Chapter Hamburg beträgt für Einzelmitglieder 36 Euro, für Studierende, Auszubildende und Arbeitslose 18 Euro. Alle SID-Chapter in Deutschland finden Sie unter http://www.sid-deutschland.de.


Abonnementbedingungen
Bestellungen des Rundbriefs können jederzeit per eMail an abonnieren@sid-hamburg.de oder im Internet unter http://de.groups.yahoo.com/group/SID-HH/ erfolgen. Die Mitglieder der Mailingliste erhalten keine Werbemails und die Adressen werden nicht an Dritte weitergegeben. SID ist nicht für die Inhalte externer Webseiten verantwortlich.


Abo: http://de.groups.yahoo.com/group/sid-hh/
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Quellen: http://rss.groups.yahoo.com/group/globaldigest/rss
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Home: http://www.sid-hamburg.de http://www.sid-deutschland.de

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