Das Überleben sichern – Warum Willy Brandts Nord-Süd-Bericht in der Post-2030-Debatte neu gelesen werden muss

Von der Hamburg Sustainability Conference zurück zu den Wurzeln einer globalen Verantwortung: Kann eine „Solidarische Geopolitik“ die Blockaden von heute lösen? (tl;dr) Die Nord Süd Kommission unter Willy Brandt zeigte früh, dass globale Ungleichheit eine Frage von Frieden und gemeinsamer Sicherheit ist. Heute, in einer fragmentierten Weltordnung, bleiben ihre Kernideen erstaunlich aktuell. Doch statt einer … Weiterlesen

Hohe Kapitalkosten als Entwicklungshemmnis

Warum der Preis des Geldes über Investitionen, Staatlichkeit und Transformation im globalen Süden entscheidet und weshalb die Debatte um Ratings, Regulierung und Finanzarchitektur jetzt ins Zentrum der Entwicklungspolitik gerückt ist. Lange Zeit drehte sich die internationale Debatte über Entwicklungsfinanzierung vor allem um Volumen: Wie lässt sich mehr Kapital für den globalen Süden mobilisieren. Das Briefing Der … Weiterlesen

Demokratien unter Druck: Der geopolitische Imperativ Europas

Hamburg, 26. Mai 2026 – Ein Jahr nach dem Ende seiner Kanzlerschaft zeigt sich Olaf Scholz nicht als politischer Ruheständler, sondern als strategischer Analytiker globaler tektonischer Verschiebungen. Im Rahmen der Europa-Woche diskutierte Scholz heute im Haus der Patriotischen Gesellschaft gemeinsam mit der Politikwissenschaftlerin Dr. Julia Reuschenbach die fundamentale Neuordnung der Welt. Die nüchterne Debatte, die … Weiterlesen

Mehr Wirkung durch Daten: Die Servicestelle Evidenz als Knotenpunkt von Forschung, KI und Steuerung im BMZ

(tl;dr) Die Servicestelle Evidenz im BMZ soll als querschnittliche Drehscheibe dafür sorgen, dass deutsche Entwicklungspolitik systematisch auf Wirkungswissen, Daten und Forschung gestützt wird, und dafür konsequent digitale Technologien und KI nutzt. Sie bündelt Studien, Evaluierungen und Daten, berät Fachreferate, baut Wissensmanagement und Dashboards auf und knüpft eng an Datenlabor, GIZ, KfW und DEval an, bleibt … Weiterlesen

Wider Willen an der Spitze: Wie Deutschland seine neue Rolle in der Entwicklungspolitik definiert

Ein tiefgreifender Paradigmenwechsel prägt die deutsche Entwicklungspolitik. Auf einem aktuellen Devex-Event diskutierten führende Köpfe aus Ministerien, Forschung und Entwicklungsbanken, wie Deutschland seine ungeplante Rolle als größter ODA-Geber der Welt nutzen kann, um Geopolitik zu gestalten. Die Zahlen sprechen eine paradoxe Sprache: Obwohl Deutschland sein eigenes Budget für Entwicklungszusammenarbeit um rund 17 Prozent gekürzt hat, findet … Weiterlesen

KI, Disruption und Reform: Was internationale Zusammenarbeit jetzt alles lösen muss

Das Institut für Entwicklung und Nachhaltigkeit (IDOS) stellt in seinem Jahresthema eine provokante Diagnose: Zwei Dynamiken prägen gegenwärtig Akteure, Institutionen und Gesellschaften weltweit gleichzeitig, nämlich Disruption und Reform. Diese Gleichzeitigkeit ist kein Zufall, sie ist das Signum einer globalen Umbruchsphase, in der technologische Transformation, geopolitische Verschiebungen und der Zerfall multilateraler Vertrauensgrundlagen aufeinandertreffen. Weitere Einordnungen und … Weiterlesen

Weltmeister auf dem Rückzug: Warum Deutschland mehr in Entwicklung investieren muss

Hurra, Deutschland ist 2025 erstmals zum weltgrößten Geber offizieller Entwicklungsfinanzierung (Official Development Assistance ODA) aufgestiegen. Mit 29,1 Milliarden US-Dollar lag die Bundesrepublik knapp vor den USA, nachdem die Trump-Regierung USAID abgewickelt und ihre Hilfsleistungen um gut 92 Prozent zusammengefaltet hatte. Doch dieser historische Moment trägt einen bitteren Beigeschmack: Deutschland erreichte die Spitzenposition nicht durch Stärke, … Weiterlesen

Dezentralisierung in Afrika: Zeit für eine strategische Neuorientierung

Die DEval‑Studie zur Unterstützung von Dezentralisierung in Subsahara‑Afrika ist mehr als eine evaluative Zwischenbilanz sie ist ein Stresstest für zentrale Annahmen deutscher Entwicklungspolitik im Governance‑Bereich. Für mich lohnt sich ein genauer Blick auf die Konsequenzen. 1. Was DEval tatsächlich sagt Zwischen 2000 und 2022 finanzierte das BMZ rund 300 Dezentralisierungsvorhaben in Afrika mit insgesamt gut … Weiterlesen

Wirkungen kommunizieren – aber wie?

Die Gebrauchsanweisung für den Wandel zwischen Transparenz, Erwartungen und Realität Wie kommuniziert man die Ergebnisse von Evaluierungen so, dass sie tatsächlich genutzt werden, anstatt in der Schublade zu landen oder gar politische Angriffsflächen zu bieten? Diese essenzielle Frage bewegt die Evaluierungs-Community zunehmend. Auf einer Diskussionsveranstaltung im Rahmen der DeGEval kamen kürzlich Perspektiven aus der ministeriellen … Weiterlesen

Neustart mit alten Fragen: Der Textildialog DST unter der Lupe

Das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) präsentiert sein jüngstes Reformprojekt im Bereich nachhaltige Textilien: „Dialogue and Impact for Sustainable Textiles (DST) löst das bisherige Bündnis für nachhaltige Textilien ab, das 2014 mit großen Ambitionen gestartet war. Ein Neuanfang, der Fragen aufwirft. Was neu ist, und was bleibt Das DST setzt laut BMZ auf mehr Eigenverantwortung der Beteiligten, stärkere … Weiterlesen