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Methoden

WELTHANDELN steht für einen Lernprozess, der Wahrnehmen, Fühlen, Denken, Urteilen und Handeln miteinander verbindet, Identität und Weltsicht gleichermaßen stärkt und zu der Bereitschaft führt, lokales Handeln mit globalen Erfordernissen in Einklang zu bringen. Es ist auf einen ganzheitlichen und partizipatorischen, lebenslangen Lernprozess ausgerichtet. Dabei spielen Methodenvielfalt und Perspektivenwechsel eine wichtige Rolle. Sie sollen auch dazu beitragen, Komplexität durchschaubarer und Ungewissheit und unlösbare Widersprüche erträglich zu machen.

WELTHANDELN muss also Methoden einsetzen, die selbst organisiertes Lernen und die Beteiligung an Entscheidungsprozessen ermöglichen. Das heißt, Lernlösungen anzubieten, die die Menschen befähigen, genau das zu tun: zu nachhaltigen Wirkungen in ihrem jeweiligen Tätigkeitsfeld beizutragen. Dabei steigern die Lernenden immer auch ihre Methodenkompetenz. Alle Beteiligten verstehen sich als Lernende, die nicht über absolute Wahrheiten verfügen und daher eine offene Haltung einnehmen.

Die besten Methoden sind die, die die Beteiligten anwenden können. Weil sie vorbereitet und verständlich sind, weil sie auf dem aufbauen, was vorhanden ist. Die Methodenwahl folgt dem Prinzip der Permakultur: Die Schaffung von dauerhaft funktionierenden Kreisläufen. Also anstatt stets neue Ressourcen herbeizuschaffen, lieber mit den vorhandenen besser auskommen. Die verfügbaren Ideen, Fähigkeiten und Lebensweisen nutzen, um Strukturen und Muster auf ihre natürliche Form zu bringen. Konkret kann dies bedeuten, Technologie gezielt nur dann einzusetzen, wenn sie von den Lernenden dauerhaft genutzt werden kann. Anstatt Materialen mitzubringen, lieber gemeinsam lernen, wie eine Pinwand oder ein Flipchart vor Ort aus Recylingmaterial herzustellen ist. Auf jeden Fall ist das Material zu entzaubern. Sonst ist die Lerngruppe blockiert, wenn es an Beamer, Moderationskoffer oder Mikrofon mangelt.

Im Sinne dieses Konzeptes sind bestehende Lernansätze und Methoden verwendbar, die dazu einsetzbar sind. Derzeit umfasst die Liste der weiter zu erprobenden Methoden die folgenden:

  • Action Learning – Reginald Revans
  • Anti-Bias – Louise Derman-Sparks, Carol Brunson-Philips
  • Betzavta – Miteinander Dmokratie lernen – Uki Maroshek-Klarman (Adam Institute for Democracy and Peace)
  • Denkhüte für kreative Gruppen – Edward de Bono
  • Dragon Dreaming – John Croft
  • Open Space – Harrison Owen
  • Participative Design Workshop – Fred E. Emery
  • Presencing – Otto Scharmer
  • Systemisches Konsensieren (SK) – Siegfried Schrotta
  • THANCS – Thriving for Awareness for Non-Conflicting Strategies – Ines Omann, Felix Rauschmayer (UFZ Leipzig)
  • World Café – Juanita Brown, David Isaacs
  • Zukunftskonferenz – Marvin Weisbord
  • Zukunftswerkstatt – Robert Jungk

Nutzbare Methoden und Praxistipps

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