Entwicklungspolitik im Überblick

Für SID publiziere ich das Magazin Entwicklungspolitik im Überblick mit aktuellen Meldungen in deutscher Sprache. SID bringt Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Praxis für globale Entwicklung zusammen. Mehr unter https://enwicklungspolitik.blogspot.com

  • Oxfam: Wortbruch der Bundesregierung verspielt Vertrauen vor COP31

    Berlin, 6. Oktober 2026. Nach den heute von der Bundesregierung vorgestellten Zahlen hat Deutschland für 2025 die Zusage verfehlt, jährlich mindestens sechs Milliarden Euro an Haushaltsmitteln für die Klimafinanzierung bereitzustellen, auch wenn Deutschland insgesamt eines der großen Geberländer bleibt. 2025 standen insgesamt rund 10,8 Milliarden Euro zur Verfügung, um einkommensschwache Länder beim Klimaschutz und -anpassung zu unterstützen. Darin enthalten waren 4,7 Milliarden Euro an Mitteln aus dem Bundeshaushalt, deutlich unter der versprochenen Zielmarke. Der Grund: die massiven Kürzungen bei der Entwicklungszusammenarbeit. Die Gelder finanzieren wichtige Programme, um Menschen vor den Folgen der Klimakrise zu schützen, Ernten zu sichern oder den Aus- und Aufbau der erneuerbaren Energien zu ermöglichen. Gerade für einkommensschwache Länder ist die internationale Unterstützung angesichts der sich verschlimmernden Klimakrise unabdingbar. Deutschland hatte hier in […]

  • Internationale Klimafinanzierung 2025: Starke Mobilisierung öffentlicher und privater Mittel für den Globalen Süden

    Gemeinsame Pressemitteilung von BMZ und BMUKN Deutschland führt seinen Beitrag für die Klimafinanzierung für internationalem Klimaschutz und -anpassung in Schwellen- und Entwicklungsländern fort und bleibt international verlässlicher Partner. Dabei setzt die Bunderegierung bei der internationalen Klimafinanzierung zunehmend auf private Investitionen und Kredite. Der Anteil der mobilisierten öffentlichen und privaten Investitionen erreicht bei der internationalen Klimafinanzierung einen neuen Höchstwert. Die an die Europäische Union zugelieferten Klimafinanzierungszahlen für 2025 zeigen, dass Deutschland erneut seinen Anteil am globalen Klimaversprechen leistet und zu dem im Koalitionsvertrag festgelegten „fairen Anteil“ für internationale Investitionen in den Klimaschutz steht. Der deutsche Beitrag zum internationalen Klimaschutz setzt sich aus Haushaltsmitteln und mobilisierten Mitteln zusammen. Er ist 2025 insgesamt leicht zurückgegangen; dies konnte […]

  • Bundeshaushalt 2027: Dachverband fordert Trendwende bei Entwicklungszusammenarbeit und humanitärer Hilfe

    Logo VENRO Bundeshaushalt 2027: Dachverband fordert Trendwende bei Entwicklungszusammenarbeit und humanitärer Hilfe Berlin, 7. September 2026. In dieser Woche beschäftigt sich der Bundestag in 1. Lesung mit dem Haushaltsgesetz 2027. Es drohen weitere Kürzungen bei den Etats für Entwicklungszusammenarbeit. Die Mittel für humanitäre Hilfe sollen auf sehr niedrigem Niveau stagnieren. Die Kürzungen haben bereits jetzt massive Auswirkungen auf die Arbeit zivilgesellschaftlicher Organisationen, wie eine Umfrage des Dachverbandes VENRO unter seinen Mitgliedern zeigt. Er fordert Nachbesserungen im parlamentarischen Prozess, zum Beispiel durch Anwendung der Bereichsausnahme. „Die erneuten Kürzungen bei internationaler Zusammenarbeit verschärfen die ohnehin schon kritische Lage weiter“, sagt Michael Herbst, VENRO-Vorstandsmitglied. „Die Auswirkungen der Klimakrise und zahlreiche kriegerische Konflikte sorgen dafür, dass es mehr Mittel für Resilienz und nachhaltige Entwicklung […]

  • Deutsch-Ukrainische Kommunale Partnerschaftskonferenz in Berlin – 300 kommunale Partnerschaften verbinden Deutschland und die Ukraine

    Entwicklungsministerin Alabali Radovan eröffnet Deutsch-Ukrainische Kommunale Partnerschaftskonferenz in Berlin    Gemeinsam mit dem Bundesminister des Auswärtigen Dr. Johann Wadephul und Bürgermeister Stefan Evers aus Berlin eröffnet Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan heute die 8. Deutsch-Ukrainische Kommunale Partnerschaftskonferenz. Rund 650 Vertreter*innen aus Kommunen und Politik beider Länder und der Europäischen Union kommen vom 7. bis 9. Oktober in Berlin zusammen zur Unterstützung der Städtepartnerschaften zum Wiederaufbau und zur kommunalen Daseinsvorsorge.   Entwicklungsministerin Alabali Radovan: „Auf ihrem Weg in eine freie und sichere Zukunft in der Europäischen Union kann sich die Ukraine auf Deutschland verlassen. Diese Verlässlichkeit zeigen unsere Kommunen jeden Tag ganz konkret. Ob sie mit Feuerwehrautos und Krankenwagen unterstützen oder mit Know-how für die Energieversorgung und beim […]

  • WUS gratuliert Phumzile Mlambo-Ngcuka zur Berufung in die neue Entwicklungspolitische Nord-Süd-Kommission

    ** *Wiesbaden, 6. Oktober 2026*– Der World University Service (WUS) gratuliert Phumzile Mlambo-Ngcuka herzlich zu ihrer Berufung in die neue Entwicklungspolitische Nord-Süd-Kommission der Bundesregierung. Ihre Berufung ist für WUS auch deshalb von besonderer Bedeutung, weil sie selbst viele Jahre in der internationalen Bildungs- und Entwicklungsarbeit des WUS in Südafrika tätig war. Die neue Entwicklungspolitische Nord-Süd-Kommission wurde am 5. Oktober 2026 in Berlin von ihren Ko-Vorsitzenden Olaf Scholz und Laura Chinchilla vorgestellt. Dem Gremium gehören 20 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, internationalen Organisationen und Zivilgesellschaft aus dem Globalen Süden und Norden an. Die Kommission soll Vorschläge für eine Weiterentwicklung der internationalen Entwicklungszusammenarbeit in einer zunehmend multipolaren Welt erarbeiten. Phumzile Mlambo-Ngcuka war während der Apartheid in Südafrika für den World University Service […]

  • Mitglieder der Entwicklungspolitischen Nord-Süd-Kommission verkündet

    Bundeskanzler a.D. Olaf Scholz und die frühere Präsidentin Costa Ricas Laura Chinchilla haben heute in Berlin die Mitglieder der neu eingerichteten Entwicklungspolitischen Nord-Süd-Kommission (ENSK) bekannt gegeben: Unter dem Ko-Vorsitz von Scholz und Chinchilla vereint die Kommission einige der wichtigsten und einflussreichsten Persönlichkeiten der Welt mit einzigartiger Expertise zu zentralen Fragen der internationalen Zusammenarbeit. Ko-Vorsitzender der ENSK Olaf Scholz: “Für mich stand von Anfang an fest: Das Gewicht der Nord-Süd-Kommission wird ganz entscheidend von der Strahlkraft und dem Gewicht ihrer Mitglieder bestimmt. Wir stellen heute eine einzigartige Kommission vor: Ihr gehören Führungspersönlichkeiten internationaler Organisationen sowie Vertreterinnen und Vertreter aus allen gesellschaftlichen Bereichen an, die herausragende Expertise zu zentralen Fragen der internationalen Zusammenarbeit einbringen. Ihre Stimme zur Zukunft der internationalen […]

  • Rennen um kritische Rohstoffe gefährdet Menschenrechte und Umwelt weltweit

    BfdW: Stärkeren Fokus auf Reduktion und Kreislaufwirtschaft legen Berlin, 5. Oktober 2026. Das zivilgesellschaftliche Bündnis „Arbeitskreis Rohstoffe“ (AK Rohstoffe) warnt vor einer drohenden weiteren Aufweichung von Umwelt- und Menschenrechtsstandards. Im September hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erneut vor Europas Abhängigkeit bei „kritischen Rohstoffen“ insbesondere von China gewarnt und zur Bevorratung aufgerufen.  Lieferketten sollen diversifiziert, Genehmigungsverfahren für Projekte innerhalb der EU beschleunigt und EU-Regulierungen weiter vereinfacht werden. Beim 3. Rohstoffgipfel in Berlin am 6. Oktober diskutieren Expert*innen die negativen Folgen des steigenden Rohstoffverbrauchs und der Abschwächung von Schutzstandards sowie politische Lösungsansätze. Die jüngste Ankündigung Ursula von der Leyens, die „Simplification Agenda“ der EU weiter voranzutreiben, könnte Umwelt-, Menschenrechts- und Beteiligungsstandards bei […]

  • Studie zeigt: Ernährungsarmut leicht rückläufig

    Steigende Lebensmittelpreise belasten Betroffene   (Aachen, Berlin, Göttingen, 1. Oktober 2026) Die Zahl der von Ernährungsarmut betroffenen Menschen ist um 78 Millionen auf 2,79 Milliarden Menschen gesunken. Das ist ein Ergebnis der Studie „Armutslücke Welternährung 2026“, die heute im Vorfeld des Erntedankfestes (4.10.) und des Welternährungstages (16.10) vorgestellt wird.  „Die diesjährigen Ergebnisse der Studie Armutslücke Welternährung machen deutlich, dass Verbesserungen möglich sind“, erklärt Lutz Depenbusch, Misereor-Experte für Welternährung und Entwicklungsökonom. „Das ist ein ermutigendes Signal für den Einsatz gegen Hunger und Mangelernährung, insbesondere angesichts der Verschlechterungen in den Vorjahren.“ Die größte Verbesserung verzeichnet im Berechnungszeitraum 2025 Südasien. Damit lässt die Region Rückschläge aus Zeiten der Coronakrise hinter sich. Auch in Subsahara-Afrika und Nahost-Nordafrika ist die Ernährungsarmut nach […]

  • UN-Generalversammlung: Hunger als globales Sicherheitsrisiko

    Welthungerhilfe zur UN-Generalversammlung:Hunger gefährdet globale Sicherheit Bonn/Berlin, 22. September 2026. Die Welthungerhilfe warnt zu Beginn der UN-Generaldebatte in New York vor einer Zunahme des Hungers und den Folgen für Frieden und Sicherheit weltweit. Der Irankrieg und die bewaffneten Auseinandersetzungen im Jemen und in Saudi-Arabien führen dazu, dass die Transportwege für Düngemittel und Energie aus der Golfregion stark eingeschränkt bleiben. Auch der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine verteuert und erschwert den weltweiten Getreidehandel aus dem Schwarzen Meer. Diese militärischen Konflikte wirken sich über steigende Produktions- und Transportkosten auf die Lebensmittelmärkte weltweit aus. Nach UN-Schätzungen könnten infolge der Blockade der Straße von Hormus sowie den Spannungen im Roten Meer 45 Millionen zusätzlich von akutem Hunger betroffen sein. Mangelernährung, Einkommensverluste und zerstörte Lebensgrundlagen machen Menschen anfälliger für […]

  • UNESCO-Weltbildungsbericht: Bildungsgerechtigkeit bleibt zentrale Herausforderung

    Gemeinsame Pressemitteilung des Auswärtigen Amts, des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und der Deutschen UNESCO-Kommission Deutsche Kurzfassung des Weltbildungsberichts in Berlin vorgestellt „Zugang und Chancengerechtigkeit“ ist der Titel des Weltbildungsberichts 2026. Die deutschsprachige Kurzfassung wurde heute gemeinsam vom Auswärtigen Amt, dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie der Deutschen UNESCO-Kommission in Berlin vorgestellt und gemeinsam mit der Bildungsministerkonferenz sowie Bildungsfachleuten diskutiert. Die UNESCO machte deutlich, dass die Bildungsgerechtigkeit weltweit eine große Herausforderung bleibt. Trotz erheblicher Erfolge in den vergangenen Jahrzehnten gehen weltweit 273 Millionen Kinder und Jugendliche […]

  • Ukraine: Menschen droht verheerender Kriegswinter

    Ukraine-Gespräche am Rande der UN-Vollversammlung  Berlin, 24. September 2026. Der Beschuss von Zügen, Märkten und Wohnhäusern tötet immer mehr Zivilisten im Ukraine-Krieg. Angriffe auf die Energieinfrastruktur halten unvermindert an. „Die Menschen in der Ukraine stehen vor dem schlimmsten Winter seit Ausbruch des Kriegs. Sie haben weder Kraft noch ausreichend Zeit, sich vor ballistischen Raketen und Drohnenschwärmen in Sicherheit zu bringen. Die Gespräche zur Ukraine am Rande der UN-Vollversammlung müssen erreichen, dass Angriffe auf die Zivilbevölkerung unterbunden werden. Dazu sind die Kriegsparteien durch das humanitäre Völkerrecht verpflichtet“, sagt Dagmar Pruin, Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe.   „Wir erleben einen Krieg, der keinen Frontverlauf mehr kennt und sich Monat um Monat zuspitzt. Den Preis zahlt die Zivilbevölkerung: In den ersten acht Monaten dieses Jahres sind bereits mehr Zivilisten getötet worden als im gesamten Vorjahr. Diese […]

  • Planetary Health Check 2026: Druck auf planetare Grenzen nimmt zu

    21.09.2026 – Bei allen sieben bereits überschrittenen planetaren Belastungsgrenzen nimmt die Belastung weiter zu. Rekordtemperaturen in den Ozeanen, schwere Dürren, Überschwemmungen, Waldbrände und extreme Hitze zeigen, dass das Erdsystem zunehmend unter Druck steht. Das geht aus dem aktuellen Planetary Health Check hervor. Mehr als 60 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben an dem jährlichen Bericht mitgewirkt, der vom Planetary Boundaries Science Lab am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) erstellt wird. Die planetaren Grenzen beschreiben miteinander verbundene Erdsystem-Prozesse, die sich innerhalb sicherer Grenzen bewegen müssen, um die Stabilität und Widerstandsfähigkeit des Planeten zu erhalten. Sieben der neun planetaren Grenzen liegen inzwischen außerhalb des sicheren Bereichs. Zuletzt wurde 2025 auch die planetare Grenze für Ozeanversauerung überschritten. Alle sieben Grenzen – […]